News Studie: Was erwartet die Gen Z vom Job? Geld steht ganz oben

Kenne sehr viele die nach dem Master entweder ins Ausland gegangen sind oder sehr gute Stellen bekommen haben. Die sind dann ins Vorstellungsgespräch gegangen und haben 35 Urlaubstage, Home-office Anspruch, Vier-Tage Woche usw. gefordert (Diensthandy ist ja mittlerweile Standard, Home-office in einigen Berufen auch). Warum auch mit weniger zufriedengeben wenn man Top ausgebildet ist und jeder einen haben will. Wenn die das nicht geben wollten dann gehts halt ins Ausland oder zu anderen Unternehmen, da gibts z.T. auch noch mehr Geld. Es ist ein Arbeitnehmermarkt und wenn die Arbeitgeber das nicht geben wollen bekommen sie halt keine Arbeitskräfte so einfach ist das. Da kann sich der 65 jährigen Chef dann noch so sehr wundern (oder eher aufregen) wo seine Lehrlinge und Auszubildenen bleiben. Wollen wohl alle nicht mehr arbeiten... :ugly:
Komisch nur das große Firmen wie Google maximal 2 Tage Homeoffice einrichten. Und fordern kann man viel, dann muss man aber eben auch sehr viel leisten. Und dann kommt es zur Überbeanspruchung, Unzufriedenheit und Burnout. Ich kann halt nicht das eine ohne das andere haben. Also entweder ich will richtig viel Kohle und arbeite richtig hart oder ich will weniger Stress und weniger Kohle. Das ist bei allen Unternehmen so, auch in den ausländischen.

Und soooo einfach ist das nicht mit "dann haben sie eben keine Auszubildene". Dann kommen eben halt Fachkräfte aus anderen Ländern die hier, für ihre Verhältnisse zu vorher, gut bezahlt werden. Und wer denkt, dass das anders ist bei guten Jobs, der hat noch nicht viel von der Welt gesehen. Zur Not wird halt die Leistung eingekauft.

Alles in allem sollte diese Nutella und Pommes-Generation ihre Ansprüche der Realität anpassen. Damit meine ich nicht dass es verkehrt ist einiges zu fordern, aber zu allem was ich fordere, muss ich auch bereit sein was zu tun. Ansonsten sollen sie halt in den Hafen der Beamten segeln. Da kann man diese Vorstellungen in etwa durchsetzen. Aber bitte nicht als Lehrer, die müssen auch noch was leisten.
 
Habe die Frage bestimmt schon bewusst gestellt, meinst du nicht ;)
Es wirkt als wärst du etwas vergrault. Nicht das ich dafür kein Verständnis hätte.
Aber ich finde Konzerne haben eine Verantwortung und müssen sich diesen stellen.
Wäre echt schade um die ganzen wirklich wichtigen Errungenschaften der Menschheit.
Weiße Schoki, Kölsch, Beethoven, Dire Straits, der Strand von vielen Ländern die einfach verschwinden
wenn wir so weitermachen.
Das macht mich wirklich verrückt...
Auch eine Methode mit der erdrückenden Realität umzugehen
 
Diese Diskussion, wieviel jeder hat und braucht und wieviel jeder bekommen soll, führt doch zu garnix.

Die Menschen haben alle die gleichen Grundbedürfnisse. Wer sich da jetzt darüber sieht und meint, mehr bekommen zu müssen als der andere, der hat schon nicht begriffen worum es geht. Ab in die Heilanstalt für Geisteskranke.

Die meisten sind ja noch den Argumenten der Reichen aufgessesen, die da so oder so ähnlich lauten "Man kann ja nur einen guten Betrieb aufbauen mit Kapitalmenge X, ansonsten lohnt sich das nicht" "Wenn wir unseren Reichtum ins Volk überführen würden, dann würde das ja alles in irgendwelchen dunklen Kanälen versickern". So läuft das eben in Dunkeldeutschland. Das sind keine Gleiche unter Gleichen. Auch net der jammernde Stundent, der seine ach so tolle Uniausbildung finanziert bekommt um dann mit mitte zwanzig gleich als Führungskraft zu arbeiten. So viele Führer hatten wir noch nie in Deutschland. Klar das der Führungsposten dann irgendwann an Wert verliert. Und die gequirlte Kacke die denen dort eingetrichtert wird, das quillt jeden Tag aus dem Fernseher heraus, weil die haben mittlerweile schon die Politik erobert. Grüne die mit Waffen dealen und sich öffentlich als Panzerwagenexperten darstellen. Einfach lächerlich ist das. Der einzige Wert ist der Euro.

Hier die passende Musik dazu:

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Bekomme das bei uns in der Firma mit, was da alles direkt im ersten Lehrjahr schon gefordert wird bzw. für das erste Lehrjahr. Da setzen sich Leute ins Vorstellungsgespräch und fordern für den Ausbildungsbeginn erst mal ein Diensthandy, Firmenwagen und volle Fahrtkosten Übernahme und so Geschichten. Also da frage ich mich wirklich, wo die falsch abgebogen sind. Und das ist eher die Regel, nicht die Ausnahme. Letzte Woche erst jemanden gehabt, der hat 60 Tage Urlaub versucht zu bekommen, während des Vorstellungsgesprächs für einen Ausbildungsplatz. :ugly:
Joa und ? Firmen sind doch da genauso unrealistisch. Da sucht man nen Senior Network Engineer, aber der soll auch noch Linux Spezialist sein, natürlich RedHat UND Debian, Windows Server soll er aber auch alles können, natürlich mit Certs, nebenher soll er auch SQL als auch Oracle im Schlaf beherrschen und sich bestens mit Storage, Hochverfügbarkeit und Co auskennen.

Wir bieten dann bis zu 25k€ Jahresgehalt, aber nur wenn man auch das Bonusziel Virtualisierung noch abhaken kann, sonst muss man sich eher an 20k€ orientieren. Natürlich ist eine 42 Stunden Arbeitswoche normal, Home Office gibts nicht, Überstunden werden nicht vergütet und Mittagspause max. 30 Minuten gefälligst !

Und jetzt am Plärren sein weil die Leute genauso rotzfrech sind wie die Firmen bisher waren. Ich finds geil und lach mir eins. :lol:
 
Joa und ? Firmen sind doch da genauso unrealistisch. Da sucht man nen Senior Network Engineer, aber der soll auch noch Linux Spezialist sein, natürlich RedHat UND Debian, Windows Server soll er aber auch alles können, natürlich mit Certs, nebenher soll er auch SQL als auch Oracle im Schlaf beherrschen und sich bestens mit Storage, Hochverfügbarkeit und Co auskennen.

Wir bieten dann bis zu 25k€ Jahresgehalt, aber nur wenn man auch das Bonusziel Virtualisierung noch abhaken kann, sonst muss man sich eher an 20k€ orientieren.

Und jetzt am Plärren sein weil die Leute genauso rotzfrech sind wie die Firmen bisher waren. Ich finds geil und lach mir eins. :lol:
Vergiss bitte nicht 10 Jahre Berufserfahrung, möglichst jung und flexibel einsetzbar (also kein Privatleben haben). :ugly: Ach ja, Familienplanung sollte natürlich auch nicht sein und man muss natürlich für die Firma leben.
 
Du willst also 14 Euro für jemanden der Arbeiten macht, die man in 5 Minuten erlernen kann?
Das ist doch egal wie lange man die Arbeit erlernen muß. Wer Vollzeit arbeitet soll auch davon leben können.
Und nicht noch beim Staat aufstocken müssen.
Gut dann bitte den Lohn für Fachkräfte mit mehrjähriger Ausbildung, Weiterbildung etc um 50-100% nach oben, weil die verdienen teilweise nicht mal 14 Euro.
Ich kenne keinen Facharbeiter der 14 oder 15 Euro verdient. Eher geht das bei 17 Euro los. Wo lebst du denn?
 
Zuletzt bearbeitet:
Als wäre es nur die jüngere Generation, die jammert. :ugly: Sorry, aber da ist die ältere Generation auch nicht besser. Ganz im Gegenteil.
Ok, dann hasse ich alle Jammerlappen. Oder kann das zumindest nicht hören.
Wie ich zuvor schon sagte, ist das Leben sehr wohl ein Wunschkonzert. Wäre es das nicht, wären wir alle nicht selbstbestimmt. Auch du nicht.
Du hast es nicht verstanden! Ich hier deiner Meinung, benenne es bloß anders als du.
Und nein, Selbstbestimmung muss man sich nicht erst "verdienen" oder "erarbeiten". Die hat man. Das ist ein Recht.
Selbstbestimmung verdienen, habe ich etwas anderes ausgesagt. NEIN.
Ja worüber reden wir denn jetzt hier? Anekdotische Evidenz hilft uns hier nicht weiter.
Glaubst du hier im Forum zu so einem Thema einen Konsens zu finden? Wie soll das gehen, ohne genauestes ausarbeiten diverser Ansätze usw.
Wir reden nicht über einen banalen kurzen Austausch von wissenschaftlichen Fakten.
Wenn wir uns faule Eier heran züchten, dann sind wir selbst Schuld.
Ja, ich geben jedem der daran mitwirkt seine Schuld daran. Ein jeder macht ja auch da mit, nur unterschiedlich ausgeprägt.
Auch du als Leistungsträger. ;) Keine Sau will gesagt bekommen, dass man "nichts" ist
Der Stift hat erstmal nichts zu melden (damit meine ich jetzt nicht, das dieser nicht auf echte Missstände hinweisen darf, sollte). Der Stift ist das kleinste Licht am Arbeitsplatz und das Verständnis dafür geht vielen Stiften heute ab.

Nicht am Stift stören bitte, ist in diesem Fall nicht negativ gemeint. Sondern nur kürzer und schneller zu schreiben.
und dass es ja früher auch doof war und die Jüngeren es nicht besser haben sollten.
Habe ich ja so nicht gesagt. Nur weil XY irgendwas anderes herein interpretiert.
Das ist völliger Unfug und weder lösungsorientiert, noch hilfreich.
Was hilft denn wirklich, sicher nicht das man heutigen Stiften die Welt ohne etwas dafür zu tun zu Füßen legt.
Wie schon gesagt wurde: Vor sich selbst. Vor den Konsequenzen des menschlichen Handelns. Das ist kein philosophischer Mumpitz, sondern ein schlichter Fakt, dass die Menschheit sich durch Maßlosigkeit selbst zugrunde richten wird. :)
Durch Maßlosigkeit, interessant.
Dann erklär mal, lass mal stecken, wird hier zu lang. Gerne aber per PN, dann kann man sich dazu länger austasuchen.
Vollkommen korrekt. Kapitalismus bedeutet im grunde: Jeder kann Eigentum erwerben (wie auch immer der aussehen mag). Was wir gerade haben, ist pervertierter Kapitalismus.
Bin mir nicht sicher ob du das richtig definierst.
 
Bemerkenswert wie oft und vor allem unverhohlen hier sozialistisches Gedankengut geäußert wird.
?
Es geht um einen Sozialen Umgang mit den Menschen und der Endlichen Ressourcen, viele verstehen dies nicht und wundern wenn Menschen aus aller Welt vor unseren Grenzen stehen und auch was vom Kuchen wollen.
Aber dank der Populistischen Kagge ist natürlich der Mensch der seit letzter Woche da ist schuld und es liegt nicht an einem System das seit Jahrzehnten krank ist.
Dazu ist es offenbar aktuell voll im Trend Leistung ohne entsprechende Gegenleistung zu verlangen.
Ich denke wenn man einen Konzern Jahrelang im Ausland für Hungerlöhne und Kinderarbeit und/oder für schlimmste Umweltverbrechen nicht belangt hat und heute wo immer mehr ersichtlich ist das diese System nicht mehr tragbar ist nun zur Kasse gerufen wird, sollte dankbar darüber nicht schon eher gefragt geworden zu sein.
Azubis die von der ersten Woche an immer wieder "krank" sind, ständig zu spät kommen, lernresistent sind und die Arbeit nicht sehen, als ausgebeutete Opfer darzustellen - obwohl der Betrieb (aufgrund des zusätzlichen finanziellen sowie zeitlichen Aufwandes der Ausbildung) das tatsächliche Opfer ist, weil am bzw. noch vor dem Ende der Ausbildung klar wird, dass alle Mühe vergebens war.
Es gibt sehr viele arten von unsozialem Verhalten
Letztens hatten wir einen Azubi, der durch schlechte Leistung in der Berufsschule mehrfach durch die theoretische Prüfung geflogen ist.
Dennoch hat mein Chef ihn nach gescheiterter Ausbildung wie eine Fachkraft in Vollzeit eingestellt nur um dessen Undankbarkeit in Form von monatelangem(!), teilweise unentschuldigtem Fernbleiben der Arbeit serviert zu bekommen.
Das ist natürlich auch nicht Sozial.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist doch egal wie lange man die Arbeit erlernen muß. Wer Vollzeit arbeitet soll auch davon leben können.
Nein, es ist eben nicht egal.
Es gibt halt Arbeiten die nicht jeder kann und die müssen besser entlohnt werden.
Wiederum gibt es Leute, die schaffen es gerade so ne Schraube irgendwo einzudrehen.
Die sollten nicht das gleiche verdienen.
Ich kenne keinen Facharbeiter der 14 oder 15 Euro verdient. Wo lebst du denn?
Es ist egal wo ich lebe, sondern welche Leute ich kenne.
Was glaubst du denn was Facharbeiter verdienen, 25-30€ die Stunde?
 
Nein, es ist eben nicht egal.
Es gibt halt Arbeiten die nicht jeder kann und die müssen besser entlohnt werden.
Wiederum gibt es Leute, die schaffen es gerade so ne Schraube irgendwo einzudrehen.
Die sollten nicht das gleiche verdienen.
Deswegen verdienen ausgelernte Facharbeiter ja auch ne Ecke mehr.
Es ist egal wo ich lebe, sondern welche Leute ich kenne.
Was glaubst du denn was Facharbeiter verdienen, 25-30€ die Stunde?
Wie gesagt kenne ich niemanden der unter 17 Euro als Facharbeiter verdient.
Und 17 Euro bekommen schon welche die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben.
 
Nicht nur das, man hat sich auch mehr über die Arbeit identifiziert. Für mich z.B. ist die Arbeit reines Mittel zum Zweck, ich bin nicht emotional oder so an meinen Arbeitgeber gebunden. Genauso wie es eben auch andersherum ist. Wenn ich nicht mehr so funktioniere wie der Arbeitgeber es gewohnt ist wird er alles daran setzen mich loszuwerden und genau das tue ich auch. Klar gibt es ganz wenige Ausnahmen, aber die werde ich ganz sicher nicht suchen.
naja das ist bei jedem anders.
Ich tu das schon, aber ich hab auch dafür Studiert und es mir ausgesucht.
Was aber nicht heißt, dass ich mich nicht in 10 Jahren weiterentwickle und woanders sehe.
Und darauf gibt es eine ganz einfache Antwort. Wenn die Forderungen wirklich so absurd sind wird keiner darauf eingehen und der Arbeitnehmer muss sich anpassen. Wird darauf eingegangen waren die Forderungen wohl doch nicht absurd. Es wird doch immer gerne von "Der Markt regelt das" schwadroniert. Warum nicht auch hier?
Das ist aber genau das was ich meine: der Markt regelt: und wenn die Arbeitgeber nur noch solche Arbeitnehmer finden, weil eben die ganzen Generationen ab jetzt so denken, muss der Arbeitgeber auch Kompromisse eingehen
Der Arbeitsmarkt ist aktuell stark im Wandel und das ist verdammt gut so. Sieht man auch wunderbar am Homeoffice, vor Corona völlig undenkbar und auf einmal zeigt sich, dass es eben doch geht.
ja, und ein Teil kommt eben von den jüngeren Generationen. Deshalb ist so eine Einstellung teilweise auch gut, sogar "für die alten". Aber hat auch Nachteile, eben die, die Loyal im Job sein MÖCHTEN und der Trend in eine andere Richtung geht
 
Deswegen verdienen ausgelernte Facharbeiter ja auch ne Ecke mehr.

Wie gesagt kenne ich niemanden der unter 17 Euro als Facharbeiter verdient.
Und 17 Euro bekommen schon welche die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben.
Ahja 3 Euro sind für dich ne Ecke mehr?
3 Euro mehr zu deinem gewünschten Mindestlohn sind ein Witz.
 
Die Menschen haben alle die gleichen Grundbedürfnisse. Wer sich da jetzt darüber sieht und meint, mehr bekommen zu müssen als der andere, der hat schon nicht begriffen worum es geht. Ab in die Heilanstalt für Geisteskranke.

Deswegen funktioniert Sozialismus nur auf dem Papier. Der Faktor Mensch macht es unmöglich.
 
Die kann nicht so wie sie eigentlich gerne will. Weil die FDP mit im Boot ist.
Ich bin froh das es die FDP gibt. So ist das halt mit unterschiedlich gelebten Leben und Erfahrungen. Zumindest war ich das mal. Hauptsache Rot grün können nicht ungehindert.... zu politisch. ;)
Der Mindestlohn muß rauf. Handwerker verdienen doch genug.
Was hast du denn geraucht ;) (nicht böse gemeint, eher scherzhaft)
Was verdient denn ein KFZ Mechaniker bei euch, ein Elektriker beispielsweise?

Im Schnitt
Hier KFZ Brutto 2600€ (keine Neulinge)
Elektriker Brutto 2700€

Dem KFZ blieben so als nicht mehr Jobneuling, so knapp 1780€ netto.
Alle Kosten die der Bürgeldbezieher die das Amt zahlt mal abziehen...
Ich finde nicht das Bürgergeld und einfache gelernte Handwerker im richtigen Verhältnis stehen (finanziell).

Das sind übrigens schon 15€ Std. Hier sehe ich eher das diese Jobs hier eher bei 18€ liegen sollten.
Wo bekommt denn ein ungelernter Postbote 17 Euro und mehr?
59227 Ahlen (Vorhelm) gab es vor kurzem Flyer in der Post dazu. Ab sofort 15,xx€ und schon sicher ab dem 1.4. 17,60€ ungelernt!
Im Münsterland zwischen Dortmund und Hannover.
Wir haben nicht mal 14 Euro Mindestlohn.
Postboten?
Mein Sohn wohnt noch zu Hause. Der ist 19 1/2. ;)
Die eine unterrichtet in Köln, die andere in Ibbenbüren ;)
 
Für welche die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben.
Nach mehreren Berufsjahren bekommen die mehr.
Nochmal, am Poppes.
Guck mal in Tariflohnlisten, denen ist egal wie lange deinen Job schon.
Die Lohngruppe bleibt die Gleiche.
Oder anders herum, gleiche Arbeit, gleiches Geld.
Es ist egal ob du besser, schneller etc bist, du kriegst genau das Gleiche nach 20 Jahren im Beruf, wie der Azubi der gestern ausgelernt hat.
 
Für welche die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben.
Nach mehreren Berufsjahren bekommen die mehr.
Die auf dem Bau. In der Industrie wird sowieso meistens nach Tariflöhnen bezahlt.
IG Metall sieht für einen Elektriker in der Industrie in NRW knapp 3000€ vor.
Das ist mau.

Das ist das schöne an diesem Thema, es kann nie einen Konsens geben.
 
Gehen wir mal davon aus du hast im ersten Jahr Handwerk 750€ Netto pro Monat (Was schon sehr sehr großzügig ist).
Ich finde das ist schon viel Geld für jemanden der noch nichts kann, und alles beigebracht bekommt.

Meine Azubi´s leisten im ersten jahr quasi nichts, und kosten nur meine Zeit, weil ich denen ersteinmal die Grundlagen beibringen muss. Wenn ich mich mit meinen Azubis hinsetze und für die Schule lerne, oder etwas neues beibringe, muss der Arbeitgeber mich und meinen Azubi bezahlen. In der Zeit sind wir aber 0% Produktiv für die Firma.

Klar zahlt sich das aus, weil nachher gute Mitarbeiter rauskommen. Aber das sollte man auch beachten.

Auch kann es doch nicht sein das man als "alter" Arbeiter ~1/3 mehr Geld für die selbe Arbeit kriegt als
Berufsanfänger.

Meistens haben die alten Arbeiter aber mehr erfahrung und können selbstständiger Arbeiten. Ich kann meine Arbeit zu 95% ohne Rückfragen erledigen, auch wenn es Konstruktionen mit speziellen Anforderungen an Werkstoffe etc. sind. Neue mitarbeiter sind bei uns aufgeschmissen und müssen alles erfragen.

Bin jetzt 8 Jahre im Unternehmen. Bis ich auf meinem jetzigen Wissensstand war sind bestimmt 3-4 Jahre vergangen.
Mittlerweile kenne ich die Regelwerke ziemlich gut, lerne aber immernoch dazu.

So selbstverständlich finde ich das persönlich nicht.
Klar, das Geld muss stimmen - im Sinne von es muss eine angemessene Mindesthöhe haben. Aber ganz ehrlich: Ich verdiene lieber (für meinen ausgeübten Beruf) leicht unterdurchschnittlich aber habe dafür SEHR gute Arbeitsbedingungen. 35h-Woche, Unternehmen stellt Sozialleistungen, Versicherungen, Arzt/Zusatzversicherung, Kinderbetreuung, Dienstwagen und vieles mehr (Gratis-Kaffeeflatrate - das ist unser Obstkorb :ugly: ), niemand schaut böse wenn du mal spontan Urlaub brauchst, ich kann im Wesentlichen kommen und gehen wann ich will.
Alles natürlich unter der Prämisse dass die Arbeit sauber erledigt wird (manche der Vorteile oben wie das mit der sehr freien Arbeitseinteilung muss man sich halt erst erarbeiten bzw. der Chef muss sehen dass das auch funktioniert) - was aber ja sowieso selbstverständlich sein sollte... zumindest für mich als knapp 40-jährigen.

Geht mir genauso.
Diese flexibilität in meinem jetzigen Beruf möchte ich nie wieder abgeben. Ich kann sozusagen machen was ich will, solange meine Arbeit erledigt wird. Es wurde noch nie ein spontaner Urlaubstag abgelehnt, und wenn ich früher gehe sagt niemand was. Das beruht natürlich auf gegenseitigkeit. Der Arbeitgeber kann sich auf mich verlassen, dass ich diese Freiheiten nicht ausnutze.

Hatte letztens die wahl, ob ich 5% mehr Gehalt möchte, oder die Arbeistzeit wird von 40 auf 38 Stunden gesenkt.
Habe die senkung der Arbeitszeit genommen. Geld ist nicht alles.

Schon einmal überlegt wer die Drecksarbeit in den meisten Betrieben machen muss für 1/4, mit glück 1/3 des Geldes?
Schätze mal nicht.
Wenn du es normal findest das die Azubis lieber übergebliebene Schrauben sortieren die under 1 cent das Sütck kosten, statt zu Lernen oder diesen wirklich etwas beizubringen, bist du definitiv Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.

Das ist meiner meinung nach das schlimmste was es gibt. Azubis sind da zum lernen und nicht für die Drecksarbeit.
Leider sehen das viele Unternehmen nicht so. Kommt aber immer drauf an in welchem Maße man sowas macht.

Ich lasse meine Azubis auch manchmal Drecksarbeit machen, weil es einfach dazugehört. Aber nicht andauernd.
Da stirbt keiner von, wenn er mal einen halben Tag schrauben sortiert. Wenn man ausgelernt hat macht man auch manchmal Drecksarbeit die keinen spaß macht. Meine Azubis meckern aber auch dabei nicht.
 
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