schließlich ist der Erwerb von Wissen was in diesem Fall für die Installation und Einrichtung eines Computersystems von Nöten ist, eine Frage zeitlicher Ressourcen.
Nicht nur das, sondern auch notwendigkeit.
Die meisten 10jährigen bedienen bis zu dem Alter nur touchscreens und die dazu passenden Geräte, weil sie keinen PC mehr bedienen können müssen. Menschen, die nicht PC-affin sind, haben teilweise nur noch ein iPad zuhause, von smartphones abgesehen.
Von wem sollen diese Geldmittel kommen, vom japanischen Staat oder von Investoren?
So funktionieren Konsolen. Bei der PS3 hat Sony angeblich bis kurz vor Schluss bei jeder Konsole draufgezahlt. Das haben die Aufschläge auf Spiele dann wieder reingeholt, nicht umsonst zahlt man seit langer Zeit auf Konsolen für jedes Spiel einen 10er drauf.
weil es eben drölftausend andere MiniPCs gibt zum basteln.
Ich glaube nicht, das Valve diese Leute erreichen will. Es gibt genug Leute, die FertigPCs zum Spiele spielen kaufen. Selbst da gibt es genug, die keine Ahnung haben und sich von den Optionen erschlagen fühlen. Die Steammachine ist da eher wie ein iPhone, kaufen, anschließen, funktioniert ( oder, wenn es das nicht tut, kümmert sich jemand drum, das es das bald tut).
Abschließend glaube ich, dass die Zielgruppe die sich Valve zusammenreimt nicht existiert. Die Steam Machine ist zu teuer für den Massenmarkt aber gleichzeitig auch zu schwach, um mit seinen Comfort-Features zu punkten. Ich gehe von einer sehr kleinen Auflage aus und denke, die meisten Kunden werden hier eher den Namen als das Produkt kaufen.
Ich glaube, das Valve ursprünglich deutlich weniger Geld verlangen wollte. Man baut so ein Produkt ja nicht von heute auf morgen. Wenn man bummelig 350€ für verteuerten RAM, VRAM und SSD vom Preis abzieht, wäre die Steam Machine auf einem ähnlichen Niveau mit den aktuellen Konsolen gewesen (abzüglich subventionierung, was Valve bewusst nicht machen wollte) und dann funktioniert dieses Gerät auch am Markt.
Ich habe viel "Aber ich kann mir einen besseren MiniPC für weniger Geld basteln!" gelesen, was zwar stimmen mag, aber an dem Produkt und auch der Marktentwicklung vorbei denkt. Normalerweise bekommt man bei einem vorgefertigten PC ein Kühlkonzept, das mit etwas Glück funktioniert ( GamersNexus hat eine ganze Videoreihe dazu, wo sie genau solche PCs testen) und einen Rechner in einer normalen Desktopgröße.
Valve baut hier auf einem eigenen PCB mit einem eigenen Kühlkonzept auf extrem engen Raum einen wirklich kleinen Würfel, den man sogar zum Teil noch upgraden kann. Der Startschuss für die Entwicklung und der "Point of no return" werden nicht gerade gestern gewesen sein und die Tests von GamersNexus sagen, dass das Gerät thermisch echt gut dasteht.
Das andere Thema sind die Käufer: Die meisten hier gehen als absolute Fachleute durch. Ihr könnt euch alle einen PC blind konfigurieren, ohne vorher irgendwo nachzufragen. Ihr habt sogar ein Gefühl dafür, was ein Teil Preis-Leistungstechnisch bringt und werdet anderen, die euch fragen, von gewissen Produkten abraten, je nach use case. Die meisten Leute da draußen wissen nicht mal, was ein Betriebssystem ist, bis es kaputt ist. Die haben ihre "Programme auf dem Bildschirm".
Ein Sprichwort besagt, das Fachleute das Fachwissen von Fachfremden selbst dann noch massiv überschätzen, wenn sie sich eh schon Mühe geben. Ihr kennt das alle von Hotlines, wenn der ISP mal wieder spinnt. Da muss dann der Router erstmal erklärt und dann neu gestartet werden, auch wenn ihr unter Umständen schon sagen könnt, bis wo eure Pakete beim ISP kommen.
Diese Leute wird die Steammachine vom Konzept her ansprechen. Vom Preis leider aktuell noch nicht, aber das dauert auch nur noch bis zur nächsten Generation Xbox/Playstation, die werden ähnlich teuer sein. Ich kann nur empfehlen, sich mal den Verbraucherpreisindex anzuschauen, um eine Idee dafür zu bekommen, wieviel teurer alles sogar monatlich wird. Seit 2020 sind das über alle Bereich hinweg schon 22% und Karotten federn in der Rechnung die KI-Kosten noch ab.