Tesla [ist] war VW und Toyota technisch um Jahre voraus

Zu erwarten sind ja eigentlich auch eher Verschleißerscheinungen bei den Akkus (= Kapazitätsverlust), und vermutlich eher weniger Totalausfälle. Und wenn sich der Verlust der Kapazität über die Lebensdauer ausreichend streckt, also die Fahrzeuge beispielsweise nach 10 oder 15 Jahren noch für die Fahrer ausreichend Restkapazität haben, dann wird auch kaum ein Kunde irgendwas austauschen wollen.
Ich sehe hier das problem, das kein fahrzeughersteller seine fahrzeuge für 10-15 jahre lebensdauer vor sieht. (außer vieleicht LKW) Dazu sind akkus auch nur für max 10 jahre lebensdauer ausgelegt, wobei ich vermute das das auf die stabilität der zell-chemie bezogen ist.
Es kommt drauf an. Werden genormte Maße (Standards) genutzt (zb. Tesla bzw. 18650-Zellen usw), oder entsprechende Zellen auch an anderer Stelle noch verwendet, kann man auch in 10 Jahren noch passende Zellen bekommen.
Tesla war ein schlechtes beispiel. Die haben anfangs 18650 und danach 21700-zellen verbaut. Aktuell sollte ein tesla-eigenes format, 4680(0) liion-zellen, verbaut sein wobei es ja auch noch die LiFePo4-akkus gibt, die bestimmt viereckig ausfallen.
Aber ja, verwendet ein Hersteller bei jedem neuen Modell eine neue Zellform, die auch sonst nirgendwo eingesetzt wird, dann wird es mit neuen Ersatz-Zellen später kritisch. Neue Zellen sind aber auch gar nicht unbedingt erforderlich. Genau wie beim Verbrenner auch reichen idR ja schon geprüfte gebrauchte Ersatzteile.
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Und natürlich wie "reparaturfeindlich" die Autohersteller ihre Akkus entwickeln. Hier reicht es ja schon aus, wenn die Kommunikation zwischen Akku und Fahrzeug zb. unnötig verschlüsselt o.ä. wird, um es potentiellen Anbietern von preiswerteren Lösungen unnötig schwer zu machen. Allerdings dürfte auch sowas nur eine Frage der Zeit sein, bis entsprechende Hacks und Emulatoren verfügbar sind.
Die kommunikation der board-elektronik mit dem akku findest spätestens beim BMS seinen endpunkt. Was da an zellen dahinter kommt ist dem auto und eigentlich auch dem BMS egal so lange die ausgangsspannung und leistungsabgabe stimmt.
 
Naja, das eine ist ja nur die Bauform, die Zell-Chemie ist aber ne deutlich andere. Oder glaubt ihr wirklich dass die 18650er Zellen die jetzt in den neuen Model S Plaid Modellen drin sind von der Chemie her genau die gleichen Zellen sind welche 2013, also vor 10 Jahren, in den allerersten Model S drin waren? Da hat sich in der Zeit gewaltig viel getan. Anfangs konnte man die 85er Akkus mit den Zellen nicht mir mehr als 110kW laden, jetzt sind sie bei 250kW...
 
Da die Zellchemie eher besser als schlechter werden ist das völlig wumpe. Man wird das schnellere laden dann nicht nutzen können, aber auch das ist Wurscht.
 
Ich verstehe die Diskussion ehrlich gesagt nicht. Die Hersteller sind verpflichtet Ersatzteile bereitzustellen. Dazu gibts eine EU Regelung. Demnach muss 7 Jahre nach Auslaufen des Modells noch geliefert werden können. Viele Hersteller haben sich sogar zu mehr verpflichtet, so die Deutschen, die noch mindestens 10 Jahre liefern können.

In Realität kann meist viel länger noch geliefert werden, weil die Hersteller da nicht aufs letzte Ersatzteil berechnen können wieviel sie noch brauchen und eher zu viel vorhalten bzw Teile, die nachproduziert werden müssen ja nicht nur in Stückzahl 1 oder 2 gemacht werden.
 
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Oder glaubt ihr wirklich dass die 18650er Zellen die jetzt in den neuen Model S Plaid Modellen drin sind von der Chemie her genau die gleichen Zellen sind welche 2013, also vor 10 Jahren, in den allerersten Model S drin waren?
Welche Chemie sie ab wann in welchen Zellen verbauen ist doch gar nicht wichtig. Du bekommst heute noch Li-Ion Zellen in 18650 für den 10 Jahre alten Tesla, und wenn in dem neuen Plaid LiFePo4 in 18650 stecken würde (ka was da verbaut ist), bekommst du auch dafür (und mit Sicherheit auch in 10 Jahren) Ersatz.

Und wie gesagt, in erster Linie würde man ja versuchen, bei einem defekten Akku die ggf. mangelhaften Zellen ausfindig zu machen, und mit gebrauchten getesteten Zellen wieder instand zu setzen. Oder man tauscht eh alle Zellen (ggf. auch nur in einem Pack) aus.

Bei Elektrorollern mit AGM-Akku (effektiv nutzbare Kapazität ~50% der eigentlich enthaltenen Energie) ist es zb. so, dass du die selbe Reichweite grob auch mit Li-Ion/LiFePo4 Akkus halber Kapazität bekommst, die dann aber auch noch nur ~30% vom Platz brauchen (und so viel weniger wiegen), bzw. bei gleichem Platzverbrauch die 2-3 fache Reichweite bekommst.

Sollte es in 15 (oder 30) Jahren Zellen/Akkus geben die zb. eine 3x höhere Energiedichte haben, könnte man die eigentlich auch in alle heutigen (oder auch heute schon 140 Jahre alten) Elektroautos verbauen. Ganz egal welche Chemie sie dann haben werden (die ist dem Antrieb ja komplett egal). Du kannst ja zb. 100 Zellen mit 4V Nennspannung in Reihe schalten, um 400V Akkuspannung zu erhalten, oder 111 Zellen mit 3,6V, oder 125 Zellen mit 3,2V usw - am Ende kommst du immer auf 400V Akkuspannung.
 
Ich verstehe die Diskussion ehrlich gesagt nicht. Die Hersteller sind verpflichtet Ersatzteile bereitzustellen. Dazu gibts eine EU Regelung. Demnach muss 7 Jahre nach Auslaufen des Modells noch geliefert werden können. Viele Hersteller haben sich sogar zu mehr verpflichtet, so die Deutschen, die noch mindestens 10 Jahre liefern können.
Oh Wow, 7 Jahre...da ist der Hobel gerade erst eingefahren. Kannst die Kiste nach 15 Jahren nicht einfach wegachmeißen, weils keinen Akku mehr gibt.
 
Oh Wow, 7 Jahre...da ist der Hobel gerade erst eingefahren. Kannst die Kiste nach 15 Jahren nicht einfach wegachmeißen, weils keinen Akku mehr gibt.
Ne, 7 Jahre nachdem das Ding nicht mehr gebaut wird. Das heißt, aber nicht, dass es nach 10 Jahren nichts mehr gibt. Abgesehen davon, wenn dir bei einem ähnlich alten Verbrenner der Motor hopps geht holst dir für das Ding ja auch keinen neuen Austauschmotor, sondern da wird irgendein anderes Auto dafür ausgeschlachtet. Das wird hier genauso laufen.

Unterm Strich wirds so sein wie jetzt mit Verbrennern.

Btw. nach 7 Jahren hätte ein Auto bei mir rund 250.000km drauf und wäre in jedem Falle an der Grenze seiner Auslegungslebensdauer...
 
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Dann ist das Teil aber ziemlich schlecht konstruiert worden....
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Die effektiven Kosten bei dem Auto sind übrigens derzeit bei 4,8Cent/km....
 
Dann ist das Teil aber ziemlich schlecht konstruiert worden....
Nö, warum? Die Auslegungsgrenze der OEMs liegt je nach Produkt und Hersteller zwischen 240.000km und 300.000km. Ausnahmen sind sicherlich (Super)Sportwagen, mit denen fährt aber auch niemand freiwillig so weit.

Das einzelne Autos länger fahren (oder auch kürzer) liegt an der statistischen Streuung der Komponenten und natürlich an der Nutzung.

Ich habe ja auch nicht geschrieben ein Auto sei bei mir nach 7 Jahren kaputt. Ich würde mir aber sehr wohl überlegen, ob ich noch eine größere/teure Reparatur mache bei einem Auto mit der Laufleistung, wohl wissend, dass die Komponenten rechnerisch bzw auslegungstechnisch alle an der Grenze sind und es reine Glücksache ist wie lange die noch heben.
 
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Ne, 7 Jahre nachdem das Ding nicht mehr gebaut wird. Das heißt, aber nicht, dass es nach 10 Jahren nichts mehr gibt. Abgesehen davon, wenn dir bei einem ähnlich alten Verbrenner der Motor hopps geht holst dir für das Ding ja auch keinen neuen Austauschmotor, sondern da wird irgendein anderes Auto dafür ausgeschlachtet. Das wird hier genauso laufen.

Unterm Strich wirds so sein wie jetzt mit Verbrennern.

Btw. nach 7 Jahren hätte ein Auto bei mir rund 250.000km drauf und wäre in jedem Falle an der Grenze seiner Auslegungslebensdauer...
Dann wird der Motor wieder schick gemacht..nen gebrauchter Motor wäre nichtmal bei meinem 21 Jahre alten Honda ne Option.^^

250 tkm sind doch gerade eingefahren...wenn man das Ding zumindest etwas pfleglich behandelt. Meine 2 Autos haben beide mehr als 250tkm und sind noch Leistungstechnisch und Lauftechnisch top.
 
250 tkm sind doch gerade eingefahren...wenn man das Ding zumindest etwas pfleglich behandelt. Meine 2 Autos haben beide mehr als 250tkm und sind noch Leistungstechnisch und Lauftechnisch top.
Klar, man kann da Glück haben oder eben ein atypisches Nutzungsverhalten haben, aber drauf verlassen kann man sich nicht. Und Sprüche wie, gerade eingefahren kannst dir schenken, ich weiß dass die Aggregate nach der Laufleitung am Rande sind.
 
Verbrennungsmotoren vielleicht, aber Elektromotoren laufen halt ein Vielfaches davon. Vor allem wenn man sie schont. ;)
Aber der Rest halt nicht. Das Getriebe hat auch da nicht das ewige Leben, wobei die auch ziemlich langlebig sind.
Wie ists mit dem Inverter, dem Akku, der ganzen Ladeelektronik, dem Fahrwerk usw... es ist nicht so, dass ein E-Auto nur aus langlebigem Motor besteht.
 
Klar, man kann da Glück haben oder eben ein atypisches Nutzungsverhalten haben, aber drauf verlassen kann man sich nicht. Und Sprüche wie, gerade eingefahren kannst dir schenken, ich weiß dass die Aggregate nach der Laufleitung am Rande sind.
Das nen E-Motor länger hält ist klar, aber ehrlich gesagt kenn ich nur eine Person, wo der Motor vorm restlichen Auto drumrum die Krätsche gemacht hat...also 4 mal bis jetzt. Sprich, die meisten Autos sterben an Altersschwäche und nicht wegen dem Motor.

Ich bin nicht gegen E-Autos im ganzen, nur gibts halt noch nix schönes und ohne Schnickschnackbullshit und vorallem noch nix schönes, ohne Schnickschnackbullshit UND gebrauchtes...Reichweite lasse ich mal außen vor.^^
Mein Kollege hat sich nen Tesla gekauft, da bin ich mal ne Runde mit gefahren. Das Ding ist Häßlich wie nen Nacktmulch, hat ne Saumäßige Beschleunigung, Reichweite bei meiner Fahrweise von 187 Km, Displayposition sieht aus, als wenn das Viereckige Ding einfach reingespackst wurde, Fahrwerk ist okeeee, Spaltmaße nicht ok und das automatische Ausparken/zu einem fahren lassen hat auch nicht wirklich geklappt.
Wem sowas gefällt, da hab ich überhaupt nix dagegen, aber ich wäre da ab 20.000€+ definitiv raus,cmir gefällt momentan nur die Beschleunigung.
 
Das halte ich für sehr spekulativ und das Szenario, dass man für so ein altes Auto dann keinen passenden Akku mehr bekommt ist durchaus realistisch.

MfG
Nö, einfach weil jedes E Auto Standardzellen verwendet, von 16500ern über 21700er sind alle Packs aus Standardzellen zusammengeklebt. In Zukunft wird es spezialisierte Reperaturwerkstätten geben, die eben die defekten Zellen und nicht den Pack tauschen!
Sollte es in 15 (oder 30) Jahren Zellen/Akkus geben die zb. eine 3x höhere Energiedichte haben, könnte man die eigentlich auch in alle heutigen (oder auch heute schon 140 Jahre alten) Elektroautos verbauen. Ganz egal welche Chemie sie dann haben werden (die ist dem Antrieb ja komplett egal).
Das wird nicht funktionieren, die Grund Zellchemie muss schon identisch sein.
 
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Ich habe ja auch nicht geschrieben ein Auto sei bei mir nach 7 Jahren kaputt. Ich würde mir aber sehr wohl überlegen, ob ich noch eine größere/teure Reparatur mache bei einem Auto mit der Laufleistung, wohl wissend, dass die Komponenten rechnerisch bzw auslegungstechnisch alle an der Grenze sind und es reine Glücksache ist wie lange die noch heben.
Faustregel: Wartungs- und Reparaturkosten in Jahr X übersteigen Restwert zum Ende von Jahr X ---> Tschüss.
 
Ich würde mir aber sehr wohl überlegen, ob ich noch eine größere/teure Reparatur mache bei einem Auto mit der Laufleistung, wohl wissend, dass die Komponenten rechnerisch bzw auslegungstechnisch alle an der Grenze sind und es reine Glücksache ist wie lange die noch heben.
Klar, man kann da Glück haben oder eben ein atypisches Nutzungsverhalten haben, aber drauf verlassen kann man sich nicht.
Auf einen technisch einwandfreien Zustand kannst du dich auch bei wenig Laufleistung nicht automatisch bzw. blind "verlassen". Und Verschleiß bzw. der Wartungszustand hat auch rein gar nichts mit Glück zu tun. Faktoren wie Nutzerverhalten, Pflege und Wartung usw. machen (d)eine "theoretische Auslegungsgrenze" quasi völlig irrelevant. Wenn der Wartungs- und Pflegezustand stimmt, sind Kilometerangaben nur Zahlen auf dem Papier. Sie können ein Indiz sein, müssen es aber nicht.

Glück brauchst du immer, wenn du blind irgendwas kaufst. Eine niedrige Laufleistung ist nie ein Garant für einen entsprechenden ("genormten"?) Zustand. Genau so wie eine hohe Laufleistung nicht automatisch "alles an dem Auto zerfällt demnächst" bedeutet.
Das wird nicht funktionieren, die Grund Zellchemie muss schon identisch sein.
Und warum sollte sie das deiner Meinung nach? Der Akku ist ein geschlossenes System. Vom Ladegerät mal abgesehen (was bei korrektem Ladeverhalten sogar bleiben könnte), und wenn die Leistungsparameter passen, spielt die Chemie in den Zellen für nichts außerhalb des Akkus selbst auch nur die geringste Rolle.

Edit:

Sprich, die meisten Autos sterben an Altersschwäche und nicht wegen dem Motor.
Eigentlich "sterben" die meisten Autos die auf den (deutschen!) Schrottplatz kommen nicht, sie werden einfach ausgemustert. Die Fälle mit extremen Durchrostungen mal außen vor (und natürlich Unfallautos, sowie vom Vorbesitzer zur Ersatzteilgewinnung ausgeschlachtete Karossen usw), sind die technischen Mängel ausgemusterter Fahrzeuge sehr oft sogar relativ gering. Der Motor ist idR eh nicht das Problem (die stehen ja alle ausgebaut auf den Schrottplätzen rum), sondern Mängel die der TÜV moniert, und dessen Reparatur sich der Besitzer einfach nicht mehr leisten möchte.

Je nach Fahrzeug kann ja im Prinzip schon sowas wie ein anstehender Zahnriemenwechsel ein finanzieller Totalschaden sein, selbst wenn der Wagen an sich noch völlig in Ordnung ist - und der Wechsel sich eigentlich auch noch lohnen würde.

Siehe zb:
Faustregel: Wartungs- und Reparaturkosten in Jahr X übersteigen Restwert zum Ende von Jahr X ---> Tschüss.
Und schon landet ein eigentlich tadelloses Auto auf dem Schrott (oder im besten Fall für kleines Geld auf ebay-Kleinanzeigen, dann freut sich wenigstens der Käufer), wenn zb. lediglich eine große Inspektion mit Zahnriemen und Bremsen fällig ist. Vielleicht sind in so einem Fall die Querlenker gerade mal zb. 4 Jahre, und die Stoßdämpfer vielleicht 6 Jahre alt, und die Kupplung hat vielleicht auch erst 60.000KM gelaufen (und würde vielleicht noch 120.000Km halten).
 
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Faustregel: Wartungs- und Reparaturkosten in Jahr X übersteigen Restwert zum Ende von Jahr X ---> Tschüss.
Die Kosten für ne Neuanschaffung sollten aber auch berücksichtig werden, die Autos werden schließlich auch immer teurer und haben immer mehr Zeugs drin, was kaputt gehen kann.
Meine Ausstattung kommt immer gleich hinter "Selber laufen".
 
Auf einen technisch einwandfreien Zustand kannst du dich auch bei wenig Laufleistung nicht automatisch bzw. blind "verlassen". Und Verschleiß bzw. der Wartungszustand hat auch rein gar nichts mit Glück zu tun. Faktoren wie Nutzerverhalten, Pflege und Wartung usw. machen (d)eine "theoretische Auslegungsgrenze" quasi völlig irrelevant. Wenn der Wartungs- und Pflegezustand stimmt, sind Kilometerangaben nur Zahlen auf dem Papier. Sie können ein Indiz sein, müssen es aber nicht.
Die Auslegungsgrenze ist im realenLeben keine harte Grenze das ist richtig. Nur gibt sie einen Hinweis - unabhängig vom Pflegezustand - darauf was ein Auto normal können sollte. Klar kann da immer auch mal früher was sein - Materialfehler sind schließlich statistisch etwas völlig normales - und genauso kann das Fahrzeug noch ne Weile halten - hängt ja auch vom Lastkollektiv und etwas Glück ab. Aber es zeigt dann schon auf, dass hier die Wahrscheinlichkeit, dass ein größerer Schaden auftreten kann sich immer mehr erhöht.

Glück brauchst du immer, wenn du blind irgendwas kaufst. Eine niedrige Laufleistung ist nie ein Garant für einen entsprechenden ("genormten"?) Zustand. Genau so wie eine hohe Laufleistung nicht automatisch "alles an dem Auto zerfällt demnächst" bedeutet.
Klar, Glück ist dabei immer gefragt.

Eine niedrige Laufleistung ist kein Garant, das ist richtig. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass bei hohen Laufleistungen etwas passiert ist eben deutlich größer.

Ein Materialeinschluss an der falschen Stelle und der Motor, das Getriebe,... geht schneller hopps als gedacht. Materialeinschlüsse bzw. -fehler sind übrigens in jedem Teil drin, ob die ein Problem sind entscheidet vor allem die Stelle an der sie sich befinden. Irgendwo mitten im Bauteil ist unkritisch, an deiner Kerbstelle oder einem Zahnfuss / -flanke sind sie sehr kritisch - Glücksache! Um das Risiko zu minimieren sind ja im Antriebsstrang alle Teile aus Edelstählen und entsprechend spezifiziert, aber ohne gibts nicht.

Lebensdauer ist eine statistische Sache und jeder, der schon mal ein Lager berechnet hat weiß, dass der übliche L10 Wert eine 10% Ausfallwahrscheinlichkeit zu der ermittelten Laufzeit bedeutet. Das heißt 90% erreichen diesen Wert, statistisch erreichen die meisten Lager dabei sogar erheblich längere Laufzeiten, da kommt jetzt das Glück ins Spiel.... Bei anderen Komponenten ist es das selbe, nur nicht so plakativ wie bei den Lagern.

Insofern, ja auch bei kleinen Laufleistungen kann was sein - auch abhängig was der Fahrer so treibt, aber die Chance das was ist steigt halt mit der Laufzeit des Autos.
 
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