Umwelt: Berg an Elektroschrott wächst unaufhaltsam

Man kann das nicht planen. Das verstehen die Menschen aber nicht, weil sie es glauben wollen. Einzig bei Software geht das, die Abzählt oder ein Verfallsdatum bekommt und oder keine Suichehreitsupdatzes mehr. Bei mechanischen System klappt das nicht, da liegen immer Zehnerpotenzen in der Haltbarkeit je nach persönlicher Nutzung. Wir Du schon sagst, es gibt besser getestete Systeme und schlechter getestete. Testen ist teuer, das spart man sich lieber.

Einer unserer ausbilder bei der elektronikerausbildung war da aber anderer meinung. warum sollte man das nicht planen können? verwendete materialgüten -->widerstände/transistoren, bauweise... sicher, auf den monat genau geht es nicht - aber ich denke, sie können sehr wohl bestimmen, ob ein gerät eher 3 oder doch 10 jahre hält. ^^
In der ehem. DDR z.b. gab es kaum rohstoffe - und doch konnten die ingenieure gerätschaften entwickeln, die lange -sehr lange halten- und so sie tatsächlich mal kaputt gingen auch noch reparabel waren.
mussten sie aus gerade genanntem grund auch.
ich besitze (und nutze!) z.B. eine knapp 60 jahre alte elektrische kaffeemühle, einen 30jährigen reciever (REMA tonica RX 81 HiFi) @ebay mit dazu passenden boxen (RFT BR25E (meine allrdings in enzianblau)). Und glaube mir, die kombination klingt richtig gut!
Der kapitalismus ist halt eben auch eine fehlgeburt und zum scheitern verurteilt. das wirklich schlimme ist aber, dass er den gesamten planeten hinter sich abreißen wird. ^^
 
Einer unserer ausbilder bei der elektronikerausbildung war da aber anderer meinung. warum sollte man das nicht planen können?
Wenn Inschinöre das könnten, warum würden sie es dann nicht bei jedem Bauteil machen? Das Problem sind die Belastungen. Die ist bei jedem Nutzer alles andere als gleich. Und das Gerät sollte bei jedem Nutzer 2 Jahre halten. Wenn Du Dir anschaust, wie die oberen 10% der Wüstlinge mit Geräten umgehen, ist Dir vermutlich klar, dass sie bei anderen mit gewöhnlicher oder gar pfleglicher Behandlung viele Jahre ihren Dienst tun.

Ich bin seit dreißig Jahren in der Autoindustrie und wir haben ziemlich gute Testabläufe. Bei Autos ist es auch so, das bei einem bestimmten Nutzungsprofil dann alle Bauteile recht schnell in Folge ausfallen. Ob das nach 20.000 Nordschleife, 100.000 ärztlichem Stopp und go und 500.000km konstantem Taxibetrieb ist, kann Dir vorher niemand sagen. Aber wenn es mit bestimmten Bauteilen los gehen, folgen dann in Folge eine Menge. Das ist geplante Mindesthaltbarkeit, nicht geplantes Kaputtgehen.

.... ich besitze (und nutze!) z.B. eine knapp 60 jahre alte elektrische kaffeemühle...
Weißt Du, was die damals gekostet hat? Und dann vergleiche es mit den Stundenlöhnen von 1960. So ist das in einer Gesellschaft, die immer das billigste kauft. Wenn Du heute eine Espressomaschine als Vollautomat für 299,-€ kaufst oder die professionelle Markenmachine für 2000,-€. Welche wird in 60 Jahren noch leben? Und welche wird nach 4 Jahren ausfallen?

Wenn ich diesen ganzen billigen Plunder aus China sehe, Komplette Notstromaggregate für 79,-€, also für 79,-€ einen Benzinmotor und einen Generator, Gestell, Gehäuse und Tank, dazu noch Anzeigen und Schalter. Für 79,-€. Was ahnst Du, nach wievielen Stunden so ein Ding zum Elektroschrott wird? Und alleine schon die Spannungsqualität aus so einem Gerät mit gerne auch mal 300V anstatt 220V.
 
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na, recht haste. aber auch da gäbe es möglichkeiten.
und mal ehrlich, läuft das nicht aufs selbe raus. ;)

was autos angeht, okay - da hängen ja im fall der fälle auch (menschen)leben dran, glücklicherweise verfügen diese aber noch über einen gewissen wert in form von... ja was eigentlich? arbeitskraft?
man kann seine gerätschaften halt schon so konzipieren, dass sie quasi ewig halten - bei autos mit ihren destruktiven antrieben aber irgendwo auch gut, dass sie das dort nicht versuchen bzw. es nicht möglich ist.
beispiel:
Densen Audio Technologies - Products

ich merke an:
gingen deren gerätschaften ebenso oft kaputt wie heutzutage üblich, würden sie die doch sicher keine lebenslange garantie gewähren, oder? die müssen halt schon ordentlich konzipieren und z.b. mindere materialqualität von vorn herein ausschließen - so gut es eben geht. laut besagtem ausbilder lässt sich darüber eine ganze menge machen, was eben auch getan wird - da bin ich mir recht sicher. ;)
 
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Man kann das nicht planen.
Natürlich kann man das planen.
Bei Glühlampen steht es sogar auf der Verpackung.
Eine Osram 12V H4 Lampe hält 1000h, einen Narva Lampe 2000h.

Nur muß man das heute gar nicht mehr.
Die Teile sind so knapp konstruiert, daß sie gerade mal so 2 Jahre halten.

In Küchengeräten wird die Werkzeugaufnahme aus Kunststoff hergestellt, statt aus Metall.
Daß das keinen Kuchenteig aushält, ist ja klar.

Neuere Geräte darf man nur 10s ein schalten, und muß dann 5s warten.

Bei Radios ist es genau so.
Wenn ich einen Auna-Krüppel schief ansehe, geht der kaputt.

Mein telefunken CR 7500 läuft seit fast 40 Jahren.
Wechselteile: Antriebsriemen, Antriebsrolle und ein Tonkopf.
Zusammen nicht mal 50.- EUR.

Wenn ich 5 Schrauben rausdrehe, kann man das Teil in die Grundbestanteile zerlegen.
Jedes Teil ist wechselbar.

Servicefreundlichkeit oder -feindlichkeit wird nachweislich konstruiert.
Den Punkt muß man ändern.

Ansonsten rasen wir mit wachsender Geschwindigkeit auf den Müllberg zu.

Und dann werden wir sehen, daß man Plastik nicht essen kann.
 
Wenn Inschinöre das könnten, warum würden sie es dann nicht bei jedem Bauteil machen? Das Problem sind die Belastungen. Die ist bei jedem Nutzer alles andere als gleich. Und das Gerät sollte bei jedem Nutzer 2 Jahre halten. Wenn Du Dir anschaust, wie die oberen 10% der Wüstlinge mit Geräten umgehen, ist Dir vermutlich klar, dass sie bei anderen mit gewöhnlicher oder gar pfleglicher Behandlung viele Jahre ihren Dienst tun.

Ich bin seit dreißig Jahren in der Autoindustrie und wir haben ziemlich gute Testabläufe. Bei Autos ist es auch so, das bei einem bestimmten Nutzungsprofil dann alle Bauteile recht schnell in Folge ausfallen. Ob das nach 20.000 Nordschleife, 100.000 ärtztlichem Stopp und go und 500.000km konstantem Taxibetrieb ist, kann Dir vorher niemand sagen. Aber wenn es mit bestimmten Bauteilen los gehen, folgen dann in Folge eine Menge. Das ist geplante Mindesthaltbarkeit, nicht geplantes Kaputtgehen.

Dann erkläre uns Mal geplante mindesthaltbarkeit und geplantes kaputt gehen....das kommt auf das selbe raus, wenn du die Nutzungszeit "gering" ansetzt.

Du gehst nur vom Beispiel Autos aus, natürlich kann man das planen und es wird auch gemacht. Man macht das natürlich nicht bei jedem Teil, das wäre extremer Aufwand und auffällig.

Du hast bei Elektrogeräten jede Menge teile, die du auf eine bestimmte Betriebsdauer auslegen kannst (deine geplante mindesthaltbarkeit). Und es reicht wenn du es nur bei einem Teil machst. Da wird die Nutzungsdauer errechnet und das Teil so entworfen, das es nach Betriebsstunden x ausfällt. Das geht sogar ziemlich exakt. Da wird dann bewusst minderwertiges Material verbaut. Natürlich kann der Hersteller nicht wissen ob du z.B. den TV am Tag 8h oder eben nur 2 laufen hast. Der Hersteller geht von dem Durchschnitt aus. Seine Garantie passt er entsprechend an.


Du kannst aber auch anders die Nutzungsdauer einschränken. Z.B. Was macht beim Handy als erstes schlapp? Richtig: Der Akku. Den kann Otto normalverbraucher bei neuen Geräten nicht so einfach wechseln. Ist natürlich technisch notwendig....
 
Wenn nix mehr kaputt geht, dann gibt es keinen wirtschaftlichen Wachstum mehr für die Unternehmen.

Das stimmt nicht, Geld wird immer ausgeben, dann eben für anderes. Reisen, Klimaanlagen, bessere Geräte usw., es gibt keine Grenze nach oben (eine Einsicht, die den Befürwortern des Kommunismus/Sozialismus gefehlt hat). Es wird immer Raum für Verbesserungen geben.

Ja und?
Meine 18 und 12 Jahre alten PCs laufen immer noch.

Es ging um Treiberupdates. Ich kenne auch noch 386er, die heute Laufen, nur würde ich nichtmehr erwarten, dass dafür USB Treiber herausgebracht werden.

Warum sind Akkus seit paar Jahren nicht wechselbar

Weil das diverse Vorteile hat. Man kann den Akku entweder vergrößern oder das Gerät dünner machen. Auch läßt sich nur so Glas als Material verwende, sonst ist man auf Kunststoff oder Metall beschränkt.

Die Kunden haben es systematisch aussortiert und deshalb ist das ganze auch quasi ausgestorben.

Einer unserer ausbilder bei der elektronikerausbildung war da aber anderer meinung. warum sollte man das nicht planen können?

Weil man eine Punktlandung hinlegen muß. Bei Fernsehern gibt es z.B. Geräte, die 24/7 betrieben und auf der anderen Seite welche, die nichtmal auf 30 min pro Tag kommen. Möchtest du jetzt mit deiner geplanten Obsoleszenz den Verkauf ankurbeln, so hast du die Wahl: entweder du legst die Betriebsdauer auf 20.000h fest, womit die Dinger bei normalen Kunden Jahrzehnte halten oder du legst sie auf z.B. 6000h fest, womit du bei vielen Vielnutzern selbst für die Reparatur blechen darfst. Außerdem kann das auch schief gehen, wenn sich dein Fehler statt nach 4 Jahren nach 4 Monaten bemerkbar macht, viel Spaß noch mit der Garantieabwicklung.

Die Fälle, in denen das nachgewiesen wurde, sind selten. Bosch hat z.B. die Dieseleinspritzpumpen so manipuliert, dass sie nach 8 Jahren ausfallen sollten. 8 Jahre war eine sehr gute Zeit, weit genug weg, um nicht selbst Garantie leisten zu müssen, aber auch nicht so weit, dass es unrentabel gewesen wäre, die Autos noch zu reparieren. Dummerweise hat der Fehler so gut funktioniert, dass das ganze schon nach etwa einem Zehntel der Zeit und weniger angefangen hat. BMW hat das bei seinen intensiven Tests noch rechtzeitig herausbekommen, bei Daimler war man schneller unterwegs und hatte die neuen Modelle ausgeliefert. Daimler hatte damals schon massive Qualitätsprobleme und das kam einfach zur absoluten Unzeit. Bei BMW mußte Bosch den schaden bezahlen und sich zu einer horrenden Vertragsstrafe verpflichten, wenn sie soetwas nochmal machen, Daimler war da nicht ganz so gnädig.

Von daher ist das schwierig und lohnt sich in der Praxis meist nicht.

In der ehem. DDR z.b. gab es kaum rohstoffe - und doch konnten die ingenieure gerätschaften entwickeln, die lange -sehr lange halten- und so sie tatsächlich mal kaputt gingen auch noch reparabel waren.
mussten sie aus gerade genanntem grund auch.

Sie hatten damals eben noch nichts von kostengünstiger und ressourcenschondender Fertigung gehört, bzw. es wurde damals nicht so durchgeprügelt. Im Westen übrigens auch nicht. Wenn man sich die Geräte näher ansieht, dann erkennt man überall Resourcenverschwendung. In den späten 90ern hat man dem den Kampf angesagt, heute achtet man darauf, was die Geräte aushalten müssen und spart bei unnötigen ein. Es gibt heute gewisse Mindestanforderungen, die viele mit geplanter Obsoleszenz verwechseln, die erfüllt werden müssen (z.B. bei einer normalen Waschmaschine 1800 Waschgänge oder bei einem PC 5 Jahre 24/7 Haltbarkeit). Wenn das Gerät mehr hält dann ist das gut, aber es wird eben auch nichts unternommen, wenn sich etwas dieser Marke nähert, bzw. es kann gespart werden, wenn ein Teil wesentlich länger hält.

Irgendwo muß eine Untergrenze gezogen werden und angesichts dessen, dass über 90% der Geräte außer Dienst gestellt werden, ist das auch geboten. Sonst hätte man Geld und Ressourcen für den Müll verschwndet.

Übrigend gibt es durchaus Waschmaschinen, die z.B. 30.000 Waschvorhänge aushalten oder Spülmaschinen, die 120.000 Zyklen aushalten. Das Problem ist, die kosten 3000-5000€ (kommen dafür mit einigen Boni, Kraftstrom bereithalten), kaum jemand will soviel ausgeben und die meisten dürften irgendwann von den Enkeln Etnsorgt werden, ohne ihre Zyklenzahl zu nutzen. Auch könnte man Computer konstruieren, die Jahrhunderte oder gar Jahrtausende halten, die wären dann nur sau teuer (vermutlich 5000-10000€ und würden den Bruchteil leisten, was heute ein PC zu Stande bringt (im Militärischen Bereich, bei Waffensystemen, ist das allerdings durchaus nicht unüblich).

Der kapitalismus ist halt eben auch eine fehlgeburt und zum scheitern verurteilt.

Das hört man jetzt schon wie lange? Eigentlich schon seit zig tausend Jahren (meist ist mit Kapitalismus ja die Marktwirtschaft gemeint). Solange es keine akzeptable Alternative gibt, wird sich daran nichts ändern und die Leute werden wohl auch noch in tausend Jahren meckern.
 
Natürlich kann man das planen.
Bei Glühlampen steht es sogar auf der Verpackung.
Eine Osram 12V H4 Lampe hält 1000h, einen Narva Lampe 2000h.
Und jede Osrambirne fällt genau nach 1000h aus? Das ist ja interessant. Wie schaffen sie das denn?

Du hast bei Elektrogeräten jede Menge teile, die du auf eine bestimmte Betriebsdauer auslegen kannst.
Wie ist denn die Eingangstromqualität, wie die Temperatur, wie die Luftfeuchtigkeit, wie die Ruppigkeit des Einsatzes? Die Haltbarkeit hängt massiv vom Nutzen ab. In der DDR z.B. gab es früher vor dem Fernseher extra Geräte, die die Spannungspitzen geglättet haben, weil es die Fernsehen ansonsten reihenweise zerlegt hat. Waren die Geräte billig, oder der DDR-Strom untauglich?

Natürlich gibt es bessere und schlechtere Geräte. In der Regel sind bessere teurer. Sehen wir bei Netzteilen. Gute Netzteile halten 10 Jahre, billige 3-5 Jahre. Preislich nimmt sich das nicht viel, geht es um Rohstoffe, mag es ein Unterschied sein. Du kannst aber nicht planen, wann genau etwas ausfällt. Das wäre geplante Obsoleszenz. Mit schonender Nutzung bekommt man auch billige Geräte über die Jahre, mit harter Nutzung fallen auch die teueresten Komponten aus.

Und ab jetzt sollen als alle Netzteile und Titanium verboten werden? Wirst Du nicht umsetzen können.

Dann erkläre uns Mal geplante mindesthaltbarkeit und geplantes kaputt gehen....das kommt auf das selbe raus...
Nein, es sind grundlegend andere Ansätze. Es sind imemr die Schwätzer die meinen "Jetzt ist mein Gerätr drei Tage nach der Garantiezeit ausgefallen, Klarer Fall von geplenter Obsoleszenz". Da kann ich immer nur kichern. Und ja, wer Qualität haben will, sollte auf auf lange Garantiezeiten achten.
 
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Und jede Osrambirne fällt genau nach 1000h aus? Das ist ja interessant. Wie schaffen sie das denn?

Da kann man es durch den Glühfaden recht präzise einstellen, das ist einer der Bereiche, in denen das geht. Was die Anhänger der geplanten Obsoleszenz nicht sagen ist, dass es in dem Fall sogar Sinn ergibt. Die Lebensdauer einer Glühbirne ist von ihrer Effizienz abhängig, halbe Effizienz bei 20 facher Lebensdauer. Es gab schon immer Glühbirnen, mit 20.000h Lebensdauer, diesen Luxus bezahlte man jedoch mit einem Stromverbrauch von 100-150W. Eingesetzt wurde diese Glühbirnen dort, wo man schlecht rankam, oder z.B. im Bergbau, wo das wechseln ein großer Aufwand und ausgefallene Beleuchtung gefährlich ist. In unserem kapitalistischen Hochpreisland, war die 1000h Birne eben die Vernunftlösung, in Ländern, mit billiger Wasser-, Kernkraft oder Strom aus Torf und Braunkohle, waren die 2500h und 20.000 Lampen durchaus beliebt.
 
Da kann man es durch den Glühfaden recht präzise einstellen, das ist einer der Bereiche, in denen das geht.
Nein, weil es massiv unterschiedliche andere Einflussgrößen gibt. Ob Du 12V Halogenbirnen bei 11V, 12,5V oder 14V betreibst, verändert die Hatbarkeit merklich. Gut funktionieren sie nur bei 12,5V. Mit zu wenig Spannung bleiben sie zu kalt, mit 12,5V passt der gewünschte chemische Effekt der Glühfadenregenerierung mit 14V werden sie zu heiß. Dazu kommen Schüttelei, Anzahl der An- und Abschaltvorgänge und Verschmutzung des Glaskörpers, der die Fadentemperatur ebenso massiv beeinflusst.

Nur als Beispiel. Ich kenne den Autotyp nicht mehr, ich glaube, es war Smart, die haben an den Zuleitungen zu den Birnen Material gespart. Ja, das Kabel hat trotzdem gehalten, aber der Widerstand wurde so groß, da an den Birnen nur noch 11V ankamen. Und schwups sind die Halogenlampen reihenweise ausgefallen. Bei anderen liegt es an der Art der Aufhängung. Da kann, wenn es die Glühfadenresonanz erreicht, sehr ärgerlich werden. Usw.

Gar nichts ist planbar. Natürlich kann man bestimmte Eigenschaften verbessern, das ist kleine Frage, es bleibt trotzdem immer eine statistische Ausfallwahrscheinlichkeit. Wenn man es übertreibt, wird es mit den Reklamationskosten zu heftig. Das ist aber alles etwas ganz anderes, als eine geplante Zerstörung nach einer genauen Zeit.
 
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Es ging um Treiberupdates. Ich kenne auch noch 386er, die heute Laufen, nur würde ich nichtmehr erwarten, dass dafür USB Treiber herausgebracht werden.
Die Geräte brauchen keine Updates.
Sie laufen fehlerfrei.
Die Kunden haben es systematisch aussortiert und deshalb ist das ganze auch quasi ausgestorben.
Nein, die Industrie stellt einfach keine Geräte mit wechselbarem Akku mehr her.
Der Kunde hat da gar keinen Einfluß.

In den späten 90ern hat man dem den Kampf angesagt, heute achtet man darauf, was die Geräte aushalten müssen und spart bei unnötigen ein.
Genau da setzt der Qualitätsverfall ein.
Es wurde so viel "eingespart", daß die Geräte schon bei normaler Nutzung nur noch kurz über 2 Jahre halten.

oder bei einem PC 5 Jahre 24/7 Haltbarkeit
Gibt es da Quellen?
Das hab ich noch nie gehört.

Übrigend gibt es durchaus Waschmaschinen, die z.B. 30.000 Waschvorhänge aushalten oder Spülmaschinen, die 120.000 Zyklen aushalten. Das Problem ist, die kosten 3000-5000€
Wow, ich habe eine 5.000 EUR Waschmaschine!

Das hört man jetzt schon wie lange?
400 Jahre - mehr gebe ich dem Kapitalismus nicht.

und die Leute werden wohl auch noch in tausend Jahren meckern.
Wir wollen doch nicht hoffen, daß wir dann noch dieses Idiotensystem haben.
 
Nein, weil es massiv unterschiedliche andere Einflussgrößen gibt.
Ich hab mal Scheinwerfer hergestellt und ein Prüfgerät dafür gebaut im FER Ruhla.
Die Prüflampen sind aufs Milliampere ausgetestet bei einer Spannung aufs Millivolt.
Die hat man beim Prüfen einzuhalten.

Es waren damals 4 Netzteile als 1,80m hoher Schrank nötig, um das zu realisieren.

Die Lebensdauern sind bei durchschnittlicher Belastung getestet.
Und sie stimmen auch so.

Alle Narva-Lampen haben bei mir doppelt so lange gehalten, wie die guten Philips-Birnen.
Da gibt es noch schlechtere ... .

Ein Regler, der die Bordspannung nicht auf ein paar Zehntel Volt um die 14,4 V hält, ist defekt.

Gar nichts ist planbar.
Auch, wenn Du es noch zehn mal wiederholst, wird es nicht besser.

Die Glühlampenindustrie hat das sogar in den 30er Jahren eingeführt, wenn ich mich nicht irre, nach ausgiebigen Tests und Berechnungen.

es bleibt trotzdem immer eine statistische Ausfallwahrscheinlichkeit. .
Mag sein, wir reden aber hier vom Durchschnitt.
 
Die Hersteller zwingen dich also jährich neue Geräte zu kaufen? Finde da deine Begründung lächerlich.
Zudem erhalten Apple Smartphones meist 5 Jahre Updates, Android Geräte etwas weniger (dann gibt es noch die Möglichkeit mit Custom ROMs), aber selbst nach dem Supportzeitraum werden die Geräte nicht unbenutzbar. Also warum nicht weiter verwenden?
Es ist nicht die Schuld der Hersteller, wenn sich die Consum-Junkies alle ein bis zwei Jahre neue Geräte kaufen, sondern eher die Schuld der Consum-Junkies, die nur ihre eigene Schuld nicht wahrhaben möchten, weil es so viel einfacher ist die eigene Schuld bei anderen zu suchen.

Und wenn es keine neuen Modelle gibt kann auch keiner ein neues Smartphone kaufen :) Oder man kauft sich das der Konkurrenz, aber ich glaube du hast meinen Beitrag nicht ganz verstanden. Ich meinte, es ist nicht nötig Jährlich ein neues Smartphone auf dem Markt zu werfen, es reicht alle 2-3 Jahre. Das würde den Elektroschrott deutlich reduzieren.

Weil sich immer Menschen ein neues Phone kaufen werden. Spoiler: du bist nicht der einzige Mensch auf der Welt ;) Von daher ist es durchaus sinnvoll diesen die neueste Technik anzubieten. Ansonsten ist es natürlich der Markt, der die Hersteller dazu bringt. Ein Hersteller, der nur alle zwei Jahre ein neues Phone rausbringt, kann einpacken, da sein Phone nach einem Jahr nurnoch Mittlklasse ist.
.

Und genau da liegt das Problem, die Hersteller wollen immer neue Smartphones auf den Markt schmeissen und die Änderungen gegenüber den vorherigen Modellen sind meistens zu gering als das ein neues Modell wirklich notwendig wäre.
 
Auch, wenn Du es noch zehn mal wiederholst, wird es nicht besser.

Die Glühlampenindustrie hat das sogar in den 30er Jahren eingeführt, wenn ich mich nicht irre, nach ausgiebigen Tests und Berechnungen.

Gib dir keine Mühe, er will es nicht verstehen.

Das mit denn Glühlampen sollte jeden bekannt sein. Darüber gab es zig Dokus. Die Lampen hielten damals einfach ewig. Also haben sich die Hersteller damal sauf Änderungen verständigt um die Lebensdauer massiv zu beschränken.
 
Die Erde bleibt eine Müllhalde die weiter wächst., Dank der ach so tollen Wegwerfgesellschaft.:daumen2:
Daran wird sich nie was ändern, nein es wird noch viel schlimmer werden.:rollen:
 
ich habe 12 jahre auf einem wertstoffhof gearbeitet.
wenn man da sieht was weggeworfen wird, könnte man kotzen.
teilweise geräte die 4-5 jahre alt sind, aber noch einwandfrei funktionieren.
ein frau hat eine waschmaschine gebracht, sah aus wie neu. ich hab sie gefragt warum sie die entsorgt.
die war kaputt, 1 jahr alt. wollte wissen ob sie garantie darauf hat. hatte sie, war allerdings eine baumarktmaschine, 250,-.
hat den hersteller angerufen, lohnt nicht zum richten, bekam einen gutschein über 100.-, sie solle sich eine neue kaufen.
IMG_2357.JPG
komplett vom wertstoffhof.
 
Ich hab mal Scheinwerfer hergestellt und ein Prüfgerät dafür gebaut im FER Ruhla.
Die Prüflampen sind aufs Milliampere ausgetestet bei einer Spannung aufs Millivolt.
Die hat man beim Prüfen einzuhalten..
Und ich erklärte Dir gerade, dass das nichts mit der Realtität zu tun hat, wenn z.B. die Widerstände der Kabel zu hoch sind und an den Birnen gemessene 11V ankamen. Du siehst, wie soll der Hersteller da seine geplante Obsolezenz auf die Stunde genau einstellen? Und dann wackel die Birnen mal im Test. Und wenn ja, mit welcher Frequenz und welcher Amplitude.

Ich kenne die Prüfvorschriften von ziemlich vielen Bauteilen und das isnd in der Autoindustrie hundert Seiten Dokumente für ein schöndes Kunststoffbauteil. Es wird in der Industrie ziemlich hart getestet. Das Verhalten der Kunden ist aber viel zu unterschiedlich. Wenn du das immer noch nicht verstanden hast, dass Tests immer nur ein bestimmtes Nutzungsverhalten abdecken, dann tut es mir leid. Und natürlich gibt es unterschied zwischen den Herstellern und Fahrzeugen, riesige Unterschiede. Und das wird bei allen Produkten so sein.

Wenn wir dagegen den billigen Chinaplunder betrachten, kann man erkennen, dass die Hersteller eben nicht, wenig oder falsch testen. Und dann fallen Bauteile aus. Rein statistisch mal eher mal später. Aber einen genau geplanten Ausfall eiunen Tag nach Garantiende bekommt niemand hin.

...Die Lampen hielten damals einfach ewig. ....
Der nächste, der diesen Schund wiedergibt und nicht reflektiert, worum es geht.

Möchtest Du eine Birne, die 5,-€ kostet, 100.000h hält und für eine Lichtleistung von x Lumen 500W Leistung für 0,3 € die Kilowattstunde oder eine Birne, die 5,-€ kostet, 1000h hält und für eine Lichtleistung x Lumen 50W Leistung verbraucht?
Rechne Dir einfach mal die Gesamtkosten aus. Als das böse schlimme Lichtlampenkartell beschlossen hat, den Wirkungsgrad massiv zu erhöhen, und dafür die Haltbarkeit zu reduzieren, haben alle gewonnen. Die Elektrizitätswerke, weil ihnen ansonsten die Stromnetze um die Ohren geflogen wären, die Kunden, weil es in Summe merklich billiger wurde und die Glühbirnenhersteller, weil sie mehr verkaufen konnten. Dieses immer wieder kommende Beispiel zeigt nur, wer einfache Zusammenhänge nicht versteht.
 
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wie, hat plötzlich doch kein [TOP] mehr verdient oder was?? dieses Problem ist wichtiger als alle anderen News zusammen - ich bau mir im Winter nen neuen PC. Der Mensch: aussichtslos konsumgetrieben-kaputt im Kopf?
 
und das Bild zeigt ja einfach nur klägliche 0,0000000000000000000000001% der weltweiten Müllfläche - und ich übertreibe maßlos.
 
Die Geräte brauchen keine Updates.
Sie laufen fehlerfrei.

Das ist mir schon klar, es ging aber in der Diskussion um die Treiber und da ist nach 10 Jahren irgendwann einmal Schluß.

Nein, die Industrie stellt einfach keine Geräte mit wechselbarem Akku mehr her.
Der Kunde hat da gar keinen Einfluß.

Doch hat er.

Es ist ja nicht so, als hätte die Industrie von heute auf Morgen die wechselbaren Akkus entfernt und dem armen Kunden keine Wahl gelassen. Das ganze war ein schleichender Prozess und innovative Lösungen von LG (Akku per Knopfdruck wechselbar) haben sich eben nicht durchgesetzt. Auch heute gibt es noch vereinzelte Geräte, deren Akku man wechseln kann, man müßte sie nur kaufen, aber dann müßte man sich auch mit den

Wow, ich habe eine 5.000 EUR Waschmaschine!

Wie gesagt: es sind die Mindestzyklen, die Maschine kann auch gerne mehr leisten, aber eben nicht weniger.

Wir wollen doch nicht hoffen, daß wir dann noch dieses Idiotensystem haben.

Dazu bräuchte es eine tragfähige Alternative und die ist eben nicht in Sicht.

Und genau da liegt das Problem, die Hersteller wollen immer neue Smartphones auf den Markt schmeissen und die Änderungen gegenüber den vorherigen Modellen sind meistens zu gering als das ein neues Modell wirklich notwendig wäre.

Wenn ich mir ein neues Phone kaufe, dann ist es immer besser, wenn es auf dem neuesten Stand ist. Im übrigen hält es so auch wesentlich länger.
 
Niemand von uns wird gezwungen sich jedes Jahr den "coolsten" shit zu kaufen. Aber man will ja nicht ausgegrenzt und uncool sein weil man ein Gerät der letzten Generation noch hat. Bei PC Hardware könnte man es aufgrund der gesteigerten Leistung ja vielleicht noch verstehen, zumindest bei Grafikkarten. Aber selbst da reicht es im Grunde doch aus, wenn man nicht unter 4k unterwegs ist, sich jede 3. Gen. eine neue Karte zu holen.

Die meisten der Enthusiasten hier sind halt so drauf, das dass teuerste und neueste gerade gut genug ist. Wenn ich mir die ganzen Konsumopfer hier mit der neuesten Ryzen Gen. und ihren 12/16 Kerner anschaue und sie darüber philosophieren das sie es kaum erwarten können sich nen 24/32 Kerner auf's Board zu klatschen ohne das sie die Leistung im Grunde brauchen. Oder diejenigen die sich jede Gen. die dickste Intel CPU auf's Board klatschen, nur wegen den obligatorischen 10% Mehrleistung. Merkt man doch das es uns anscheinend viel zu gut geht, vor allem wenn einige hier argumentieren das die aufgerufenen Preise von Nvidia für ne 2080Ti und 3080Ti vollkommen in Ordnung gehen und stellen vergleiche an, von wegen, das nicht jeder sich ja auch einen Ferrari leisten könne ...

Mein Phillips 32" FullHD Fernseher hat mittlerweile 10 Jahre auf dem Buckel, davor hatte ich noch einen 15 Jahre alten Sony Röhrenfernseher gehabt und sehe nicht wirklich den Sinn darin mir alle 3 Jahre den neuesten und aktuellsten shit zu holen. Genauso wie bei Smartphones, ich hab nen 80€ Nokia Tastenhandy was genauso gut telefonieren kann, wie nen 1500€ teueres Apple oder Samsung Smartphone.

Hier so sehen übrigens die Auswirkungen mitunter aus, aber juckt ja keinen, nicht nur beim Thema Elektroschrott. Sondern zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche unserer ignoranten Lebensweise. Werden bald für diese Ignoranz wieder einmal zur Verantwortung gezogen, nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern vor allem gerade aus geopolitischer. Denn am anderen Ende der Welt sind mehr als vier mal so viele Menschen in den Schwellenländer, wie wir in den gesamten Industrienationen dabei, auf selbige dicke Hose zu leben und werden uns bald die Butter vom Brot schmieren.

Allein China hat von 1.4 Milliarden Menschen, eine derzeitige Mittelschicht von über 400 Millionen Menschen. Das sind fast so viele wie in der EU und fast 80 Millionen mehr wie in den gesamten USA leben. Dann kommt noch Indien mit 1.35 Milliarden dazu und mit restlichen Schwellenländern sind es auch nochmals 1.3 Milliarden mehr die auf selbigen Trip unterwegs sind. Mal damit befasst was wir eigentlich in Deutschland und Rest Europas an Ressourcen haben, gegenüber dem was wir seit Beginn der Industrialisierung verbrauchen und was dies mit den letzten beiden Weltkriegen zu tun hat ?

Die Regen- und Urwälder werden auch nicht zum Spass an der Freude gerodet und abgeholzt. Mal damit befasst was es an Ackerland/Wasser brauch um jede Woche pro Person 15-20 Liter Kaffee zu trinken, 1 Kilo Bananen zu essen oder paar 100g Schokolade zu essen, von den ganzen anderen Lebens- und Genußmittel aus Übersee gar nicht von zu sprechen. Was glaubt ihr wie die Erde aussehen würde wenn jeder Mensch so leben würde wie wir hier ... die Party ist bald mal wieder vorbei und keiner hier hat irgendwas aus zwei Weltkriegen und allem was davor war gelernt. In unserer achso hochgebildeten und gelobten demokratischen "zivilisierten" Gesellschaft.

Sind genauso solche ignoranten Konsumnazis wie unsere Groß- und Urgroßeltern und kein deut besser. Gerade in unserem vermeintlichen Informationszeitalter wo man im Grunde alles mit nur einem Klick an Wissen und Bildung erfahren kann. Wenn man sich aber mal anschaut was jeden Tag in den Youtube "Trends" oder in den privaten Sendern hoch und runter läuft, sind wir vom Film Idiocracy nicht wirklich weit entfernt. Die Kausalität unserer Ignoranz wird aber bald wieder einmal greifen und wie 1945 will es dann wieder keiner gewesen sein und das Spiel beginnt wieder von vorne ... denn "Die Menschheit lernt aus der Geschichte, das die Menschheit nichts aus der Geschichte lernt." - Gandhi

Welcome To Sodom – Dein Smartphone ist schon hier (Trailer)

ZDFinfo Doku Gefährlicher Elektroschrott – Endstation Afrika

Unsichtbare Hände - Sklaverei heute im 21. Jahrhundert - Billige Arbeitskräfte im Verborgenen - 3sat
 
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