Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

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Dann wird er eben das dritte Mal frei gesprochen und man sollte danach nachfragen, wieso überhaupt noch Revision beantragt wird, denn das kostet letztendlich Steuerzahlergeld.
 
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Dass der 28-Jährige in zwei Instanzen freigesprochen wurde, verdankt er einer Kölner Polizeischülerin. Sie stand daneben, als ihr Ausbilder Keller zu Boden warf und zuschlug. Das bezeugte sie auch vor Gericht.

Mutige Polizistin verliert Job
Kurz nach dem Vorfall fiel sie durch die letzte Prüfung an der Polizeihochschule und verlor dadurch ihren Job. Ihr Prüfer war jener Polizist, der Keller geschlagen hatte.
utopisch :hmm:
 
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Wobei der BGH die Revision auch einfach abweisen kann. Der Fall ist schließlich sehr eindeutig.

Wobei fairerweise auch die Polizeischlüerin die Möglichkeit bekommen sollte, ihre Prüfung bei einem anderen unabhängigen Prüfer zu wiederholen.
 
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Für mich ist das alles andere als offensichtlich

Kann man dir wohl nicht helfen - jemand wird geschlagen und tritt zurück, offensichtlicher geht's nicht.

Von wem der Konflikt höchstwahrscheinlich ausgeht dürfte rein logisch sein - die Polizisten haben ziemlich sicher nicht so viel Langeweile, als dass sie die Situation wegen einer Beleidung so stark eskalieren lassen.

Den Gemütszustand der Polizisten kann ich rückblickend aus der Entfernung schlecht ermitteln. Fakt ist, wie dieser Thread schon zu genüge gezeigt hat, dass einige Polizisten viel Initiative dabei zeigen, wenn es darum geht, andere zu verletzen. Oder wie kann es deiner Meinung nach sonst passieren, dass z.B. jemandem bei einer Demoräumung die Schädelbasis gebrochen und er dann liegen gelassen wird?

Polizeigewalt bei Ende Gelände: „Natürlich kommt es zu Fehlern“ - taz.de
Es ist schon verdammt schwer bis unmöglich, sich eine Situation vorzustellen, in der derartige Polizeigewalt gerechtfertigt wäre, schließlich hätte die Kraftauswirkung in unmittelbar benachbarten Bereichen tödliche Wirkung haben können. Aber hier wurde sie ganz offensichtlich gegend jemanden eingesetzt, dessen Taten nicht einmal eine polizeiliche Personenfeststellung gerechtfertigt haben.

Und die Situation auf dem Video war schon auf einem Punkt angelangt, wo ein gewisser Gewalteinsatz notwendig war. Der Herr hat sich höchstgradig gegen die Festnahme gewehrt, also muss auch entsprechend Gewalt angewendet werden. Man kann ja schlecht in der Situation die Einstellung pflegen "Der Herr wehrt sich zu stark, also lassen wir es sein". Die Backpfeife und das Arschversohlen war auch in meinen Augen ziemlich überflüssig/übertrieben und unpassend.

Und genau um letzters geht es. Natürlich muss man Kraft anwenden, um jemanden zu fixieren, der sich widersetzt. Aber Schläge setzen niemanden fest. Die dienen ausschließlich dazu, Schmerzen zu verursachen und können damit unmöglich einer Festnahme dienen. Die einzige Situation, in der ein Polizist (oder auch irgend jemand anderes) jemand anderem gezielt Schmerzen zufügen darf: Notwehr. Um einen Angreifer zu vertreiben. "Vertreiben" und "Festnehmen" schließen sich aber gegenseitig aus. Und bei dem Kräfteverhältnis bei dieser Festnahme braucht man auch nicht Reflexhandlungen kommen. Die Polizisten hatten zwar (noch) nicht die Person, wohl aber die Situation vollkommen unter Kontrolle und konnten zielgerecht handeln. Wer andere gezielt verletzen möchte ist ungeeignet als Polizist sondern im Gegenteil zu verurteilen.

Wieso sollte man in solch einer Situation so dämlich sein und die Kameras auslassen? Das wäre ein großer Punkt wo sich die Beamten dann die Frage stellen lassen müssten, wieso die Bodycams deaktiviert waren.
Die Teile würden in solch einer Situation alleine zum Selbstschutz vor solch einer Vorverurteilung genutzt werden.

Die Erfahrung aus den USA zeigt anderes. Bekanntermaßen wurden sogar schon mehrfach Morde von Polizisten verübt, die ""vergessen hatten"", die Bodycam einzuschalten, als ihr gegenüber ""eine Waffe zog"" und sie sich ""leider mit tödlicher Wirkung verteidigen mussten"". Genau die gleiche Ausrede käme auch bei kleineren Polizeivergehen. Egal ob sie "einer Zecke eine scheuern", "Verdachts"personen nach rassistischer Gesinnung aussuchen, mal eben auf dem Radweg parken um sich ein belegtes Brötchen kaufen zu gehen oder schlicht die Dienstzeit für privates Nutzen: Beamte verhalten sich im Dienst immer wieder alles andere als vorbildlich und offensichtlich wissen die Gewerkschaften das auch und wollen dieses gesetzwidrige Verhalten auch in Zukunft ermöglichen. Den es gibt keinen beim heutigen Stand der Technik keinen anderen Grund, eine Bodycam überhaupt jemals abzuschalten oder überhaupt mit einem Ausschalter auszustatten.

Da sind eher unsere Datenschutznörgler dran schuld, die in solch einer Maßnahme natürlich wieder die totale Überwachung sehen würden.
Beweismittel gegen Polizeigewalt gibts genug. Jeder läuft heute mit einem Smartphone rum.

Polizisten systematisch zu filmen ist verboten, wie diverse (möchte-gern-)Dokumentatoren von Polizeigewalt auf Demos erfahren mussten. Und Datenschutz"nörgler" haben null Probleme mit Kameraaufnahmen, die als Beweismittel sowieso nur von Gerichten ausgewertet können.


Bei fanatischen Fußballfans holen die aber eh' zuvor das Pfefferspray raus und zwar so, dass kein Gras mehr wächst.:ugly:

Ich sehe das so, dass die geringere Bereitschaft Polizeibeamter zur Deeskalation und mehr zur Gewaltanwendung hin auch mit der heutigen Mentalität sowohl auf Seiten der Polizei als auch der Bürger zusammenhängt.

Ich würde mich nichtmal wundern, wenn es ein und derselbe Prozess ist. Warum sollte sich die Gewaltbereitschaft des durchschnittlichen Polizisten auch anders entwickeln als die des durchschnittlichen Zivilisten? Aber es war schon immer ein Problem, wenn Amtspersonen sich nicht unter Kontrolle haben und das gilt auch hier.

Das ist für übertriebene Härte natürlich keine Rechtfertigung, aber eine mögliche Ursache.

Wobei ich einem Gaffer, der es für nötig hält, Unfallopfer mit dem Smartphone abzufilmen und noch dazu Rettungskräfte aktiv behindert, schon auch gerne mal die Fresse polieren würde.
Gebe ich unumwunden zu.;)

Menschlich ist das alles nachvollziehbar. Aber spätestens wenn auch politische Ansichten als Anlass ausreichen, wird ein so handelnder Polizist nicht zur Bedrohung für Einzelpersonen, sondern für die freiheitliche Grundordnung als solche. Und das sind ja eigentlich noch Kleinkaliber - der Job bringt es mit sich, dass Polizisten auch mit Mördern und Vergewaltigern hantieren müssen. Und wer einem anderen für Fotos schon die Fresse poliert oder für eine Beleidigung (nach der Fixierung) eine scheuert, was macht der dann mit einem Verdächtigen, dem sexueller Kindesmissbrauch vorgeworfen wird? Den Hals umdrehen, ehe er das erste Mal einem Richter vorgeführt wird? Ihn nicht im Einsatzwagen zur Wache fahren, sondern an den Genitalien hinterherschleifen?

Auch wenn Schimanski gegenteiliges verbreitet hat: Der Job eines Polizisten ist es nicht, die Triebe auszuleben, die den meisten Innewohnen. Sondern im Gegenteil genau solche Vorgänge zu zügeln/stoppen. Wer das nicht drauf hat, gehört aus dem Beamtenstand entlassen und auf die andere Seite Gitter überwiesen. Sofort.


Irgendwie mag ich auch nicht wie hier die Polizei dargestellt wird. Klar gibt es überfordete Polizisten und auch schwarze Schafe, aber das sind Einzelfälle.
Ich habe noch vollstes Vertrauen in unsere Polizei.

Der Prozess ist letztlich der gleiche wie bei anderen Einzelfällen:
Nur einige Migranten sind gewaltbereit oder Kriminell, trotzdem haben viele Deutsche Angst vor allen. Nur wenige Rechte versuchen politisch anders gesinnte zu verletzten, trotzdem hält jeder Demokrat Abstand von einem Rudel Nazis. Nur wenige BMW- und Audi-Fahrer sind gemeingefährliche Raser, trotzdem räumt man die linke Spur schneller, als wenn man einen Opel Corsa im Rückspielgel sieht.

Der entscheidende Unterschied bei Polizisten: Denen kann man nicht ausweichen, um das Risiko zu minimieren. Man kann den Einzelfällen nicht einmal dann entkommen, wenn man sein Gegenüber zweifelsfrei als einen solchen erkennt.


Dann muss das System reformiert werden.

Du willst ernsthaft die Staatsanwälte in die gleiche Gruppe wie die Richter stecken? Gehts noch???
Die jetzige Regelung ist wegen der Nähe zur Polizei zwar stellenweise problematisch, aber Staatsanwälte gehören definitiv in die Exekutive. Nur die direkte Kontrolle aus der Politik ist ein sehr zweischneidiges Schwert.


Die nächste Denunziatikonsplattform der rechtsextremen. Warum werden diese massiven Eingriffe in den Datenschutz nicht verhindert:
Sammlung vermeintlicher linker Straftaten: AfD startet Online-Portal „Blick nach Links“ - Politik - Tagesspiegel

Solchen Datensammlungen ist rechtlich nur schwer beizukommen - was auch nicht schlecht ist, denn bei unserem aktuellen Verfassungsschutz können wir von Glück reden, dass Antifa und Recherchegruppen den Behörden legal unter die Arme greifen können. Sämtliche aufgedeckten rechtsextremen Netzwerke der letzten Monate gehen auf das Konto von linken Datensammlern.


In einem rechtstaatlichen System ist das eher absolut nötig, wären Staatsanwälte "unabhängig" könnten sie ermitteln wie sie lustig sind, deshalb gibt es ja einmal die Kontrolle durch den politischen Minister und auf der anderen Seite durch unabhängige Richter, die Maßnahmen genehmigen müssen.
Klar hat die Weisungsbefugnis auf politischer Ebene ein Geschmäckle, aber stell dir vor jeder Staatsanwalt ermittelt nach seinem eignen politischen Kompass!

Juristisch respektive rechtsstaatich ist es eigentlich ein Nogo, dass die Staatsanwälte abhängig sind. Denn eigentlich unterliegen eben auch diejenigen, von denen die Abhängigkeit ausgeht, sowie diesen nahestehende Personen der rechtsstaatlichen Kontrolle - oder in Deutschland eben nicht. Ein unkontrolliert ermittelnder Staatsanwalt ist rechtsstaatlich dagegen überhaupt kein Problem, denn Maßnahmen verhängen kann sowieso nur ein Richter, auch alle Grundrechte einschränkenen Ermittlungsmethoden unterliegen dem Richtervorbehalt (noch), sodass unabhängige Richter problematische Willkür verhindern. Einzig aus Sicht des Arbeitgebers "Staat" wäre es blöd, wenn man untätigen oder nutzlos tätigen Staatsanwälten nicht beikommen könnte. Aber dafür braucht es eigentlich keine direkte Weisungsbefugnis. Genaugenommen ist eher das Gegenteil der Fall: Schon diverse weniger invasive Methoden der Arbeitskontrolle bergen erhebliches Missbrauchspotential in der Richtung und wären deswege kaum besser als die in Deutschland in Gesetzestexte gegossene Regelung.
 
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Der entscheidende Unterschied bei Polizisten: Denen kann man nicht ausweichen, um das Risiko zu minimieren. Man kann den Einzelfällen nicht einmal dann entkommen, wenn man sein Gegenüber zweifelsfrei als einen solchen erkennt.
Manche beschwören das aber auch herbei.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn man friedlich demonstiert, eins mit dem Gummiknüppel über den Kopf gezogen bekommt.
Und wer sich mitten in der Menge von Randalierern aufhält ist selber Schuld.
 
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Zu der darin genannten Anwärterin: Nach Freispruch von CSD-Teilnehmer: Polizisten unter Gewaltverdacht - Nachrichten - WDR
Die Kommissaranwärterin war kurz nach dem Zwischenfall beim CSD durch ihr abschließendes Berufspraktikum gefallen. Sie klagte vor dem Verwaltungsgericht und bekam zwei Jahre später das Recht ihre Prüfung zu wiederholen. Mit Bestnoten bestanden ist sie nun als Kommissarin tätig.
Hat dann wohl doch nicht geklappt, gut ausgebildete Leute fernzuhalten. (Kann natürlich auch sein dass manch einer glaubt, das Frauen ihm den Arbeitsplatz wegnehmen...)
 
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Manche beschwören das aber auch herbei.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn man friedlich demonstiert, eins mit dem Gummiknüppel über den Kopf gezogen bekommt.
Und wer sich mitten in der Menge von Randalierern aufhält ist selber Schuld.

:ka:
Bei mangelnder Vorstellungskraft können nur persönliche Erlebnisse helfen.
Ich persönlich weiß, dass man als friedlicher Demonstrant plötzlich, ohne Vorwarnung vom staatlichen Hamburger Schwarzen Block im Sprinttempo gescheucht werden kann. Ob man in dem Rahmen die erhohbenen Schlagstöcke (übrigens nicht aus Gummi, sondern primär Metall bestehend) auch über den Schädel gezogen bekommt, oder ob die damit nur zur allgemeinen Erheiterung winken, habe ich nicht weiter experimentell untersuchen wollen, sondern lieber die Ausübung meines Grundrechtes auf (angemeldete) Versammlungsfreiheit schnellstmöglich eingestellt = trotz Stolpergefahr die Beine in die Hand genommen.
 
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Manche beschwören das aber auch herbei.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn man friedlich demonstiert, eins mit dem Gummiknüppel über den Kopf gezogen bekommt.

Das spricht eigentlich für dich, du bist Optimist. :)
Leider übersteigt jedoch in diesem Fall die Realität etlicher "bedauerlicher Einzelfälle" deine Vorstellungskraft.

Und wer sich mitten in der Menge von Randalierern aufhält ist selber Schuld.

Das würde ich so nicht unterschreiben.

Gruppen von Randalierern pflegen unter friedlichen Demonstranten zu verstecken. Wenn man wegen solcher Spinner zusammen geknüppelt wird, weil (wenn auch nachvollziehbarerweise) erboste Polizisten nicht mehr selektieren können/wollen, ist man definitiv nicht selbst schuld. Die einzige Möglichkeit, sich solchen Situationen dem grundsätzlich zu entziehen besteht darin, auf das verfassungsmäßige Demonstrationsrecht zu verzichten. Das kann's ja wohl nicht sein.

Der Mob fragt auch nicht danach, welche unbeteiligten Einzelpersonen er mit schleift. Wenn man erst einmal in so einer Menge eingekeilt ist, weil man nicht ausweichen konnte, nur mal eben die Straße überqueren oder sogar bedrängten Personen zur Hilfe eilen wollte, ist es geradezu zynisch, als "selbst schuld" bezeichnet zu werden.

Und das sind nur Fälle, in denen es tatsächlich Randalierer gibt. Es kommt mit schönster Regelmäßigkeit vor, dass lästige Demonstranten im Nachhinein zu Randalierern erklärt werden, um Gewaltanwendung zu rechtfertigen, was dann zwar keiner gerichtlichen Überprüfung standhält, aber die Betroffene dermaßen entnervt, dass sie am Ende einfach nur froh sind, nicht weiter wegen erfundener Vorwürfe belangt zu werden.
Und die Feststellung, das die Beschuldigten unschuldig sind, führt noch nicht einmal automatisch dazu, dass diejenigen, die falsche Anschuldigen erhoben und losgeknüppelt haben, auch angemessen belangt werden. Das ist dann alles einfach ein riesengroßes Missverständnis oder es wird vielleicht mal jemand für ein paar Wochen beurlaubt oder versetzt.
 
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Ok, ihr habt mich ertappt: ich kann es mir zwar vorstellen, aber wollte es nicht.:D

Edit: Nein, ihr habt wohl schon Recht. Keine Lust jetzt alles zu zerlegen und im Einzelnen darauf einzugehen.
 
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Nein, im Grunde habe ich nichts zu widersprechen. Alles Gut!:D

Ich selber war auch noch nicht auf solchen Veranstaltungen. Nur kleinere Demos in der Stadt und die waren alle friedlich.
Das es schwarze Schafe und überforderte Polizisten geht streite ich auch nicht ab. Hatte ich ja ein paar Seiten weiter vorne geschrieben.
Und auch bin ich ein Verfechter der Verhältnismäßigkeiten.
Damals da in Stuttgart 21 mit dem Rentner das war schon krass. Mit dem Wasserwerfer.
 
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn man friedlich demonstiert, eins mit dem Gummiknüppel über den Kopf gezogen bekommt.
Aber genau darum geht es doch. Da wollen am Ende der Demonstration Hamburger in ihre Wohnungen und werden nicht in gesperrte Straßen gelassen, in denen sie wohnen. Als sie ihren Perso vorzeigen, kommt zuerst eine massive Beleidigung und dann der Faustschlag. Die Videos sind da, du siehst junge Frauen, denen der Arm gebrochen wird und Du siehst Polizisten, vermutlich auf Drogen, die Amok laufen. Und, hat es für diese Polizisten Folgen? Nein, er ist vermummt und seine Kolelgen haben nichts gesehen. Genau darum geht es doch,
 
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn man friedlich demonstiert, eins mit dem Gummiknüppel über den Kopf gezogen bekommt.

Das konnte Herr Ohnsorg sich vermutlich auch nicht vorstellen, gehoert spaetestens seitdem aber zum Kolorit der hiesigen Sicherheitsbehoerden. Ich sage ausdruecklich nicht, dass es ueblich ist - sehr wohl aber Tradition und eher selten Konsequenzen hat. Seien es nun die 68er, Castor-Transporte, Startbahnen, Raketenstationierungen, Tagebauten oder eben Gipfeltreffen.

Und wer sich mitten in der Menge von Randalierern aufhält ist selber Schuld.

Davon, dass es oftmals genau umgekehrt ist - also sich Randalierer unter Demonstranten mischen - mal abgesehen: Noe, ist es nicht. "Schuld" iSv verantwortlich ist der, der zuschlaegt, nachtritt oder pfeffersprayt. Gleich, ob das Outfit nun schwarz oder gruen ist. Die freie Meinungsaeusserung, das Versammlungsrecht und die koerperliche Unversehrtheit sind Grundrechte von Verfassungsrang, derer man nicht durch eine behauptete Ungeschicktheit bei der Wahl der Lokation verlustig geht.
 
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Ja das war ein bißchen populistisch von mir formuliert. Aber ich habe es ja eingesehen.;)
 
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Nun lasst doch mal den Headcrash in Ruhe. Schließlich hat er weder Steine geworfen noch Leute zusammengeknüppelt. :D
 
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Die sächsische Grünen-Fraktion fordert eine Verfassung von verfassungsfeindlicher Verstöße bei der Polizei. Nicht nur in Sachsen, sondern in ganz Deutschland.
Leipziger Internet Zeitung: Valentin Lippmann fordert Erfassung verfassungsfeindlicher Verstoesse bei der saechsischen Polizei – L-IZ.de



Im ARD-Mittagsmagazin war heute ein ganz interessanter Beitrag zum Umgang der Polizei mit Nicht-Heteros. Video: Angriffe auf LGBTI* - ARD-Mittagsmagazin - ARD | Das Erste
Insbesondere der Punkt, dass eine Schwulen/Transfeindliche-Beleidigung immer als Hasskriminalität zählen soll und sich somit nicht mehr das Opfer, sondern der Täter rechtfertigen muss, warum eher diese Beleidigung gewählt hat, ist schlüssig und sinnvoll.
Wobei ich auch finde, dass der Begriff "Homophobie" falsch ist. Schließlich handelt es sich nicht um eine Phobie = "Angst, Furcht, Scheu" [Link], sondern um Hass, was lateinisch "odium" wäre. Hass : Deutsch >> Latein | PONS
Also Homoodium.
Auf Seiten der LGBT könnte man aber durchaus eine Naziphobie nach obiger Definition sehen.



Gleich im ZDF:
ZDFzoom: Im Namen des Volkes - Justiz vor dem Kollaps? - ZDFmediathek


Edit: War erst jetzt dazu gekommen die letzten beiden Seiten zu lesen.
Polizisten systematisch zu filmen ist verboten, wie diverse (möchte-gern-)Dokumentatoren von Polizeigewalt auf Demos erfahren mussten. Und Datenschutz"nörgler" haben null Probleme mit Kameraaufnahmen, die als Beweismittel sowieso nur von Gerichten ausgewertet können.
Da gibt es aber auch ein Problem mit dem Versammlungsrecht.
https://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/07/27/demos-polizei-darf-nicht-grundlos-filmen/
https://www.heise.de/newsticker/mel...von-Demos-in-Berlin-rechtswidrig-1046103.html (VG Berlin 2010)
https://www.lawblog.de/index.php/ar...-der-polizei-darf-demonstranten-nicht-filmen/
https://www.lto.de/recht/nachrichte...t-filmen-oeffentlichkeitsarbeit-social-media/ (VG Gelsenkirchen 2018)
 
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