AW: Steve Jobs tritt als Apple-Chef zurück
Android wird für Apple kaum zur Gefahr, da es nur ein Teilsegment betrifft.
Apple macht afaik >80% seines Umsatzes mit iOS-Geräten und die Unterschiede in Hardware werden zunehmend geringer.
Wenn man auf dem immer weiter gesättigten Markt Leute dazubringen will, das alte Gerät zu ersetzen, dann muss man Funktionalität liefern - vorraussichtlich in Software. Und da stehen Android und iOS zunehmend in gleicher Position, wie Windows und MacOS im Desktopbereich. Das könnte zu enormen Umsatzeinbrüchen für Apple führen, wenn das eigene Produkt einen zu geringen Teil des Gesamtpaketes ausmacht und die offene Plattform der Konkurrenz durch eine größere Zahl externer Entwickler entscheidende Vorteile bietet.
Auch die Computer laufen nur unter ferner liefen. Die Frage ist was das Ziel ist, möglichst hohe Stückzahlen oder möglichst hoher Ertrag? Dell (einer der weltgrößten Computerhersteller) wäre froh wenn er das Geld verdienen würde welches Apple Quartal für Quartal mit ihren 5% Marktanteil einsackt.
Dell würde sich gruseln, wenn sie die Einnahmen von Apples PC-Sparte hätte. Was beeindruckend ist, sind Apples Handy, Tablet und (noch) MP3-Playerverkäufe. Und da verkauft Apple nicht zu höchsten Preisen, sondern eher im Mittelfeld, und macht den Umsatz sehr wohl über die enormen Stückzahlen.
z.B. Nokia. Die verkaufen viel und verdienen wenig.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die deutlich weniger Smartphones verkaufen, als Apple.
Richtig, nur das Apple eben genau das nicht bietet. Nämlich Ware für angemessenes Geld. Denn die Geräte sind schlicht überteuert. Sonst würde ja hinten nicht die Marge rausspringen.
Marge (im Sinne von Verkaufskosten vs. Stückpreis) sind im Elektronik-Bereich überall gigantisch, weil der Löwenanteil der Kosten (Entwicklung, Vermarktung) als Fixkosten anfällt. Wenn du Apples Preise bewerten willst, musst du dir den Gewinn angucken und auf Einheiten umrechnen.
Der ist die letzten Jahre immer noch großzügig, aber keineswegs haushoch über der Konkurrenz. Man kann vortrefflich darüber streiten, ob es sich lohnt, ein Gehäuse aus einem Stück zu fräsen, anstatt aus zwei Hälften zu pressen oder ob 3 mm Dicke beim Tablet/Smartphone/MP3-Player weltbewegende Dimensionen sind - aber sie begründen die hohen Preise bei Apple nicht nur in ihrer Eigenschaft als Alleinstellungsmerkmal, sondern auch in Form von höheren Herstellungskosten, als bei vergleichbaren Konkurrenzprodukten.
Apfel hat sich über den längeren Zeitraum der Firmengeschichte gut gemausert, zuletzt mit Jobs interessante und vorgebende Produkte entwickelt, mehr nicht.
Genaugenommen hat sich Apple nur in den Jobs-Phasen gemausert, dazwischen bog die Kurve klar nach unten ab. Es hat schon seinen Hintergrund, wenn die Ankündigung von Magenschmerzen durch Jobs eine (in Börsen-$$$ ausgedrückt) größere Bedeutung hat, als eine Kriegsankündigung durch Obama.
Ich könnte mir auch 10 Geräte von Amazon zuschicken lassen, zwei Wochen testen und dann zurückschicken. Ist auch Teil des Services, aber ist das sinnvoll?
Genaugenommen ist das ein Missbrauch des Verabsatzrechtes, denn du hast offensichtlich beim Großteil deiner Bestellung gar nicht vor, sie zu behalten.