Sound ***Diskussionsthread***

Dazu gibt es nur eins zu sagen:
186693d1310556435-lasst-ihr-den-guertel-triple-facepalm.jpg


Hat hier wirklich niemand eine "Studiokarte"?
 
Ich hatte mich nach Anschaffung der Lautsprecher kurz in dem Bereich der Studiokarten umgeschaut, das für meine Bedürfnisse und Finanzen dann aber als ungeeignet angesehen. Mit den ESI-Karten schien einiges möglich zu sein, weiß da aber zu wenig zu. Hab also leider absolut keine Ahnung in dem Bereich. Ich such mal ein Youtube-Video raus.
 
Die Prodigy HD2 die ich mal an Nfs weitergegeben hatte, hat auch den ESI Treiber. Dort kann man per virtuellem Kabel ganz schön verschiedene Quellen mit verschiedenen Ausgängen kombinieren. Die genauen Optionen hab ich aber nicht mehr im Kopf.
 
Auf musicload.de gibt's WAV zu kaufen.
Edit: WAV lässt sich in FLAC umwandeln - ist das gleiche nur in einer anderen Schachtel (Qualitätsmäßig)

Habt ihr eigentlich auch schonmal korrupte Dateien gehabt, ich hatte ein paar da war ein Kratzen oder sowas drauf an immer der gleichen Stelle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist vermutlich kein Kratzen, sondern ein digitales Übersteuern. Das ist eines der Resultate des Loudness Wars. Da wird die Dynamik eingeebnet und bis an die Schmerzgrenze ausgesteuert. Wenn das dann übertrieben wird (eigentlich ists ja an sich schon ne Übertreibung), dann kann es zu solchen übersteuerten Tracks kommen.
 
Das ist vermutlich kein Kratzen, sondern ein digitales Übersteuern. Das ist eines der Resultate des Loudness Wars. Da wird die Dynamik eingeebnet und bis an die Schmerzgrenze ausgesteuert. Wenn das dann übertrieben wird (eigentlich ists ja an sich schon ne Übertreibung), dann kann es zu solchen übersteuerten Tracks kommen.

Wobei ich das noch trennen würde. Der Loudness War führte ja zunächst eher zur Kompression der Dynamik. Die Übersteuerungen hingegen sind (nicht nur, aber durchaus) Resultat schluderiger Arbeit, die ich auch schon auf älteren CDs oder solchen mit größerer Dynamik noch finden konnte. Es ist ja auch prinzipiell nicht verkehrt, die Maximalamplitude auf 0 oder -1 dB zu setzen. Natürlich wird das nicht mehr reichen, wenn der Rest schon so laut gemacht wurde, dass man nun darüber hinaus müsste. Trotzdem sehe ich das noch als zwei Paar Schuhe an.

Abgesehen davon kann ich Hänschen hier mal zustimmen (:wow:), musicload bietet viele Titel inzwischen auch als Wave. Einziger Nachteil gegenüber FLAC ist halt, dass man die ganzen Tags selbst erstellen muss, da die in Waves nicht vorhanden sein können (wobei mein foobar bei einigen Waves tatsächlich welche anzeigt, fragt mich bitte nicht warum).

Darüberhinaus mal was ganz anderes:
So wie ich die Diffusfeldentzerrung von Beyerdynamic verstehe sorgt diese (wie die Entzerrung wohl ziemlich jedes anderen Herstellers) ja dafür, dass die Kopfhörer den Klangeindruck entfernter Schallquellen liefern und eben nicht wie direkt am Ohr klingen. Techniken wie Dolby Headphone verändern das Audiosignal nun ja ebenfalls, sodass es entfernt und auf bestimmten Positionen befindlich klingt. Die Frage, die sich mir stellt: Werden eigentlich alle Kopfhörer entsprechend entzerrt oder gibt es da Unterschiede zwischen den Herstellern/Modellen die dazu führen könnten, dass sowas wie Dolby Headphone auf manchen Kopfhörern besser klingt, da schon der räumliche Eindruck des normalen Signals unterschiedlich wäre? Hoffe, man versteht, was ich meine. :o
 
Leute ich höre immer "Dynamik" und es sagt mir jedesmal fast nichts :ugly:
Ich weiss es ist etwas aus der BMW Werbung ne ?

Kann mal einer das genauer erklären ?

Die Dynamik einer Aufnahme ist ganz vereinfacht gesagt der Unterschied zwischen der leisesten und der lautesten Stelle.

Bei Aufnahmen wird die Dynamik der Originalquelle eigentlich immer mehr oder weniger stark komprimiert. Soweit so normal, so gut. In den letzten Jahren ist es aber leider zu Auswüchsen gekommen. Das nennt man den Loudness War. Im Zuge dieses Phänomens werden die Aufnahmen auf einen Dynamikumfang von wenigen dB komprimiert um lauter und damit anspringender zu klingen. Leider leidet darunter die Natürlichkeit. Heute sind praktisch alle Mainstream Aufnahmen so verhunzt und selbst neuaufgelegte Klassiker werden von Auflage zu Auflage klanglich immer schlechter weil stärker dynamikkomprimiert.

Um nochmal darauf hinzuweisen. Dynamikkompression ist an sich nichts schlechtes und praktisch zwingend notwendig um Livemusik aufzunehmen. Nur die Übertreibung ist schädlich - wenngleich bei Autoradios, Küchenradios oder an anderen Orten an denen es potentiell laut zugeht durch eine stärkere Kompression die Verständlichkeit stark erhöt wird und dort tatsächlich eine gewisse Daseinsberechtigung für starke Kompression vorhanden ist. Allerdings könnte die heute auch jedes Autoradio einstellbar darstellen, man müsste nicht gleich alle Kunden so quälen.


Zu den Verzerrungen. Klar haben die erst mal nicht sofort mit dem Loudness War zu tun, sind aber Auswüchse desgleichen Problems, dass offenbar viele Musiker und Produzenten glauben, dass sie umso mehr wahrgenommen werden und verkaufen können, je lauter ihre Aufnahme ist. Früher mag es auch die eine oder andere Aufnahme gegeben haben, die solche Fehler drauf hatte (ich habe keine einzige solche Aufnahme) aber das Problem hat sich im Rahmen des Loudness Wars verschärft. Mittlerweile haben auch Bands wie Metallica (bei denen man nicht davon ausgehen kann, dass da Laien an den Reglern sitzen) völlig übersteuerte und unerträglich produzierte Aufnahmen am Start.

Ein weiteres Problem, dass zur Häufung solcher Fehler führt ist, dass Musik als Kunstform und Kulturgut zunehmend an Wert verliert und oft möglichst billig und schnell (bei den ganzen (Casting-)Sternchen mit einer Halbwertszeit von wenigen Wochen kann man sich keine Zeit im Studio lassen, sonst kennt die ja niemand mehr wenn die Platte erscheint) produziert werden muss. Zudem vlt. von Leuten, die schlicht nicht mit dem Equipment umgehen können und es einfach nicht besser können, weil ein richtiger Toning. schlicht mehr Geld gekostet hätte.

Insgesamt hat - nicht nur bezogen auf diese offensichtlichen Fehler - das dazu geführt, dass heute Mainstream Musik im Mittel schlechter aufgenommen und produziert wird als das z.B. in den 70ern der Fall war.
 
Dynamik beschreibt den Unterschied zwischen den zwei maximalen Punkten in einem Signal, um es mal allgemein und etwas grob auszudrücken. Bei der Musik bedeutet das: Wie laut ist der lauteste Ton im Titel im Vergleich zum leisteten? (Nicht zu verwechseln mit dem Rauschabstand, der das Verhältnis vom Signal zum Rauschen bezeichnet; ein Signal unterhalb der Rauschgrenze würde in diesem untergehen)
Stell Dir vor, eine Gitarrensaite wird leicht angeschlagen. Danach wird volle Suppe auf eine Trommel gehauen. In Wirklichkeit wäre letzteres deutlich lauter als ersteres. Großer Lautstärkeunterschied = Große Dynamik bzw. großer Dynamikumfang also.
Auf CDs bzw. Musikdateien überhaupt wird das aber leider gerne mal komprimiert, sodass leise Töne zu laut sind. Dementsprechend leidet die Qualität des Musikstücks. Nicht unbedingt durch Übersteuerungen (wie gesagt, die sind was eigenes), sondern alleine wegen der Unnatürlichkeit. Beispiele gibt es viele, ich führe gerne Subway to Sally - Meine Seele brennt an. An sich ein geiles Lied, aber die durchschnittliche Lautstärke ist da zu hoch. Wird in der Strophe eher geredet, wird im Refrain quasi geschrien. Durch die Kompression ist der Lautstärkeunterschied aber viel zu niedrig, sodass der nötige Schwung, der erwartete Anstieg hier fehlt. Langweilig. :(
 
Darüberhinaus mal was ganz anderes:
So wie ich die Diffusfeldentzerrung von Beyerdynamic verstehe sorgt diese (wie die Entzerrung wohl ziemlich jedes anderen Herstellers) ja dafür, dass die Kopfhörer den Klangeindruck entfernter Schallquellen liefern und eben nicht wie direkt am Ohr klingen. Techniken wie Dolby Headphone verändern das Audiosignal nun ja ebenfalls, sodass es entfernt und auf bestimmten Positionen befindlich klingt. Die Frage, die sich mir stellt: Werden eigentlich alle Kopfhörer entsprechend entzerrt oder gibt es da Unterschiede zwischen den Herstellern/Modellen die dazu führen könnten, dass sowas wie Dolby Headphone auf manchen Kopfhörern besser klingt, da schon der räumliche Eindruck des normalen Signals unterschiedlich wäre? Hoffe, man versteht, was ich meine. :o
Theoretisch funktioniert es auf verschiedenen Kopfhörern verschieden gut. Das liegt dann hauptsächlich dadran welche Frequenzen Dolby Headphone am meisten anpasst. Werden diese schwach vom Kopfhörer wiedergegeben, wird der effekt auch schwächer vorhanden sein. Zusätzlich liegt es auch immer dran, welcher Kopfhörer auch eher dem eigenen Frequenzvermögen entspricht.
 
Auf CDs bzw. Musikdateien überhaupt wird das aber leider gerne mal komprimiert, sodass leise Töne zu laut sind. Dementsprechend leidet die Qualität des Musikstücks.

Im Prinzip stimme ich dir zu, aber das stimmt so nicht! Dynamik wird immer (und muss auch eigentlich immer) komprimiert werden. Das ist kein Phänomen der CD, sondern schlicht eine Notwendigkeit um Musik aufzunehmen und für die Wiedergabe genießbar zu machen.

Stell dir vor, du nimmst ein Orchester auf, das hat Live einen Dynamikumfang von >100dB. Wenn du das daheim anhören wolltest, dann würde das bedeuten, dass du um die leiseten Stellen zu hören man das Grundrauschen deines Wohnzimmers übertönen musst (ich meine 30-40dB sind als Grundrauschen anzusetzen - müsste ich aber nachschlagen). Die lauten Passagen schlagen dann aber mit 100dB (oder auch mehr) zusätzlich zu. D.h. wir sind dann bei 130-140dB... nicht nur, dass du Probleme mit den Nachbarn aus dem Nachbarort bekommen würdest, sondern auch mit deiner eigenen Gesundheit... Allerdings wäre ja auch deine Anlage weit überfordert solche Lautstärken abzugeben, so dass es auch rein praktisch nicht funktionieren würde.
 
Im Prinzip stimme ich dir zu, aber das stimmt so nicht! Dynamik wird immer (und muss auch eigentlich immer) komprimiert werden. Das ist kein Phänomen der CD, sondern schlicht eine Notwendigkeit um Musik aufzunehmen und für die Wiedergabe genießbar zu machen.

Stell dir vor, du nimmst ein Orchester auf, das hat Live einen Dynamikumfang von >100dB. Wenn du das daheim anhören wolltest, dann würde das bedeuten, dass du um die leiseten Stellen zu hören man das Grundrauschen deines Wohnzimmers übertönen musst (ich meine 30-40dB sind als Grundrauschen anzusetzen - müsste ich aber nachschlagen). Die lauten Passagen schlagen dann aber mit 100dB (oder auch mehr) zusätzlich zu. D.h. wir sind dann bei 130-140dB... nicht nur, dass du Probleme mit den Nachbarn aus dem Nachbarort bekommen würdest, sondern auch mit deiner eigenen Gesundheit... Allerdings wäre ja auch deine Anlage weit überfordert solche Lautstärken abzugeben, so dass es auch rein praktisch nicht funktionieren würde.

Absolut richtig, das hatte ich bei meiner Beschreibung unangemessenerweise unter den Tisch fallen lassen. Ist ja in anderen Bereichen eigentlich ähnlich (vgl. Bildaufnahmen + Nachbearbeitung). Daher gefällt's mir auch, dass Du das alles in Deinem Beitrag abgedeckt hattest. :)
 
Wir leben in einer Zeit, in der es erstaunlich gute Abspielgeräte für vergleichsweise wenig Geld gibt². Die Leute sind nur zu geizig, auch nur ein paar Cent für guten Sound auszugeben.
Als Folge dessen wird Musik haufenweise über schlechte Kopfhörer und zu kleine und billige Lautsprecher (Smartphones, Tablets, Notebooks,...) in fragwürdiger Qualität (Youtube, 128k-MP3-Internetradio) konsumiert und hier wird "laut" mit "klingt fett" gleichgesetzt. Die Labels reagieren darauf.

Ein Großteil der professionellen und/oder ambitionierten Musiker und Produzenten ist nicht an kaputten Aufnahmen interessiert, aber wenn der Geldhahn sonst versiegt... :(

²) Für 30 Euro gibt's schon vergleichsweise gute Kopfhörer und In-Ears. Für vernünftige Stereoanlagen muss man längst nicht mehr jahrelang sparen, brauchbare Radioempfänger stecken in jedem Smartphone.
 
Ich vergesse jedes mal den Namen. Dieser Französische DJ der momentan überall rummischt.
Er meinte auch klar, dass er im Prinzip das lied immer zwei mal abmixt und anpasst.
Zuerst macht er es für den Club und die gute Anlage. Wenn er das hat, hört er sich es auf einem Smartphone oder MP3 Player an und justiert nach, da er weiß, dass ein Großteil der Kunden es hierdrauf hört.

Dort ist halt ein Wechselspiel von Abspielgerät und Medienproduzent. Deshalb bildet sich da, wie in vielen bereichen, eine zwei Klassengesellschaft. Der jenige, der sich dann einfach damit zufrieden gibt und das günstige/billige verwendet und glücklic hwird und der "anspruchsvolle" der dann HQ kauft. Beides hat seine Berechtigung und jeder muss da für sich selbst entscheiden. Dem einen reicht ein Fiat Panda, der andere braucht S-Klasse. Der eine nimmt Panasonic Plasma, dem anderen reicht ein Samsung LCD. Der eine hört über sein iPad oder HTC One, der andere hat ein 10.000€ Anlage rumstehen.
 
David Guetta meinst Du vermutlich. Ich kann sein Vorgehen auch absolut verstehen und bei manchen Typen mit geringem Budget auch fast schon, wenn generell "schlecht" abgemischt wird. Der Großteil der Konsumenten wird den Unterschied wohl eh nicht feststellen können. Eigentlich sollte das keine Ausrede sein, klar. Aber wenn man effizient arbeiten will lässt sich so doch einiges rausholen. Und die Masse zu bedienen ist für die meisten wohl noch immer das Wichtigste.
Andererseits: Jeder hat so seine Prioritäten. In anderen Bereichen dieses Forums ist ne High-End-Grafikkarte Muss, da alles darunter keine ausreichende Bildqualität bietet. Und hier wird auch kaum irgendeiner einen Bildschirm nutzen, der farbkalbriert ist und Bilder auch wirklich so darstellt wie sie gedacht waren. Die Masse wird immer Mittelmaß haben. Zum Teil definitionsgemäß. Und zum Teil, weil Geiz geiler ist als Qualität.
 
Genau der Guetta.

Und eigentlich ist es gar nicht so falsch, da er dadurch, dass er es noch mal anpasst ein höheres Niveau im unteren Bereich erreicht. Dafür fehlt es dann halt am oberen Ende. Aber einen Punto Carrera GT gibts halt nicht. Er mischt es halt optimal für das Endgerät ab und dieses ist bei den meisten seiner Kunden halt ein minderwertiges Audioequipment.

Noch nicht. Aber sobald das Geld da ist, gibts bei mir Plasma 55-65Zoll. Muss dafür nur noch ein Jahr ungefähr ackern ;-)
Danach kommt Auto und HiFi dran und irgendwo dazwischen wird der PC dann doch mal eine verjüngungskur benötigen.
 
Zurück