AW: Test: Bulldozer FX-8150 - Gelungenes Comeback für AMD?
Der Q6600 kam erst einige Zeit nach den ersten Quads auf den Markt
Einzahl bitte. Der einzige Desktopquadcore vor dem Q6600 war der QX6700. Und zwischen dem Erscheinen der beiden gab es keinerlei Weiterentwicklung.
Das Märchen vom Monopol auf herstellbare Luxus-Güter zieht sich echt durch alle Lebensbereiche...
In einigen Bereichen ist es nunmal auch nicht so ganz verkehrt. Um im Hochtechnologiebereich eine Konkurrenz aus dem Nichts zu schaffen, müsste man verdammt viel investieren - und wenn der Monopolist kurz vor Abschluss der Entwicklung doch die Preise etwas senkt, bleibt man darauf sitzen.
Was im Falle der Computerbranche (bei z.B. Autos oder anderen, verschleißanfälligen Produkten sieht es anders aus) aber tatsächlich gilt:
Nicht-kaufen ist immer eine Option. Die größte Konkurrenz für eine neue CPU ist nie ein anderer Hersteller, sondern der eigene Vorgänger. Sieht man ja an den ganzen Core2quad-Nutzern hier.
Ich glaube das meinte er auch nicht. Von der reinen Leistung her wird so ein SB wohl noch einige Jahre reichen, und AMD wird auch in absehbarer Zeit nicht da dran kommen. Also gibts doch für Intel keinen Grund, da die Preise zu senken. Und wenn dann schnellere CPUs rauskommen, warum sollen die dann nicht einfach teurer werden?
Weil sie dann niemand kauft?
das traurige ist das amd mit beeindruckender Energieeffizienz dank 32-nm-Fertigungstechnologie wirbt.
Naja. "beeindruckend" beinhaltet eben nicht zwingend die positive Konnotation, die viele darin sehen
Preislich (und leistungsmäßig) interessante Produkte gab es auch schon zu P4-Zeiten.

Zumindest nach der Abwendung von Rambus-Speicher.
D.h. ab Frühsommer 2003. Und bis die A64 bezahlbar wurden, d.h. Anfang 2004. Und nur in Marktsegmenten, in denen die AthlonXP keine Chance hatten. D.h. entweder Intel-optimierte Anwendungen oder oberhalb von 2,8 GHz/3000+. Aber nur unterhalb des Enthusiast Segmentes, denn der EE war schon wieder so teuer, dass man doch lieber A64 genommen hätte.
Man könnte auch sagen: Zwischen dem letzten Pentium III, der es mit den Athlons aufnehmen konnte und dem ersten Core2Duo gab es den P4C 2,8 und den P4C 3,0 und den P4C 3,2. (ich selbst hab seinerzeit zum 2,6er gegriffen, aber nach einigen Jahren Via war mir einfach egal, was für eine CPU mit dem i875 einhergeht

)
Im übrigen verdienen die CPU-Hersteller gerade im Servermarkt das dicke Geld und nicht mit Desktop CPU´s, zum Nachteil der Spieler, leider.
Zum 2135256235. mal: Das ist Stuß. Das mit Abstand profitträchtigste Marktsegment sind Desktop- und Mobile-Mittelklasse (in welcher Reihenfolge weiß ich gerade nicht). Server-CPUs haben zwar scheinbar gigantische Margen, aber die Stückzahlen um Welten geringer und es nützt einem nichts, wenn man 5 mal soviel pro CPU einnimmt, aber 50 mal weniger CPUs verkauft. Glaube mal irgendwo gehört zu haben, dass Intel selbst mit dem Atom mehr Gewinn macht, als mit der kompletten So1567 Plattform.
Jetzt erklär mir doch mal einer warum es so differenzen bezüglich der Leistungsaufnahme gibt?
Müsste man genau wissen, was das Board macht. Ansatzpunkte wären sicherlich HT/NB-Takt und Spannung.
Du meinst also, wenn AMD in finanziellen Schwierigkeiten stecken würde, dass Intel AMD einfach so ein paar Milliarden pumpt...? Hmmm...
Direkt vermutlich nicht. Aber ein paar günstigere Lizenzabkommen würde ich nicht für unmöglich halten. Oder Intel kauft etwas Grafik-Know-How ein... (wobei mir Chipsätze ehrlich gesagt lieber wären

)
Apple gibt es heute auch nur noch, weil Microsoft unter die Arme gegriffen hat.
Im übrigen habe ich ja schon geschrieben, dass ich davon ausgehe, das der Bulldozer wegen seines Designs nicht unbedingt optimal vom Betriebssystem unterstützt wird. Schon bei Intels SB mußte man seitens Windows 7 am Kernel nachbessern, damit dort der Scheduler einen Leistungsschub bringen konnte. Warum sollte dies beim Bulldozer denn anders sein.
Weil es die Lösung jetzt eben schon gibt?
Das Problem bestand darin, dass Threads nicht in optimaler Weise auf die logischen Kerne verteilt wurden. Daraufhin hat Microsoft eine Möglichkeit geschaffen, in der Vergabereihenfolge Prioritäten festzusetzen. Jetzt soll Bulldozer langsamer als möglich sein, weil logische Kerne in der falschen Reihenfolge versorgt werden.? Macht keinen Sinn.
Einfach unglaublich wie viele das Potential dieser Architektur nicht erkennen:
-IPC verbesserungen
-Detailverbesserungen
-neue Steppings
-Bulldozer 2 wo die Grafikeinheit die CPU mit beschleunigen kann (richtige APU nicht wie Intel) der BD1 basiert bereits auf der Annahme einer Integrierten GPU deswegen kann er auch nicht voll aus sich raus

-Fertigungsoptimierung durch GF
Das mangelnde Erkenntniss mag vielleicht an der Ist-Situation liegen
- deutliche IPC Verschlechterung
- Probleme mit dem Grundkonzept
- große Probleme, überhaupt eine fehlerfrei laufende Version zu schaffen
- eine alte Plattform, die für mindestens ein weiteres Jahr bestehen bleibt
- keinerlei Anzeichen für eine Integration anderer Co-Prozessoren abseits der problematischen CPU (sieht man mal von der Cache-Verschmelzung zwischen CPU und GPU ab. Aber das war bei Intel....)
- große Fertigungsprobleme, die seit nunmehr über einem halben Jahr anhalten.
Sehr enttäuschend, wobei ich mich frage WARUM er so floppt. Auf dem Blatt scheint er nämlich recht gut zu sein.
Darüber lässt sich diskutieren (wurder auch zu genüge), aber um mal den Pessimisten raushängen zu lassen:
Zwei ALUs weniger, zwei AGUs weniger, zwei Fließkomma-Scheduler weniger, vier Fließkommaeinheiten weniger, gestiegene Cache-Latenzen, dramatisch verkleinerter L1 Datencache, zwei Decoder weniger und eine verringerte Möglichkeit, Integer-Rechenleistung auf einzelne Threads zu konzentriern, klangen für dich "gut"?
SC läuft auf ALLEN AMD CPUs schlecht.
SC2 läuft auf alle CPUs mit mangelnder pro-Kern-Leistung schlecht. Das sind alle AMD-CPUs, das sind aber z.B. auch ältere, niedrig taktende Intel (So775) Quadcores.
Erstmal danke an PCGH für den Test. Der jedoch mal wieder andere Zahlen spricht, wie der von den Kollegen ( zB. CB ).
Bezüglich der Bully-Leistung: Man kann sehr schön an den div. Benchmarkergebnissen sehen, wie dieser hoch und runter
hüpft, was üblicher Weise nur bei den Tests zu sehen ist wenn ein Programm AMD/Intel optimiert ist.
Das ist immer dann zu sehen, wenn einzelne Programme mit einer grundlegend anderen Architektur gut und andere schlecht klarkommen. Ob das durch einen Vergleich Intel vs. AMD oder K10 vs. Bulldozer oder Netburst vs. Core zu stande kommt, ist dabei wurscht. Unterschiedliche Stärken und Schwächen ergeben unterschiedliche Rangfolgen in unterschiedlichen Situationen.
Somit liegt klar auf der Hand, dass es nicht um die wirkliche Rohleistungen des Bullys handelt. Man kann drei Sachen dazu sagen:
1) Bios/Treiber-Probleme
2) Laut AMD erst durch Windows Update behoben
Bei wessen Tiefpunkt es sich um mangelnde Rohleistung handelt, kann man anhand von Benchmarkergebnissen nur beurteilen, wenn man die Benchmarks kennt. Unterschiedliche CPUs sind in unterschiedlichen Szenarien in der Lage, unterschiedlich viel Leistung auszuspielen. Wann eine CPU durch die vorhandene Rechenkraft und wann durch deren Ansteuerung limitiert wird, ist schwer zu ermitteln.
Da der Bulldozer tendentiell weniger Recheneinheiten hat und am ehesten in denen seine extrem-parallele Ansteuerung ihre Vorteile ausspielen kann, würde ich tendenziell erwarten, dass er häufiger wegen mangelnder Power unter seinen Durchschnittswert fällt, als z.B. Thuban, der über keinerlei Mechanismen zur Optimierung der Auslastung verfügt.
So oder lassen sich Engstellen in der CPU nicht durch BIOS oder Windows Updates beheben.
3) Was anscheinend irgendwo hinter die Ladentheke gefallen ist, das Problem dieses Steppings mit dem Cache!
Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse zu Problemen. Es gibt nur Gerüchte und es gibt CPUs, die AMD als marktfertig vertreibt. Letzteres ist wohl eindeutig die belastbarere Quelle und das letzte, was AMD im Moment gebrauchen kann, ist eine TLB-style Panik, weil irgendwer behauptet, die ausgelieferten CPUs wären fehlerhaft.