AW: User Test: Corsair-H50 Mini Flüssigkeitskühlung im Härtetest
@MK1: Die TDP hat nur entfernt etwas mit dem realen Verbrauch/Abwärme einer CPU zu tun. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine Spezifikation des Herstellers zur Dimensionierung des Kühlsystems - nicht des Verbrauchs. Diese Spezifikation gilt allerdings seit je her für die gesamte Baureihe (abgestuft lediglich durch deutliche Veränderungen wie halber Cache etc.). Der Aufwand für jede einzelne CPU eine TDP zu spezifizieren, obwohl natürlich jede tatsächlich unterschiedliche Abwärme hat, wäre zu groß und es hat auch keinen tieferen Sinn, da derartig feine Abstufungen in Kühlsystemen keinen Sinn haben

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Ein Kühler der eine 130W TDP-CPU kühlen kann, kann jede 130W-TDP CPU zuverlässig kühlen - ohne, dass man sich als OEM oder Enduser Gedanken darüber machen müsste, ob bei einem evtl. anstehenden CPU-Wechsel innerhalb der TDP-Klasse (oder darunter) ein Kühlerwechsel nötig wäre. Auch bei der Beschaffung der Boxed-Kühler vereinfacht das die Auslegung. Die Hersteller würden aber so oder so nie auf die Idee kommen für jede CPU eine auf die Leistung genau angepasste Kühllösung bei zu legen. Das lohnt sich nicht und Reserven müssen in jedem Fall da sein.
Zwei CPUs einer Baureihe die beide mit, sagen wir, 130W TDP angegeben sind liegen beim maximalen Verbrauch (sofern innerhalb der Specs betrieben) in aller Regel beide mehr oder weniger deutlich unterhalb der TDP. Eine CPU die das derzeitige Taktmaximum der Baureihe darstellt liegt jedoch i. d. R. deutlich näher an diesem Verlustleistungswert als das erste Einstiegsmodell dieser TDP-Klasse. Allgemein ist die TDP bei CPUs eher konservativ angegeben, so dass eine Kühllösung die Abwärme gemäß TDP in jeder Situation bewältigt und immer etwas überdimensioniert ist. Da eine CPU 100% der aufgenommen elektrischen Leistung in Wärme umsetzt (klingt für viele immer noch komisch - ist aber so

), sind die Reserven, die sich die Hersteller mit einer konservativen TDP-Abgabe insbesondere von OEMs fordern, bei der Wahl der Kühllösung durchaus sinnvoll. Wenn bei knapperer Auslegung der User z.B. übertaktet und reihenweise CPUs gehimmelt würden, stünde der gute Ruf auf dem Spiel und außerdem sind die Bedingungen einem PC-Gehäuse in der Regel nicht so, dass eine Kühllösung tatsächlich ihre spezifizierten Werte erreicht. Die H50 hat aufgrund des Kühlmediums ein bisschen mehr Reserven in Punkto Überlasten. Dass sie nicht besser kühlt als ein guter Luftkühler hat neben der beschränkten Radiatorfläche (die natürlich der Hauptgrund ist) jedoch auch noch ein paar andere Gründe

. Für den Preis kann man aber nicht meckern. Was die von Madz angesprochenen Bedenken bezgl. Haltbarkeit der Pumpe angeht sind diese beim Vergleich mit z.B. einer EHeim 1046 oder deren Derivaten sicher angebracht. Aber auch bei den teuren Pumpen gibt es Modelle die eine relativ hohe Ausfallstatistik aufweisen (z. B. DDC-1Plus)

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Anders muss man die TDP-Angaben btw inzwischen häufig bei Grafikkarten betrachten, denn dort sind in den letzten Jahren immer wieder falsche Angaben zum Verbrauch/Abwärme gemacht worden, um innerhalb der Spezifikationen der Schnittstelle zu genügen (150W, 200W und 300W Grenze). Die Kühllösungen bei Grafikkarten laufen daher oft viel viel näher am Limit als bei CPUs üblich

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