Tesla [ist] war VW und Toyota technisch um Jahre voraus

Und warum sollte sie das deiner Meinung nach? Der Akku ist ein geschlossenes System.
Ja und Nein!

Meine Antwort bezog sich dabei auf den Austausch einzelner Zellen und nicht des ganzen Packs, beim Austausch einzelner Zellen ist die Zellchemie in meinen Augen schon elementar, meines Wissens nach wäre der Austausch einer Zelle bspw. von LiOn zu LiFePo nicht ohne weiteres möglich, da sich bereits die Zellspannu g deutlich unterscheidet.

Beim ganzen Pack würde man sicherlich entsprechend was adaptieren können, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass man Laderegler und ggfs Spannungsregulator nicht gerade günstig bekommen kann, immerhin reden wir da von extremen Leistungen. 300-400kW kann so ein Fahrzeug ja schnell als Leistung haben, da muss man dann auch immer schon auf entsprechende Adapter wechseln, die meist bis 10A für Pfennige zu haben sind, bei 200-300A hört der Spaß dann aber auf
 
Insofern, ja auch bei kleinen Laufleistungen kann was sein - auch abhängig was der Fahrer so treibt, aber die Chance das was ist steigt halt mit der Laufzeit des Autos.
Genau deswegen habe ich - mehrfach - vom Wartungs- und Pflegezustand gesprochen. Du kannst ein Auto kaufen was sagen wir mal 5 Jahre alt ist, und eines was 20 Jahre alt ist. Die primären Verschleißteile wie zb. Bremsen usw. können aber bei dem alten Auto trotzdem neuer sein oder weniger gelaufen haben. Ebenso sekundäre Verschleißteile wie zb. Querlenker usw.
Dinge wie Motor oder Getriebe, aber auch Kupplung, Radlager usw, halten meistens eh ein Autoleben lang - wenn sie ordentlich genutzt und gewartet wurden (Inspektionen eingehalten). Ausrücklager defekt hört man, Kupplung kann man testen (zb. im 3ten Gang mit Gas anfahren, dann muß der Bock absaufen), Kolbenringe oder Ventilschaftdichtung o.ä sieht man (blauer Qualm), Bremsen kann man sehen, bzw. generell schon fast alles am "Klang" erkennen (ausgeschlagene Gummilager klopfen/klackern, usw).

Frag mal die Fahrer von Autos mit dem "legendären" VR6-Motor, die können dir Klagelieder ohne Ende singen. Sehr viele hatten schon nach ziemlich kurzer Zeit/Laufleistung (oft während der Garantiezeit) Probleme mit dem Kettentrieb (Steuerkette). Beim TSI später kam das Problem Steuerkette wieder auf...

Der Smart 450 (erstes Modell) Benziner hat ein (Konstruktions-) Problem mit dem Motor, da fingen die Probleme (Leistungsverlust bis zum Motorschaden) oft schon nach 60-70.000KM an. Mercedes hatte mal die Zusammensetzung der Lackierung geändert (Umstellung auf wasserbasiert?), da fingen damals viele Benzer ziemlich schnell hart das Rosten an. Und und und. Sehr viele Probleme tauchen nämlich auch mal in den ersten Jahren auf, oder gar nicht.

Bei einem alten Gebrauchten kann dir sowas eher nicht passieren. Wenn der Wagen zb. 200.000Km gelaufen hat, und sauber klingt, dann längt sich da keine Steuerkette mehr nach ein paar tausend Kilometer. Wenn der nach 20 Jahren noch keinen nennenswerten Rost hat, kommt da auch nicht plötzlich irgendwoher welcher. Sind solche Autos immer gut gepflegt und ordentlich gewartet worden, dann ist die Chance relativ gering, dass da irgendwas "plötzlich" komplett ausfällt.

Und wie gesagt, was ein "alter Gebrauchter" ab einem gewissen Punkt gar nicht mehr hat ist ein Wertverlust.

https://www.check24.de/kfz-versicherung/automagazin/img/artikel/ratgeber/wertverlust.jpg

Klar ist der Verlust an Wert individuell, aber so als grobe Richtung dürfte das Bild hinkommen. Ein Neuwagen für 25.000€ ist nach 5 Jahren noch ca. 10-12.000€ wert, hat also im Schnitt jährlich ca. 2200€ gekostet. Die eigentlichen Kosten für die Wartung kommen da ja noch obendrauf. Und gerade die Einhaltung aller Intervalle ist hier sehr wichtig, Stichwort Serviceheft und Wiederverkauf.

Kaufst du zb. einen "alten Gebrauchten" mit neuem TÜV für zb. 2000€ oder 3000€ oder 4000€, könntest du diesen nach 2 Jahren verschenken, und hättest trotzdem weniger Geld verloren. Kaufst du aber einen guten Gebrauchten, und steckst da im Schnitt jährlich ca. 300-500€ rein (in einer günstigen freien Werkstatt deines Vertrauens, mit Teilen die du selbst preiswert im Netz besorgst), kannst den ziemlich sicher ebenfalls noch 10 Jahre fahren. Und hast dabei die wichtigsten Verschleißteile quasi immer aufgefrischt. Und wenn du deine Wahl gut getroffen hast, steigt ab einem gewissen Zeitpunkt der Wert deines Autos sogar wieder. :-D (schau mal was n 1er Golf im guten Zustand kostet)

Du musst also auch beim Kauf von Neuwagen/Jahreswagen o.ä. Glück haben, um kein Fahrzeug zu erwischen was noch Überraschungen parat hat. Wohingegen du beim Gebrauchtwagenkauf eher sehr viel Pech haben musst, wenn du (oder ein Bekannter von dir, oder ein Gutachter/TÜV-Prüfer wenn du 0 Plan hast) dir einen Wagen ganz genau angeschaut hast, und er dir anschließend trotzdem "komplett verreckt". Wobei ich nicht wüsste was an einem alten Gebrauchten nicht wieder für relativ kleines Geld repariert werden könnte... (gebrauchter AT-Motor inkl. Einbau dürfte die teuerste Reparatur sein, was je nach KFZ schon unter 1000€ machbar ist)

Es gibt einfach nichts günstigeres als günstig zu fahren. :ugly:

Man braucht halt, ganz genau wie zb. auch beim Hauskauf usw, immer jemanden an seiner Seite der "Plan" hat, falls man sich selber nicht auskennt.

Einen Anwendungsfall würde ich allerdings wirklich nicht, oder nur sehr sehr eingeschränkt, bei "alten Gebrauchten" sehen - den Vielfahrer. Wer richtig hart KM schrubbt, der ist sehr wahrscheinlich besser mit einem KFZ mit niedriger Laufleistung beraten. Auch wenn Langstrecke eigentlich genau das ist, was für ein KFZ am wenigsten Belastung pro KM bedeutet, einem alten Gebrauchten also perfekt passen würde, kann ein neueres Fahrzeug mit wenig Laufleistung hier ggf. schon spürbar pflegeleichter sein. Jahreswagen, nach 1-2 Jahren wieder weg, nächster Jahreswagen. Finanziell zwar definitiv nicht besser, aber eben doch etwas zuverlässiger und einfacher in der Handhabung, und nicht zuletzt auch komfortabler usw. Und idR "repräsentiert" man ja auch (s)ein Unternehmen. Privat fährt ja normalerweise keiner zb. 50.000KM im Jahr.
Meine Antwort bezog sich dabei auf den Austausch einzelner Zellen ...
Ah, ok. Da sollte bzw. muß man natürlich die gleichen Zellen wie im restlichen Akku nehmen. Ich sprach bzgl. alte E-Autos und neue Zellchemie natürlich vom kompletten Akku.
Beim ganzen Pack würde man sicherlich entsprechend was adaptieren können, ...
Klar, theoretisch könnte man auch hier was "basteln", aber ja, da ist der Aufwand einfach viel zu hoch. Der Akku sollte schon immer komplett mit Zellen gleicher Chemie bestückt sein.
 
Tesla war ein schlechtes beispiel. Die haben anfangs 18650 und danach 21700-zellen verbaut. Aktuell sollte ein tesla-eigenes format, 4680(0) liion-zellen, verbaut sein wobei es ja auch noch die LiFePo4-akkus gibt, die bestimmt viereckig ausfallen.
Naja, sowohl 18650er als auch 21700er, wie aber auch 46800er sind erstmal Industriestandard, diese wird man wohl auch in weit mehr als 10 Jahren noch erhalten, oder hat heute jemand Probleme damit, Mignon, Mikro, Baby oder Monobatterien (oder auch Akkus) zu bekommen (gibt es sogar noch in NiCd wie auch NiMh, also weit älter als 10 Jahre).

Die prismatischen LFP Zellen sind derzeit die einzigen, wo ich keinen Industriestandard hinter vermute, werden dafür aber auch derzeit nur in den Basisversionen genutzt und vermutlich wird dies eine reine Preisfrage sein.
Aber ja, hier könnte ein Ersatz, bzw. eine Reperatur ggfls. teuer werden, auf der anderen Seite gehe ich immer davon aus, dass sich "Schrauberbuden" auf genau diesem Thema mit der Zeit spezialisieren und ggfls. "alte" Akkus kaufen, bspw. von Unfallfahrzeugen um hier die prismatischen Zellen zu gewinnen um dann eben bei normalen eigentlich funktionstüchtigen Autos einzelne, defekte Zellen zu ersetzen!

Generell, hier ja auch schon angesprochen, in meinen Augen ist der riesige Vorteil eben, dass man nicht ständig in die Werkstatt muss und vermutlich die ersten 5-7 Jahre einfach fahren kann (alle zwei Jahre lass ich die Bremsflüssigkeit auf Ihren Wassergehalt checken, mehr ist nicht zu tun). Dann fangen irgendwann die ganzen beweglichen Teile an, aber da ist es eben analog zu jedem Verbrenner, der auch nach 5-7 Jahren (natürlich auch abhängig von der Fahrleistung) damit anfängt. Insgesamt wird man bei einem E-Auto ganz sicher (wenn man es denn End of Lifetime fahren würde) nicht niedrige 5 stellige Beträge sparen. Dazu muss man nur 1+1 zusammenzählen, mind. alle zwei Jahre eine Wartung in den Werkstätten lassen die sich (je nach Hersteller) mittlerweile auch mit 300 - 1.000 EUR bezahlen, gemittelt würde ich mal von 500 EUR alle zwei Jahre ausgehen.
 
Naja, sowohl 18650er als auch 21700er, wie aber auch 46800er sind erstmal Industriestandard, diese wird man wohl auch in weit mehr als 10 Jahren noch erhalten, oder hat heute jemand Probleme damit, Mignon, Mikro, Baby oder Monobatterien (oder auch Akkus) zu bekommen (gibt es sogar noch in NiCd wie auch NiMh, also weit älter als 10 Jahre).
Das sind aber formate die immer noch benötigt werden. Die 18650 bzw. 21700 formate werden aber mit der liion-technik irgendwann sterben. Wann das passiert... wird man sehen. Im auto kann das aber recht schnell passieren dank neuer akku-techniken und mit zellen die für eine dampfe benutzt werden wird man keinen auto-akku auffüllen. (preis und mengen-frage)
Die prismatischen LFP Zellen sind derzeit die einzigen, wo ich keinen Industriestandard hinter vermute, werden dafür aber auch derzeit nur in den Basisversionen genutzt und vermutlich wird dies eine reine Preisfrage sein.
Wie soll man da auch einen standard etablieren, wenn die zell-größe (bzw. -volumen) direkt von der kapazität abhängig ist? (viereckige zellen) Bei der "nachverdichtung" der zellen hat sich ja auch nicht übermäßig viel getan.
Lifepo4 gibt es allerdings auch in standardisierten rundzellen... (z.b. 32700) Ich sehe die nur nicht in auto-akkus, da man so wertvollen platz und damit kapazität verschenkt.
 
Tesla hat mich echt versaut :D

Hab das Auto (Automatik) meiner Freundin genommen, erstmal ganz vergessen den Wagen aufzuschließen weil der Tesla ja mit meinem Handy verbunden ist. Dann wollte ich losfahren, also auf D und natürlich den Motor nicht gestartet und zum Schluss hab ich auch noch aufs Display in die Mitte geguckt um zu gucken wie schnell ich bin.
 
Bis auf den letzten Punkt sehe ich da nichts was mein altes Auto nicht schon ähnlich hatte und das Jetzige sowieso. Und Letzteres ist doch ein Nachteil gegenüber Geschwindigkeit direkt vorm Lenker. :ka:
 
Bis auf den letzten Punkt sehe ich da nichts was mein altes Auto nicht schon ähnlich hatte und das Jetzige sowieso. Und Letzteres ist doch ein Nachteil gegenüber Geschwindigkeit direkt vorm Lenker. :ka:
Gerade das DIsplay ist ein großer Ablenkungsfaktor, vor allem wenn man "weggucken" muss. Digitales Cockpit ist dahingehend die bessere Lösung, im Idealfall also beides.

MfG
 
Tesla hat mich nur dahingehend versaut, das die Beschleunigung abartig ist?

Der Rest ist eher so "Geschenkt ja vielleicht, Geld bezahlen...eher nicht".
 
Ein ordentliches HUD hat schon was und ist eigentlich seit wieder ~15Jahren bestellbar. Aber im Gegensatz zu LCDs ist das halt immer noch relativ teuer in der Herstellung (die Frontscheibe muss angepasst werden).
Google sagt übrigens Tesla verweigert sich den HUDs :stupid: .
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab das auch ausprobiert... das Dispaly ist der Hauptgrund warum ich definitiv nie ein Model 3/Y haben will. Erstens ist es weit weg vom Sichtfeld, der Navi-Schirm ist im Endeffekt auch nicht mehr viel grösser als ein 8" Tablet (der Rest geht für Visualisierungen drauf, die ich auch sehe wenn ich aus dem Fenster gucke :D :D, und das dann nicht mit 2 Sekunden Verzögerung) und ich stosse permanent mit dem rechten Knie gegen dieses sch%&/§ Dispaly... Ergonomisch absoluter Fail :(

Und Beschleunigung ist relativ.. ich fahre seit 5 Jahren mit 150kW durch die Gegend, und lebe immer noch :D
 
Hatte ein M3 mal als Loaner... war wenig überzeugt von dem Konzept am Ende.
Vor allem überrascht war ich wie extrem viel von dem Display für den AP mit der Visualisierung verschwendet wird, die Karte ist ja grad mal etwas mehr als die Hälfte. Dazu fehlt auch eine komplette Führung quasi in 3D Ansicht... Dazu kam ein Verbrauch der jetzt für die angebliche Effizient nicht wirklich berauschend war.. 149Wh/km ist alles andere als gut wenn man normal mit 158Wh/km bei nem deutlich grösseren und älternen Auto unterwegs ist. Wenn ich dann sehe dass das Long Range bei 56.000 hier los geht... ne danke. Für mich jedenfalls kommt das Konzept nicht in Frage.
Und da ich kein DC laden brauche und mir Leistung egal ist wurde als Nachfolger schon ein EQE 500 4matic bestellt. Da bekomm ich fürs gleiche Geld ein vielfaches an Ausstattung die man bei Tesla vergeblich sucht. Und die letzten 5 Jahre Entwicklung beim AP haben irgendwie gezeigt dass sich da so gut wie nix getan hat.... Klar kann man es sich schön reden... aber in den 70.000km bisher ist der Fortschritt extremst überschaubar.
 

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Ich habs grad erst gesehen, und muß es direkt hier posten.

Bitte mal ab ca. 7:35 schauen (zum besseren "Verständnis" ab ca. 5:00 für ca. 3 Minuten):

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Ist das geil oder ist das geil? Und die "Idee" ist eigentlich doch so simpel.



Edit:

Nur zur Erklärung:
Da wird im Sport-Mode nicht einfach nur was mit Sound simuliert. Quasi der ganze Antriebsstrang eines Verbrenners wird "simuliert", also zb. auch der Drehmomentverlauf der einzelnen simulierten Gänge über die simulierte Drehzahl des Verbrennungsmotors, das Ausdrehen nach oben hin, das "Drehzahlende" mit abfallender Leistung, damit man quasi in den nächsten Gang schalten "muss". Und so wie es ausschaut auch über die Rekuperation, wenn man runterschaltet, das Gefühl "in den [Verbrennungs-] Motor" zu laufen.

Wenn der Sound jetzt 100% dem Verbrenner entspricht, also zb. nem V8-Biturbo, oder nem 4-Zylinder usw. (denkbar wäre ja im Prinzip der Sound von jedem x-beliebigen Verbrenner), dann merkt man quasi gar nicht mehr, dass das ein E-Auto ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie Andere unter dem Video schon schrieben: Wenn das ein BMW oder Porsche machen würde, würden alle nur Meckern wie man auf so einen Schwachsinn kommen kann.
Imo sollte es im Sinne des Anwohnerschutzes auch garkeine Frage sein dass die externe Soundausgabe verboten wird. Im Innenraum können sie meinetwegen simulieren was sie wollen.
 
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