Veränderung durch Coronavirus: DVD und Blu-ray nicht mehr gefragt, Netflix und Disney Plus boomen

G

Gelöschtes Mitglied 164118

Guest
Friseure sind wohl auch nicht mehr gefragt...
Am 1.3. werden wir da eines besseren belehrt.
Die haben seit gut 10 Jahren keinen Pfennig an mir verdient.😁
Ich hoffe ja das sich das bald zu einigermaßen "normalen" Situationen kommt da ich jetzt insgesamt seit einem halben Jahr in 100% Kurzarbeit stecke. Das schlaucht auch da ich meinen Job gerne mache.
Trotzdem haben wir es geschafft uns Zuhause sowenig wie möglich auf den Nerv zu gehen.
Mit den Streamingdiensten kann man sich neben zocken und Fahrradfahren gut ablenken.
 

PCGH_Claus

Redaktion
Teammitglied
Zwei elementare Fragen, die sich da jedoch grundsätzlich stellen:
A) Wenn Streaming so beschissen ist (qualitativ), wieso hat es sich dann selbst vor der Corona-Krise mit schneller werdenden Internet-Verbundugen so rasant verbreitet?
B) Ich würde sagen, ein ziemlich großer Teil der Streaming-Nutzer kennt BD oder zumindest die DVD von früher noch.
Warum nehmen die dann die scheinbar miesere Qualität in Kauf?

Dass das alles nur Kiddies sind, welche DVDs/BDs nur aus'm Laden und den VHS-Brocken nur aus Bildern kennen, wage ich mal drastisch zu bezweifeln. Das Argument, dass die Streamer nichts anderes kennen, zieht irgendwie nicht, sorry.
;)
Zu Frage A) Der Mensch ist bequem und Streaming-Dienste sind nun mal sehr einfach zu installieren und bieten eine riesige Auswahl.

Zu Frage B) Nun ja, eine qualitativ hochwertige Blu-Ray kostet durchaus mal 20-30 Euro. Das ist einfach viel Geld, wenn man sich alle Filme einzeln kauft, die man bei Netflix sehen kann, braucht man schon ein kleines Vermögen.
-> Ergo: Es ist ökonomischer für viele Menschen, einen Abo-Service zu nutzen, weil man viel mehr Auswahl zu einem kleineren Preis bekommt, als bei einer einzigen DVD/Blu-ray.

Zudem ergeben sich noch ganz andere Vorteile durch Streaming-Dienste. So können unbekannte Regisseure oder Schauspieler einfach ihr Werk zu Netflix hochladen und erheblich mehr Menschen erreichen, als sie es mit einer Veröffentlichung auf DVD/Blu-ray können.
 
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Komplett-PC-Aufrüster(in)
Keine gute Nachricht :( Ich liebe BR, zahle auch für 4k-Filme (allerdings warte ich da auf "Angebote", die regulären 25-30€ sind dann auch mir zu viel).

Aner so ganz überraschend ist die Nachricht für mich dann doch nicht. Ich leihe mir auch viele Filme auf BR in meiner Bücherei aus, für 1€/Woche. Den Film als DVD kostet dort ebenfalls 1€/Woche. Ich hatte mal gefragt warum denn immer noch, im Jahr 2020 (hatte letztes Jahr gefragt) mehr Filme auf DVD als auf BR angeschafft werden. Antwort: DVDs werden um einiges öfters ausgeliehen als BRs.

Verstehe ich einfach nicht.... Mehr Quali für den gleichen Preis, trotzdem greifen die Leute zur DVD. Ich mein, BR ist doch nichts neues mehr.... und wie gesagt, es kostet beim Leihen nicht 1Cent mehr :what:
 

0ldN3rd

BIOS-Overclocker(in)
@Two-Face Ich bezog mich mit meiner Antwort auf deinen Post.

Warum die Kunden mit vergleichbar schlechterer Qualität zufrieden sind, kann ICH dir nicht beantworten...
ICH habe Netflix und AmazonPrime mitlerweile wieder gekündigt und leiste mir nur noch Sky aber eher zum berieseln... denn das OnDemand Angebot ist eher "naja"... Zum Film schauen gibts bei MIR halt BR oder BR4K.

Wer mit der Quali zufrieden ist und aus Bequemlichkeit dies bevorzugt ... ist ok... kann jeder machen wie er will!

Faktisch falsch ist die Aussage, dass es besonderen Equippements bedarf den Unterschied zwischen Streaming und BR zu sehen. Das da mit High End nochmal mehr geht ist auch klar... aber wenn das "Roh"-Material nicht mehr Quali liefert kann auch High-End nichts retten! ...und das war die Kernaussage deines Posts!

Für die meisten scheint halt wichtig zu sein jeden Abend ein Film oder eine Serie... dafür weniger Qualität.. ich bevorzuge weniger Quantität zugunsten der Qualität :ka:
 

GEChun

BIOS-Overclocker(in)
Zu Frage B) Nun ja, eine qualitativ hochwertige Blu-Ray kostet durchaus mal 20-30 Euro. Das ist einfach viel Geld, wenn man sich alle Filme einzeln kauft, die man bei Netflix sehen kann, braucht man schon ein kleines Vermögen.
-> Ergo: Es ist ökonomischer für viele Menschen, einen Abo-Service zu nutzen, weil man viel mehr Auswahl zu einem kleineren Preis bekommt, als bei einer einzigen DVD/Blu-ray.
Wobei es ja auch immer noch Blu Ray Verleih Dienste gibt, wie z.B. Videbuster - ist ja sogar mit Amazon seit einigen Jahren in Kooperation ehemals (Lovevideo) ist ja in Videobuster welches vorher schon bestand übergegangen.

Würde ich mir jede 4k Blu Ray kaufen dann wäre auch ich arm. Habe neben Netflix aber auch bei Buster noch ein Abo.., sehe es nicht ein das ich nur Streaming unterstütze, mag die 4k Qualität einfach doch viel lieber..
 

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
@Two-Face Ich bezog mich mit meiner Antwort auf deinen Post.

Faktisch falsch ist die Aussage, dass es besonderen Equippements bedarf den Unterschied zwischen Streaming und BR zu sehen. Das da mit High End nochmal mehr geht ist auch klar... aber wenn das "Roh"-Material nicht mehr Quali liefert kann auch High-End nichts retten! ...und das war die Kernaussage deines Posts!
War es eigentlich nicht, denn mein Post bezog sich mehr auf das Argument, die BD rechtfertige sich mehr über die Qualität, so wie ich das aus einigen Posts vorher rausgelesen hab.
Allerdings kenne ich auch nicht sonderlich viel gestreamtes Filmmaterial - ich hab' nur einmal eine Streaming-Folge bei 'nem Kumpel angeguckt, in FullHD, und ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, das hätte brutal viel schlechter als bei 'ner Blu-Ray ausgesehen. Wie du schon geschrieben hast, man müsste es 1:1 vergleichen aber wer tut das schon?

Das Qualitätsargument beim Streaming ist doch irrelevant, darum geht's doch auch den meisten gar nicht.
Gerade bei Serien hast du mit 'nem Streamingabo immense Kostenvorteile, viele Netflix-Serien wiederum gibt's gar nicht auf Disc zu kaufen.
 

CD LABS: Radon Project

Volt-Modder(in)
Schade, da die Bild- und oftmals auch Tonqualität einer Blu-Ray von den Streamingdiensten bislang unerreicht ist.

Um mal eine (vielleicht sogar ältere) TV-Serie zu schauen, genügt mir die mindere Qualität zwar auch, aber bei Kinofilmen möchte ich dann die gewohnte Qualität doch nicht missen.
Die Bildquali einer normalen Bluray wird von Netflix-Eigenproduktionen durchaus übertroffen. Alles andere wäre auch sehr traurig, wenn UHD statt FHD, HDR statt SDR, H.265 statt H.264 nicht ausreichen würden, um auszugleichen, dass nur 16 statt 30 Mbit zur Verfügung stehen.
(höhere Ausgabeauflösung, breiterer Ausgabefarbraum und besser Codec sorgen ja allesamt dafür, dass die Videokompression effizienter wird)

Traurige Entwicklung. Die Leute wollen ja nicht mehr Besitzer der Filme sein sondern lieber nichts besitzende Kunden eines Streamingdienstes sein.
Du tust ja so, als hätte man im Filmbereich eine Wahlmöglichkeit wie Bandcamp vs Spotify bzw. GOG vs Stadia. Die Realität sieht nun einmal deutlich anders aus. Blurays haben bereits ein unangenehmes, UHD Blurays sogar ein wirklich heftig dreistes Disk-DRM, das mit zahlreichen Einschränkungen verbunden ist.

Man hat nur die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub; ein DRM-freier Downloaddienst fehlt.
Downloads wären ohnehin ein sehr sinnvolles Format für Filme, könnte man somit doch auch mal komfortabel noch höhere Bitrates etablieren. (das wiederum würde die Speicherindustrie pushen)
 

0ldN3rd

BIOS-Overclocker(in)
Ja, wenn den Kunden Bild und meinetwegen Tonqualität egal ist... dann ist man bei Streaming besser bedient!

Über Serien statt Film ging es auch ursprünglich nicht... da es nun wie häufig im Netz... von Hölzchen zu Stöckchen geht... bin ich raus aus dem Thread...


Eines hab ich aber noch im allgemeinem zu Thema BR & Streaming.....

Wenn die "Industrie" die dahinter steht den Bogen nicht überspannt hätte.. nämlich das man alle 2 Jahre ein neues TV-Equipment braucht(angeblich) DVD-BR-BR3D-3DTV-4KTV/4KBR... und dabei die Preise auch noch angezogen hat zumindest bei DVD->BR-4kBR... wäre die Entwicklung vielleicht auch mitgetragen worden von der breiteren Masse...

Bei UHD/4K TV's gibts ja noch HDR Diverse Ton-Formate die jährlich zu einer Neuanschaffung ermuntern sollen...

Wenige Enthusiasten sorgen nicht für die erwarteten Umsätze... also trennt man sich von den unliebsamen "Kindern"...

Wenn es denn nur noch bei Streaming bleibt irgendwann mal... wirds spannend für die ganzen neuen Techniken... das alles mit zu übertragen... Gerade im High-Tech Europa...

Die meisten Bekannten/Freunde/Kollegen sind bei Full-HD stehen geblieben mit dem TV... weil es toll war einen "flachen" Fernseher zu haben... die meisten davon haben noch so ein 15cm dickes LCD Gerät....

Sollte klar sein, dass da dann auch Streaming reicht... nicht weil der TV nicht mehr kann, sondern weil der Anspruch einfach nicht höher ist... Von denen, die immer noch nen VHS Rekorder dran klemmen haben fang ich da mal nicht an...
Da sind dann viele dabei die sagen: "Och.. wie geil ist dass denn? Film aus der Telefondose? Und wie geil sieht das aus auf dem LCD-15cm-Aparallo?!"

So nu aber... viel Spaß noch...
 

CD LABS: Radon Project

Volt-Modder(in)
Sorry, aber ich bezweifle, dass ein Großteil der 80 Mio. deutschen Bundesbürger eine Heimkinoanlange besitzt, die in der Lage ist, eine Blu-Ray, 4k-Blu-Ray oder gar eine DVD optisch und akustisch voll auszureizen - ob gestreamt oder von der Disc geguckt ist für die meisten daher wohl gehüpft wie gehechtelt. ;)

Herunterladen, also "besitzen" kann man m.W. aber teilweise auch bei Netflix oder Prime.
Voll ausreizen ist kein sinnvolles Kriterium. Dafür müsste man ja bei einem Wechsel zu einem höherwertigen Gerät, während das gleiche Medium verwendet wird, keinen Unterschied mehr feststellen können. Das ist fast nie der Fall. Und dann erst wäre das Potential des Mediums voll ausgereizt.

Ein umgekehrtes Vorgehen ergäbe viel mehr Sinn, also das Gerät zu fixieren, dann das Medium zu wechseln und zu fragen, ob Vor- bzw. Nachteile erkennbar sind.

Und selbst auf einem LowEnd 720p-Gerät würde man den Unterschied zwischen heruntergerechnetem Bluray- und hochgerechneten DVD-Material erkennen können.
 

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
Über Serien statt Film ging es auch ursprünglich nicht...
Aha, ok.
Hätte ich das nichtgeschriebene ebenfalls lesen können, dann wäre mir diese Themaverfehlung eines Threas zu einem Newsartikel, in dem gefühlt 10x auch von Serien gesprochen wird, sofort aufgefallen. :schief:
Aber sei's drum. ;)
Und selbst auf einem LowEnd 720p-Gerät würde man den Unterschied zwischen heruntergerechnetem Bluray- und hochgerechneten DVD-Material erkennen können.
Ich rede aber nicht nur von Bild, sondern auch vom Ton.
Und Mehrkanal-Sound bieten auch die meisten DVDs. Aber wie viele besitzen denn 'ne teure Surround-Anlage, die das in Heimkinoqualität wiedergeben kann?
Gescheiter Upscaler gesetzt, kann man heute noch optisch erstaunlich viel aus 'ner alten DVD rausholen, sofern das Quellmaterial in ordentlicher Qualität vorliegt. Das wäre damals mit 'ner PAL-Röhre nicht gegangen.
 
Zuletzt bearbeitet:

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Zu Frage A) Der Mensch ist bequem und Streaming-Dienste sind nun mal sehr einfach zu installieren und bieten eine riesige Auswahl.

Zu Frage B) Nun ja, eine qualitativ hochwertige Blu-Ray kostet durchaus mal 20-30 Euro. Das ist einfach viel Geld, wenn man sich alle Filme einzeln kauft, die man bei Netflix sehen kann, braucht man schon ein kleines Vermögen.
-> Ergo: Es ist ökonomischer für viele Menschen, einen Abo-Service zu nutzen, weil man viel mehr Auswahl zu einem kleineren Preis bekommt, als bei einer einzigen DVD/Blu-ray.

Zudem ergeben sich noch ganz andere Vorteile durch Streaming-Dienste. So können unbekannte Regisseure oder Schauspieler einfach ihr Werk zu Netflix hochladen und erheblich mehr Menschen erreichen, als sie es mit einer Veröffentlichung auf DVD/Blu-ray können.

Jetzt vermischst du aber einzeln gekaufte VoD-Inhalte mit abonniertem Streaming. Letzteres ist für viele die bessere Alternative zum Fernsehen und wer bestimmte Serien sehen will, hat sowieso keine Wahl. Aber als reiner Filmelieferant wird es schnell teuer. Wie schon erwähnt ist die UHD-Stream-Qualität meist deutlich schlechter als bei einer typischen 4K-BR (auch wenn da "echte" UHD-Produktionen leider auch selten - und teuer - sind, weswegen ich bislang nicht investiert habe) und eher auf FHD-BR-Niveau. Wenn man Filme von allen Studios sehen will, hat man aber schon mal 40 Euro im Monat an der Backe und der Internetzugang muss auch entsprechend größer dimensioniert werden, sodass man ähnlich viel zahlt, wie für eine neue FHD-BR jede Woche. (Was für jemanden, der Arbeiten geht und z.B. noch PC-Spiele als Hobby hat, meiner Meinung nach schon ein hohes Filmpensum ist.)
 

CD LABS: Radon Project

Volt-Modder(in)
(...)
Ich rede aber nicht nur von Bild, sondern auch vom Ton.
Und Mehrkanal-Sound bieten auch die meisten DVDs. Aber wie viele besitzen denn 'ne teure Surround-Anlage, die das in Heimkinoqualität wiedergeben kann?
(...)
Das gleiche gilt auch für Ton. Überleg doch nur einmal, wie hochwertig ein Audiogerät sein muss, damit eine MP3 voll ausgereizt wäre, also man keinen Unterschied mehr zu einem nochmals deutlich höherwertigeren Audiogerät mehr feststellen könnte. Ich schätze mal, selbst bei einer 128er-MP3 ist der Tag überhaupt noch nicht gekommen.
→ mit dem Begriff voll ausgereizt lässt sich in dem Medien-Kontext nicht vernünftig arbeiten.
(...)Gescheiter Upscaler gesetzt, kann man heute noch optisch erstaunlich viel aus 'ner alten DVD rausholen, sofern das Quellmaterial in ordentlicher Qualität vorliegt. Das wäre damals mit 'ner PAL-Röhre nicht gegangen.
Ja, aber das sorgt nur dafür, dass dein voll ausgereizt noch weniger zu erfüllen ist.
 

konsolen/pczocker

Software-Overclocker(in)
War zu erwarten, dass die Disc Verkäufe einbrechen, es gab ja auch praktisch keine relevanten neue Filmveröffentlichungen im letzten Jahr. Die ganzen "Blockbuster" sind nicht im Kino gelaufen, also auch kein Disc Release und somit auch weniger neuer Kram für den Heimmarkt zu kaufen. Sobald die Filme irgendwann in den Kinos wieder laufen, wird es auch wieder neuen Disc Nachschub geben, und dann werden die Verkäufe auch wieder steigen.

Ich kaufe fast alle Filme auf Disc, die mich interessieren. Selbst die teuren Steelbookversionen sind billiger als ein Kinobesucher mit 2-3 Personen, da lohnt sich das ca. 3-4 Monate warten.
 

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich schätze mal, selbst bei einer 128er-MP3 ist der Tag überhaupt noch nicht gekommen.
Kann man schlecht sagen, denn laut diverser Experimente und Tests, nimmt das menschliche Gehör ab 320 kbit/s schon keinen Unterschied mehr bei Audiodateien war. Weiß nicht, ob das daher der passende Maßstab wäre.

Aber um was phsikalisch möglicht ist und was nicht, ging es mir auch überhaupt nicht. Jede DVD und jede BD kann man auf die eine oder andere Weise wiedergeben. Die meisten bieten eben z.B. Mehrkanal-Sound. Habe ich kein entsprechendes Audiosystem, ist es völlig irrelevant, ob es physikalisch oder technisch möglich ist, den auszureizen, wenn ich ihn nicht mal nutzen kann. Es geht mir um das Vorhandensein der nötigen Gerätschaften. Wen es um die Qualität geht, der kauft sich halt entsprechends Equipment und gleich 'ne (4k)BD. Das tun die meisten aber scheinbar nicht, daher ist die Frage, ob die Wiedergabequalität ausschlaggebend bei der Nutzung von Streamingangeboten ist, ziemlich akademisch, grade in Anbetracht der Tatsache, dass sich selbst die BD nach immerhin 15 Jahren immernoch nicht ggü. der DVD durchsetzen konnte.
 

Pu244

Kokü-Junkie (m/w)
Um auf die Qualität einer UHD Blu Ray zu kommen, müßte man die Bitrate auf 80-120 MBit erhöhen, Netflix ist gerade einmal mit 8MBit unterwegs. Da muß also noch einiges getan werden. Bei 8K sollten sie dann auf über 200 MBit aufdrehen, eventuell sogar mehr. Da können wir aber wohl noch 10 Jahre warten.

Das andere, noch viel größere Problem, ist der Rechtesalat. Wer sich eine Blu Ray oder DVD holt, der hat den Film, solange das Medium intakt ist. Bei Streamingdiensten ist immer die große Frage, wer gerade was zeigen darf und wie lange.

Mir ist da die Bildqualität einfach zu schlecht. Wieso nicht auch etwas höhere Qualität anbieten? 30GB pro Stunde Film könnte jede 50k Leitung problemlos stemmen.

Nein, bei einer 50.000er Leitung ist bei 22GB je Stunde Schluß.
 

T-MAXX

Software-Overclocker(in)
Seitdem der Laden zu ist, wurde auch kein einziger Film mehr gekauft.
Also mein Großteil der Filme stammt von Amazon, gerade weil es dort meine Lieblingsserien gibt.
Meine teuerste Sammlung war damals von Stargate Kommando SG-1, die sind in silbernen Boxen (10 Staffeln) und auf den Boxen sind pro Box ein 3D Hologramm vom Stargate abgebildet.:kuss:
Bei Stargate Atlantis habe ich das zwar auch, aber die letzten beiden Staffeln hatten leider keins mehr, weil glaube ich ein anderer Anbieter übernommen hatte.
...

Ich sage nur, haltet die optischen Medien am Leben, sonst geht wieder ein Stück Geschichte verloren. Damals waren es zwar die Video Tapes, auch wenn diese heute natürlich qualitativ nicht vergleichbar sind.
Eine tolle Zeit war es trotzdem.=)

Außerdem sind bei den optischen Medien Filmen oft Bonus und Zusatz Filmmaterial dabei.:daumen:
 

Blackvoodoo

Volt-Modder(in)
Mir ist da die Bildqualität einfach zu schlecht. Wieso nicht auch etwas höhere Qualität anbieten? 30GB pro Stunde Film könnte jede 50k Leitung problemlos stemmen.
Das verstehe ich auch nicht. Statt endlich mal die Bandbreite der 4k Streams zu erhöhen und somit auch die Bildqualität wird ja eher noch weiter gedrosselt weil es neue Codecs gibt die das Bild nicht verschlechtern.
Man kann nichts komprimieren ohne Verlust.
 

CD LABS: Radon Project

Volt-Modder(in)
Kann man schlecht sagen, denn laut diverser Experimente und Tests, nimmt das menschliche Gehör ab 320 kbit/s schon keinen Unterschied mehr bei Audiodateien war. Weiß nicht, ob das daher der passende Maßstab wäre.
Davon habe ich aber nicht gesprochen.
Stell dir mal wirklich eine 128er-MP3 vor und überlege, welche Kopfhörerupgrades man noch alle hört. Oh Wunder, verdammig viele. So ist das bei Displays auch, wenn du dir ein Video mit niedriger Bildquali nimmst...
Aber um was phsikalisch möglicht ist und was nicht, ging es mir auch überhaupt nicht. Jede DVD und jede BD kann man auf die eine oder andere Weise wiedergeben. Die meisten bieten eben z.B. Mehrkanal-Sound. Habe ich kein entsprechendes Audiosystem, ist es völlig irrelevant, ob es physikalisch oder technisch möglich ist, den auszureizen, wenn ich ihn nicht mal nutzen kann. Es geht mir um das Vorhandensein der nötigen Gerätschaften. Wen es um die Qualität geht, der kauft sich halt entsprechends Equipment und gleich 'ne (4k)BD
Und das wiederum ist richtig, aber nicht das, wovon du anfangs gesprochen hast.
Das tun die meisten aber scheinbar nicht, daher ist die Frage, ob die Wiedergabequalität ausschlaggebend bei der Nutzung von Streamingangeboten ist, ziemlich akademisch, grade in Anbetracht der Tatsache, dass sich selbst die BD nach immerhin 15 Jahren immernoch nicht ggü. der DVD durchsetzen konnte.
Wo wir gerade bei akademisch sind: Es gibt zig unterschiedliche Erklärungsansätze, die sich anbieten, um den geringen Erfolg der Blurays zu erklären. Entsprechend ist da überhaupt nix möglich.
 

GEChun

BIOS-Overclocker(in)
Das Problem ist halt auch.

Die Industrie kann sich nicht von dem alten Krempel trennen, statt die DvD mal endlich einzustampfen und vom Markt zu nehmen so dass man auf die Blu Ray setzen kann.. wird so lange gewartet bis eine alternative Konkurrenz im Streaming Dienst beide Kaputt macht... die DvD hätte schon 2010 eingemottet werden müssen.

Nichts anderes macht Netflix und Disney doch jetzt auch...
"Ihr wollt Blu Rays? Neeeee ist Streaming exklusiv! Haha Pech gehabt lieben Disc Käufer! ..."

Schon traurig das die Vermarkter von DvD und Blu Ray weniger Kompetenz haben als die der Streaming Anbieter... und traurig das man mit "Zwang" die Leute dahin bekommt wo man sie hin will.. vielleicht müsste auch einfach Gesetzlich gegen Exklusivität Missbrauch vorgehen...
 

Two-Face

PCGH-Community-Veteran(in)
Davon habe ich aber nicht gesprochen.
Stell dir mal wirklich eine 128er-MP3 vor und überlege, welche Kopfhörerupgrades man noch alle hört. Oh Wunder, verdammig viele. So ist das bei Displays auch, wenn du dir ein Video mit niedriger Bildquali nimmst...
Definiere "niedrige Bildquali"...
Ein VHS-Film sieht nativ auf 'nem 4k-Monitor wahrscheinlich noch beschissener aus, als auf 'ner alten PAL-Röhre.:ugly:
Und das wiederum ist richtig, aber nicht das, wovon du anfangs gesprochen hast.
Mir ging es nirgendwo um physikalische Machbarkeiten.
Sondern darum, was Herr Otto Normal so zuhause im Wohnzimmer stehen hat, um Filme/Serien anzugucken.
Ich hätte natürlich statt "ausreizen" auch vielleicht "ausnutzen" oder so schreiben können, aber ich bin lange genug in Foren unterwegs um zu wissen, dass mich das auch nicht vor diversen Haarspaltern geschützt hätte.

Anders ausgedrückt: Nenne mir ein besseres Verb für das "Nutzen aller technischen Eigenschaften einer DVD/Blu-Ray".
Wo wir gerade bei akademisch sind: Es gibt zig unterschiedliche Erklärungsansätze, die sich anbieten, um den geringen Erfolg der Blurays zu erklären. Entsprechend ist da überhaupt nix möglich.
Jo, zu teuer, Kopierschutz, Lizenzkosten, fehlende Abspielmöglichkeiten, steigendes Aufkommen von Streamingangeboten in Kombination mit schnelleren I-Net-Leitungen, Gleichgültigkeit ggü. den technischen Vorteilen...
Damit wären wir schon bei den Kernargumenten angelangt. Wenn ich wetten müsste, würde ich auf letzteres setzen.
Immerhin hat die BD mit Sony einen mächtigen Lobbyisten auf ihrer Seite, der gleich von zwei Seiten massiv Einfluss auf den Markt nehmen konnte; einerseits mit einer Spielekonsole, andererseits als Verleger im Entertainment-Bereich.

Vielleicht - aber nur vielleicht - sähe die Situation heute anders aus, wenn sich damals die HD-DVD durchgesetzt hätte - günstigere Produktionskosten = auf Dauer niedrigerer Preis, war zudem keine ganz so schlimme "DRM-Zicke", wie die Blu-Ray. Aber das ist natürlich Kaffeesatzleserei und übersteigt das Thema dieses Threads/Artikels. :schief:
die DvD hätte schon 2010 eingemottet werden müssen.
Das hätte welchen Unterschied gemacht?
Außer, dass die damals immernoch zahlreicheren Besitzer von DVD-Abspielgeräten zum Wechsel gezwungen worden wären? Und du dir damals ein teures BD-Laufwerk für den PC hättest zulegen müssen, wenn keine DVD-ROMs mehr für Spiele produziert worden wären (oder 10 CD-ROMs für die Installation hättest ein- und ausschmeißen müssen:fresse:)?
Meinst du allen ernstes, die ach so tolle Blu-Ray hätte alleine was gegen die Streaminganbieter ausrichten können?:haha:

Denk doch mal an die CD. Als die ersten Anbieter für Musik-Downloads aufkamen, stand eigentlich schon fest, dass die früher oder später verlieren wird.
 
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