Tesla [ist] war VW und Toyota technisch um Jahre voraus

Das sogenannte "Level 3" von Mercedes funktioniert nur im zäh fließenden Verkehr bis 60km/h oder in einem Stau. In Baustellen funktioniert es nicht. Auch darf es nicht nass oder dämmrig/dunkel sein. Das ist eher so ein Mittelding zwischen Level 2 und 3.
Die 60km/h Grenze ist gesetzlich vorgegeben, schneller ginge technisch schon, darf aber nicht, genauso wenig wie autonome Spurwechsel.
Nass und dämmerig sollte es sein dürfen, meiner Kenntnis nach. So sind ja auch Nässesensoren in den Radkästen und Lidar zusätzlich zu den Kameras (Tesla nutzt z.B. nur Kameras und haben auch aktuell keine Zulassung bei uns für Level 3) verbaut.
Ob Baustellen funktionieren oder nicht, weiß ich ehrlich gesagt nicht genau.

Es ging mir nicht darum festzustellen, dass hier schon alles geht, sondern darum, dass es nicht erkennbar ist, dass die (alten) Hersteller gegen autonomes Fahren sind. Wie gesagt Mercedes ist aktuell der einzige Hersteller mit einer Zulassung für Level 3! Das es da noch enge gesetzliche Grenzen gibt, steht auf nem anderen Blatt und dass da noch Verbesserungspotential gibt ohnehin. Bis Level 5 ist es noch ein Stückle...
 
@Zappaesk

Level-3-Systeme funktionieren nur unter bestimmten, vorher definierten Bedingungen. Bei Mercedes sind das:

  • Die Strecke muss "freigegeben" sein. Dabei geht es hauptsächlich um die Verfügbarkeit von mobilem Internet und HD-Kartenmaterial. 90 Prozent der deutschen BAB-Strecken sollen zum Marktstart verfügbar sein.
  • Es muss Stau herrschen. Fährt über längere Zeit kein Auto im vorderen Sensorbereich, übergibt das System wieder an den Fahrer.
  • Damit zusammenhängend: Der Drive Pilot fährt nur bis 60 km/h. Technisch sind höhere Geschwindigkeiten möglich, doch zur ersten Zulassung werden es zunächst maximal 60 km/h sein.
  • Der Fahrer muss "übernahmebereit" im Fahrersitz verbleiben. Er kann also Videos gucken, nicht aber schlafen oder den Fahrersitz verlassen. Diese Bedingungen überwacht die Innenraumkamera im Dashboard.
  • Das Wetter muss passen. Bei Nässe oder Schneefall steht die Automatik nicht zur Verfügung. Nässe erkennt ein Akustiksensor am Reifengeräusch, Schnee verrät sich durch Wetterbericht und Temperatursensoren.
  • Das Fahrzeug befindet sich nicht in einer Baustelle. Von Baustellen weiß das System aus der Datenfusion von Echtzeit-Verkehrsdaten, Kartenmaterial und Beschilderung. Es übergibt dann rechtzeitig an den Fahrer.
Quelle: Heise

Level 5 liegt in weiter Ferne, selbst Level 3 ist nur schwach am Horizont erkennbar. Stört mich aber nicht wirklich, da ein guter Spurfolgeassistent mit ACC und kapazitiven Lenkrad ein wirklich guter Ersatz ist. Und das bekommst du schon in nem Fabia.
 
Level 5 liegt in weiter Ferne, selbst Level 3 ist nur schwach am Horizont erkennbar. Stört mich aber nicht wirklich, da ein guter Spurfolgeassistent mit ACC und kapazitiven Lenkrad ein wirklich guter Ersatz ist. Und das bekommst du schon in nem Fabia.
Ich habe doch gar nirgends behauptet, dass es sich hier um ein super Level 3 System handelt oder gar, dass Level 5 vor der Tür steht. Es ging lediglich darum, dass deutsche Hersteller sich dem Thema nicht verweigern, sondern im Gegenteil Daimler als erster eine Zulassung für Level 3 im Rahmen des rechtlich erlaubten hat und somit in dem Bereich vorne mit dabei ist.

Abgesehen davon Level 3 bleibt Level 3, auch wenn er nicht unter allen Bedingungen funktioniert.

Persönlich finde ich Spurfolgeassistenten, bei denen man das Lenkrad festhalten muss furchtbar und ehrlich gesagt auch keine Hilfe. Entweder ich habe die Hand am Lenkrad, dann lenke ich oder ich habe sie nicht dran und das System lenkt. Festhalten und lenken und das ganze mit Eingriffen garniert durch nen Assistenten finde ich sehr nervig.
 
Weil er ein Anhänger der "reinen Autofahrlehre" ist.
Alles Humbug und brauch man ja nicht am Auto, gab's ja früher auch nicht.
 
... das sich deutsche Autobauern der E-Mobilität verweigern kann ich weder aus der Presse noch im Reallive feststellen. Von Volkswagen kenne ich die Mobilitätsanbieter MOIA in Berlin und Hamburg. ID3 und ID4 Taxis habe ich auch schon fahren sehen. Und wenn ich lese, was an Geld in das Thema Entwicklung mit Bezug auf E-Mobilität und die Werksumrüstungen bereitsgestellt wird, kann nur die 100% Party die Schlussfolgerung sein.
 
Nen Motorad ist zum heitzen da und nicht zum rumeiern.
Solang du nicht auf die AB gehtst (mit 120) ist hier das maximale Tempo mitm Motorrad 80... klar, man kann es gerne schneller angehen lassen, aber ich hab keine 4stelligen Beträge für Bussen übrig, will mein Motorrad nicht beschlagnahmen und verwerten wollen und hab auch keinen Bock dann Monatelang Fussgänger zu sein... aber es gibt genug die heizen. Und zum Glück erwischen sie mehr und mehr davon. Das bringt Geld von denen die eh zu viel haben und sorgt dafür dass es nicht wo anders geholt werden muss :D :D
 
Nen Motorad ist zum heitzen da und nicht zum rumeiern. Ich wusste nichtmal das es nen Tempomat für Motoräder gibt.^^
Genau deswegen gibt es ja Tempomaten bei Motorrädern, dass man an kritischen Stellen, wie Ortschaften oder Autobahnabschnitte nicht zu schnell fährt, geht ab 100 PS aufwärts ja ziemlich schnell. BMW verbaut beispielsweise bei den 1000ern, naked und Vollverkleidung Tempomaten und das ist schon nicht unpraktisch. In jedem Fall wird da "niemand" stehen gelassen, wenn da einer mit ein R oder Doppel R ankommt, eher im Gegenteil. :ugly:

MfG
Solang du nicht auf die AB gehtst (mit 120) ist hier das maximale Tempo mitm Motorrad 80... klar, man kann es gerne schneller angehen lassen, aber ich hab keine 4stelligen Beträge für Bussen übrig, will mein Motorrad nicht beschlagnahmen und verwerten wollen und hab auch keinen Bock dann Monatelang Fussgänger zu sein... aber es gibt genug die heizen. Und zum Glück erwischen sie mehr und mehr davon. Das bringt Geld von denen die eh zu viel haben und sorgt dafür dass es nicht wo anders geholt werden muss :D :D
Ihr Schweizer habt echt die A-Karte, was Motorrad fahren betrifft. :devil:

MfG
 
Woran machst du fest, dass die Autobauer gegen autonome Mobilität sind?
Hab ich doch geschrieben? Gut, dagegen ist vielleicht etwas zu viel, aber sie sind nicht wirklich dafür. Daimler war mit einem Partner am forschen, ist aber glaube 2019 schon ausgestiegen. Info: Ich rede von autonomem fahren, also Fahrzeugen ohne Fahrersitz. Alles andere sind mehr oder weniger "Assistenzsysteme". Was Mercedes offiziell darf, können auch andere Hersteller schon lange.

Ist doch auch verständlich, dass die Autobauer nicht wirklich an komplett autonomer Technik "mit vollem Einsatz" interessiert sind, da es wie gesagt indirekt das Ende der individuellen Mobilität bedeutet. Davon bin ich jedenfalls überzeugt.

Das Hauptproblem bei der autonomen Mobilität ist nicht die Erkennung der Umwelt bei Regen oder Schnee, auch wenn einzelne Konzepte hier noch schwächeln. Das Problem ist der Mensch. So lange er im Verkehr teilnimmt, gibt es einen sehr großen unberechenbaren Risikofaktor. Das Internetz ist voll von Videos/Compilations, die eindrücklich zeigen, wie "dumm" der Mensch sehr oft reagiert, bzw. sich verhält. Wenn dein Auto komplett fehlerfrei autonom fährt, bringt es nichts, wenn dir zb. aus dem Gegenverkehr ein "Mongo" (warum auch immer) plötzlich frontal vor deine Kiste fährt.

Über kurz oder lang müssen die Menschen aus den Autos verschwinden, damit die autonome Mobilität ihre Vorteile komplett entfalten kann. Dazu müssen die Fahrzeuge nicht nur miteinander vernetzt sein, sie müssen auch in Abhängigkeit zueinander reagieren können. Wenn dann zb. Auto A einem plötzlich auf die Straße laufenden Kind ausweichen will (ggf. in den Gegenverkehr), dann kann es dies früh genug den anderen Fahrzeugen mitteilen - die dann entsprechend reagieren können (quasi noch bevor Auto A sein Ausweichmanöver einleitet).

Wenn es zu einem Unfall kommt, dann ist nunmal idR (>90%) der Mensch daran Schuld (siehe auch Beispiele wie Costa Concordia, Ever Given, Andreas Lubitz usw). Und die individuelle Mobilität (das eigene Auto) ist schon aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen nicht sinnvoll. Aber damit verdienen die Autobauer aktuell noch ihr großes Geld.

Ohne Elon Musk bzw. Tesla wäre die E-Mob (Egal ob Akku oder Brennstoffzelle oder ...) noch lange nicht da, wo sie heute ist, obwohl es funktionierende E-Autos bzw. Konzepte schon lange vor Tesla gab. Und jetzt überleg mal, wenn schon bei einem Konzept mit lediglich weniger Teilen bei der Produktion und weniger Wartung/Service die klassischen Autobauer auf die Bremse treten, was wird wohl bei einem Konzept (voll autonom) der Fall sein, was mit ~80% weniger Fahrzeugen auskommt? Was "nur" noch eine Dienstleistung sein wird?

Oder glaubst du es hat finanzielle Gründe, dass die 5 oder 10 Unternehmen die bzgl. Forschung an autonomer Mobilität aktuell am weitesten fortgeschritten sind, Unternehmen sind, die (noch) überhaupt keine Autos bauen?

Siehe Tesla. Die haben überhaupt nichts erfunden, rein gar nichts. Die haben einfach nur vorhandene und schon lange etablierte Technik neu kombiniert. Und so wie es ausschaut gibt ihnen der Erfolg recht. Komisch, denn die Autobauer haben uns seit einer Ewigkeit erzählt, dass die Kunden an solchen Fahrzeugen gar nicht interessiert seien.

Und bzgl. "das eigene Auto ist so in den Köpfen drin": Genau so wie ein E-Auto fast jeden sofort begeistert der mal eines gefahren ist, wird es mit dem autonomen Personentransport als Dienstleistung sein. Wozu monatlich/täglich so viel Geld (TcO !) für das eigene Auto zahlen, wenn der Transport (ab der eigenen Haustür) so viel günstiger - und im Endeffekt auch "spaßiger/entspannter" - ist. Und zwar ganz besonders auch dann, wenn das semi-individuelle autonome Fahrzeug auch noch deutlich besser ausgestattet ist, als der Wagen den man sich selbst leisten könnte.
 
Wenn dein Auto komplett fehlerfrei autonom fährt, bringt es nichts, wenn dir zb. aus dem Gegenverkehr ein "Mongo" (warum auch immer) plötzlich frontal vor deine Kiste fährt.
Mit der Aussage implizierst du, dass der Mensch sich besser bei Idioten im Verkehr verhält als der Computer.
Woher?
 
Mit der Aussage implizierst du, dass der Mensch sich besser bei Idioten im Verkehr verhält als der Computer.
Woher?
So hab ich dat natürlich nicht gemeint. Ich bezog mich auf die extreme Reduzierung von Unfällen, wenn der Mensch als Fehlerquelle komplett ausscheidet. Natürlich findet auch eine deutliche Reduzierung statt, wenn nur sein Anteil reduziert wird. Deswegen mein Beispiel mit dem Menschen, der auch bei einem autonomen Verkehrsteilnehmer eine Situation provozieren kann, wo ein Crash unvermeidbar ist (bzw. auch eine "Superintelligenz" ihn dann nicht mehr verhindern kann).
Und Fußgänger und Radfahrer werden auch in Jahrzehnten nicht einfach verschwinden ;) .
Über kurz oder lang müssen die Menschen aus den Autos verschwinden, damit die autonome Mobilität ihre Vorteile komplett entfalten kann.
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Wenn dann zb. Auto A einem plötzlich auf die Straße laufenden Kind ausweichen will (ggf. in den Gegenverkehr), dann kann es dies früh genug den anderen Fahrzeugen mitteilen - die dann entsprechend reagieren können (quasi noch bevor Auto A sein Ausweichmanöver einleitet).
Ich dachte damit sei klar was ich meine. Werden Radfahrer von Autos an- bzw. überfahren, oder umgekehrt. :ugly: (bzw. was ist gefährlicher) Das gleiche mit Fußgängern (und Autos). Klar, Unfälle bei denen Radfahrer die Fußgänger überfahren werden autonome Autos nicht verhindern können.

Bzw. grundsätzlich Unfälle die von den "restlichen" menschlichen Teilnehmern (Zweiradfahrer, Trikefahrer, Quadfahrer, Fußgänger) verursacht werden, und bei denen keine Intelligenz die Physik außer Kraft setzen kann. So lange Menschen noch irgendwie teilnehmen, wird er auch immer einen Rest an unvermeidbaren Zwischenfällen provozieren. Siehe auch diese Videos mit dem Titel "Insurance Scam/Fraud", wo Menschen sich absichtlich ganz knapp vor Autos werfen/laufen/fahren, um Geld von der Versicherung zu bekommen.

Ich sagte ja, der Mensch ist ein unberechenbarer Faktor. Deswegen muß er auch soweit wie möglich da weg, wo es irgendwie gefährlich werden kann. :-D

Siehe auch das Beispiel mit dem Uber-Testfahrzeug, was die Frau umgefahren hat, die die Straße überqueren wollte. Die würde heute noch Leben, wenn Uber nicht vor Fahrtbeginn den Notbremsassistenten des Testfahrzeuges deaktiviert, oder die menschliche "Mitfahrerin" aufgepasst, und nicht irgendwelche Videos auf ihrem Smartphone geschaut hätte.
 
Info: Ich rede von autonomem fahren, also Fahrzeugen ohne Fahrersitz. Alles andere sind mehr oder weniger "Assistenzsysteme". Was Mercedes offiziell darf, können auch andere Hersteller schon lange.

Vollautonom ist mangels gesetzlichem Rahmen aktuell noch gar nicht erlaubt, zumindest hier in Europa nicht. In anderen Ländern kenne ich die Situation nicht, aber völlig frei ist das nirgends.
Dazu kommt, die Hersteller hätten auch gar keine Autos, die das wirklich können. Insofern ist es müßig darüber zu diskutieren was einzelne Hersteller wollen.

Allerdings ist Daimler aktuell der einzige, der eine Zulassung für Europa bekommen hat. Insofern können das andere eben nicht schon lange, sondern schlicht gar nicht. Der große Unterschied zwischen einem etablierten Hersteller und einem Tesla ist, dass die einen das in ihren Serienfahrzeugen anbieten für dass es eine Zulassung gibt und was eben zuverlässig (meint ohne Gefahr für Leib und Leben funktioniert), jeder dieser Hersteller nutzt dafür etablierte Tools für FMEA und FuSi Beurteilungen.
Tesla baut halt das ein, was normal schon irgendwie funktioniert und begibt sich damit in einen Graubereich. Dadurch wird suggeriert, dass die in diesem Bereich weiter sind als andere Hersteller, in der Realität trauen die sich nur mehr.

Ich arbeite selbst in der Antriebsstrangentwicklung und habe schon diverse Projekte in Serie gebracht (Handschalter, DKGs, Hybridsysteme, elektrische Achsen... für diverse Hersteller, vermutlich sind viele von euch schon mit solchen Getrieben gefahren). Alleine der Aufwand z,.B. ein neues Parksperrenkonzept (sicherheitskritisch, aber im Vergleich zu (teil)autonomen fahren ein Witz) in Serie zu bringen ist absurd hoch - weil es eben immer funktionieren muss und nicht nur meistens.

Ich weiß nicht wie Tesla solche Sachen prüft, validiert und letztlich serienreif macht, allerding bezweifel ich es sehr stark, dass da ähnlich hohe Standards gelten. Man kann das gut oder weniger gut finden, aber das ist einfach der Unterschied.

Vollautonome Taxis will VW im übrigen 2025 im Einsatz haben, in KA lief letztes Jahr ein Projekt eines anderen Anbieters, ebenfalls vollautonom (auch wenn noch ein Aufpasser mit drin saß). Es ist nicht so, dass hier das Feld komplett den Softwareriesen überlassen wird, die sicherlich tolle Systeme bauen können, aber halt keine Autos. Da wird sich in den nächsten Jahren viel tun, etablierte Unternehmen den Bach runter gehen und neue aus dem Boden schießen und größtenteils gleich wieder eingehen...

Ich teile aber deine Ansicht, das der Individualverkehr zurück gehen wird und die Automobilindustrie massiv schrumpfen wird. Den meisten Jugendlichen ist das Auto heute auch nicht mehr so wichtig, wie es uns seinerzeit war. Ich habe Söhne im relevanten Alter und ein wenig Einblick was da vorgeht (wer versteht schon Jugendliche... deswegen nur ein wenig). Aber die Anzahl derer, die bewusst keinen Führerschein machen, weil sie keinen brauchen ist überraschend hoch. Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber auch Kollegen erzählen ähnliches, ganz von der Hand zu weißen wird es also nicht sein - auch wenn hier sicher keine Mehrheit der Jugendlichen so denkt.

Ich halte es auch für wünschenswert, wenn es alternative Mobilitätskonzepte geben wird und die Städte nicht mehr ausschließlich auf die Bedürfnisse des Individualverkehrs zugeschnitten werden. Die Lebensqualität steigt da dann signifikant.
 
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