News Stellungnahme: Intel findet die Ursache für instabile Core-CPUs

Na toll! Geht aufwärts bei Intel, mit der Ursache hat man dann das gefunden was händeringend gesucht wurde um den gleichen Fehler in der Zukunft zu verhindern, hoffentlich hat man AL nicht deshalb verschoben?

Ansonsten mal ne Frage an diejenigen die auch schon betroffen sind, wie merkt man eigentlich ob man betroffen ist? Hab hier einen Terminalserver stehen der allle drei oder vier Tage mal die Grätsche macht, Ereignisanzeige ist leer und HWInfo Log bringt mich auch nicht weiter, da sieht alles normal aus. Aber plötzlich hängt das Ding und ein Hard Reset muss her; CPU ist natürlich ein 13900K. BIOS ist mittlerweile up to date, aber lief natürlich relativ lange mit dem normalen alten Versionen, Board ist ein W680 von ASUS (auch nicht mehr das was es mal war), keinerlei OC und "brauchbare Temps".
 
Ich bezweifle, dass man so einen Hardware-Fehler mit einem Patch beheben kann. Wahrscheinlich werden Teile der CPU abgeschaltet - nicht das, wofür Intel-Kunden einen stolzen Preis bezahlt haben.

AMD wirds freuen, wenn Intel pfuscht.
 
Was mir persönlich als Kunde fehlt ist ein Tool zum Testen. Ich zocke nur auf meiner CPU und sie ist meist nur zu ca. 20-30% belastet, die Wahrscheinlichkeit für Stabilitätsprobleme ist also eher gering. Wie kann ich mir aber zu 100%ig sicher sein, dass meine CPU einwandfrei funktioniert? Wäre ja auch wichtig zu wissen, falls man sie mal verkaufen möchte. Ich hoffe Intel reicht sowas nach.

Das ist kein ja/nein Problem. Schaltkreise werden überstrapaziert, bauen schneller ab und verlieren so binnen Quartalen an Taktpotenzial je Spannung, was eigentlich Jahrzehnte hätte dauern sollen – aber es bleibt ein fließender Prozess und letztlich ist die Frage "stabil oder nicht?". Das kann nicht über einen einfachen Single-Click-Test prüfen; Übertakter wünschen sowas seit Jahren vergeblich. Im Prinzip läuft eine vorgeschädigte CPU nach dem Patch etwas jenseits ihres definierten Stabilitätsraums. Also so als hätte man eine ungeschädigte leicht übertaktet oder leicht undervoltet. Aber in allen drei Fällen muss man den vollen Aufwand an Stabilitätstests durchziehen, um zwischen "dennoch stabil" und "in manchen Situationen instabil" zu unterscheiden.

Das wird bei Intel schon jemand durchgerechnet haben, mit dem Schluss, "unser Marketing ist so stark, dass werden die Kunden bald vergessen haben, die paar, die Überhaupt einen Austausch angefragt haben, sind zusammen günstiger als ein kompletter Rückruf" (oder so ähnlich).

Es ist kein vereinzelt auftretender Produktionsfehler, den man zurückrufen und beheben könnte. Es ist, bei einem Teil der gefundenen Fehlerursachen, eine Fehlansteuerung die einen Großteil der Desktop-Produkte der letzten zwei Jahre geschädigt haben könnte. Die alle prophylaktisch auszutauschen, obwohl sie fehlerfrei laufen und zum Teil gar nicht betroffen sind, wäre nicht nur schweineteuer, würde den Marketingschaden weitaus größer machen* und die Problemursache nicht beheben (Eigenbau-DAU 08/15 baut dann die neue CPU ein, traut sich aber wieder nicht ans UEFI ran). Es ist vor allem schlichtweg physisch unmöglich. Wo soll Intel denn Ersatz für sämtliche High-End-CPUs der letzten Jahre hernehmen? Die haben nicht 50 Prozent ihrer gesamten Produktion auf Halde gelegt. Ein Austausch auch intakter CPUs würde vermutlich bis Ende 2025 oder länger dauern und dazu führen, dass Leute mit tatsächlichem Defekt dann monatelang ohne Rechner dastehen, bis sie in der unendlich langen Warteliste an die Reihe kommen.

*: Wie hier schon mehrfach festgestellt: Der durchschnittliche OEM-PC-Käufer, der sowieso kaum betroffen sein sollte, kriegt doch außer einem automatischen Update gar nichts mit. Wenn man seinen Rechner einschicken und damit seine Daten für eine Service-Maßnahme riskieren soll, ist das dagegen kaum übersehbar.
 
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