Hideout schrieb:
Wenn Profis und Berufsfotografen keine Pentax einsetzen, liegt das sicher an der Verfügbarkeit an Objektiven und, was wahrscheinlicher wichtiger ist, vorallem bei Fotografen die unter vielen Leuten fotografieren, eine Kamera von einer bekannten Marke zu haben. Weil sie meinen dann professioneller zu wirken.
Dem ersten Teil stimme ich voll zu. Wer professionell wirken will, kauft aber Hasselblad oder Leica (vorausgesetzt, er kann es bezahlen). Ein Stativ beeindruckt auch ungemein.

Vermutlich wissen die meisten Fotografen, die eine Hasselblad oder Leica kaufen aber ganz genau, weshalb es gerade die sein muss. Der Natur- und Landschaftsfotograf ist meistens allein unterwegs und der Streetfotograf will so unauffällig wie möglich sein. Für den Rest gilt, zufällige Passanten schauen nicht (oder nur sehr selten) auf die Marke, weil es nicht interessiert und andere anwesende Fotografen haben meist die gleiche Marke (oder die zweite große Alternative).
Hideout schrieb:
Wo es in der Natur und Landschaftsfotografie aber um Robustheit geht, in Extremsituationen wie Kälte, Feuchtigkeit, Staub, Hitze, usw. ist Pentax die richtige Wahl und wird dort vermehrt unter Profis zu finden sein. Hier sei mal Michael Frede genannt.
Dafür ist Pentax bekannt. Allerdings glaube ich kaum, dass KonterSchock mit der Kamera in die Wüste oder in den Dschungel will. Abgedichtet sind die Nikons ab D7000 aufwärts auch, wenn auch vermutlich nicht so gut wie bei Pentax. Meine D300s würde ich aber auch mit in den Dschungel nehmen. Im Notfall kann ich damit sogar Nägel für die Hängematte in den Baum kloppen.
Placebo schrieb:
UV-Filter, um das UV-Licht herauszufiltern zum Schutz von teureren Linsen (und bei mir auch als durchsichtiger Objektivdeckel, den ich nicht abzunehmen brauch )
Die vielen Kratzer auf dem Deckel/Filter machen denn diese schönen Lichteffekte auf dem Foto.
Bei Nikon wird eine Gegenlichtblende mitgeliefert, die hervorragenden Schutz bietet, wenn du mit dem Objektiv einmal irgendwo anstößt. Das gibt maximal einen kleinen Kratzer in der Blende. Um das Objektiv mit einem Filter wirksam zu schützen, müsste schon etwas genau von vorne kommen und da hilft vermutlich auch ein Filter nicht mehr. Das Steinchen -oder was auch immer, wird den Filter zerschlagen und die vielen Glassplitter machen die Optik dann richtig kaputt. Jedes Objektiv, egal von welchem Hersteller, ist genau berechnet, jedes zusätzliche Glas beeinträchtigt die Leistung. Solange ich nicht im Sandsturm oder beim Motocross direkt an der Strecke fotografiere kommt so ein Teil bei mir nicht auf das Objektiv. Auch nicht bei einer 2000 Euro Linse. UV-Licht filtert der Sensor, dafür brauch ich nichts zusätzlich. Es gibt aber durchaus viele Fotografen, die anderer Meinung sind. Ich spare mir die Kohle für die Teile. Kauf dir für das Geld lieber eine anständige Tasche.
Zum Polfilter: Schau mal hier rein:
http://extreme.pcgameshardware.de/f...ateur-thread-alle-bilder-kritik-beratung.html Im Startpost gibt es viele nützliche Links, u.a. auch zum Thema Polfilter.
Du solltest dich aber besser mit den Kameraeinstellungen und Bilder machen beschäftigen. Filter kannst du, wenn du genau weist welche Wirkung sie haben und sie denn brauchst, immer noch kaufen.
Meine 300s hat kein grünes Viereck und auch keine Motivprogramme. Da gibt es M, A, P und S und das ist völlig ausreichend. Damit habe ich von Anfang an meine Bilder gemacht und mir nebenbei den Fotolehrgang angesehen. Ich bin davon überzeugt, dass man so am meisten lernt. Bei meiner D7000 und früher bei der D90 hatte ich diese Modi nie benutzt.
90% meiner Fotos mache ich im A-Modus. Die Blende ist für mich meistens das wichtigste Gestaltungsmittel (unscharfer Hintergrund bei Portraits, hohe Tiefenschärfe bei Landschaft und Makro). Alles andere richte ich danach aus. Wenn die Zeit (wird im Sucher und auf dem Schulterdisplay angezeigt) bei langen Brennweiten zu lang wird, drehe ich die ISO hoch usw. Nfsgame wird bei seiner Sportfotografie vermutlich häufiger mal im S-Modus sein. Kann man aber alles im Fotolehrgang nachlesen.
Wenn man das denn mal irgendwann alles gerafft hat, kommt noch die Belichtungskorrektur hinzu, damit beim Brautpaar der schwarze Anzug des Bräutigam auch schwarz ist und das Brautkleid nicht genau so grau wie der Anzug wird. Steht auch im Fotolehrgang.
Jetzt schnappst du dir die Kamera und gehst zum Fotografieren. Davor und danach ackerst du den Fotolehrgang durch. In einigen Monaten kannst du denn auch mal über weiters Zubehör und Bildbearbeitung nachdenken. Falls zwischendurch immer noch Zeit bleibt, kannst du dich ja mal ganz vorsichtig an ViewNX und die Einstellungen machen und damit rumspielen. Da kann man denn auch mal schauen was mit hellen und dunklen Bereichen passiert, wenn man die Belichtung hoch- oder runterdreht. In erster Linie ist die Beherschung der Kamera und der grundsätzlichen Einstellungen wichtig. Schadet auch nicht wenn bekannt ist, was die Kamera gerade so macht und weshalb sie es macht.