Die KNB bauen Kopfstationen aus, also im Grunde das was die Telekom auch macht. Neue Kabel in Straßen ziehen die bisher keinen Anschluss haben kommt kaum vor (das wäre das äquivalent zum FTTH/B Ausbau).
Hier im Ort z. B. haben die KNB einen schlechten Stand. Nur die Hauptstraße (etwa 30%) können KabelBW buchen. Zwar mit 200mbit, aber die Telekom bietet für mind. 99% 100mbit an. Das ganze bei 8000 Einwohnern auf 4 Gemeinden verteilt und mit geschätzt 60 DSLAMs.
Bei mir ists andersrum.
200k Einwohner-Stadt in einem der schlecht ausgebauten Gebiete. Sachsen halt, da kann man sich denken wo ich noch wohne.
Hier hat ungefähr ein Drittel der Leute VDSL verfügbar (in den letzten Jahren geschaltet), FTTH wurde hier sehr früh ausgebaut (will aber keiner, überall Rentner die es nicht nutzen). Kabelanbieter regieren hier, ungefähr 40/50 KD & Primacom, der Rest fällt auf Telecolumbus.
Und sie bauen aus - würde ich hier am Stadtrand ein Haus bauen, wäre das Kabel sofort drin.
Die sind nicht dumm, sie verdienen an den Anschlüssen viel Geld. Kein Anschluss - keine Kunden dort.
Hier sitzen die meisten beim Kabelanschluss. Wo die Telekomiker in 90% der Stadt keine 16k erreichen konnten (und alle die ihre Leitungen nutzen, auch nicht), waren die Kabelanbieter deutlich schneller, haben nur unwesentlich mehr gekostet und weil in vielen Häusern die Sat-Anlagen nicht gern gesehen sind, haben die Leute sowieso CableTV. Und sie bleiben da auch, weil sie zufrieden sind. Ich zieh jetzt um, kriege wieder einen Kabelanschluss. Obwohl VDSL schaltbar ist (max 50k laut Prüfung).
Und ich bin der Meinung das schnelle Anschlüsse in die Städte und größere Ortschaften ab 25k Leute gehören. Dörfer in der Pampa mit 20 Häusern sind unwirtschaftlich und müssen den Ausbau bezahlen. Würden sie es tun, hätten wir schon längst über 90% Abdeckung mit Kabel & VDSL/Fibre in jedem Haushalt mit mindestens 50mbit/s.
Die Städte sind ja ausgebaut und da ich nur in diesen lebe, jucken mich die Dörfer, die man mit der Lupe auf der Karte suchen darf, so gar nicht.