Ich finde, hier werden einige Dinge in einen Topf geworfen, die so nicht zusammengehören und die dann auch die negative Meinung der Politik hervorruft..
Zum einen gibt es hier 2 verschiedene Aussagen:
1.1. Es gibt ein grundsätzliches Integrationsproblem von vielen Ausländern in Deutschland, vorallem bei Völkern aus dem Nahen Osten
1.2. Dies ist Schuld der Ausländer selbst und ihres genetisch minderwärtigen Materials. Sie sind quasi zu blöd dazu sich zu integrieren, weil sie Muslime sind.
Zum anderen schwingen hier verschiedene Aussagen mit:
2.1. Das Problem betrifft nur Immigranten aus dem Nahen Osten
2.2. Es werden Religion = Gesellschaft = Nationalität gleichgesetzt.. 'Muslime' wird als zum Sammelbegriff für alles "was da so aus dem Nahen Osten zu uns kommt"..
1.1. sorgt sicher die bei den meisten Menschen hier für den meisten Zuspruch. Ich habe selbst 3 Jahre in Mannheim gelebt (doppelt so hoher Ausländeranteil wie Berlin) und hab erlebt, dass man da in fast jedem Geschäft auf türkisch mind. genau so gut mit den Verkäufern reden kann wie auf deutsch und ich hab auch teilweise ein halbes Jahr lang kein deutsches Wort in einer Straßenbahn gehört (außer von Leuten mit denen ich unterwegs war).. Daher kann ich nachvollziehen warum Menschen diesen subjektiven Eindruck haben..
1.2. ist die Aussage, die meiner Meinung nach bei den meisten Politikern für die negative Stimmung sorgt, denn diese sind schlichtweg falsch und haben nun mal ziemliche Ähnlichkeit mit der Nazi-Rassenideologie. Und auch wenn ich Herrn Sarrazin nicht als Nazi bezeichnen will so ist eine solche pauschale Vorverurteilung ganzer Volksgruppen einfach nur unfair, unberechtigt und verstößt gegen eine Menge von Grundrechten, an die sich nun mal alle halten sollten.. Besonders schlimm ist es dann, wenn solche Aussagen völlig faktenlos und aus der Luft gegriffen sind, nur um sich auf polemische Art und Weise zu Profilieren.
Der eigentliche Knackpunkt ist aber 2.1., weil dies nur subjektiv stimmt, objektiv aber totaler Blödsinn ist. Viele der Integrationsprobleme oder die von ihm kritisierte Integrationsweigerung resultieren daraus, dass einfach viele Menschen einer Bevölkerungsgruppe zusammen 'auf einem Haufen' in einem anderen Land wohnen. Wenn du mit vielen deines Gleichen zusammenwohnst, ist es völlig logisch, das hier eine Integration viel langsamer voranschreitet, da du nicht primär drauf angewiesen bist, sondern dich zB mit deinen Nachbarn in deiner Heimatsprache reden kannst. Dies sind in vielen Fällen in Deutschland Türken, Araber oder sonstige Völker aus dem nahen Osten. Aber auch in Deutschland ähnliche Phänomene bei Russen und anderen Nationalitäten und in anderen Ländern existieren die Probleme auch für Chinesen, Mexikaner, Afrikaner oder andere Völker.. Die Integrationsproblematik hat also vorallem was mit der Zahl und geografischen Verteilung der zu Integrierenden zu tun und kaum etwas mit ihrer eigentlichen Herkunft oder Nationalität.
Viele werden jetzt dagegenhalten, das grade Muslime nur ihre eigene Kultur pflegen und sich nicht um die deutsche Kultur kümmern und deshalb weiterhin mit Kopftüchern rumlaufen.. Ich glaube, dies ist nur eher ein Trugschluss / selektive Wahrnehmung, weil wir zum einen von den Medien durch die ganzen Terrorphantasien der Politiker drauf getrimmt sind, und zum anderen es einfach viel krasser zu sehen ist als bei einem Amerikaner, Chinesen oder Italiener.. Das die Kultur allerdings überhaupt nicht mit Integrationsmüdigkeit zusammenhängt will ich hiermit auch nicht sagen. Natürlich wird eine Integration verlangsamt, wenn man selbst stolz auf seine eigene Kultur ist, dies aber als einzigen Grund (neben der genetischen Unfähigkeit natürlich) anzuführen finde ich lächerlich..
Auch finde ich es sehr gefährlich hier einfach ganze Völkergruppen über die Religion zusammenzuwerfen und mit dem Finger auf sie zu zeigen, nur um scheinbar ein Feinbild zu erzeugen oder einen schuldigen zu finden, zumal das gleiche Feindbild ja momentan munter von Politikern (nicht nur Deutschen, siehe Indien und RIM) genutzt wird, um Überwachungsgesetze zu Rechtfertigen. Generell heißt es doch in letzter Zeit in den Medien immer Naher Osten = Muslime = Terroristen.. Dies ist in etwa so Sinnvoll wie zu behaupten Deutsche = Nazis..
Fakt ist doch folgendes: Ja, wir haben in Deutschland massive soziale und integrative Probleme, verursacht durch Fehlverhalten in der Politik der letzten Jahre und Jahrzente. Dies betrifft zum einen viele Ausländer, sodass hier subjektiv eine 'ausländische Unterschicht' entsteht, zum anderen aber auch viele Deutsche, was hier gern vergessen will.. Wer wissen will, was ich meine, kann gern mal zwichen 12:00 und 16:00 einen Privatsender einschalten.. Wir haben also nciht nur ein Integrationsproblem mit Ausländern, sondern mit einer ganzen Gesellschaftsschicht, die mit Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und Zukunftsängsten kämpft. Wer hier denkt das Ganze ist die Schuld der Ausländer mit ihren minderwärtigen Genen, der macht es sich einfach zu einfach und vergisst einfahc viele Probleme: zwischen gesellschaftlichen Schichten, zwischen Ost und West, zwischen Jung und Alt usw usw..
Hierrüber sollte meiner Meinung nach eine Sachliche Diskusion geführt werden, und nicht über anderes. Die Gründe für Sarrazins Aussagen, subjektive Erfahrungen die jeder von uns sicher schon gemacht hat, der ein mal durch eine Großstadt gegangen ist, kann ich absolut verstehen, jedoch finde ich seine Schlussfolgerungen wahnsinnig polemisch und unreflektiert. Hört endlich auf die Leute nach Herkunft, Religion oder politischer Ansicht zu unterteilen sondern überlegt euch einfach mal, warum diese Leute die Probleme haben, die sie haben und wählt nicht den leichten Weg, sie wegen irgendetwas scheinbar offensichtlichem vorzuverurteilen.
Nur meine Meinung..
€: PS: Ich habe nicht abgestimmt, weil ich keine von beiden Möglichkeiten unterstützen kann.. Das leben ist nun mal nicht schwarz weiß..
Zum einen gibt es hier 2 verschiedene Aussagen:
1.1. Es gibt ein grundsätzliches Integrationsproblem von vielen Ausländern in Deutschland, vorallem bei Völkern aus dem Nahen Osten
1.2. Dies ist Schuld der Ausländer selbst und ihres genetisch minderwärtigen Materials. Sie sind quasi zu blöd dazu sich zu integrieren, weil sie Muslime sind.
Zum anderen schwingen hier verschiedene Aussagen mit:
2.1. Das Problem betrifft nur Immigranten aus dem Nahen Osten
2.2. Es werden Religion = Gesellschaft = Nationalität gleichgesetzt.. 'Muslime' wird als zum Sammelbegriff für alles "was da so aus dem Nahen Osten zu uns kommt"..
1.1. sorgt sicher die bei den meisten Menschen hier für den meisten Zuspruch. Ich habe selbst 3 Jahre in Mannheim gelebt (doppelt so hoher Ausländeranteil wie Berlin) und hab erlebt, dass man da in fast jedem Geschäft auf türkisch mind. genau so gut mit den Verkäufern reden kann wie auf deutsch und ich hab auch teilweise ein halbes Jahr lang kein deutsches Wort in einer Straßenbahn gehört (außer von Leuten mit denen ich unterwegs war).. Daher kann ich nachvollziehen warum Menschen diesen subjektiven Eindruck haben..
1.2. ist die Aussage, die meiner Meinung nach bei den meisten Politikern für die negative Stimmung sorgt, denn diese sind schlichtweg falsch und haben nun mal ziemliche Ähnlichkeit mit der Nazi-Rassenideologie. Und auch wenn ich Herrn Sarrazin nicht als Nazi bezeichnen will so ist eine solche pauschale Vorverurteilung ganzer Volksgruppen einfach nur unfair, unberechtigt und verstößt gegen eine Menge von Grundrechten, an die sich nun mal alle halten sollten.. Besonders schlimm ist es dann, wenn solche Aussagen völlig faktenlos und aus der Luft gegriffen sind, nur um sich auf polemische Art und Weise zu Profilieren.
Der eigentliche Knackpunkt ist aber 2.1., weil dies nur subjektiv stimmt, objektiv aber totaler Blödsinn ist. Viele der Integrationsprobleme oder die von ihm kritisierte Integrationsweigerung resultieren daraus, dass einfach viele Menschen einer Bevölkerungsgruppe zusammen 'auf einem Haufen' in einem anderen Land wohnen. Wenn du mit vielen deines Gleichen zusammenwohnst, ist es völlig logisch, das hier eine Integration viel langsamer voranschreitet, da du nicht primär drauf angewiesen bist, sondern dich zB mit deinen Nachbarn in deiner Heimatsprache reden kannst. Dies sind in vielen Fällen in Deutschland Türken, Araber oder sonstige Völker aus dem nahen Osten. Aber auch in Deutschland ähnliche Phänomene bei Russen und anderen Nationalitäten und in anderen Ländern existieren die Probleme auch für Chinesen, Mexikaner, Afrikaner oder andere Völker.. Die Integrationsproblematik hat also vorallem was mit der Zahl und geografischen Verteilung der zu Integrierenden zu tun und kaum etwas mit ihrer eigentlichen Herkunft oder Nationalität.
Viele werden jetzt dagegenhalten, das grade Muslime nur ihre eigene Kultur pflegen und sich nicht um die deutsche Kultur kümmern und deshalb weiterhin mit Kopftüchern rumlaufen.. Ich glaube, dies ist nur eher ein Trugschluss / selektive Wahrnehmung, weil wir zum einen von den Medien durch die ganzen Terrorphantasien der Politiker drauf getrimmt sind, und zum anderen es einfach viel krasser zu sehen ist als bei einem Amerikaner, Chinesen oder Italiener.. Das die Kultur allerdings überhaupt nicht mit Integrationsmüdigkeit zusammenhängt will ich hiermit auch nicht sagen. Natürlich wird eine Integration verlangsamt, wenn man selbst stolz auf seine eigene Kultur ist, dies aber als einzigen Grund (neben der genetischen Unfähigkeit natürlich) anzuführen finde ich lächerlich..
Auch finde ich es sehr gefährlich hier einfach ganze Völkergruppen über die Religion zusammenzuwerfen und mit dem Finger auf sie zu zeigen, nur um scheinbar ein Feinbild zu erzeugen oder einen schuldigen zu finden, zumal das gleiche Feindbild ja momentan munter von Politikern (nicht nur Deutschen, siehe Indien und RIM) genutzt wird, um Überwachungsgesetze zu Rechtfertigen. Generell heißt es doch in letzter Zeit in den Medien immer Naher Osten = Muslime = Terroristen.. Dies ist in etwa so Sinnvoll wie zu behaupten Deutsche = Nazis..
Fakt ist doch folgendes: Ja, wir haben in Deutschland massive soziale und integrative Probleme, verursacht durch Fehlverhalten in der Politik der letzten Jahre und Jahrzente. Dies betrifft zum einen viele Ausländer, sodass hier subjektiv eine 'ausländische Unterschicht' entsteht, zum anderen aber auch viele Deutsche, was hier gern vergessen will.. Wer wissen will, was ich meine, kann gern mal zwichen 12:00 und 16:00 einen Privatsender einschalten.. Wir haben also nciht nur ein Integrationsproblem mit Ausländern, sondern mit einer ganzen Gesellschaftsschicht, die mit Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und Zukunftsängsten kämpft. Wer hier denkt das Ganze ist die Schuld der Ausländer mit ihren minderwärtigen Genen, der macht es sich einfach zu einfach und vergisst einfahc viele Probleme: zwischen gesellschaftlichen Schichten, zwischen Ost und West, zwischen Jung und Alt usw usw..
Hierrüber sollte meiner Meinung nach eine Sachliche Diskusion geführt werden, und nicht über anderes. Die Gründe für Sarrazins Aussagen, subjektive Erfahrungen die jeder von uns sicher schon gemacht hat, der ein mal durch eine Großstadt gegangen ist, kann ich absolut verstehen, jedoch finde ich seine Schlussfolgerungen wahnsinnig polemisch und unreflektiert. Hört endlich auf die Leute nach Herkunft, Religion oder politischer Ansicht zu unterteilen sondern überlegt euch einfach mal, warum diese Leute die Probleme haben, die sie haben und wählt nicht den leichten Weg, sie wegen irgendetwas scheinbar offensichtlichem vorzuverurteilen.
Nur meine Meinung..
€: PS: Ich habe nicht abgestimmt, weil ich keine von beiden Möglichkeiten unterstützen kann.. Das leben ist nun mal nicht schwarz weiß..


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