USK, BIU und DKHW kritisieren Jugendschutz, fordern Reform

Wir haben doch alle früher mal die Spiele gespielt die wir eigentlich nicht spielen sollten. Auch Pornos waren auf dem Schulhof genau so gut erhältlich wie Kaugummi.
Ich halte den Jugendschutz hier für komplett überzogen und viel zu harsch ausgelegt. Bei USK16 sollte man schon literweise Blut und Möpse zu sehen bekommen, bei USK18 alles was sich die Entwickler ausdenken können.
 
Ich bin fest überzeugt, dass sehr viele 11-jährige so ein Maß an Brutalität nicht entsprechend einordnen können, ja. Ist hier zufällig ein Gerontologe, der uns das mal kurz wissenschaftlich erklärt?

Glaubst du das was ein 11-jähriger in dem Spiel sieht ist für diesen schlimmer als die meisten Filme die Kinder auch in dem Alter konsumieren?
Und bei Filmen wird auch nicht gerade auf das passende Alter geschaut.
Irgendwie sind wir nur bei dem Medium PC Spiele so pingelig zumindest kommt es mir so vor.
 
War aber immer sehr schwer die Kisten aus der Spielhölle zu bekommen von daher sage ich mal nein:lol:

Hehe. Nur weil ich mit 10 Doom gespielt habe und mit 12 dann auch andere recht brutale Spiele wie UT, Quake blah dazukamen, bin ich nicht verrückt geworden :P Das Thema ist allgemein überbewertet. Man sollte die Jugend davor schützen, sich zu vergiften (wozu halt Alk&Tabak gehören, das sollte auch ab 18 bleiben) - aber denen sollte man nicht verbieten die Spiele zu spielen wo es etwas härtere Inhalte gibt. Die sehen das doch täglich in den Nachrichten, tote Kinder in Kriegsgebieten sind nun mal deutlich schlimmer als tote Pixelgegner^^
 
Glaubst du das der 11-jährige zum Spinner wird wenn er Dying Light spielt?

Das kann man denke ich nicht pauschal beantworten, es hängt vom Kind und von der bisherigen Erziehung ab.

Ich glaube nicht, dass ein Elfjähriger automatisch degeneriert wenn er Dying Light spielt. Ich glaube aber auch nicht, dass es ihm in irgendeiner Weise guttut, und ich denke dass es ihm weit mehr schadet als einem Erwachsenen.

Und das Argument mit "früher haben wir aber auch alles gespielt mimi und wir sind nicht bescheuert" zählt meines Erachtens auch nur halb, denn der Jugenschutz ist heute wesentlich laxer als noch vor zehn Jahren. Die Zeiten in denen Blut grün sein muss, Menschen durch Roboter ersetzt werden oder "Erschossene" nur weinend in die Knie gehen sind vorbei, heutzutage kann man auch in DE Menschen in Stücke schießen.

Edit: Nein, in den Nachrichten sieht man keine Menschen die von diversen Schusswaffen zerlegt werden (z.B. Wolfenstein), Menschen denen die Wirbelsäule aus dem Allerwertesten gezogen wird (The Darkness 2) oder bei lebendigem Leib aufgespießte Patienten (Outlast), um hier nur einige Beispiele zu nennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sieht man schon, man muss nur die richtigen Nachrichten guggen :-) Online ist vieles nicht zensiert, vor allem weil da die Zeit dazu fehlt. Die geben die News so raus wie sie sind - uncut. Und das sind mir die liebsten Nachrichten, denn da sehe ich was los ist.
Wie gesagt, Spiele sind für mich Kunst und dürfen so ziemlich alle Grenzen überschreiten die man im realen Leben zieht. Die Realität ist grausamer als alles was sich die Spieleentwickler ausdenken können ^^
 
Sieht man schon, man muss nur die richtigen Nachrichten guggen :-) Online ist vieles nicht zensiert, vor allem weil da die Zeit dazu fehlt. Die geben die News so raus wie sie sind - uncut. Und das sind mir die liebsten Nachrichten, denn da sehe ich was los ist.
Wie gesagt, Spiele sind für mich Kunst und dürfen so ziemlich alle Grenzen überschreiten die man im realen Leben zieht. Die Realität ist grausamer als alles was sich die Spieleentwickler ausdenken können ^^

Klar dürfen Spiele alle Grenzen überschreiten. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie auch Zwölfjährigen uneingeschränkt zugänglich gemacht werden sollten. USK 18 Titel sollten imo alles dürfen.

Und nebenbei: Wer elfjährige Kinder "Nachrichten" im Internet sehen lässt, die grausamer sind als die von mir oben aufgezählten Beispiele, der hat einen an der Waffel - Grundschüler gehören genauso wenig unbeaufsichtigt ins Internet wie sie Dying Light o.Ä. spielen sollten.
 
Du kannst Kinder nicht 24/7 überwachen und alles sperren. Die meisten haben ein Smartphone, welches alles unterstützt. Und überall sind freie WLAN-Zugänge, von ihrem Kinderzimmer bis zum örtlichen Saturn und den Haltestellen wo sie warten etc.
Die meisten haben auch mobiles Internet.
Also noch mal, wie will man sie davon abhalten? Die können sich auch ohne Wenn und Aber die entsprechenden Let`s Plays anguggen. Ganz legal, denn niemanden juckt es.

Der Jugendschutz hat einen Zweck - die Jugend vor wirklich schlimmen Dingen zu schützen. Nicht vor der Realität (wozu auch Nachrichten gehören) und nicht vor Kunst (wozu Musik, Filme und eben auch Spiele gehören).
Die Jugend wird sich das Zeug immer "besorgen" und da kannste als Elternteil nix dagegen machen, solange das Kind i-wie ins Internet kommt.
 
Ein Kind hat nichts im Internet zu suchen soll Bücher lesen und mit Lego spielen und nicht mit einem Smartphone. Sobald man dann von Teenager sprechen kann ist es wieder was anderes aber frei sollte man bis sagen wir 16 nicht jede Seite besuchen können. Und wenn man nicht jede Webseite sperren kann muss man halt alle sperren und nur wenige gezielt freigeben.
 
Glaubst du das was ein 11-jähriger in dem Spiel sieht ist für diesen schlimmer als die meisten Filme die Kinder auch in dem Alter konsumieren?
Und bei Filmen wird auch nicht gerade auf das passende Alter geschaut.
Irgendwie sind wir nur bei dem Medium PC Spiele so pingelig zumindest kommt es mir so vor.
Hm, der neue Star Wars ist ab 12 oder? Nun dann würde ich mal sagen, JA. Ein Dying Light, Outlast etc halte ich für verängstigender als nen Disney Film, wo alle in weiß eh nur daneben schießen. Ob nun USK oder FSK, einen bestimmten Grad an sinnloser Gewalt würde ich einfach von einem so jungen Menschen fernhalten, der das überhaupt nicht einordnen kann. Und gefährdet sind ja ohnehin meist nicht die, die die Spiele spielen, von ihrer Familie aber was viel friedlicheres vorgelebt bekommen. Problematisch wird es ja oft erst, wenn Eltern sich nicht ganz so viel Zeit/Mühe nehmen für ihr Kind. Das sind ja sicherlich auch eher die Familien in denen 12jährige FSK/USK18 schauen bzw spielen.

So oder so finde ich es weder cool noch notwendig Kinder immer früher an Gewalt heranzuführen. Wer hat denn was davon? Die Eltern nicht, und ob das Kind nicht mit weniger Splatter Effekten genauso viel Spaß hätte weiß ich nicht, vermute mal schon.
 
Ein Kind hat nichts im Internet zu suchen soll Bücher lesen und mit Lego spielen und nicht mit einem Smartphone. Sobald man dann von Teenager sprechen kann ist es wieder was anderes aber frei sollte man bis sagen wir 16 nicht jede Seite besuchen können. Und wenn man nicht jede Webseite sperren kann muss man halt alle sperren und nur wenige gezielt freigeben.

Das ist technisch immer noch nicht möglich. Es gibt immer einen Weg. Die Kids sind meist auch deutlich erfahrener was den PC angeht als die Eltern und es gibt nur sehr wenige Ausnahmen.
Der Jugendschutz lässt sich nicht durchsetzen ohne massive Eingriffe und Unsummen, beides wird nicht passieren. Daher sollte es maximal eine Empfehlung bleiben und im Laden halt nicht an die Kids verkauft werden. Aber wenn sie wollen, kommen sie immer ran :P
 
Ich bin fest überzeugt, dass sehr viele 11-jährige so ein Maß an Brutalität nicht entsprechend einordnen können, ja. Ist hier zufällig ein Gerontologe, der uns das mal kurz wissenschaftlich erklärt?
Wie meinst du das mit "entsprechend einordnen"?

Frag mal ernsthaft Kinder die Schooter oder andere Gewaltspiele spielen ob sie das für Realität halten und ob sie soetwas auch im echten Leben machen würden. Ich gehe jede Wette ein das bis auf ein paar "kaputte", die Überwigende Mehrheit dir ein klip und klares NEIN als Antwort geben werden.
Kinder sind bei weitem nicht so blöd wie einige hier villeicht denken mögen.
Der Konsum von allen Medien beinflusst uns alle irgendwie, auch erwachsenen Menschen. Nur bin ich felsenfest der Überzeugung das solche grundlegenden Sachne wie „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ oder "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ bei niemandem mit klarem Verstand durch den Konsum von Gehalthaltigen Medien geändert werden kann.

Das kann man denke ich nicht pauschal beantworten, es hängt vom Kind und von der bisherigen Erziehung ab.

Ich glaube nicht, dass ein Elfjähriger automatisch degeneriert wenn er Dying Light spielt. Ich glaube aber auch nicht, dass es ihm in irgendeiner Weise guttut, und ich denke dass es ihm weit mehr schadet als einem Erwachsenen.

Und das Argument mit "früher haben wir aber auch alles gespielt mimi und wir sind nicht bescheuert" zählt meines Erachtens auch nur halb, denn der Jugenschutz ist heute wesentlich laxer als noch vor zehn Jahren. Die Zeiten in denen Blut grün sein muss, Menschen durch Roboter ersetzt werden oder "Erschossene" nur weinend in die Knie gehen sind vorbei, heutzutage kann man auch in DE Menschen in Stücke schießen.

Edit: Nein, in den Nachrichten sieht man keine Menschen die von diversen Schusswaffen zerlegt werden (z.B. Wolfenstein), Menschen denen die Wirbelsäule aus dem Allerwertesten gezogen wird (The Darkness 2) oder bei lebendigem Leib aufgespießte Patienten (Outlast), um hier nur einige Beispiele zu nennen.
Da haben wir das Problem.
Ich sehe z.B. bei Wolfenstein keine Menschen die erschoßen werden sondern nur Pixel die wie Menschen aussehen die erschoßen werden. Das habe ich als Kind schon getan und das ist heute auch noch so.
Mein 12 Jahre alter Neffe der auch noch ein riesen COD fan ist sieht das ähnlich...Und auch hier gehe ich jede Wette ein, das wenn du diese Kinder fragst ob sie das für echt halten und ob das irgendwie gleichzusetzten wäre mit echter Gewalt gegeg echte Menschen, sie dir ein klares NEIN als Antwort geben.
Jeder 8 Jährige weiß das was man in einem Film oder Spiel sieht nicht echt ist und auch nicht unbedingt der Realität entspricht. Aussnahmen gibt es aber leider immer, nur haben diese Menschen ganz gewaltig andere Probleme als Gewalthaltige Medien.
Generell kan man sagen das Erziehung und as Umfeld einen Menschen Prägen. Und wenn manche Eltern der Meinung sind das Kinder sich selbst erziehen können und manche dadurch verkorksen, dann sollte man vielleicht über einen Elternführerschein nachdenken.
 
Ja klar wenn dann auch Filme ab 18 mit Spielen ab 18 vergleichen, das ein Film ab 12 nicht so schlimm ist wie ein Spiel ab 18 ist schon klar :ugly:.
Und was Kinder dürfen und was nicht hat meist wenig damit zu tun wie viel sich Eltern um ihr Kind kümmern das kann man nicht verallgemeinern dafür sind Familien im Grunde zu verschieden.

Was für ein Kind gut oder nicht ist obliegt eben in den meisten Fällen den Eltern, finde ich auch gut so auch wenn sich viele Eltern gefühlt nicht diese Verantwortung bewusst sind :ka:.

Wenn diese ganzen Dinge welche nicht für Kinder gedacht sind so schlimm wären (ja Kinder konsumieren Dinge die sie nicht konsumieren sollten unabhängig davon ob Verboten oder nicht) wären die Probleme doch schon längst erkennbar.
Ich glaube die Leute sehen das immer viel Negativer als es wirklich ist und vor allem geht man immer bei wenige Problemfällen gleich von der Mehrheit aus :nene:
 
Sicherlich werden die meisten Kinder sich nicht von ihrer Erziehung abbringen lassen nur weil in einem Spiel oder Film mal was Schlimmes zu sehen ist. Aber die Frage ist doch, warum braucht man das überhaupt? Diese inflationäre Integration von Gewalt und Brutalität war doch vor 20 Jahren noch nicht so. Trotzdem fanden wir Bud Spencer oder das A Team cool. Soll man gewalt integrieren, nur weil man kann? Wozu eine eventuelle Beeinflussung riskieren, wenn man ohne genauso viel Unterhaltungswert haben kann?
 
Was die Kids unterhaltsam und "cool" finden, bestimmen nur sie. Gezieltes Marketing kann da mitmischen, aber nix ist garantiert.
Wir hatten damals Gewalt, wir haben sie genauso jetzt. Nur die Grafik hat sich verbessert. Glaub mir, wenn der Entwickler vom ersten Doom die Möglichkeiten hatte, das Spiel so zu machen wie die aktuelle Doom-Beta aussieht, hätte der das gemacht.
Lasst sie selbst entscheiden was sie konsumieren wollen. Jemandem was vorschreiben was der in seiner Freizeit machen darf und was nicht, ist mit das schlimmste. Und verbotene Dinge üben eine enorme Anziehungskraft aus. Stellt man es als "normal" hin, werden weit weniger Kids drauf anspringen als auf was verbotenes.
 
Wir hatten damals Gewalt, wir haben sie genauso jetzt. [...] Stellt man es als "normal" hin, werden weit weniger Kids drauf anspringen als auf was verbotenes.
Eben das zweifle ich an. Bei Bud Spencer oder dem A Team hat man meine ich nicht einen Tropfen Blut gesehen. Trotzdem waren es raubeinige, harte Kerle, die die Bösen aufmöbeln. Wir fanden das als Kiddies supercool. Und die Sturmtruppen sind auch beliebt bei Kindern, die sieht man aber auch nur daneben ballern. So geht es doch auch, oder nicht? Man muss doch keine Gewalt in Kunstformen verbieten. Aber wie wäre es, wenn man sie nur da einsetzt, wo es auch Sinn macht. Und in Kindermedien halte ich es für meist vernachlässigbar

Zum letzten Satz: Ja, das stimmt. Ist ja immer wieder das Problem, da ne Balance zu finden (auch bei Drogen etc., ein Verbot macht es eben attraktiv)
 
Sicherlich werden die meisten Kinder sich nicht von ihrer Erziehung abbringen lassen nur weil in einem Spiel oder Film mal was Schlimmes zu sehen ist. Aber die Frage ist doch, warum braucht man das überhaupt? Diese inflationäre Integration von Gewalt und Brutalität war doch vor 20 Jahren noch nicht so. Trotzdem fanden wir Bud Spencer oder das A Team cool. Soll man gewalt integrieren, nur weil man kann? Wozu eine eventuelle Beeinflussung riskieren, wenn man ohne genauso viel Unterhaltungswert haben kann?

So wandelt sich eben die Zeit ich würde auch nicht sagen wir haben mehr Gewalt sondern nur eine andere eventuell Extremere Gewaltdarstellung.
Wobei auch das nicht unbedingt in unseren Händen liegt das ist im Grunde der Trend in den USA das schwappt eben zu uns über.
 
Ich hoffe, dass diejenigen die hier alles sperren wollen früher selbst nicht Spiele gespielt haben die für ihr Alter unangemessen waren oder im Internet "gesurft" haben...
Und das Argument das Gewalt vor 20-30 Jahren anders war ist meiner Meinung nach lächerlich. Früher galten Serien wie das A-Team als gewaltverherrlichend und auch Doom wurde für diese Zeit "realistische" Gewaltdarstellung auf den Index gesetzt.

Es ist viel wichtiger mal was dagegen zu machen, dass viele Kinder sich bereits in jungen Jahren mit der unbegrenzten Konsumierung von Drogen anfangen.
 
Es gibt auch genug PC-Spiele die für Kids ausgelegt sind und entprechend der Gewaltgrad niedriger ist.
LoL ist z.B. so ein Spiel. Da ist aber nicht das Spiel das Problem sondern die Community - die ist brutaler als je ein Spiel sein könnte, so was kann man sich nicht ausdenken.

Es gibt für mich keine "Kindermedien" wenn es darum geht, Kämpfe in irgendeiner Art darzustellen. Beim Kampf geht es immer um Gewalt und es macht keinen Unterschied ob da das A-Team wen vermöbelt oder in einem Horrorfilm einem was abgesägt wird.
 
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