Spieleentwicklung: Branchenveteran hält 80-Stunden-Woche für legitim und erntet Kritik

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Ich hab mir das jetzt eine Weile angesehen und bin froh wieder in die Privatwirtschaft zurückzuwechseln. Lieber hab' ich nur 6-7 Wochen Urlaub, ein bisschen Zeitausgleich, als den Job. Noch dazu verdient man das 3-4x.
Ich ziehe hier meinen Hut vor Lehrern die das länger als ein paar Jahre schaffen (die "faulen", oder diejenigen die schon resigniert haben ausgeschlossen. Der Großteil der Lehrer ist absolut top motiviert und um das Beste der Kinder besorgt).

Frau meines Trauzeugen ist Realschullehrerin und verbeamtet, bekommt A13. Das sind grob gerechnet im Grundgehalt 3200€ netto. (ohne Kinder, verheiratet etc...)
Du willst mir also erzählen du bekommst zwischen 9000 und 12000€ NETTO im Monat?
Und die Dame, so gern ich sie habe, arbeitet sicher KEINE 80h die Woche. Man kann die Kirche auch mal im Dorf lassen und muss nicht übertreiben.

@Deimos
Wenn man den Originalartikel liest merkt man seine Beweggründe. Aber der letzte Absatz:
If working on a game for 80 hours a week for months at a time seems “strenuous” to you … practice more until you’re better at it. Making games is not a job, pushing a mouse is not a hardship, it’s the most amazing opportunity you can possibly get paid to pursue … start believing it, and you’ll discover that you are even better at it. Don’t be in the game industry if you can’t love all 80 hours/week of it — you’re taking a job from somebody who would really value it.

Sorry, das geht garnicht. Wenn seine Vorstellung der Spieleindustrie nur funktioniert indem man 80h/Woche arbeitet dann liegt der Fehler im System. Ja der Druck ist größer geworden. Früher gabs nur ein paar Studios und wenn die Titel veröffentlicht haben war der Hype riesig. Heute gibt's für jedes Spiel zig Clone, es gibt dutzende Firmen die irgendwie versuchen was zu basteln was nach TNBT aussehen könnte.

"Pushing a mouse is not hardship" Mag sein. Aber nach 8h konzentrierter Computerarbeit mag der ein oder andere auch mal platt sein. Gamen am PC und arbeiten am PC sind 2 vollkommen verschiedene Dinge.
 
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Ich kann nur jedem raten, den originalen Beitrag zu lesen, bevor man sich echauffiert.
Die "Zusammenfassung" von PCGH ist schlichtweg Bullshit.
Habe ich gelesen. Die Zusammenfassung ist kein Bullshit. Er widerspricht sich sogar selbst. Einmal behauptet er, dass das pure Maus übern Tisch schieben keine Arbeit sei. Dann beschwert er sich darüber, dass diese Mausschieber keine Passion für ihre Arbeit aufbringen. Ja was denn nun? Er beschwert sich, dass Spieleentwickler nach Stechuhr arbeiten, ignoriert aber völlig, dass es durch die Publisher zu einem Stechuhr-Business geworden ist. Und was er völlig ignoriert ist die Tatsache, dass ein Hobby-Entwickler, der eben 80h die Woche daran sitzt und sein ganzes Herzblut in das Projekt steckt, am Gewinn verdient. Wer also die Leute nur nach Vorschrift bezahlt, braucht auch nicht erwarten, dass die Leute mehr als nur nach Vorschrift arbeiten. Wenn er Herzblut der Entwickler in den Projeklten sehen will, sollte er sie einfach daran teilhaben lassen.
Und ja, ich bin ebenfalls der Meinung, dass das Zeitporblem in jedem Projekt ein Management-Fehler ist. Ich habe genug Software-Projekte miterlebt. Zeit ist das wichtigste Gut in einem solchen.
 
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Was heißt bitte schön seinen Job zu lieben?

Ich liebe meinen Job auch, aber das heisst noch lange nicht, dass ich mich den ganzen Tag nur noch damit ständig beschäftige und ich gar keine Zeit für meine Partnerin (!) oder Freunde habe.
Bei so einer Woche würde ich am Wochenende nur noch daheim rumsitzen, bei einer 40h-Woche könnte man wenigstens noch am Wochenende was unternehmen, etwas von der Welt erleben.
Da muss man realistisch bleiben - der Job ist zwar ein wesentlicher Anteil des Lebens, aber er ist keineswegs das Wichtigste. Es gibt unmengen an Dingen, die man als Mensch kennenlernen sollte,
seinen Job verrichten kann man auch mit wenig Stunden und ihn ebenso lieben, aber dafür auch entsprechend Qualität in 8 Stunden am Tag anbieten.
...und ich bin kein Faulenzer, ich hatte auch schon eine 70-80 Stundenwoche, d.h. aber nicht, dass ich das jede Woche mache!

Wann werden die Menschen eig. erkennen, dass alle am Ende ihres Lebens sagen, dass die wichtigste und wertvollste Zeit mit den Menschen, die einem Nahe stehen, war?

Wie hat mal einer weiser Mann gesagt...:

Es gibt wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mahatma Gandhi
 
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80h :lol: .... also wenn man wirklich sonst nichts zu tun hat bitte.... Sorry aber da lebt ja nur noch um zu arbeiten.

Ich gehe wirklich gerne meinen Job nach und bin auch bereit Überstunden einzulegen, wenn es wirklich wichtig/notwendig ist. Aber 80h inner Woche zu knuffen. Nee danke.
Daür schnappe ich mir zu gerne auch mal mein Fahrrad mitn Hund und es geht raus anne Luft. Bei 16h pro Tag hätte man ja netmal 8h Schlaf, nach Hause muss man ja auch noch,oder man stellt ein Zelt am Arbeitsplatz auf und überrascht den Chef jeden Morgen mit einem schönen Frühstück :ugly:
 
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Als ich meine Ausbildung zum Programmierer gemacht habe, gab es auch genug Leute in der Klasse, die 8H pro Tag gearbeitet haben und in ihrer Freizeit nochmal 8H programmiert haben. 80H pro Woche halte ich auf Monate hinweg zwar für übertrieben, aber in der Branche arbeiten nun mal viele, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben.
 
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60-80 Stunden sind auch in Deutschland keine Seltenheit, für viele Selbständige ist das gelebte Arbeitsrealität.
Auch im Angetelltenverhältnis trifft man sowas (hier und da) an, diverse Großkanzlein machen da auch während des Bewerbungsgesprächs keinen Hehl daraus: "In ihrem Vertrag stehen 40 Stunden, rechnen sie mit dem Doppelten. Als Ausgleich werden sie auch doppelt entlöhnt und bekommen Boni...."
Es muss sich allerdings jeder fragen, ob es einem das Wert ist?!
Ich bin jetzt Anfang 30, und habe mein Urteil gefällt....nämlich das Zeit wichtiger ist als Geld.
Das geht sogar soweit, dass ich und meine Frau meine lieb-gewonnene Großtstadt in ein paar Monaten verlassen werden, um zwischen unsere Arbeitsorte in die Provinz (30tsd Einwohner) zu ziehen.
Das ändert von der Fahrzeit für mich zwar nichts, aber meine Frau erspart sich damit ca. 1,75 Std Arbeitsweg täglich......da kommen im Monat etliche Stunden zusammen, die man viel besser nutzen kann als in einem Zug zu sitzen.
Davon mal abgesehen --> wohl dem der sich das aussuchen kann, unser Einkommen ist sagen wir mal "gut" vermutlich besser als bei vielen Anderen, so dass wir uns Geld nicht viele Sorgen machen müssen --> ein Teil der Gesellschaft kommt mit ihrem Job kaum über die Runden, so dass der Trend zu Nebenjob geht.
Also wer 80 Stunden pro Woche buckeln will oder muss, da ziehe ich meinen Hut vor, aber für mich wird es das auf keinen Fall geben......da würde ich lieber auf Lebensstandarts verzichten, als auf die Zeit.
 
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also wenn der großteil der spieleentwickler und programmierer da mit ziehen mit 80 Stunden die woche über monate, erklärt das natürlich auch das immerzu abnehmende niveau der veröffentlichten spiele. Ich warte lieber länger auf ein gutes spiel als jedes jahr einen aufgehübschten klon ohne story zuspielen.
 
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Frau meines Trauzeugen ist Realschullehrerin und verbeamtet, bekommt A13. Das sind grob gerechnet im Grundgehalt 3200€ netto. (ohne Kinder, verheiratet etc...)
Du willst mir also erzählen du bekommst zwischen 9000 und 12000€ NETTO im Monat?
Und die Dame, so gern ich sie habe, arbeitet sicher KEINE 80h die Woche. Man kann die Kirche auch mal im Dorf lassen und muss nicht übertreiben.


Wie überall gibts auch schwarze Schafe. In unserer Schule sinds sicher jeder Sprach, Mathe usw Lehrer (alle die Schularbeiten oder Testfächer haben) die wesentlich mehr als 40h arbeiten, locker 60.
Und na klar kriegst du das in der Privatwirtschaft, wenn du 2 Fäche studiert hast und einen dementsprechenden Job hast. Gerade in der IT und gerade am Anfang (am Ende der Lebenszeit verdient man als Lehrer ganz ok, aber da sprechen wir von 30-40 Jahre Beruf, 2 studierte Fächer usw usf... traurig. Das hatte ich schon im 1. Jahr in der Privatwirtschaft...
 
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Lehramtsstudenten hören in den jeweiligen Fächern nach dem 4. Semester auf.;)
Ich kenne Leute, die haben Elementarphysik und Mathematik in Reinform studiert. In den Kursen, die die gehockt sind, haben die noch nie einen Lehramtsstudenten gesehen.
Ersterer musste auch schwer mit den Augen rollen, als ich dem erzählt habe, was ich im Physikunterricht "gelernt" habe. Es gibt Physikabbrecher, die mehr Ahnung haben, als so mancher Mittlere-Reife-Lehrer.:schief:
 
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Wo ist denn das Problem? Es war früher ganz normal:

800px-Workweek_development_de.svg.png

Wochenarbeitszeit – Wikipedia
 
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Und nur zur Info, wir sprechen hier von jemanden, der sich über Arbeitsweisen seit den 80ern Gedanken macht. Wir sprechen außerdem über den Menschen, der Quasi im Vorbeigehen die Engines für Doom, Quake, Doom 3 usw entwickelt hat, außerdem (neben der Entwicklung von Doom 3) mal eben die Steuerungstechnologie von Raketenantriebe entwickelt hat und neben der Entwicklung von Rage Oculus die gesamte Software programmiert hat. Wir sprechen von John Carmack, der sich ein paar Wochen hingesetzt hat und dann die Steuerung der OLED Displays von Samsung in einer Low-Level Programmierung völlig verändert hat, sodass die vorher nicht zu VR Systemen kompatiblen Displays plötzlich eben doch VR Kompatibel waren.
Das haben die Samsung-Mitarbeiter, die das seit Jahren machen nicht hinbekommen, dazu hat es das Genie Carmack gebraucht..
Schreibt Euch das hinter die Ohren!
 
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Kinderarbeit war in Europa früher auch ganz normal.;)
Ja, und ist es etwas schlimmes? Unser Land wurde auch darum so weit aufgebaut, weil Kinder mitgeholfen haben, tun sie heute noch auf jedem Bauernhof und in jedem kleinen Laden. Es geht um sinnvolle Begrenzungen, nicht um kategorische Verbote. Das Kinderarbeit heute in der dritten Welt geächtet wird, soll viel mehr unseren Status konservieren. Kinder müssen natürlich zur Schule, aber ab 12 ca. 2 Stunden und ab 16 4 Stunden nebenbei zu arbeiten, wäre wunderbar mit der Schule zu vereinbaren.

Was meint ihr, wie lange eine Hausfrau arbeitet, 8h am Tag? Wenn ich an frühe Jahre und Arbeit mit extrem guten Freunden oder befreundeten Kollegen zurückdenke, dann es alles andere als anstrengend, 12h zusammen zu arbeiten. Es war fruchtbar, es hat Spaß gemacht und es war ein gutes Gefühl, abend neue Prototypen in der Hand zu haben, die man Morgens erdacht hat. Es kommt iummer auf die Arbeit und das Umfeld an, das darf man nicht vergessen.
 
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Ja, und ist es etwas schlimmes? Unser Land wurde auch darum so weit aufgebaut, weil Kinder mitgeholfen haben, tun sie heute noch auf jedem Bauernhof und in jedem kleinen Laden. Es geht um sinnvolle Begrenzungen, nicht um kategorische Verbote. Das Kinderarbeit heute in der dritten Welt geächtet wird, soll viel mehr unseren Status konservieren. Kinder müssen natürlich zur Schule, aber ab 12 ca. 2 Stunden und ab 16 4 Stunden nebenbei zu arbeiten, wäre wunderbar mit der Schule zu vereinbaren.

Was meint ihr, wie lange eine Hausfrau arbeitet, 8h am Tag? Wenn ich an frühe Jahre und Arbeit mit extrem guten Freunden oder befreundeten Kollegen zurückdenke, dann es alles andere als anstrengend, 12h zusammen zu arbeiten. Es war fruchtbar, es hat Spaß gemacht und es war ein gutes Gefühl, abend neue Prototypen in der Hand zu haben, die man Morgens erdacht hat. Es kommt iummer auf die Arbeit und das Umfeld an, das darf man nicht vergessen.

Nach deiner Logik sollten wir die Sklaverei, Frondienst, Knechtschaft und Zwangsarbeit vieleicht auch wieder einführen. :schief:
 
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Ja, und ist es etwas schlimmes?
Hmm, kommt drauf an, die Kinder früher haben in Kohleminen gearbeitet und mit heißem Wasserdampf mit den Fingern den Filz für Hüte bearbeitet. Erstere hatten spätestens mit 20 Bluthusten, letztere kamen nach Hause und konnten nichts mehr anfassen, weil ihre Fingerkuppen versengt waren.

Keine Ahnung, habe sowas noch nie gemacht, aber ich denke, außer für Sadisten, dürfte das ziemlich genau die Definition von "schlimm" treffen.:ka:
 
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Hmm, kommt drauf an, die Kinder früher haben in Kohleminen gearbeitet und mit heißem Wasserdampf mit den Fingern den Filz für Hüte bearbeitet. Erstere hatten spätestens mit 20 Bluthusten, letztere kamen nach Hause und konnten nichts mehr anfassen, weil ihre Fingerkuppen versengt waren.

Keine Ahnung, habe sowas noch nie gemacht, aber ich denke, außer für Sadisten, dürfte das ziemlich genau die Definition von "schlimm" treffen.:ka:
Es geht nicht um die Auswüchse, das haben wir zum Glück nicht mehr nötig, aber die Arbeitsschutzgesetze in Deutschland mit Beschränkung auf max. 10h haben mich hin und wieder extrem genervt. Es ist für die meisten ein guter Schutz vor ausbeuterischen Chefs, aber in diesem Forum erwarte ich vor allem kreative, und für die sind solche Beschränkungen Mumpitz. Ich weiss selber, was ich machen kann und will. Es zu fordern, ist etwas anderes. Die 40h Woche ist gut, Aber freie Überstundenkonten und die Möglichkeit des Abfeierns oder auszahlens, je nach Willen des Arbeitnehmers, sind auch ein Stück Freiheit
 
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Es gibt Leute, die arbeiten keine 40 Stunden, sondern deutlich drüber.
Pflegekräfte z.B., oder eben der Durchschnitts-Programmierer in einem Durchschnitts-Softwarebetrieb.
Oder Ingenieure bei so mancher Halbleiter-Firma (alle schon mal gesehen, blutunterlaufenere Augen und kaputtere Hosen findet man nur bei wenigen)
Und ich hatte schonmal erwähnt, dass Kinder heutzutage von ihren Eltern zum Abitur regelrecht genötigt werden.
Dazu kommen noch Studenten, die inzwischen ihr Hirn "dopen", um über die Runden zu kommen.

Burnout, Schlafstörungen und Depressionen sind nicht umsonst die Volkskrankheit heute. Denk' mal drüber nach.;)
 
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@Deimos
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If working on a game for 80 hours a week for months at a time seems “strenuous” to you … practice more until you’re better at it. Making games is not a job, pushing a mouse is not a hardship, it’s the most amazing opportunity you can possibly get paid to pursue … start believing it, and you’ll discover that you are even better at it. Don’t be in the game industry if you can’t love all 80 hours/week of it — you’re taking a job from somebody who would really value it.

Sorry, das geht garnicht. Wenn seine Vorstellung der Spieleindustrie nur funktioniert indem man 80h/Woche arbeitet dann liegt der Fehler im System. Ja der Druck ist größer geworden. Früher gabs nur ein paar Studios und wenn die Titel veröffentlicht haben war der Hype riesig. Heute gibt's für jedes Spiel zig Clone, es gibt dutzende Firmen die irgendwie versuchen was zu basteln was nach TNBT aussehen könnte.

"Pushing a mouse is not hardship" Mag sein. Aber nach 8h konzentrierter Computerarbeit mag der ein oder andere auch mal platt sein. Gamen am PC und arbeiten am PC sind 2 vollkommen verschiedene Dinge.
Man sollte sich imo nicht an den 80 Stunden aufhängen. Das ist nicht die Kernaussage der Kolumne (anders, als es z.B. die PCGH-Überschrift suggeriert), sondern lediglich ein Stilmittel.
Die Kernaussage ist, dass Entwickler passioniert sein sollten. Leute, die Herzblut in ihr Projekt stecken. Leute, denen nicht ein hohes Salär oder geregelte Arbeitszeiten an erster Stelle stehen, sondern der Wunsch, etwas mit Begeisterung schaffen zu können.

Bez. Vorstellung zur Funktionsweise der Spieleindustrie s.u. :)

Habe ich gelesen. Die Zusammenfassung ist kein Bullshit.
Sie ist tendenziös, reisst Aussagen aus dem Zusammenhang, gibt sie sogar falsch wieder und macht daraus plakative Headlines. => Bullshit.

Er beschwert sich, dass Spieleentwickler nach Stechuhr arbeiten, ignoriert aber völlig, dass es durch die Publisher zu einem Stechuhr-Business geworden ist. Und was er völlig ignoriert ist die Tatsache, dass ein Hobby-Entwickler, der eben 80h die Woche daran sitzt und sein ganzes Herzblut in das Projekt steckt, am Gewinn verdient. Wer also die Leute nur nach Vorschrift bezahlt, braucht auch nicht erwarten, dass die Leute mehr als nur nach Vorschrift arbeiten. Wenn er Herzblut der Entwickler in den Projeklten sehen will, sollte er sie einfach daran teilhaben lassen.
Und ja, ich bin ebenfalls der Meinung, dass das Zeitporblem in jedem Projekt ein Management-Fehler ist. Ich habe genug Software-Projekte miterlebt. Zeit ist das wichtigste Gut in einem solchen.
Meines Erachtens gehts ja genau um die Art und Weise, wie die Spieleindustrie funktioniert: er prangert dieses Stechuhr-Business an. Er appelliert an Entwickler, zu Unternehmern zu werden, Risiken einzugehen und ihr eigenes Ding zu machen, wenn man mit den Zusänden unzufrieden ist, statt darüber zu jammern.

Das der Beitrag keine wissenschaftliche Analyse der Branche liefert, dürfte klar sein - schliesslich ist eine Kolumne. Da darf schon etwas Träumerei dabei sein imo.

Um vielleicht gerade die PCGH als Beispiel zu nehmen: wie oft arbeiten Phil, Raff und Co. bis spät nachts, um aktuelle und interessante Benchmarks liefern zu können?
Das machen sie (mutmasslich :devil:) nicht, weil Thilo sie dazu zwingt, sondern weil sie ihre Arbeit lieben (sonst würden sie das schlichtweg nicht machen).

Mehr solche Leute wünscht sich St. John für die Spielebranche. Mit Ausbeute durch Publisher o.ä. hat sein Beitrag imo nichts zu tun.
 
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Lehramtsstudenten hören in den jeweiligen Fächern nach dem 4. Semester auf.;)
Ich kenne Leute, die haben Elementarphysik und Mathematik in Reinform studiert. In den Kursen, die die gehockt sind, haben die noch nie einen Lehramtsstudenten gesehen.
Ersterer musste auch schwer mit den Augen rollen, als ich dem erzählt habe, was ich im Physikunterricht "gelernt" habe. Es gibt Physikabbrecher, die mehr Ahnung haben, als so mancher Mittlere-Reife-Lehrer.:schief:
Dafür hast du mehrere Richtungen und Grade. Natürlich machst du nicht im selben Umfang wie das Hauptstudium 2-4 Studien, das wäre ja Wahnsinn.
Aber du hast halt als Lehramtler für Gymnasien 2 halbe Studien + Pädagogik usw usf.
Und bist dementsprechend ein Akademiker. Und für einen Akademiker verdient der Gymnasiallehrer in den meisten Lehrern sehr wenig
Wo ist denn das Problem? Es war früher ganz normal:

Anhang anzeigen 891691
Wochenarbeitszeit – Wikipedia

Einfache Antwort auf deine Dolle Grafik:
grafiken_08_12b.jpg

Auch ganz normal "damals": wesentlich geringere Lebenserwartungen, andere Arbeitsbelastung.
Ich habe weiter vorne den Unterschied zwischen geistiger und körperlicher Belastung bei Jobs über 40h schon erklärt
Ja, und ist es etwas schlimmes? Unser Land wurde auch darum so weit aufgebaut, weil Kinder mitgeholfen haben, tun sie heute noch auf jedem Bauernhof und in jedem kleinen Laden. Es geht um sinnvolle Begrenzungen, nicht um kategorische Verbote. Das Kinderarbeit heute in der dritten Welt geächtet wird, soll viel mehr unseren Status konservieren. Kinder müssen natürlich zur Schule, aber ab 12 ca. 2 Stunden und ab 16 4 Stunden nebenbei zu arbeiten, wäre wunderbar mit der Schule zu vereinbaren.

Was meint ihr, wie lange eine Hausfrau arbeitet, 8h am Tag? Wenn ich an frühe Jahre und Arbeit mit extrem guten Freunden oder befreundeten Kollegen zurückdenke, dann es alles andere als anstrengend, 12h zusammen zu arbeiten. Es war fruchtbar, es hat Spaß gemacht und es war ein gutes Gefühl, abend neue Prototypen in der Hand zu haben, die man Morgens erdacht hat. Es kommt iummer auf die Arbeit und das Umfeld an, das darf man nicht vergessen.

Wir sollten absolut alles, was uns bis hierher gebracht hat, nochmal machen: Sklaverei, Ausbeutung, Frauen schlagen, Kinderarbeit.... nicht wahr?
Der Mensch hebt sich aber von Natur und Evolution ab, weil er sich weiterentwickelt (manchmal auch zurück).
Kinderarbeit gibt es nur da, wo die Kotsten bis aufs Extremste runtergedrückt werden müssen. Überall wo Kinder schuften, ist ein normaler oder ausländischer Arbeiter zu teuer.
Man braucht also nicht von einem "sinnvollen Rahmen" sprechen, jede Firma die Kinder einstellt, tut dies nur, weil sie mit einer absoluten Skrupellosigkeit Geld sparen will
 
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