Tesla [ist] war VW und Toyota technisch um Jahre voraus

Was den Autobauern auch bewusst ist. Ein Schulfreund macht Logistik bei BMW und die waren wohl schon dran Szenarien von 1/3 der heutigen Stückzahlen vorzuplanen.
Ja, ganz doof sind die ja nicht, die wissen schon, dass ein sehr großer Umbruch bevorsteht.

U.a. natürlich auch, weil der über Jahrzehnte quasi geschlossene Markt der Autohersteller durch die Elektromobilität zum einen durcheinander gewürfelt wird und zum anderen die Einstiegshürde für neue Konkurrenz erheblich niedriger ist. Einen E-Antrieb kann man irgendwo günstig zukaufen oder auch selbst entwickeln, bei Verbrennern ist das deutlich schwieriger gewesen.
 
Es ist nicht so, dass hier das Feld komplett den Softwareriesen überlassen wird, die sicherlich tolle Systeme bauen können, aber halt keine Autos.
Da irrst du dich, siehe Tesla. Das Auto ist an sich schon lange "ausgereift", entscheidende Baugruppen bzw. das Know-How (oder die Entwicklungs-Software) diesbezüglich kann man (gerade als zb. milliardenschweres IT-Unternehmen) problemlos einkaufen. Gleichzeitig finden in einzelnen Bereichen tlw. gravierende Änderungen bzgl. der Möglichkeiten statt. Siehe zb. das Thema 3D-Druck (zb. Metalldruck von Parare GmbH). Stichwort "Geometriefreiheit":

5-10.jpg


Mit so einem Verfahren kann man ganz einfach beliebige Änderungen vornehmen, ohne zb. jedesmal teure Werkzeuge/Gussformen usw. herstellen zu müssen. Oder man kann Teile aus einem Kunststoff drucken, die heute noch aus Metall gegossen werden, einfach eben wegen der Geometriefreiheit (und der damit möglichen höheren Belastungen). Ein "Drucker" kann quasi jedes Teil beliebig (leicht abgeändert) herstellen, da sämtliche Änderungen nur in der Software/dem 3D-Modell stattfinden, für die Produktion/den Ausdruck dann aber quasi irrelevant sind. Und ja, ich weiß dass das aktuell noch nicht so wirklich für eine Massenproduktion geeignet ist (Stichwort Geschwindigkeit, auch wenn ein Drucker mehrere Teile gleichzeitig drucken kann), aber laß mal noch ein paar Jahre ins Land gehen.

Ganz interessant bei dem Thema:

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Rouven (der Herr neben JP) kommt übrigens von Audi, und ist jetzt CTO von/bei Lamborghini.


Hier der 3D-Laserdrucker noch mal im Einsatz:

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Da irrst du dich, siehe Tesla. Das Auto ist an sich schon lange "ausgereift", entscheidende Baugruppen bzw. das Know-How (oder die Entwicklungs-Software) diesbezüglich kann man (gerade als zb. milliardenschweres IT-Unternehmen) problemlos einkaufen. Gleichzeitig finden in einzelnen Bereichen tlw. gravierende Änderungen bzgl. der Möglichkeiten statt. Siehe zb. das Thema 3D-Druck (zb. Metalldruck von Parare GmbH). Stichwort "Geometriefreiheit":
Fertigungsknowhow und insbesondere die dahinterstehenden Qualitäts-, Logistik- und sonstigen Prozessen kann man natürlich einkaufen und man kann, so wie es Fisker macht sein Auto einfach von Magna oder einen anderen Autohersteller bauen lassen. Aber genau dann ist man ja wieder von den etablierten Herstellern abhängig und darauf angewiesen, gerade wenn die viel lieber ihre eigenen Autos bauen und verkaufen würden. Ein Händler- und Servicenetz hat man dann natürlich immer noch nicht und muss hier (eben wieder Fisker) einen anderen Weg finden, von dem ich gespannt bin ob er akzeptiert wird. Man wird sowas zukünftig aber öfters sehen, da bin ich bei dir.

Tesla geht einen anderen Weg und tut sich ja auch noch sehr schwer mit eben diesen Prozessen und das merkt man den Autos an. Tesla hat einen innovativen Antriebsstrang und auch sonst noch die eine oder andere Innovation zu bieten, aber die Autos selbst sind eher nicht state of the art, die Qualität ist auch sehr stark schwankend. Dazu ist der Service und der Umgang mit Mängeln sehr stark ausbaufähig. Eben das was ein klassischer Autobauer erheblich besser macht.

3D Druck ist noch sehr weit von einem automotiv tauglichen Serieneinsatz entfernt. Da zählen Centbruchteile in der Kalkulation und ein neues Verfahren, dass aktuell noch erheblich teurer ist als bewährte Technik tut sich da sehr schwer. Gleichwohl bietet er natürlich tolle Möglichkeiten, nur eben nicht in Millionenstückzahlen zu geringen Preisen, sondern eher für Nischenlösungen. Wie lange das so bleiben wird, muss man abwarten.
 
Fertigungsknowhow und insbesondere die dahinterstehenden Qualitäts-, Logistik- und sonstigen Prozessen kann man natürlich einkaufen und man kann, so wie es Fisker macht sein Auto einfach von Magna oder einen anderen Autohersteller bauen lassen. Aber genau dann ist man ja wieder von den etablierten Herstellern abhängig und darauf angewiesen, gerade wenn die viel lieber ihre eigenen Autos bauen und verkaufen würden. Ein Händler- und Servicenetz hat man dann natürlich immer noch nicht und muss hier (eben wieder Fisker) einen anderen Weg finden, von dem ich gespannt bin ob er akzeptiert wird. Man wird sowas zukünftig aber öfters sehen, da bin ich bei dir.

Tesla geht einen anderen Weg und tut sich ja auch noch sehr schwer mit eben diesen Prozessen und das merkt man den Autos an. Tesla hat einen innovativen Antriebsstrang und auch sonst noch die eine oder andere Innovation zu bieten, aber die Autos selbst sind eher nicht state of the art, die Qualität ist auch sehr stark schwankend. Dazu ist der Service und der Umgang mit Mängeln sehr stark ausbaufähig. Eben das was ein klassischer Autobauer erheblich besser macht.

3D Druck ist noch sehr weit von einem automotiv tauglichen Serieneinsatz entfernt. Da zählen Centbruchteile in der Kalkulation und ein neues Verfahren, dass aktuell noch erheblich teurer ist als bewährte Technik tut sich da sehr schwer. Gleichwohl bietet er natürlich tolle Möglichkeiten, nur eben nicht in Millionenstückzahlen zu geringen Preisen, sondern eher für Nischenlösungen. Wie lange das so bleiben wird, muss man abwarten.
Teslas größter Vorteil ist, dass sie sich von Zulieferern weitesgehend unabhängig machen und viel selber herstellen, insbesondere Technik, Prozessoren aber eben auch mechanische Lösungen und "DAS" ist ihr entscheidender Vorteil, nicht mehr von Dritten abhängig zu sein und dadurch viel flexibler und individueller agieren zu können. Große Unternehmen mit X Zulieferern sind halt wahnsinnig träge, sieht man ja aktuell sehr gut beim Umstieg von Verbrennern auf Elektro.

MfG
 
Das mag bei manchen Schlüsseltechnologien der Fall sein. Vor allem in den Dingen, die besonders innovativ sind. Das meiste andere können Zulieferer erheblich besser. Tesla hat gar nicht die Kapazität alles selbst in der gleichen Qualität zu entwickeln wie es die Zulieferer haben, die zudem einen jahrzehntelangen Knowhow Vorsprung haben, den eine einzelne Firma nicht einfach innerhalb weniger Jahre aufholen kann. Stückzahleffekte, Flexibilität usw kommt bei den Zulieferern noch dazu. Alles selbst zu machen ist schlicht Quatsch.

Abgesehen davon warum sollte ein Zulieferer keine individuellen Lösungen machen? Eigentlich machen die gar nichts anderes...
 

Habe auf die Schnelle leider nur das hier gefunden, wo das aber auch angerissen wird Dazu hatte ich mal einen sehr detaillierten Artikel gelesen, warum Tesla anderen Autoherstellern deutlich voraus ist und welche Vorteile die Selbstkonstruktion vieler entscheiden Anbauteile mitsichbringt im Vergleich zu der Drittanbieter Abhängigkeit von anderen Unternehmen und dass genau das einer der entscheidendenden Vorteile ist.

MfG
 
Das mag bei manchen Schlüsseltechnologien der Fall sein.
Und das ist eben der springende Punkt. Tesla setzt andere Prioritäten bei der Entscheidung was eine Schlüsseltechnologie ist und was nicht.

Tesla hat gar nicht die Kapazität alles selbst in der gleichen Qualität zu entwickeln wie es die Zulieferer haben, die zudem einen jahrzehntelangen Knowhow Vorsprung haben, den eine einzelne Firma nicht einfach innerhalb weniger Jahre aufholen kann.
Mit der Aussage wäre ich vorsichtig! Das ganze Konzept welches Tesla hier verfolgt nennt sich vertikale Integration.

Tesla entwickelt zum Beispiel seine Chips selbst und lässt sie dann bei TSMC fertigen. Keine Frage, die Eigenentwicklung ist riskant und kostet sicher einiges an Geld. Aber unter dem Stich ermöglicht es Tesla mehr Flexibilität. So kann Tesla schnell die Soft- und Firmware umschreiben und Chips ggf. umfunktionieren, wenn es in einem Sektor mal eng wird. Das funktioniert deshalb, weil viele Chips in den Autos "Standardhalbleiter"sind, die sich für diverse Zwecke nutzen lassen. Das widerum hat einen weiteren Vorteil: Tesla kann bei Firmen kaufen, welche diese "Standardkost" zwar anbieten, aber sich primär gar nicht auf dem Radar der Automobilindustrie befinden. Dieser enormen Flexibilität ist ein großer Teil des Erfolgs geschuldet.

Schön zu sehen während der Corona-Pandemie. Viele Autobauer mussten Federn lassen, weil ihnen die Chips zur Fertigung gefehlt haben, und Tesla hat neue Fertigungsrekorde aufgestellt. Das zeigt sehr klar, das ihre Strategie aufgeht.

Und sieht man sich die fertigen Produkte mal näher an, dann gibt der Erfolg ihnen Recht. Der Tesla D1, Dojo und der FSD-Chip sind sehr beeindruckend für eine so unerfahrene Firma wie Tesla.


Abgesehen davon warum sollte ein Zulieferer keine individuellen Lösungen machen? Eigentlich machen die gar nichts anderes...
Weil es nicht nur um individuelle Lösungen geht, sondern schlicht um Innovationen, und das perfekte Abstimmen von Hardware und Software. Apple geht seit einiger Zeit den gleichen Weg. Sieh dir nur mal den Apple M1 an. 2023 soll laut Gerüchteküche das erste iPhone mit Apples eigenen 5G Modem erscheinen. Gefertigt wird es bei TSMC.

“People who are really serious about software should make their own hardware.”
― Alan Kay

Elon Musk wurde mal gefragt, wie innerhalb von Tesla gearbeitet wird.

Das war seine Antwort:
“Tesla is absurdly vertically integrated compared to other auto companies or basically almost any company. We have a massive amount of internal manufacturing technology that we built ourselves…. It’s like, okay, what are the things we want to make, design a machine that will make that thing, then we make the machine.”

“This makes it quite difficult to copy Tesla… because you can’t do catalog engineering. You can’t just [say] I’ll pick up the supplier catalog, I’ll get one of those.” When it comes to what Tesla does, “there is no catalog. Look at it. So we made the machine, that made the machine that made the machine,” says Musk.

He adds, “We’re just making a crazy amount of machinery internally… if we’re trying to make progress and nobody’s got the machines that we need, we’ve got to make it. So we do.”

Musk notes, “We’re designing and building so much more of the car than other OEMs who will largely go to the traditional supply base and [execute] like I call it, catalog engineering. So it’s not very adventurous and it basically ends up like older products end up — looking the same because they’re going to the same suppliers.” "

There's probably in excess of a dozen startups effectively in Tesla... Designing and making our own power electronics... manufacturing our own motors, chargers [and] the Supercharger network is a startup. The thing, I think that people just don't really understand about Tesla is that it's a whole chain of startups."

Quelle: *Klick*

Tesla ist sicher nicht der Heiland und weit davon entfernt als "perfekt" bezeichnet zu werden, aber mir persönlich gefallen ihre Lösungsansätze, Ideen, Visionen und Spinnereien. :D

Sie bringen Schwung in eine Industrie, die sich in meinen Augen im Dornröschenschlaf befunden hat. Ähnlich wie bei AMD vs. Intel und AMD vs. Nvidia hoffe ich einfach, das die anderen Hersteller aus dem Dornröschenschlaf erwachen und loslegen. Der Weckruf seitens Tesla war ja hoffentlich laut und deutlich genug.
 
Fertigungsknowhow und insbesondere die dahinterstehenden Qualitäts-, Logistik- und sonstigen Prozessen kann man natürlich einkaufen und man kann, so wie es Fisker macht sein Auto einfach von Magna oder einen anderen Autohersteller bauen lassen. Aber genau dann ist man ja wieder von den etablierten Herstellern abhängig und darauf angewiesen, gerade wenn die viel lieber ihre eigenen Autos bauen und verkaufen würden.
Nicht ganz, und auch nur zum Start. Tesla hat mit dem Roadster angefangen, den man zusammen mit u.a. Lotus entwickelt hat. Mal davon abgesehen dass der Rahmen wiederum von einem dänischen Zulieferer (für Lotus) entwickelt wurde, und er auch im Opel Speedster verwendet wurde (= Lotus und Opel haben ihn auch nicht selbst entwickelt). Ab dem Model S (2009) war es dann schon eine komplette Eigenentwicklung.

Und schau wo Tesla heute steht. Spaltmaße usw. ja, ok, das geht besser, aber da nehmen sich andere amerikanische Hersteller (die es 100 Jahre länger gibt) ehrlich gesagt auch nicht viel. Deutschland setzt da eben in einigen Bereichen andere Maßstäbe. Das ist aber nicht die Frage, sondern die Kundenakzeptanz. Und siehe da:

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Die scheint trotzdem hervorragend zu sein. Und Tesla bietet nicht nur eigene (sehr leistunsfähige!) "Supercharger" an, kein anderer Autobauer hat auch nur Ansatzweise so ein großes Netz aus dem Boden gestampft. Hier wären zukünftig durchaus Kooperationen mit "neuen" Herstellern denkbar. Aktuell wird das Netz ja schon langsam auch für andere Hersteller geöffnet (die aber noch nicht die volle Leistung nutzen).

3D Druck ist noch sehr weit von einem automotiv tauglichen Serieneinsatz entfernt. Da zählen Centbruchteile in der Kalkulation und ein neues Verfahren, dass aktuell noch erheblich teurer ist als bewährte Technik tut sich da sehr schwer. Gleichwohl bietet er natürlich tolle Möglichkeiten, nur eben nicht in Millionenstückzahlen zu geringen Preisen, sondern eher für Nischenlösungen. Wie lange das so bleiben wird, muss man abwarten.
Jain. Ja, es ist aktuell noch teurer, muß aber eben auch nicht für alles angewendet werden. Vielleicht werden in Zukunft alle Teile eines Fahrzeuges aus Druckern kommen, aber man braucht eben auch nicht die "Millionen-Stückzahlen" wie bei klassischer Produktion, um die Kosten für die Werkzeuge/Gussformen (und deren Entwicklung usw) wieder rein zu bekommen. Ähnlich der Softwareupdates wie man regelmäßig bei zb. Tesla bekommt, könnte man in sehr kurzen Abständen auch Bauteile "updaten", und direkt in die Produktion einfließen lassen.

Technisch gesehen muß man aktuell eigentlich nur die Produktionszeit der einzelnen Teile reduzieren, um "massentauglich" zu werden, bzw. die für Stückzahl XYZ nötige Anzahl an Geräten zu reduzieren. Nicht vergessen, ein einzelner "Drucker" kann ja gleichzeitig mehrere (dutzende/hunderte) Stücke produzieren.

Aber ja, bis die Wirtschaftlichkeit die "taugliche" Grenze erreicht hat, wird es wohl noch etwas dauern. Wie lange genau, keine Ahnung. Ich denke aber es geht schneller als man glaubt. Aber es ging mir ja auch nur um 1 einziges Beispiel, das zeigt wie sehr eine neue Technologie das Spiel ändert, und alle wieder bei 0 anfangen - es einem Autobauer/Zulieferer (aber nicht nur bei dort!) nichts (mehr) bringt, wenn er in einem bestimmten Verfahren 100 Jahre Erfahrung hat - und es plötzlich neue Verfahren gibt.

Und wenn wir mal ehrlich sind, viele Kritiker hätten niemals gedacht, dass es Tesla so weit schafft. Und die haben in quasi allen Bereichen bei 0 angefangen, und sind gegen eine der (relativ gesehen) modernsten und erfahrensten Industrien überhaupt angetreten. Ich finde da muß man nach ~15 Jahren auch noch nicht (oder überhaupt) 1:1 auf dem Niveau von zb. Audi oder Mercedes produzieren.

Und wie gesagt, bzgl. K.I bzw. autonomer Mobilität sind sie, nicht zuletzt wegen der enormen (und immer weiter wachsenden) Fahrzeugflotte, die permanent Daten sammelt, in sehr vielen Bereichen ganz weit vorne. Damit meine ich nicht nur die schon in deren Fahrzeugen verfügbaren Funktionen. Und wer weiß schon wie genau es auf dem Gebiet bei Tech-Unternehmen wie Google oder Apple (usw) ausschaut, die Stand heute noch kein einziges Auto gebaut haben. Die aber schon sehr viel Rechenleistung in das Thema K.I. usw. investiert haben.

Technisch gesehen sind ja schon Teslas in der Lage zu lernen. Sie schicken permanent Bilder ins HQ, die bei Unstimmigkeiten von Menschen (oder einer dort laufenden K.I.) analysiert, und die Ergebnisse dann wieder in die Fahrzeug-Software "eingelernt" werden. Sowas gab es vorher auch noch nicht - und gibt es selbst heute bei den meisten (allen?) Konkurrenten noch nicht. Und sowas (Real-Daten-Analyse) kann man auch nicht so einfach einkaufen.

Ich bin mir nicht mal sicher ob das simulieren solcher Daten am Computer die selbe "Qualität" hat, man also auch ohne eine entsprechende Fahrzeugflotte auf den selben Stand kommen kann. Die K.I. müsste dann ja quasi Dashcam-Videos analysieren, die ja wiederum auch irgendwo herkommen müssen. Hier hätte dann vermutlich Google wieder einen Vorteil (wegen der ganzen Videos auf deren Servern [YouTube zb.]).


Edit:

Strategischer Vorteil Nummer eins:

Der frühe Start. 17 Jahre alt wird Tesla in einigen Monaten, der Erfahrungsschatz ist entsprechend groß. Weil andere Autobauer den Kaliforniern jahrelang nur untätig zusahen, sind die nun weit enteilt. Auf mindestens fünf Jahre schätzen Experten den technischen Vorsprung heute, die Innovationsstärke ist unerreicht. Hinzu kommt, dass Tesla als Startup nicht den Ballast eines hundert Jahre alten Verbrenner-Herstellers hat. Musk muss sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, was zehntausende Mitarbeiter, die nur Verbrenner bauen können, künftig machen sollen.

Vorteil Nummer zwei:

Tesla entwickelt und baut viele technisch besonders wichtige Teile selbst. Sie sind damit auf Tesla zugeschnitten und keine Kompromisslösungen, was sich etwa in der größeren Reichweite auszahlt. Bestes Beispiel: Die Batteriezellen. Tesla fertigt sie zwar zusammen mit dem japanischen Elektronik-Konzern Panasonic, dennoch sind es Spezial-Entwicklungen für Tesla. So brauchen die Tesla-Akkus im Model 3 nur einen Anteil von 1,8 Prozent Kobalt. VW liegt bei seinem ersten Großserien-E-Auto ID.3, das in diesem Jahr auf die Straßen rollen soll, bei rund 12 Prozent. Kobalt wird oft nicht nachhaltig und mit Kinderarbeit abgebaut, ist knapp und teuer – die eigenen, kobaltarmen Zellen sind also ein Segen für Tesla.

Und: Tesla hat kaum mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. Während die deutschen Autobauer derzeit nur gedrosselt E-Autos bauen können, weil sie zu wenige Zellen und andere Batterieteile geliefert bekommen, kann Tesla sich auf die eigene Fertigung verlassen. Sollte der Bedarf an Batteriezellen im laufenden Jahrzehnt tatsächlich um das 19-Fache steigen, wie von der Unternehmensberatung McKinsey vorhergesagt, könnte Tesla allein wegen seiner selbstproduzierten Batterien der weltweite Marktführer bleiben.

Dritter Vorteil:

Musk hat das Unternehmen von Anfang als Tech-Konzern mit typischem Silicon-Valley-Zuschnitt konzipiert. Tesla baut Autos so wie Apple die Handys: Mit höchster Software-Kompetenz, die im Valley – anders als in Deutschland – im Überfluss vorhanden ist. Die Autos gehen zum Kunden und werden, wie ein Smartphone, im Betrieb durch ständige Softwareupdates optimiert. Das ist eine Arbeitsweise, die deutschen Autobauern völlig fremd ist. Sie verkaufen ein Auto erst, wenn es zu 100 Prozent zu Ende entwickelt ist.
:top:


Edit2:

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"Die in dem Prototyp verbauten Scheibenbremsen wurden laut des Unternehmens nur aus Sicherheitsgründen verbaut"

Da haben wir schon das nächste Konzept bzgl. komplett elektrischer (bzw. ReKu-) Bremse. Ich bin mal gespannt wann das erste Serienfahrzeug damit ausgestattet wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und das ist eben der springende Punkt. Tesla setzt andere Prioritäten bei der Entscheidung was eine Schlüsseltechnologie ist und was nicht.
Eben, die Frage ist halt was dem normalen Kunden wichtiger ist.

Mit der Aussage wäre ich vorsichtig! Das ganze Konzept welches Tesla hier verfolgt nennt sich vertikale Integration.

Tesla entwickelt zum Beispiel seine Chips selbst und lässt sie dann bei TSMC fertigen. Keine Frage, die Eigenentwicklung ist riskant und kostet sicher einiges an Geld. Aber unter dem Stich ermöglicht es Tesla mehr Flexibilität. So kann Tesla schnell die Soft- und Firmware umschreiben und Chips ggf. umfunktionieren, wenn es in einem Sektor mal eng wird. Das funktioniert deshalb, weil viele Chips in den Autos "Standardhalbleiter"sind, die sich für diverse Zwecke nutzen lassen. Das widerum hat einen weiteren Vorteil: Tesla kann bei Firmen kaufen, welche diese "Standardkost" zwar anbieten, aber sich primär gar nicht auf dem Radar der Automobilindustrie befinden. Dieser enormen Flexibilität ist ein großer Teil des Erfolgs geschuldet.
Jetzt wäre ich an deiner Stelle vorsichtig mit der Aussage.

Es gibt dutzende Beispiele, bei denen sich Autofirmen in ihre vertikale Integration verrannt haben und dann eben, weil sie da ein Schweinegeld drin investiert haben nicht wirklich flexibel reagieren konnten und dem Markt hinterher gelaufen sind.

Vertikale Integration ist kein Allheilmittel und auch nichts, was andere im Automobilbau (nicht mit Chips, aber eben mit quasi allem anderen) nicht auch schon versucht hätten. Es gibt gelungene Beispiele dafür, aber fast alle Beispiele sind nur temporärer Natur.

Die Chips selber zu entwickeln ist sicher ein Alleinstellungsmerkmal für Tesla, ob daraus dauerhaft ein Vorteil entsteht sei mal dahin gestellt. Gerade eine so kleine Firma wie Tesla läuft da natürlich auch Gefahr sich zu verzetteln und mangels Manpower und Geld wirds dann schwer.

Zudem, ein eigener Chip macht noch lange kein gutes Auto. Das ist nur die Kür, wenn quasi alles andere tut. Aktuell sehe ich für meine Zwecke kein Feature das Tesla hat und ich nicht woanders auch bekommen würde - da aber halt mit einem vernünftig gemachten Auto drumherum und mit ordentlichem Service.
 
Schlechte Kommunikation wie immer.

Man liefert lieber aus anstatt auf Teile zu warten.
Aber man sagt das natürlich nicht.

Also ansich nicht dumm, aber unglaublich dreiste Aktion.
 
Vielleicht sparen sie sich einfach die aktuelle Hardware und rüsten dann bei denen, wo es wirklich nötig wird dann das nach das es braucht.... Solange FSD nicht zugelassen ist spielt es ja keine Rolle was drin ist, nutzen kann/darf man es ja eh noch nicht :D Aber die Kohle kann man schon mal kassieren.
 
Vertikale Integration ist kein Allheilmittel und auch nichts, was andere im Automobilbau (nicht mit Chips, aber eben mit quasi allem anderen) nicht auch schon versucht hätten. Es gibt gelungene Beispiele dafür, aber fast alle Beispiele sind nur temporärer Natur.
Das hab ich auch nie behauptet. Aber der Erfolg und die Auslieferungszahlen geben Tesla hier nun mal Recht. Wenn man es vernünftig macht, dann kann das auch funktionieren.

Werfen wir doch mal einen Blick nach Wolfsburg um zu sehen wie es VW mit der Old-School Methode so geht:

Jetzt wäre ich an deiner Stelle vorsichtig mit der Aussage.
Zwo, eins, Risiko :D
Spaß beiseite... ;)

Die Chips selber zu entwickeln ist sicher ein Alleinstellungsmerkmal für Tesla, ob daraus dauerhaft ein Vorteil entsteht sei mal dahin gestellt. Gerade eine so kleine Firma wie Tesla läuft da natürlich auch Gefahr sich zu verzetteln und mangels Manpower und Geld wirds dann schwer.
Absolut! Es ist immer ein Risiko wenn man irgendwo voran gehen will. Aber die Strategie dahinter finde ich persönlich einfach gut. Das Wissen im eigenen Haus zu haben ist gerade im Zusammenspiel von Hard- & Software essenziell.

Zudem, ein eigener Chip macht noch lange kein gutes Auto. Das ist nur die Kür, wenn quasi alles andere tut. Aktuell sehe ich für meine Zwecke kein Feature das Tesla hat und ich nicht woanders auch bekommen würde - da aber halt mit einem vernünftig gemachten Auto drumherum und mit ordentlichem Service.
Hier stimme ich dir auch zu! Es ist das Zusammenspiel von Hard- und Software welches bei Tesla in meinen Augen besser ist, als bei der Konkurrenz. Sieh nur mal in diverse Foren wo ein ID3/4-Thread existiert. Da werden Softwareprobleme angesprochen, die einem mächtigen Hersteller wie VW nicht passieren dürfen. Und diese Softwareprobleme haben noch nicht einmal was mit E-Mobilität zu tun. Wie fluffig die Infotaiment-Software bei Tesla funktioniert hat mich beim fahren des Model S Raven übrigend damals echt überrascht. Das war ich von BMW, VW & Co. anders gewöhnt.
 
VW hat bei den IDs versucht mit der Brechstange alles gleichzeitig zu ändern. Deshalb hatte man dann einen ähnlichen Auslieferungszustand wie Tesla zu Beginn einer Modellreihe. Und kein schlechtes Gewissen weil andere machen es ja auf. "Nur" die Wichtigkeit von OTA-Updates für diesen Zweck hatte man nicht verstanden.

Zu der reduzierten Steuergeräte-Ausstattung bei Tesla: Solang man beim Nachbuchen nicht einen erhöhten Satz zum nachrüsten verlangt sehe ich da kein echtes Problem. Kommunizieren sollte man sowas natürlich trotzdem, das nicht zu tun ist schlicht dumm und unnötig.
 
Das FSD wird immer teurer. Als wir unsere gekauft haben kostete das Gesamtpaket aus Autopilot und FSD noch 6000 Aufpreis, inzwischen sind sie auf über 11.000 gestiegen. Sobald man es kauft (egal ob sofort oder auch 2 Jahre später) gilt der Preis . Angeblich reicht die verbaute Hardware. Es gibt aber zwischen 2017 und so 2020 etliche Autos die den alten Nvidia Computer fürs Fahren hatten (Autopilot 2 und 2.5) und Tesla da seinen eigenen Rechner entwickelt hat. Leute die FSD gekauft haben bekamen bzw. Bekommen den neuen Rechner gratis. AP2 Kunden auch noch neue Kameras.
Die Frage ist halt für die Zukunft. Wenn FSD gesetzlich erlaubt wird wird man sehen welche Sensoren etc. noch nachgerüstet werden müssen.
ich denke Tesla ist sich des Risikos bewusst und weiss dass die derzeitige Hardware nicht reichen wird, und erhöht deswegen wohl stetig den Preis für das Paket. Fragt sich nur ob sie 2026 oder so dann noch 10 Jahre alte Autos aufrüsten… bezahlt wurde es ja.
 
Tesla geht einen anderen Weg und tut sich ja auch noch sehr schwer mit eben diesen Prozessen und das merkt man den Autos an. Tesla hat einen innovativen Antriebsstrang und auch sonst noch die eine oder andere Innovation zu bieten, aber die Autos selbst sind eher nicht state of the art, die Qualität ist auch sehr stark schwankend. Dazu ist der Service und der Umgang mit Mängeln sehr stark ausbaufähig. Eben das was ein klassischer Autobauer erheblich besser macht.
Sorry, wenn ich das so deutlich sage, aber in vielen Punkten ist Tesla den Arrivierten um Meilen voraus.

1.) Qualität lässt sich sicherlich drüber streiten, was man darunter versteht. Spaltmaße usw. sind sicherlich ein qualitativer Aspekt in denen Tesla den gehobenen Fahrzeugklassen meilenweit hinterherhinkt. Sieht man andere Aspekte, gehört zur Qualität aber eben auch so etwas wie Software, wie Wartungsbedarf etc. und gerade in diesen Aspekten steht Tesla schon wieder sehr sehr gut da.

2.) Service ist schon lange kein Gedanke mehr der arrivierten Autobauer. Ich nehme mal nur VW heraus und kann dir einige Dinge aufzählen die da eben nicht im Bereich des Service laufen, nimm mal nur die T5 AGR Schäden, hier hat VW nachweislich ein günstiges Aluminium verbaut, was sich auflöst und den Motor unwideruflich schädigt, was zu hohem Ölverbrauch und anschließendem Motorschaden führt, das Ganze bei oftmals nicht einmal 100.000 km. Man würde denken, ein Serviceorientiertes Unternehmen würde bspw. einen Rückruf starten und die AGR Ventile austauschen, nix da und es kommt noch schlimmer, keine Übernahme der Reperaturkosten, sofern man die Garantie überschritten hat, obwohl es nachweislich am schlechten Material liegt, der Fehler also schon im Werk eingebaut wurde. Nächstes Beispiel wäre der Umgang mit den Steuerketten, anfänglich wurde da versprochen "wartungsfrei", was in den Statuten dann irgendwas um 180.000km bedeutet hätte, mittlerweile musst du (selbst wenn du das Auto unter diesen Bedingungen gekauft hast) alle 60.000km tauschen. Kulanz, Übernahme von Kosten? Nix da! Kunde wird mit wahnsinnigen Werkstattkosten vergrault.

3.) der klassiche Autobauer hat meines Erachtens nach in den nächsten Jahrzehnten ausgedient, in meinen Augen gehen wir sogar wieder back to the roots und werden zunehmend sehen, dass sich wenige allgemein verfügbare Plattformen (Bosch und Benteler bieten soetwas) verfestigen und dafür hunderte, oder gar tausende Karosseriebauer auftauchen, die letzlich wie früher ein Fahrgestell mit ihrer Karosserie veredeln.

Dazu kommt, dass sich dank neuerer Technologien zunehmend Arbeitsschritte bei der Fertigung individualiseiren lassen, brauchte man früher teure Gussformen, teure Pressen und Stanzen und lohnte sich soetwas erst ab X Autos, sind 3D Druck, GFK/CFK heute schon echte Alternativen die es auch lohnenswert machen geringe Stückzahlen zu fertigen. Letzlich werden sich in zwanzig bis dreißig Jahren die Autobauer durch einen wesentlichen Kernaspekt unterscheiden und das ist die Software.
 
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