Volksentscheid in Berlin: Umwandlung von Wohnungen in Sozialwohnungen

Viele dieser Luxussanierten Wohnungen sind ehemalige Eigentumswohnungen die als Geldanlage gekauft und einige Zeit lang eventuell selbst bewohnt wurden bis die Eigentümer auf Land oder in die Vorstadt gezogen sind.

Nein sind es nicht, die großen Wohnungskonzerne wie Deutsche Wohnen und Vonovia, um die es dabei geht, haben überwiegend nicht private Wohnungen gekauft, wo die Besitzer weggezogen sind (sowas ist in deutschen Städten ehr selten, da privater Wohnungsbesitz in deutschen Städten ehr unterdurchschnittlich ausgeprägt ist, im Vergleich zu anderen EU-Ländern), sondern eben kleinere Wohnungsgesellschaften, oder (Sozial-) Wohnungen aus staatlichen Beständen.

Kleine Wohnungsgesellschaften, oder private Vermieter mit überschaubaren Wohnungsbeständen sind auch meist garnicht das Problem, weil diese im groß nicht rein anleger- / renditeorientiert arbeiten, im Gegensatz zu solchen Rendite Assgeiern wie der Deutsche Wohnen, oder Vonovia, mit jeweils mehreren hundertausend Wohneinheiten in ganz Deutschland:

Vonovia - Mieter wütend über Betriebskosten / Exakt / MDR
(Quelle: youtube)
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Interessant ist, wie die Entwicklung der letzten ~15 Jahre dahingehend war.
Etwa Anfang der 2000er haben viele Kommunen, z.T. auch die Länder bzw. Unternehmen in kommunaler bzw. Landeshand einen Großteil ihrer Wohnungsbestände losgeschlagen. Das lag daran, dass durch eine entsprechende Gesetzesänderung der Markt für Wohnimmobilien für internationale Investoren geöffnet wurde. Da viele Kommunen klamm waren und der Wohnungsmarkt, oder zumindest bestimmte Segmente des Wohnungsmarktes, damals ein klarer Nachfragemarkt war (Angebot größer als Nachfrage), wurde das von vielen Kommunen gerne genutzt. Für große Investmentgesellschaften (vor allem nach dem Private Equity Modell, die mit sehr wenig Eigenkapital und dafür sehr großen Krediten arbeiten und deshalb besonders auf hohe Renditen und recht kurze Zyklen von Kauf und Verkauf angewiesen sind), insbesondere aus dem angelsächsischen Raum, wiederum war das ganze sehr verlockend, da man a) unglaublich große und dadurch verhältnismäßig günstige "en bloc" Käufe tätigen konnte (wie Nightslaver schon erwähnte, ist der Anteil von Mietwohnraum (roundabout 50%) in Deutschland weltweit betrachtet ungewöhnlich hoch), b) der Zustand der meisten Bestände sehr gut war und somit Spielraum für "Renditeoptimierung" bot und c) durch die etwa zur gleichen Zeit durchgezogene "Agenda 2010" über die KdU-Zahlung ("Kosten der Unterkunft" beim ALGII) gut abgesichertes, unteres Marktsegment vorhanden war. Im gleichen Zuge wurden dann auch hunderttausende "Werkswohnungen" großer Unternehmen verkauft, die als einfache, aber erschwingliche Wohnungen eine ähnliche Rolle wie die kommunalen Wohnungsbestände gespielt hatten.
Was dann geschah, war recht simpel: um möglichst hohe Renditen zu generieren, wurden bei einem Großteil der Bestände nicht unbedingt die Mieten erhöht (kontraproduktiv im unteren bis mittleren Marktsegment), sondern vor allem die Instandhaltungspauschalen massiv gesenkt, z.T. soweit, dass selbst der Wohnungswirtschaft nahestehende Institute gewarnt haben, dass das nicht nachhaltig sein kann. Den betreffenden Investmentgesellschaften konnte das aber egal sein, da sie in der Regel die Wohnungsbestände nicht lange gehalten haben. Wenn genug Rendite aus dem laufenden Betrieb abgeschöpft aber der Bestand noch nicht all zu sehr herabgewirtschaftet war, wurde er weiterverkauft an einen oder mehrere Investoren aus einer niedrigeren Liga. Die Spirale hat sich weiter gedreht, insbesondere Wohnquartiere mit größeren Leerständen sind völlig heruntergekommen, bis zum Teil nichts anderes mehr ging als kompletter Abriss. Aber auch andere Quartiere und deren Bewohner haben stark darunter gelitten, dass sich kaum noch um die Anlagen und Gebäude gekümmert wurde - das ist letztlich auch ein sich selbst verstärkender Kreislauf ("Broken Windows"-These). Auch bei der Quartiersarbeit vor Ort, im Rahmen von Bundesprogrammen wie "Soziale Stadt" etc. waren die großen, renditeorientierten Unternehmen selten eine große Hilfe. Statt Unterstützung beim Aufbau von Anlauf- und Beratungsstellen oder professioneller sozialer Treffpunkte gab es dann nur eine Bratwurstspende zum Stadtteilfest oder ein bisschen bunte Fassadenfarbe statt Sanierung und Reparatur von Aufzügen, die seit Monaten defekt sind.
So um 2014, 2015 rum war der Markt dann aber abgefischt. Viele Bestände waren soweit heruntergewirtschaftet, dass man da beim besten Willen nichts mehr rausquetschen konnte, es gab keine wirklichen Kaufinteressenten mehr für die Wohnungen, und selbst die Jobcenter haben irgendwann "schwarze Listen" geführt mit Wohnungsunternehmen, deren Praktiken sie nicht mehr via KdU-Zahlung quersubventionieren wollten. Ab da waren viele Unternehmen gezwungen, stärker auf Bestand zu wirtschaften. In der Zwischenzeit ist der Mietwohnungsmarkt wieder ein ganz klarer Anbietermarkt geworden. Mieten werden nun selbst im unteren bis mittleren Preissegment ordentlich erhöht - oftmals über Modernisierungsumlagen - und Extraprofite über flächendeckenden Betrug mit Neben- und Betriebskostenabrechnungen. Insbesondere im unteren Preissegment geht das vor allem auf Kosten der Steuerzahler bzw. der Kommunen. Denn selbst in städtischen Randlagen müssen mittlerweile vielerorts die KdU-Grenzen heraufgesetzt werden, damit die Leute überhaupt noch Wohnraum finden können.
 
da man a) unglaublich große und dadurch verhältnismäßig günstige "en bloc" Käufe tätigen konnte (wie Nightslaver schon erwähnte, ist der Anteil von Mietwohnraum (roundabout 50%) in Deutschland weltweit betrachtet ungewöhnlich hoch),
Nach den Zahlen von 2014 leben sogar rund 56% aller Haushalte in einer Mietwohnung: Staat & Gesellschaft - Wohnen - Tabellen - Statistisches Bundesamt (Destatis)

Zumal die Preise in kleineren Städten auch steigen.
Wobei man da auch differenzieren muss. Siehe u.a.: Deutsche wollen wieder im Speckguertel wohnen - iwd.de
[...]
Zu den schnell wachsenden Kreisen zählen fast ausschließlich jene, die im Einzugsgebiet boomender Städte wie eben München, Stuttgart, Frankfurt am Main und Freiburg liegen – es gibt also eine Renaissance der Speckgürtel. Die abgelegeneren Regionen, insbesondere in Ostdeutschland, stehen dagegen weiterhin auf der Verliererseite. Und nicht einmal der vermeintliche Hipsterstatus der Uckermark reicht bisher aus, um deren Einwohnerschwund zu stoppen.
[...]
 
@Poulton: Das gilt aber im Osten auch nur für die ländlichen Gebiete. In Leipzig und Dresden steigen die Mieten auch kräftig.
 
Da es auch mit dem Thema Wohnraum zu tun hat packe ich es mal hier rein:

Abgeschoben mit Harz IV - Wohnen auf dem Campingplatz - Frontal 21 / ZDF
(Quelle: Youtube)
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(Laufzeit 6:24min)

Armes Deutschland kann man da nur noch sagen...
 
Da es auch mit dem Thema Wohnraum zu tun hat packe ich es mal hier rein:

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Armes Deutschland kann man da nur noch sagen...

Diese Trottel haben ihr leben lang links gewählt und alles versprochen bekommen und nichts gespart oder investiert. Tja Pech das die Politik jetzt neue Schmuddelkinder importiert und dafür eure Rente anzapft.
 
Nur hat es die CDU verbockt, denn die sitzt seit Jahrzehnten in der Regierung.

Die Linke forder seit Jahren höhere Renten und Mindestlohn.

Wer nicht hat, kann nichts sparen aber das hat schon Merz der Trottel nicht verstanden.

Auf den Rassistschen Teil gehe ich mal nicht weiter ein.
 
Nur hat es die CDU verbockt, denn die sitzt seit Jahrzehnten in der Regierung.

Die Linke forder seit Jahren höhere Renten und Mindestlohn.

Wer nicht hat, kann nichts sparen aber das hat schon Merz der Trottel nicht verstanden.

Auf den Rassistschen Teil gehe ich mal nicht weiter ein.

Ja, mit den Linken lief es bisher in jedem Land gut und alle waren reich und frei (Achtung Ironie).
Die CDU hockt in den Gammelländern, wie Bremen,Hamburg und Berlin in der Regierung? Wusste ich noch gar nicht.
Merz ist deutlich klüger als du es je sein wirst, du bist ideologisch dermaßen geblendet, dass es schlimmer kaum noch geht.
 
Seit wann wird denn die Rente von den Ländern beschlossen? Das ist Bundessache.

Nen IQ von über 120 traue ich März nicht zu. ;)
 
Seit wann wird denn die Rente von den Ländern beschlossen? Das ist Bundessache.

Nen IQ von über 120 traue ich März nicht zu. ;)

Dir traue ich nicht mal einen über 80 zu. Lächerliche Gestalten wie du sind sowieso die Krönung, da du dich ja für so ein Genie hälst, warum bist du dann nicht Multimillionär und hast bereits hohe politische Posten inne gehabt? Die Rente ist ganz sicher nicht das Hauptprobleme. Die die jetzt jammern haben in 20 Jahren erst richtig verschissen, wenn das ganze System kollabiert.
 
Dir traue ich nicht mal einen über 80 zu.

Meiner ist mehrfach getestet und liegt wie gesagt über 120.

warum bist du dann nicht Multimillionär und hast bereits hohe politische Posten inne gehabt?

Wie viele haben denn mit Anfang 20 hohe Posten inne??

Außerdem habe ich nicht die kriminelle Energie wie Merz Millionen an Steuern zu hinterziehen (wofür man so viel überhaupt erst mal erwirtschaften muss, was kein normal arbeitender schafft) und anderen beim Milliardensteuerbetrug zu helfen.

Die CDU spart auch kräftig beim Personal, so das Leute wie Merz wohl nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden, weil die Ermittlungen zu lange dauern. Zu wenige Ermittler: Cum-Ex-Faelle drohen zu verjaehren | tagesschau.de
Die CDU stellt in NRW sowohl Finanz, als auch Justizminister, die beide für mehr Personal bei Zoll und Staatsanwaltschaften zuständig wären.

Aber in einem hast du recht. Wenn man sich wie Merz eine goldene Nase verdient oder als (Wahl)Beamter arbeitet und später Pension bekommt, muss man sich um Rente keine Sorgen machen.
Wobei ich doch eher die ehrlicher Variante mit der Pension anstrebe.


Aber das war jetzt genug OT.
 
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Die CDU hockt in den Gammelländern, wie Bremen,Hamburg und Berlin in der Regierung? Wusste ich noch gar nicht.

Ach komm, meine lieben Parteikollegen bei der CDU saßen und sitzen auch in genügend Bundesländern, Kommunen und Städten in der Regierungsverantwortung und bekamen und bekommen absolut nichts geschissen. Bestes Beispiel ist Mecklenburg Vorpommern, wo sie mit einer Amtszeit Unterbrechung seit der 1990 in der Regierungsverantwortung sind und es trotzdem vielen Menschen dort nach wie vor wirtschaftlich miserabel geht, oder der Stadt Beelitz, wo die CDU auch ewig den Bürgermeister gestellt hat und es mit der Stadt nicht vorran ging (seid seit einigen Jahren ein parteiunabhängiger Bürgermeister im Amt ist funktioniert es plötzlich wie von Geisterhand deutlich besser, so ohne grassierende Fetternwirtschaft und Korruption).

Aber es ist ja wie immer, die Anderen (Linken) haben eben an allem Schuld sobald es nicht funktioniert (selbst wenn noch nie an der Regierung beteiligt), die eigenen konservativen Wirtschaftsnutten ja niemals...
Dieses rechtskonservative & linke Fanboytum kotzt schon genauso an wie die Threads über Nvidia und AMD.
"Nvidia hat das und das aber böses / schlechtes gemacht und AMD ist sowieso viel besser, weil sie nur das beste für den Kunden wollen...bla bla...!"

Nein!
Genau wie dort, wo beide vor allem das Geld der Kunden im Blick haben, ist beides großer Mist sobald es nicht funktioniert weil Rafgier, Misswirtschaft und Lobbyismus überhand nehmen, egal ob es linke Politik ist, oder konservativ rechte Politik!
Und es ist egal ob man nun Regierungen mit Union / SPD betachtet, Union / FDP, SPD / Grüne, alle haben es die letzten Jahrzehnte auf Bundesebene verbockt, weil das System einfach völlig erodiert ist und die Wirtschaft inzwischen viel zu viel Einfluss auf die Politik nehmen kann und die Politik viel zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse des Teils der Bevölkerung nimmt die nicht zu den oberen 10-20% gehört.

Das Ergebnis davon sind unter anderem explodierende Mieten und rasant steigende Wohnungslosigkeit und das ist auch nicht nur in den Bundesländern der Fall wo "linke" Parteien regieren / regierten.
 
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Zumal das Berlin mit einer "linken" Regierung jetzt sogar anpackt und die Wohnungen wieder in den kommunalen Besitz überführt. Das wäre mit der CDU oder FDP sicher nicht passiert.
Von Horst dem Bauminister hört man auch seit Wochen nicht mehr, oder wurde der irgendwo einbetoniert? ;)
 
Ich sehe nur nicht, wo die Rekommunalisierung der Wohnungen einen positiven Effekt auf den Wohnungsmarkt bringen soll.
Das Problem entsteht am Ende ja ander Stelle, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt, die Preise also steigen. Das wird sich auch mit der Rekommunalisierung nicht ändern. Der Wohnraum bleibt am Ende der Gleiche. Er wird trotzdem teurer, nur vielleicht etwas langsamer.

Was wir brauchen sind neue Wohnungen, um das Verhältnis weiter in Richtung Angebot zu verschieben. Und zwar mehr Wohnungen, wie es unsere linke Koalititon hier schafft zu bauen. Dummerweise wird man durch eine Rekommunalisierung die Attraktivität des Mietwohnungsbaus noch weiter senken - und Berlin hat für Vieles kein Geld. :ugly:

Was wir brauchen ist eine wirksame Mietpreisbremse oder zumindest die zeitliche Begrenzung von Modernisierungsumlagen inklusive prozentualer Deckelung. Wieso die Modernisierungsumlagen nicht zeitlich begrenzt sind erschließt sich mir sowieso nicht - das ist doch rein vom Verstand her ne Gelddruckmaschine, wenn man genug Kapital hat um auf die langfristige Rendite zu warten.

Ich bin auch schonmal gespannt. Vorausgesetzt, Kredite sind noch einige Zeit so günstig wie aktuell, stehen meine Gedanken aktuell eher auf Kredit statt Miete...
 
Zumal das Berlin mit einer "linken" Regierung jetzt sogar anpackt und die Wohnungen wieder in den kommunalen Besitz überführt. Das wäre mit der CDU oder FDP sicher nicht passiert.
Von Horst dem Bauminister hört man auch seit Wochen nicht mehr, oder wurde der irgendwo einbetoniert? ;)

Ganz genau man soll die nur machen lassen. Die dämlichen linken sollen jeden privaten Investor vergraulen und überall ihre Ideen umsetzen in Berlin.
Das wird so ein Schlachthaus und das in Zeiten von 4k Youtube, ich freu mich schon so auf die Bilder!
 
Ganz genau man soll die nur machen lassen. Die dämlichen linken sollen jeden privaten Investor vergraulen und überall ihre Ideen umsetzen in Berlin.
Das wird so ein Schlachthaus und das in Zeiten von 4k Youtube, ich freu mich schon so auf die Bilder!

Wie heißt es in einem Sprichwort schon so schön?

"Lieber ins Schlachthaus kommen und durch Blut waten, als im Schweinestall leben müssen und in S.c.h.e.i.ß.e ersticken." ;)
 
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