Wenn nix mehr kaputt geht, dann gibt es keinen wirtschaftlichen Wachstum mehr für die Unternehmen.
Das stimmt nicht, Geld wird immer ausgeben, dann eben für anderes. Reisen, Klimaanlagen, bessere Geräte usw., es gibt keine Grenze nach oben (eine Einsicht, die den Befürwortern des Kommunismus/Sozialismus gefehlt hat). Es wird immer Raum für Verbesserungen geben.
Ja und?
Meine 18 und 12 Jahre alten PCs laufen immer noch.
Es ging um Treiberupdates. Ich kenne auch noch 386er, die heute Laufen, nur würde ich nichtmehr erwarten, dass dafür USB Treiber herausgebracht werden.
Warum sind Akkus seit paar Jahren nicht wechselbar
Weil das diverse Vorteile hat. Man kann den Akku entweder vergrößern oder das Gerät dünner machen. Auch läßt sich nur so Glas als Material verwende, sonst ist man auf Kunststoff oder Metall beschränkt.
Die Kunden haben es systematisch aussortiert und deshalb ist das ganze auch quasi ausgestorben.
Einer unserer ausbilder bei der elektronikerausbildung war da aber anderer meinung. warum sollte man das nicht planen können?
Weil man eine Punktlandung hinlegen muß. Bei Fernsehern gibt es z.B. Geräte, die 24/7 betrieben und auf der anderen Seite welche, die nichtmal auf 30 min pro Tag kommen. Möchtest du jetzt mit deiner geplanten Obsoleszenz den Verkauf ankurbeln, so hast du die Wahl: entweder du legst die Betriebsdauer auf 20.000h fest, womit die Dinger bei normalen Kunden Jahrzehnte halten oder du legst sie auf z.B. 6000h fest, womit du bei vielen Vielnutzern selbst für die Reparatur blechen darfst. Außerdem kann das auch schief gehen, wenn sich dein Fehler statt nach 4 Jahren nach 4 Monaten bemerkbar macht, viel Spaß noch mit der Garantieabwicklung.
Die Fälle, in denen das nachgewiesen wurde, sind selten. Bosch hat z.B. die Dieseleinspritzpumpen so manipuliert, dass sie nach 8 Jahren ausfallen sollten. 8 Jahre war eine sehr gute Zeit, weit genug weg, um nicht selbst Garantie leisten zu müssen, aber auch nicht so weit, dass es unrentabel gewesen wäre, die Autos noch zu reparieren. Dummerweise hat der Fehler so gut funktioniert, dass das ganze schon nach etwa einem Zehntel der Zeit und weniger angefangen hat. BMW hat das bei seinen intensiven Tests noch rechtzeitig herausbekommen, bei Daimler war man schneller unterwegs und hatte die neuen Modelle ausgeliefert. Daimler hatte damals schon massive Qualitätsprobleme und das kam einfach zur absoluten Unzeit. Bei BMW mußte Bosch den schaden bezahlen und sich zu einer horrenden Vertragsstrafe verpflichten, wenn sie soetwas nochmal machen, Daimler war da nicht ganz so gnädig.
Von daher ist das schwierig und lohnt sich in der Praxis meist nicht.
In der ehem. DDR z.b. gab es kaum rohstoffe - und doch konnten die ingenieure gerätschaften entwickeln, die lange -sehr lange halten- und so sie tatsächlich mal kaputt gingen auch noch reparabel waren.
mussten sie aus gerade genanntem grund auch.
Sie hatten damals eben noch nichts von kostengünstiger und ressourcenschondender Fertigung gehört, bzw. es wurde damals nicht so durchgeprügelt. Im Westen übrigens auch nicht. Wenn man sich die Geräte näher ansieht, dann erkennt man überall Resourcenverschwendung. In den späten 90ern hat man dem den Kampf angesagt, heute achtet man darauf, was die Geräte aushalten müssen und spart bei unnötigen ein. Es gibt heute gewisse Mindestanforderungen, die viele mit geplanter Obsoleszenz verwechseln, die erfüllt werden müssen (z.B. bei einer normalen Waschmaschine 1800 Waschgänge oder bei einem PC 5 Jahre 24/7 Haltbarkeit). Wenn das Gerät mehr hält dann ist das gut, aber es wird eben auch nichts unternommen, wenn sich etwas dieser Marke nähert, bzw. es kann gespart werden, wenn ein Teil wesentlich länger hält.
Irgendwo muß eine Untergrenze gezogen werden und angesichts dessen, dass über 90% der Geräte außer Dienst gestellt werden, ist das auch geboten. Sonst hätte man Geld und Ressourcen für den Müll verschwndet.
Übrigend gibt es durchaus Waschmaschinen, die z.B. 30.000 Waschvorhänge aushalten oder Spülmaschinen, die 120.000 Zyklen aushalten. Das Problem ist, die kosten 3000-5000€ (kommen dafür mit einigen Boni, Kraftstrom bereithalten), kaum jemand will soviel ausgeben und die meisten dürften irgendwann von den Enkeln Etnsorgt werden, ohne ihre Zyklenzahl zu nutzen. Auch könnte man Computer konstruieren, die Jahrhunderte oder gar Jahrtausende halten, die wären dann nur sau teuer (vermutlich 5000-10000€ und würden den Bruchteil leisten, was heute ein PC zu Stande bringt (im Militärischen Bereich, bei Waffensystemen, ist das allerdings durchaus nicht unüblich).
Der kapitalismus ist halt eben auch eine fehlgeburt und zum scheitern verurteilt.
Das hört man jetzt schon wie lange? Eigentlich schon seit zig tausend Jahren (meist ist mit Kapitalismus ja die Marktwirtschaft gemeint). Solange es keine akzeptable Alternative gibt, wird sich daran nichts ändern und die Leute werden wohl auch noch in tausend Jahren meckern.