Man könnte ja damit anfangen, junge Leute nicht als "nichts" zu bezeichnen.
In einer Welt, in der sich selbst zunehmend die Leute zu wichtig nehmen, halte ich es für wichtig, die Leute erstmal richtig zu erden.
Also ja, in dem Kontext wie ich es meinte, bleibt der Stift zuerst das nichts. Was jetzt negativ klingt, ist aber gar nicht so gemeint. Auch ich habe über viele Jahre Auszubildende betreut und geschult. Davon hat sich zu 100% nie einer beschwert, weil ich immer Fair bin. Das ist Grundlage für alles.
Selbst das Hinweisen auf Missstände wird immer noch unterbunden.
Kann mir nicht vorstellen, dass das die Tagesordnung ist.
Und sehr wohl hat "der Stift" was zu melden, vor allem wenn es ihn selbst betrifft.
In Grenzen (wir reden an einander vorbei an der Stelle)

Auch das kleinste Licht macht Licht und ist damit nicht unwichtig.
Naja, am Anfang der Ausbildung ist der Stift eher ein Eimer Wasser, für das Licht der Kerze! Was nicht schlimm ist, man kann dem Stift ja erklären, was wieso weshalb. Dann muss aber auch gut sein und nein, der Stift sollte dann nicht seinen eigenen Stiefel durchziehen, sondern erstmal schauen und versuchen das ihm erklärte zu befolgen.
Auch er kann, darf und sollte in Prozesse mit eingebunden sein.
Sicher, Schrauben sortieren zum Beispiel

(Nicht ernst gemeint).
Ganz am Anfang der Ausbildung halte ich das für Pädagogisch fragwürdig. Ist genau wie bei Kindern, wenn man die direkt mit einbindet, obwohl die noch nicht dazu in der Lage sind.
Erst erden, dabei aber Fair bleiben. Dann kann man darauf aufbauen.
Aktiv. Sicher kommt da nicht immer was gutes bei rum, aber das ist bei Fachkräften ja nun auch nicht anders.
Du erzählst ja wiederholt, dass es ja früher nicht besser war und dass der Nachwuchs nichts zu melden hätte. Was soll man denn da auch anderes hinein interpretieren? Wertschätzung würde ich da wohl kaum hinein interpretieren.
Das mit früher habe ich glaube ich einmal als Beispiel erwähnt. Geht nur um das Gejammer...
Wertschätzung, wo bleibt aber der Respekt gegenüber denen die es schon viele Jahre machen.
Ich meine ich habe selbst oft erlebt, das Stifte es besser wussten, auf das Erklärte einen Dreck gegeben haben.
Weil die tollen Stifte von Heute eben auch keinen Respekt haben und aus irgendeinem Grund meinen die wüssten vieles besser.
Weitere Arbeitssklaven, die fressen, was man ihnen vorwirft, weil "es ja früher auch so war", hilft auch nicht weiter.
Das sage ich ja nicht, auch wenn du das so verstanden hast.
Wir reden aber nicht über Arbeitssklaven.
Was es braucht, ist ein Bewusstsein dafür, dass der heutige Nachwuchs die Zukunft von morgen ist.
Und das der Job das Mittel ist, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten und ich selbst etwas dafür Leisten muss.
Dass auch der AG kompromissbereit sein muss und seine Arbeitnehmer nicht als kleine Arbeitsbienen sieht.
Billige Arbeitskräfte sicher nicht, aber das man mal die Werkstatt fegt und den Müll raus bringt, gehört dazu! Aber auch das wird schon so verdreht, das es ja kleine Arbeitssklaven wären.
Es braucht grundlegende Förderungen und Änderungen im Bildungssektor.
Kein schlechter Gedanke. Woher kommt das Geld?
Auch Arbeitgeber, die Azubis ausbilden, müssen adäquat unterstützt und gefördert werden, um Azubis auch ordentlich ausbilden zu können. Ideen dafür hätte ich genug. Ob die umsetzbar sind, steht auf einem anderen Blatt.
Das ist im Handwerk wirklich ein Thema.
Sowas klärt man im besten Fall auch gar nicht über WhatsApp. Und wenn da Drogen im Spiel waren, sind das nun mal auch echte Probleme.
Ich habe nirgends etwas von Whatsapp geschrieben. Kann auch zu dem Punkt nicht hinspringen... (Ich meinte PN)
Wenn es mit dem AN nicht klappt, dann eben ne Kündigung, natürlich. Der AG ist natürlich nicht dafür verantwortlich, auf Teufel komm raus Sorge für die Probleme seiner AN zu tragen. Auch der AG hat Grenzen und sollte diese kommunizieren. Aber dieser Fall zeigt doch eindeutig, dass es eben nicht nur Faulheit ist. Ganz im Gegenteil.
Es müssen nicht mal Drogen im Spiel sein, sondern menschliche Schwächen, seelische Krankheiten, Ängste o.ä., die man sich zu äußern nicht traut. Auch das hat Gründe. Die meisten Menschen sind nicht faul.
Das letzte glaube ich nicht. Dafür habe ich das schon zu oft gesehen.
Auch im nahen Umfeld der Familie.
Die Mutter meiner Ex, lässt sich als Gesunde Frau seit Jahrzehnten vom Staat finanzieren, arbeitet 1,5 Std die Woche und beschwert sich, das der Staat ihr von Ihrem Lohn etwas abzieht und sie sich kein neues Protzhandy leisten kann.
Man hat die geschaut, als ich ihr sagte, das sie doch einfach mehr arbeiten soll.
Meine Mutter schlägt in die gleiche Kerbe, genau wie mein Vater die letzten 8 Jahre seines Lebens.
Oder die Söhne des späteren Lebensgefährten meiner Mutter.
Oder die Söhne von einem Arbeitskollegen... Das kann ich doch recht lang so weiter machen.
Aber deswegen meinte ich vorhin schon mal, vielleicht habe ich auch einfach überdurchschnittliche viele schlechte Erfahrungen mit meinen Mitmenschen gemacht.
Ich bleibe aber fair und objektiv und schaue mir jeden erstmal an, bevor ich den in eine Schublade stecke.