Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Was ist das für ein Denkmalschutz, wenn alte Fachwerkhäuser verfallen und dann abgerissen werden?
Das erlebe ich in meinem direkten Umfeld von Kassel bis Hamburg, bzw. Braunschweig bis Bilefeld nicht. Wenn ich die Städte und Dörfer mit 1970 vergleiche, ist das alles massiv aufgeblüht und hübsch gemacht werden. Auch in den Großstädten im Ost erlebt man reine Wunder. Das lohnt sich nur für reiche Menschen, weil man die Sanierungskosten viel besser von der Steuerabsetzen kann. Das sind typische FDP Geschenke und sie kosten die Staat viele Milliarden, die in sozialem Wohnungsbau besser aufgehoben wären.

Es muss gar kein Neubau sein. Warum z.B. kaufen Städte nicht suksessiv die universitätsnahen Viertel und erhaben dann erträgliche Mieten für Studenten? Das wäre ein WIN-WIN-WIn Situation, die Städt hätte sichere Einnahmen, die Uni als Geldbringer mehr Studenten und die Studenten bezahlbaren Wohnraum. Stattdessen werden diese Viertel Gentrifiziert und die Studenten aufs Land oder zu den Eltern vertrieben.
 
Sparanus hat (leidlich) den Ausstieg aus der Szene geschafft, das schaffst auch du.

Pfff, meine Pläne sehen da was anderes vor.
Ich warte bis ich in einigen Jahrzehnten das letzte Parteimitglied in der CDU bin und dann wird reformiert und zwar so radikal das selbst Marx, Engels und Lenin noch wie rechte Hardliner aussehen werden. :ugly::D
 
Pfff, meine Pläne sehen da was anderes vor.
Ich warte bis ich in einigen Jahrzehnten das letzte Parteimitglied in der CDU bin und dann wird reformiert und zwar so radikal das selbst Marx, Engels und Lenin noch wie rechte Hardliner aussehen werden. :ugly::D

Dann beginnt die Ära Nightslaver :P

Hauptsache du machst ne gute sozial und Gesundheit Politik
 
Halt nix von dem Berliner Vorschlag. Die Politik soll lieber mal zusehn, dass generell Erwerb von Wohneigentum gefördert wird. Quasi in keinem Land in Europa ist die Eigenheimquote geringer als in Deutschland, was nicht nur an der Mietmentalität der Deutschen liegt, sondern auch daran, dass sich ein Normalverdiener bei den Preisen mittlerweile sowas auch immer öfter kaum leisten kann.

Dazu muss mehr Bauland freigegeben werden und die Steuern dafür runter. Gerade in Ballungsräumen und Einzugsgebiet muss massiv gebaut werden um Wohnraum zu schaffen. Da bringen irgendwelche symbolischen Enteignungen nix. Dazu gesetzlich festlegen das 70% des neu zu schaffenden Wohnraum kein Luxussegment sein darf.

Im Gegenzug kann man Teile des Ostens ja zu nem Naturschutzgebiet machen. Man hört immer "Land attraktiver machen blabla" von der Politik. Aber Fakt ist doch aufm tiefsten Land will eh keiner leben, gibt da schlicht keine Jobs und keine Infrastruktur.
 
Solange Deutschland weiterhin das Niedriglohnland unter den Industriestaaten bleibt (Agenda 2010 sei dank), wird auch die Förderung des Erwerbs von Wohneigentum nur einem kleinen Teil der Betroffenen selbst im Mittelschichtbereich helfen. Oder die Förderung müsste derart massiv sein, dass damit wirklich Druck vom Mietwohnungsmarkt genommen wird. Gleichzeitig wird dann aber auch der Druck auf die vielerorts ohnehin überlastete Straßenverkehrsinfrastruktur noch mehr erhöht. Und als Bewohner einer von steuerflüchtigen Einpendlern recht stark gebeutelten Kommune sehe ich das auch nicht so rosig :ugly:
 
Bei den derzeitigen Mietpreisen entsteht doch automatisch eine Förderung von Wohneigentum. Gerade bei den derzeitigen Zinsen...
Sollte ich nicht die Möglichkeit bekommen nach der Ausbildung unsere aktuelle Wohnung zu aktuellen Konditionen (3-Zimmer-Wohnung in einer Genossenschaft, 70m², 490€ warm) zu übernehmen (und meine Mutter zieht aus - ihre Idee übrigens...), versuche ich eher, an einen Wohnungskredit zu kommen. Die Kreditraten und entstehende Kosten sind auch kaum höher wie Wohnungen in halbwegs annehmbarer Lage (Stadtrand fällt für mich ohne Geld fürs Auto bei meinem Job aus...), dafür habe ich nach einigen Jahren Eigentum.

Leider fehlts bei Vielen halt an sicheren Arbeitsverhältnissen oder an einer passablen Entlohnung.

Und obwohl die bösen Linken regieren schaft es Berlin sogar seit Jahren seine hohen Schulden abzubauen,
Was aber auch kein Wunder ist: Der Nahverkehr ist kaputtgespart, die Schulen sind kaputtgespart, viele staatliche Wohnungen verkauft... Kurzfristig mag man einen Spareffekt haben, aber gerade die kaputtgesparten Schulen werden noch richtig, richtig teuer werden.
Der kaputtgesparte ÖPNV fällt uns jetzt schon auf die Füße. Gerade der Fahrzeugmangel bei der U-Bahn - weniger Fahrzeuge, steigende Fahrgastzahlen (und das wird mit den drohenden Fahrverboten noch viel schlimmer!), immer ältere Fahrzeuge die an ihrer Belastungs- und Altersgrenze schrammen. Das wird noch richtig witzig und vorallem teuer, weil die alten Fahrzeuge aufwändig und in zunehmender Häufigkeit ertüchtigt werden mussen... :ugly:
 
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Was aber auch kein Wunder ist: Der Nahverkehr ist kaputtgespart, die Schulen sind kaputtgespart, viele staatliche Wohnungen verkauft... Kurzfristig mag man einen Spareffekt haben, aber gerade die kaputtgesparten Schulen werden noch richtig, richtig teuer werden.
Der kaputtgesparte ÖPNV fällt uns jetzt schon auf die Füße. Gerade der Fahrzeugmangel bei der U-Bahn - weniger Fahrzeuge, steigende Fahrgastzahlen (und das wird mit den drohenden Fahrverboten noch viel schlimmer!), immer ältere Fahrzeuge die an ihrer Belastungs- und Altersgrenze schrammen. Das wird noch richtig witzig und vorallem teuer, weil die alten Fahrzeuge aufwändig und in zunehmender Häufigkeit ertüchtigt werden mussen... :ugly:

Was erwartest du?
Von der wohlhabenden Industriestadt, die Berlin bis 1945 war war mit einsetzen des Kalten Krieges nichts mehr übrig, die Unternehmen (wie Siemens, Thyssen, Daimler, ect.) sind Richtung Baden Würtenberg und Bayern (aber es war natürlich ausschließlich die harte bayrische Arbeiterseele warum Bayern heute wirtschaftlich so gut darsteht, ganz "sicher" ;) ) abgewandert, im Ostteil haben die Sowjets große Teile der Industrieanlagen als Reperatioen abmontiert und die üpigen Subventionen mit der die Bundesregierung Westberlin bis zur Wende zugepumpt hatte, man musste dem Ossi ja schließlich vor Augen führen wie schön es im Westen ist (wofür Berlin auch als Aushängeschild diente), wurden nicht lange nach der Wende eingestellt, gleichzeitig musste Berlin nach der Wende bei geringerem Haushalt die Wiedervereinigung mit dem Ostteil der Stadt stemmen:

Stadt am Tropf: Die Bundeshilfe fuer West-Berlin und das Subventionssystem der Berlinfoerderung | bpb

Da blieb doch letztlich nur massives sparen und kürzen, weil den Schuldenberg weiter anwachsen lassen war auch keine gangbare Alternative mehr, weil dann wäre Berlin in absehbarer Zeit völlig zahlungsunfähig geworden.

Mit Berlin ist es wie immer in der deutschen Bundespolitik, erst richtet man einen Scherbenhaufen an und dann will keiner für den angerichteten Schaden und die Kosten aufkommen, selbst wenn das bedeutet das der Schaden dadurch am Ende ggf. noch größer ausfallen könnte.
 
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Oder alles was leer steht für 10€/qm zwangsvermieten^^

Rechtlich viel zu umständlich. Einfach massive Strafzahlungen oder eben Enteignung (ohne Entschädigung) wegen Verstoß gegen den Bebauungsplan, wenn in ausgewiesenen Wohngebieten Gebäude nicht zum wohnen genutzt werden.


Weil da beim Beitritt niemand gefragt hat welche politische Gesinnung ich habe. :D

Hätte in der FDP, bei der SPD und vermutlich der AFD auch niemand. Und bei den Grünen und Linken hast du eine so breite Auswahl an Antwortmöglichkeiten, da hätte sich bestimmt was halbwegs passendes gefunden.


@pulli
Nun Bayern ist jetzt kein Beispiel für schlechtes wirtschaften ;)

Nö. Aber ein sehr gutes Beispiel für "es sich auf Bundeskosten gut gehen lassen". Vielleicht sollte Berlin sich den Aufbau einer leistungsfähigen Wirtschaft auch aus EU- und Bundes-Subventionen finanzieren lassen, die Stromversorgung von sämtlichen privaten Stromverbrauchern bundesweit, die Verkehrs- und Dateninfrastruktur vom Verkehrsministerium, etc.

Ach ne, geht ja nicht. Eine Autobahn zu jeder Milchrampe (natürlich mit FTTH, damit die Kannen schnell angebunden werden!) ist natürlich Bundesaufgabe (natürlich nur in Bayern, früher auch in BW), aber ein öffentlicher Nahverkehr doch nicht. Schön blöd von den Berlinern, dass sie ressourcenschonend in einer Stadt leben, anstatt riesige Landstriche zuzubetonieren.


Halt nix von dem Berliner Vorschlag. Die Politik soll lieber mal zusehn, dass generell Erwerb von Wohneigentum gefördert wird. Quasi in keinem Land in Europa ist die Eigenheimquote geringer als in Deutschland, was nicht nur an der Mietmentalität der Deutschen liegt, sondern auch daran, dass

Kaum ein anderen Flächenland eine so hohe Bevölkerungsdichte und kein anderes ein derartiges Problem mit Flächenverbrauch hat und umgekehrt kaum irgendwo von seinen Bürgern, besonders den geschätzt 75%, die weniger als den Durchschnitt verdienen, eine hohe Mobilität fordert und minimale Jobsicherheit bietet.
Habe ehrlich gesagt nie geprüft, wie weit meine Kreditwürdigkeit reichen würde, aber finanziell könnte vermutlich selbst ich ein Häuschen auf dem Land abbezahlen. Nur nützt mir ein Haus auf dem Land wenig und auch eine Eigentumswohnung ist einfach nur ein Risiko, wenn man jederzeit damit rechnen muss, sich fürs nächste Jahr einen neuen Job in 500 km Entfernung zu suchen. Ich überleg schon dreimal, wieviel ich in die Wohnungseinrichtung investiere...

Dazu muss mehr Bauland freigegeben werden

Es gibt im Umfeld der Metropolen quasi kein Land mehr, dass man freigeben könnte. :rollen:
Was glaubst du, wieso sich die bayrischen Bundesstraßen und Autobahnen rund um München und Würzburg zunehmend "innerorts" verlaufen? Weil überall, wo noch ein paar m² Natur für billige, flächige Bebbauung vernichtet werden können, ohne dass man eine neue Anbindung bauen muss, neue Gewerbegebiete ausgewiesen wurden und werden.
 
Leider fehlts bei Vielen halt an sicheren Arbeitsverhältnissen oder an einer passablen Entlohnung.

Richtig. Zwar verdiene ich jetzt nicht unerhört schlecht, komm gut über die Runden und hab auch noch genug für 2x Urlaub im Jahr, allerdings wenn ich jetzt noch Familie hätte, dann wäre es schon eng.

Dazu kommt, wer weiss heute schon wo er in 2 Jahren noch arbeitet. Auch ich hab nach Probezeit hier in meinem neuen Job erst Befristung auf 1 Jahr. Und im Prinzip kriegt man bei vielen Betrieben heute nur ne Gehaltserhöhung, wenn man den Job wechselt. Sprich wenn ich aufsteigen will oder spürbar mehr verdienen, dann muss ich einen anderen Job annehmen, was eben auch ein Wohnortswechsel nach sich zieht.

All das steht natürlich auch dem Erwerb von eigenem Wohneigentum stark im Wege.
 
Nur sind Gewerbegebiete keine Wohngebiete.


Update: Mittlerweile berichte selbst die Tagesschau darüber.
Initiative in Berlin: Mit Enteignungen gegen die Wohnungsnot? | tagesschau.de

Edit, Demos gibt es auch: Wohnungsnot: Gegen hohe Mieten - nur wie? | tagesschau.de

https://www.tagesschau.de/inland/wohnungsbau-139.html schrieb:
Die Initiatoren fordern, dass Unternehmen mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet werden.

Mit dieser Untergrenze wäre also ein normaler Hauseigentümer überhaupt nicht betroffen.

Edit2: Streit um Wohnraum: Habeck will notfalls auch Enteignungen | tagesschau.de
 
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Wenn Wohnbaugesellschaften von sich aus keine günstigeren Wohnungen zur Verfügung stellen und Wohnraum knapp ist halte ich das für legitim.
Das kann ja nicht so weitergehen.
Allerdings kosten die Enteignungen dem Staat auch wieder viel Geld, da sie ja Entschädigungen zahlen müssen.
Doch bezahlbare Wohnungen fehlen!
 
Die Entschädigung muss nicht dem Wert entsprechen. Da tut es auch ein symbolischer Euro, so wie es bei vielen Betrieben in Ostdeutschland nach der Wende der Fall war.
 
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