Die Jungs haben alles schon sehr gut beantwortet. Vielleicht von meiner Seite aus noch folgendes. Die AKG´s 501, 601, 701 sind alles hörer, die sich generell auf der Seite der feinen Interpretation mit viel Auflösung, Feinsinn bewegen. Auch ein K1000 macht das.
AKG hatte darauf mehr wert gelegt, als unbedingt dadurch zu befriedigen, indem keine defizite wie beispielsweise nicht ausreichender Baßbereich auftauchen. Zwei gute Beispiele dafür sind halt der K501 und der K1000. Beide waren ja genau genommen zu ihrer aktuellen Zeit die Spitzenhörer.
Der K501 in der klassischen Linie und der K1000 im Super/ Oberhaus oder Highendhimmel.
Natürlich stellt der K1000 in allen Punkten eine ganz andere Liga dar, als der K501.
Nun ist mitlerweile die Modellpalette aufgefrischt durch die neueren Modelle. Wie ich finde, wieder von AKG in zwei Kategorien denkend.
Ein klassisches Modell, den K601, welchen man als Nachfolger des K501 einstufen könnte.
Dieser Hörer wird von vorne herein schonmal all denen ausreichende Dienste liefern, die über die Jahre mit einem K501 bestens bedient waren. Mit dem Unterschied, daß sie den besseren Hörer nun haben. Ich hatte den K601 ausprobiert, und stellte fest, daß er mich nie in versuchung brachte, mit immer noch mehr und besserer Verstärkung auf den Leib zu rücken.
Ich hab ihn so akzeptiert wie er spielt, ob ich ihn an meinem NAD C320 BEE einstöpselte, einer kleinen KHV Platine a la Funk, oder am CEC HD51. Man lehnt sich zurück und sucht nicht großartig rum, so jedenfalls, was mich anbelangte.
Der K701 hingegen macht etwas anderes. Frag mich nicht, warum er genau so reagiert, kann ich dir nicht beantworten. Der K701, ähnlich einem K1000 zeigt dir geradezu, was er haben möchte. Fuhr ich den K701 an meinem NAD, dann sagt er mir zur jeder Zeit, daß er seine Muskeln und sein Gespür nur mal gerade so bemühen muß. Er läuft quasi unter seinem Wert in der Form, gerade aus dem Schlaf zu sein, aber sich nicht ins Zeug legen müssen.
Damit fährt also ein K701 eine ganz andere Klasse als sein kleinerer Bruder. Wenn einem Nutzer der Verlang danach nicht passiert, dann kann er einen K701 ruhig an allerlei betreiben.
Ich kann das nicht so umsetzen. Der K701 bringt mir voll die versuchung rüber, ihn richtig super zu füttern. Indem Moment, wo du den Motor des K701 so richtig, richtig gut in Gang hälst, gibt es auch keinen echten sinnvollen Vergleich mehr zu einem K601. dann wird ein K601 nur noch wie ein gutmütig gezähmtes etwas dagegen ausschauen.
Das ist für mich eigentlich einer der wichtigsten Punkte. Wo geht mein Weg hin. was möchte ich am Ende mit dem Hörer unternehmen.
Am NAD sind beide recht zahm, und der K601 läßt die fünf gerade, der K701 zeigt mir immer noch mehr an allem gegenüber dem K601, aber die Differenz wäre so im Rahmen.
Am HD53 beispielsweise, kann aber auch ein anderer Class A sein mit Power setzt der K701 eine Bühne hin, gibt Kraft, Trockenheit von sich, macht einen großen Raum in der Art, daß ein K601 mit allem komplett überfordert wäre. Nun wirds richtig deutlich in Klassen.
Leider Gottes, ich stelle das öfters fest, werden Unterschiede oft erst dort ganz deutlich. daher ist es auch oft so, daß der ein oder andere aussagt, er hatte beim Händler beide gehört, konnte aber nicht so einen dollen Unterschied feststellen, wie er es gelesen hatte.
Kann ich meinen Frieden eher früher machen dann unbedingt den K601. Völlig ausreichend in allem. Bringt mich auch über die Zeit nicht in versuchung.
Möchte ich mehr wissen und erfahren, dann geht kein Weg am K701 vorbei. Nur bitte im klaren darüber sein, dieser zeigt einem im Laufe der Zeit genauso gut das, was nach oben geht, wie das, was darunter noch fehlt.