Also Rechenfehler, auf deren Grundlage Entscheidungen getroffen werden mit weitreichenden Folgen, finde ich nicht logisch. In der Gesamtbilanz steht selbst der Diesel damit besser da. Und was nützt es wenn wir hier in Deutschland saubere Luft haben, dafür aber die ganzen Schwellenländer unsere dreckige Energie produzieren und die Akkus herstellen. Umwelt ist schließlich ein globales Problem und kein Lokales.
MfG
Nüchtern betrachtet handelt es sich um keinen Rechenfehler, der da begangen wurde, sondern um ein anderes Szenario für den zukünftigen Strommix. Das dann zum Rechenfehler und was weiß ich für ne Lüge aufzubauschen ist heutzutage leider normal.
Wenn man sieht, das federführend hierbei ein Prof, der zum Thema Verbrennungsmotoren lehrt und forscht zugange ist, dann weiß man schon auch in welche Richtung da gedacht wurde - es ist ja nicht zum Spaß von einem wissenschaftlich verbrämten Lobbyistenschreiben die Rede.
Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen und je nachdem wie entschlossen das Thema Energiewende angegangen wird (ich denke, dass wird ab Herbst zum Glück deutlicher der Fall sein), kommt man eben besser oder schlechter raus. Fakt ist jedenfalls, dass aktuell der CO2 Ausstoß / kWh seit Jahren sinkt und der zur Gewinnung von Öl permanent steigt.
Das Thema Biokraftstoff, das gerne zum schönrechnen der Dieselbilanz verwendet wird (ich glaube hier in der Studie ist von 33% Beimischung die Rede), ist ja auch nicht so einfach umzusetzen. Immerhin muss der Ausgangsstoff ja auch angebaut werden. Die dafür benötigten Mengen sind jedenfalls gigantisch.
Unterm Strich gibt es aktuell ohnehin keine wirkliche Alternative zum batteriebetriebenen E-Auto für die Massenmobilität der Zukunft. Zumindest nicht in absehbarer Zeit.
Laut Prognosen wird in 5-6 Jahren zudem der Preis für Akkus so gefallen sein, dass sich der aktuelle Preismalus (der ja von der Förderung weitgehend egalisiert wird) ins Gegenteil verkehren wird und Verbrenner teurer sein werden. Das wird dann dazu führen, dass der Anteil an E-Autos massiv steigen wird.
Die - bereits beschlossene und auch notwendige - steigende CO2 Bepreisung wird ein übriges tun im Verbrenner uninteressanter zu machen. Deren Gebrauchtpreise ebenfalls in den Keller rutschen dürften.
Unterm Strich dürfte Autofahren zukünftig tendenziell billiger werden können. das Argument dass sich viele Autos nicht mehr leisten werden können führt da ins Leere.
Insgesamt bleibt es jedenfalls spannend.