Ich würde mir aber sehr wohl überlegen, ob ich noch eine größere/teure Reparatur mache bei einem Auto mit der Laufleistung, wohl wissend, dass die Komponenten rechnerisch bzw auslegungstechnisch alle an der Grenze sind und es reine Glücksache ist wie lange die noch heben.
Klar, man kann da Glück haben oder eben ein atypisches Nutzungsverhalten haben, aber drauf verlassen kann man sich nicht.
Auf einen technisch einwandfreien Zustand kannst du dich auch bei wenig Laufleistung nicht automatisch bzw. blind "verlassen". Und Verschleiß bzw. der Wartungszustand hat auch rein gar nichts mit Glück zu tun. Faktoren wie Nutzerverhalten, Pflege und Wartung usw. machen (d)eine "theoretische Auslegungsgrenze" quasi völlig irrelevant. Wenn der Wartungs- und Pflegezustand stimmt, sind Kilometerangaben nur Zahlen auf dem Papier. Sie können ein Indiz sein, müssen es aber nicht.
Glück brauchst du immer, wenn du blind irgendwas kaufst. Eine niedrige Laufleistung ist nie ein Garant für einen entsprechenden ("genormten"?) Zustand. Genau so wie eine hohe Laufleistung nicht automatisch "alles an dem Auto zerfällt demnächst" bedeutet.
Das wird nicht funktionieren, die Grund Zellchemie muss schon identisch sein.
Und warum sollte sie das deiner Meinung nach? Der Akku ist ein geschlossenes System. Vom Ladegerät mal abgesehen (was bei korrektem Ladeverhalten sogar bleiben könnte), und wenn die Leistungsparameter passen, spielt die Chemie in den Zellen für nichts außerhalb des Akkus selbst auch nur die geringste Rolle.
Edit:
Sprich, die meisten Autos sterben an Altersschwäche und nicht wegen dem Motor.
Eigentlich "sterben" die meisten Autos die auf den (deutschen!) Schrottplatz kommen nicht, sie werden einfach ausgemustert. Die Fälle mit extremen Durchrostungen mal außen vor (und natürlich Unfallautos, sowie vom Vorbesitzer zur Ersatzteilgewinnung ausgeschlachtete Karossen usw), sind die technischen Mängel ausgemusterter Fahrzeuge sehr oft sogar relativ gering. Der Motor ist idR eh nicht das Problem (die stehen ja alle ausgebaut auf den Schrottplätzen rum), sondern Mängel die der TÜV moniert, und dessen Reparatur sich der Besitzer einfach nicht mehr leisten möchte.
Je nach Fahrzeug kann ja im Prinzip schon sowas wie ein anstehender Zahnriemenwechsel ein finanzieller Totalschaden sein, selbst wenn der Wagen an sich noch völlig in Ordnung ist - und der Wechsel sich eigentlich auch noch lohnen würde.
Siehe zb:
Faustregel: Wartungs- und Reparaturkosten in Jahr X übersteigen Restwert zum Ende von Jahr X ---> Tschüss.
Und schon landet ein eigentlich tadelloses Auto auf dem Schrott (oder im besten Fall für kleines Geld auf ebay-Kleinanzeigen, dann freut sich wenigstens der Käufer), wenn zb. lediglich eine große Inspektion mit Zahnriemen und Bremsen fällig ist. Vielleicht sind in so einem Fall die Querlenker gerade mal zb. 4 Jahre, und die Stoßdämpfer vielleicht 6 Jahre alt, und die Kupplung hat vielleicht auch erst 60.000KM gelaufen (und würde vielleicht noch 120.000Km halten).