[Update/Fertig] [Usertest] Kenwood KA-5090 Stereoverstärker
Einleitung und Vorbericht
Nachdem mein alter Verstärker seinen Geist ausgeraucht hatte, musste nun ein neuer her. Meine Wahl fiel auf den Kenwood KA-5090. Warum, werden sich manche von euch nun fragen. Nunja: Der alte Verstärker war ebenfalls von dieser Firma und hat genau 25 Jahre (!) gehalten, was schon beachtlich ist, wenn man bedenkt das ein Verstärker bei mir Tagtäglich für mehrere Stunden im Einsatz ist. Zudem gefällt mir die minimalst ins warme abdriftende Klangauslegung, was allerdings nie störend oder Musikverfremdend ausfällt.
Auf dieses Modell bin ich eher aus Zufall gestoßen, als ich frustriert - da es im ganzen Haus nach gegrillter Elektronik stank - die elektronische Bucht durchstöberte. Für diesen Preis habe ich natürlich sofort zugeschlagen (mehr dazu später).
Die Klangtests werde ich ersteinmal mit meinen schon etwas älteren Boxen unbekannten Herstellers (Typenschilder sind verloren gegangen) erledigen, werde aber so schnell wie Möglich bessere Boxen besorgen und damit einen Nachtest durchführen.
Auch wenn es schwierig ist, werde ich versuchen meinen Testbericht so neutral wie ebenmöglich zu formulieren. Wenn es mir Stückweise nicht gelingt mich zu zügeln könnt ihr mich gerne darauf aufmerksam machen
.
Infos über das Gerät
Den Kenwood A-5090 gibt es bei jedem gut sortiertem Hifi-Fachhändler oder bei entsprechenden Ebayhändlern. Dieses leider etwas unbekannte Modell wurde damals vom Hersteller gegen den Vorgänger des Denon PMA-700 aufgestellt. So ähnelt der Normalpreis diesem und liegt bei ungefähr 600 Euro, wer allerdings die Augen offenhält – wie ich – erhält ihn für einen Betrag weit unter dieser Preisempfehlung und zwar für knapp 200 Euro.
Das Gerät wird immer noch in beachtlicher Stückzahl gebraucht angeboten. Dies zeigt einen hohen Verkaufserfolg der erhältlichen Version welcher sich hoffentlich auch im Klangtest beweisen wird.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Bedienung des Verstärkers. Da wären zum einen die robust gebauten und dadurch vertrauenserweckenden Bedienungselemente am Gerät selber zu nennen. Dazu gehören unter anderem ein Eingangswahlregler und – unter einer stabilen Klappe versteckt – diverse Regler und Schalter zu Klangregelung (Bass, Höhen, …) und natürlich ist auch ein massiver Lautstärkedrehregler auf der rechten Seite der Front vorhanden. Dieser verfügt über einen Stellservo. Eine Fernbedienung wird natürlich mitgeliefert und außerdem besteht die Möglichkeit den Verstärker über eine Logitech Harmony Fernbedienung zu Steuern, da ein entsprechender Geräteeintrag in der Logitechdatenbank vorhanden ist. Den Bedienungskomfort mit einer solchen Luxusfernbedienung werde ich im Verlauf des Tests noch beschreiben, da ich das kleinste Modell (Harmony 515) besitze.
Testequipment
Den Test werde ich, wie oben bereits erwähnt, mit schon etwas älteren Lautsprechern mit Bestückung des Herstellers Visaton durchführen. Sobald ich wieder etwas flüssig bin stehen neue, bessere Boxen allerdings ganz oben auf der „Wunschliste“. Der Raum besitzt die Maße 4,5 x 5 m und besitzt keine Dachschräge oder sonstige akustischen Schweinereien – von der Holzvertäfelten Decke mal abgesehen. Die Zuspielung erfolgt über folgende Gerätschaften:
Folgende Software kommt beim Hörtest zum Einsatz (entweder als von einer original-CD gerippten *.FLAC-Datei oder direkt als original CD/DVD):
Hörtest
Pegelfestigkeit: Fangen wird mal mit der anscheinenden Paradedisziplin des Verstärkers an – der Bewertung der Pegelfestigkeit. Das Gerät schafft es mühelos den Ruf als Schrecken der Nachbarschaft zu erhalten. Doch er spielt nicht einfach nur „Laut“, sondern dabei auch sehr detailiert. Selbst an der Grenze der Boxenbelastbarkeit zeichnen sich die Stimmen verschiedenster Interpreten sehr gut durch. Aber auch die anderen Parameter der Musik bleiben nicht vernachlässigt. So gibt es eine beinahe Brachiale Grobdynamik, die Feindynamik hingegen wird wahrscheinlich durch die verwendeten Boxen limitiert. Doch egal bei welchem Pegel, es wird beinahe ständig eine stabile Bühne geboten, trotz das auch in dort die Boxen limitieren.
Was noch zu erwähnen ist: Die Endstufen schütteln die Power scheinbar völlig sorglos aus dem Ärmel. Ich persönlich hatte den Lautstärkeregler noch nie über die „12 Uhr-Stellung“, weil selbst darunter extrem Nachbarschaftsfeindliche Pegel erreicht werden.
Dynamik: Wer denkt, Laut spielen ist alles was der Verstärker kann der irrt sich. Er kann auch sehr Dynamisch spielen. Wer den Song „Summer of `69“ von Bryan Adams kennt, wird wissen was dieser Song an Dynamik besitzt. Doch so wie mit dem Kenwood KA-5090 hab ich diesen Song noch nie erlebt. Große wie kleine Lautstärkeunterschiede werden exakt herausgearbeitet. Wer unwissend am Lautstärkeregler dreht kann schon einmal zusammenzucken (ist mir selber beim Testen passiert).
Detailierung: Diesen Testabschnitt lasse ich ersteinmal aus, biss ich neue Lautsprecher mein eigen nenne.
Sonstige Beobachtungen
Fazit
+Grobdynamik
+Pegelfestigkeit
+Wärmeentwicklung
+wirksame Source Direct-Schaltung
+Kontrolle der Frequenzbereiche
-Hohe Ausmaße des Geräts (sehr Tief)
-fest integriertes Netzkabel
Einleitung und Vorbericht
Nachdem mein alter Verstärker seinen Geist ausgeraucht hatte, musste nun ein neuer her. Meine Wahl fiel auf den Kenwood KA-5090. Warum, werden sich manche von euch nun fragen. Nunja: Der alte Verstärker war ebenfalls von dieser Firma und hat genau 25 Jahre (!) gehalten, was schon beachtlich ist, wenn man bedenkt das ein Verstärker bei mir Tagtäglich für mehrere Stunden im Einsatz ist. Zudem gefällt mir die minimalst ins warme abdriftende Klangauslegung, was allerdings nie störend oder Musikverfremdend ausfällt.
Auf dieses Modell bin ich eher aus Zufall gestoßen, als ich frustriert - da es im ganzen Haus nach gegrillter Elektronik stank - die elektronische Bucht durchstöberte. Für diesen Preis habe ich natürlich sofort zugeschlagen (mehr dazu später).
Die Klangtests werde ich ersteinmal mit meinen schon etwas älteren Boxen unbekannten Herstellers (Typenschilder sind verloren gegangen) erledigen, werde aber so schnell wie Möglich bessere Boxen besorgen und damit einen Nachtest durchführen.
Auch wenn es schwierig ist, werde ich versuchen meinen Testbericht so neutral wie ebenmöglich zu formulieren. Wenn es mir Stückweise nicht gelingt mich zu zügeln könnt ihr mich gerne darauf aufmerksam machen
.Infos über das Gerät
Den Kenwood A-5090 gibt es bei jedem gut sortiertem Hifi-Fachhändler oder bei entsprechenden Ebayhändlern. Dieses leider etwas unbekannte Modell wurde damals vom Hersteller gegen den Vorgänger des Denon PMA-700 aufgestellt. So ähnelt der Normalpreis diesem und liegt bei ungefähr 600 Euro, wer allerdings die Augen offenhält – wie ich – erhält ihn für einen Betrag weit unter dieser Preisempfehlung und zwar für knapp 200 Euro.
Das Gerät wird immer noch in beachtlicher Stückzahl gebraucht angeboten. Dies zeigt einen hohen Verkaufserfolg der erhältlichen Version welcher sich hoffentlich auch im Klangtest beweisen wird.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Bedienung des Verstärkers. Da wären zum einen die robust gebauten und dadurch vertrauenserweckenden Bedienungselemente am Gerät selber zu nennen. Dazu gehören unter anderem ein Eingangswahlregler und – unter einer stabilen Klappe versteckt – diverse Regler und Schalter zu Klangregelung (Bass, Höhen, …) und natürlich ist auch ein massiver Lautstärkedrehregler auf der rechten Seite der Front vorhanden. Dieser verfügt über einen Stellservo. Eine Fernbedienung wird natürlich mitgeliefert und außerdem besteht die Möglichkeit den Verstärker über eine Logitech Harmony Fernbedienung zu Steuern, da ein entsprechender Geräteeintrag in der Logitechdatenbank vorhanden ist. Den Bedienungskomfort mit einer solchen Luxusfernbedienung werde ich im Verlauf des Tests noch beschreiben, da ich das kleinste Modell (Harmony 515) besitze.
Testequipment
Den Test werde ich, wie oben bereits erwähnt, mit schon etwas älteren Lautsprechern mit Bestückung des Herstellers Visaton durchführen. Sobald ich wieder etwas flüssig bin stehen neue, bessere Boxen allerdings ganz oben auf der „Wunschliste“. Der Raum besitzt die Maße 4,5 x 5 m und besitzt keine Dachschräge oder sonstige akustischen Schweinereien – von der Holzvertäfelten Decke mal abgesehen. Die Zuspielung erfolgt über folgende Gerätschaften:
- Kenwood DP-5010 CD-Player
- Kenwood KT-3050L Tuner
Folgende Software kommt beim Hörtest zum Einsatz (entweder als von einer original-CD gerippten *.FLAC-Datei oder direkt als original CD/DVD):
- Bryan Adams – MTV Unplugged
- Dire Straits – Money for Nothing
- Paul Young – No Parlez
- The Offspring – Rise and Fall, Rage and Grace
- Peter Fox – Stadtaffe
- Die Toten Hosen – In aller Stille
- Top 100 Best Techno Vol. 17
- Billy Talent – Billy Talent II
- Linkin Park - Road to Revolution
- Die Ultimative Chart Show – Die besten Hits 2008
- Xavier Naidoo und Söhne Mannheims – Wettsingen in Schwetzingen
- Genesis – Turn in on Again (Tour 2007) Audio-DVD
Hörtest
Pegelfestigkeit: Fangen wird mal mit der anscheinenden Paradedisziplin des Verstärkers an – der Bewertung der Pegelfestigkeit. Das Gerät schafft es mühelos den Ruf als Schrecken der Nachbarschaft zu erhalten. Doch er spielt nicht einfach nur „Laut“, sondern dabei auch sehr detailiert. Selbst an der Grenze der Boxenbelastbarkeit zeichnen sich die Stimmen verschiedenster Interpreten sehr gut durch. Aber auch die anderen Parameter der Musik bleiben nicht vernachlässigt. So gibt es eine beinahe Brachiale Grobdynamik, die Feindynamik hingegen wird wahrscheinlich durch die verwendeten Boxen limitiert. Doch egal bei welchem Pegel, es wird beinahe ständig eine stabile Bühne geboten, trotz das auch in dort die Boxen limitieren.
Was noch zu erwähnen ist: Die Endstufen schütteln die Power scheinbar völlig sorglos aus dem Ärmel. Ich persönlich hatte den Lautstärkeregler noch nie über die „12 Uhr-Stellung“, weil selbst darunter extrem Nachbarschaftsfeindliche Pegel erreicht werden.
Dynamik: Wer denkt, Laut spielen ist alles was der Verstärker kann der irrt sich. Er kann auch sehr Dynamisch spielen. Wer den Song „Summer of `69“ von Bryan Adams kennt, wird wissen was dieser Song an Dynamik besitzt. Doch so wie mit dem Kenwood KA-5090 hab ich diesen Song noch nie erlebt. Große wie kleine Lautstärkeunterschiede werden exakt herausgearbeitet. Wer unwissend am Lautstärkeregler dreht kann schon einmal zusammenzucken (ist mir selber beim Testen passiert).
Detailierung: Diesen Testabschnitt lasse ich ersteinmal aus, biss ich neue Lautsprecher mein eigen nenne.
Sonstige Beobachtungen
- Die „Source-Direct“-Schaltung arbeitet sehr effektiv. Durch aktivieren der Funktion gewinnen sämtliche Frequenzbereiche um ein ganzes Stück an Kontrolle und Durchzeichnung.
- Das Gerät erwärmt sich selbst bei mehrstündiger Hatz durch die Musiksammlung nur recht moderat. Der Gehäusedeckel bleibt etwas kühler als der des Vorgängers.
Fazit
+Grobdynamik
+Pegelfestigkeit
+Wärmeentwicklung
+wirksame Source Direct-Schaltung
+Kontrolle der Frequenzbereiche
-Hohe Ausmaße des Geräts (sehr Tief)
-fest integriertes Netzkabel
Zuletzt bearbeitet:
Der Verstärker ist ja auch super. Hoffentlich halten es die Nachbarn aus. 
).

. Muss ich malwieder en Hifihändler überfallen, der kennt mich bald schon beim reingehen mit Namen 