Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Es war eine öffentliche Straße. Da darf jeder Radfahrer drauf fahren, wenn kein Radweg vorhanden ist.
Öffentliche Straße die mehr oder weniger abgesperrt wahr...mit viel Polizei drumrum...mit viel Demonstranten drumrum...
Wenn man da mit nem Auto durchfährt muss man schließlich auch mit weniger verständnisvollen Menschen und Polizisten rechnen, und damit, das zumindest das Auto nicht heile durchkommt.
 
Wobei da nicht wirklich zu sehen war wo die Absperrung langgehen soll und wer auf der richtigen Seite der Absperrung steht und wer nicht.
 
Wobei da nicht wirklich zu sehen war wo die Absperrung langgehen soll und wer auf der richtigen Seite der Absperrung steht und wer nicht.
Bei 20.000 Demonstranten+Polizei+Gegendemonstranten ist die Straße ja nun völlig Latte.
Das kannste drehen und wenden wie du willst, hält man sich fern, passiert nix, gehste in die Nähe, musste halt mit rechnen, das man auf die Fresse bekommt.
 
Es gab da gar keine genehmigte Demonstration. Die Polizei hätte also die Demo komplett unterbinden müssen.

Mit einer nicht genehmigten Nazidemo voller Gewalttäter muss keiner rechnen.

Das hatte ja nicht mal die Polizei gemacht.
 
Es gab da gar keine genehmigte Demonstration. Die Polizei hätte also die Demo komplett unterbinden müssen.

Mit einer nicht genehmigten Nazidemo voller Gewalttäter muss keiner rechnen.
Haben se doch versucht...und du beschwerst Dich. Woher soll die Polizei denn wissen, ob die Fahrradfahrerin nun dazu gehört oder nicht? Also drauf auf die olle und verjagen.
 
Zumindest ist der Sanitäter seinen Job los.
Ja klar, das ist halt nicht unschön, aber ich glaube nicht, dass die Herkunft des Opfers eine Ursache gespielt hat.
Eher Alter, Geschlecht und ggf die Umstände.
Woher soll die Polizei denn wissen, ob die Fahrradfahrerin nun dazu gehört oder nicht? Also drauf auf die olle und verjagen.
Ach komm das ist nun wirklich eine dumme Frage.
Die Polizei hätte also die Demo komplett unterbinden müssen.
Man war aber zu Feige auch nur ansatzweise hochzueskalieren.
Letztes Jahr hat man die bei der Kälte immerhin beregnet und hier? Nüscht!
 
Ach komm das ist nun wirklich eine dumme Frage.
Man muss sich als Polizist auch nicht alles gefallen lassen, wer weiß, was die Tussi davor gesagt/angestellt hat...
Sie ist ja augenscheinlich nicht nur vorbeigefahren sondern hatte angehalten und war abgestiegen, also druff auf die Demonstrantin. :lol:


Man war aber zu Feige auch nur ansatzweise hochzueskalieren.
Letztes Jahr hat man die bei der Kälte immerhin beregnet und hier? Nüscht!
Ich bin ja auch der Meinung, Flammenwerfer, Senfgas und ein paar Handgranaten regeln so einiges, aber bei dem ganzen Gehetze gegen die Polizei die letzen Monate und den ganzen Hobbyfilmemachern überlegt man es sich halt 2 mal...mit Wasserwerfern zu beregnen wäre ja zusätzlich noch ne Umweltsünde, in Afrika verdursten die Menschen und hier wird das gute Zeug verschwendet, geht gar nicht.
 
Manchmal gibt es keinen "Bösen". Nehmen wir doch die Situation mit dem Sanitäter:
Wie die Hintergrundgeschichte zeigt, war der Geschlagene aufgrund des Todes einer Angehörigen in einer emotionalen Stresssituation, hat einen über den Durst getrunken und nach dem Sanitäter gespuckt. Gewiss nicht schön, aber entschuldbar.
Der Sanitäter wiederum ist in einer permanenten beruflichen Stresssituation und muss ständig damit rechnen, beleidigt, bespuckt oder noch schlimmer angegriffen zu werden, obwohl er helfen möchte. Da ist es ebenfalls verzeihlich, wenn einmal die Sicherung durchbrennt.
Beide haben offenbar keine Vorgeschichte für das, was sie in einer Ausnahmesituation getan haben. In einer idealen Gesellschaft gäbe es einen Mediationstermin unter für beide Parteien normalen Umständen, man entschuldigt sich und beide müssten sich lediglich verantworten, soweit es aufgrund der begangenen Straftaten (Vandalismus, Körperverletzung etc.) von Rechts wegen erforderlich ist. Aber es müsste niemand seinen Job verlieren oder seinen Aufenthaltsstatus riskieren, weil man unter Anspannung menschlich reagiert hat.

Die Situation mit der Radfahrerin halte ich für dramatischer, denn zumindest das Video gibt keinerlei Rechtfertigung für den polizeilichen Übergriff her. Ein freundlicher Hinweis, doch bitte weiterzufahren, hätte allen Dafürhaltens genügt.
Klar, auch die Polizei ist angespannt, wenn sie zwei Lager von Demonstranten auseinanderhalten soll und weder die Mannstärke noch einen Plan dafür hat, um auch nur eines dieser Lager zu bändigen.
Aber: Im Gegensatz zu Sanitätern, die für medizinische Stresssituationen ausgebildet wurden, sind Polizisten für Konfliktsituationen geschult und sollten in der Lage sein, maßvoll und korrekt zu reagieren, wenn's lediglich brennen könnte, aber noch gar nicht brennt.
Eine augenscheinlich harmlose Passantin rabiat vom Rad zu holen, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort ist, an dem sie jedoch absolut sein darf, ist nicht in Ordnung.
 
Manchmal gibt es keinen "Bösen". Nehmen wir doch die Situation mit dem Sanitäter:
Wie die Hintergrundgeschichte zeigt, war der Geschlagene aufgrund des Todes einer Angehörigen in einer emotionalen Stresssituation, hat einen über den Durst getrunken und nach dem Sanitäter gespuckt. Gewiss nicht schön, aber entschuldbar.
Alkohol wird ja immer als Ausrede für alles genommen...da ist nix entschuldbar.
 
Alkohol wird ja immer als Ausrede für alles genommen...da ist nix entschuldbar.
Alkohol allein sicherlich nicht.
Es ist aber immer noch ein Unterschied, ob du dir einen ansäufst, weil du einen schmerzlichen Verlust nicht verkraftest, oder weil du nichts Sinnvolleres mit dir anzufangen weißt.
Wenn man keine Freunde hat, die einen aufmuntern und nichts zu tun, um sich abzulenken, übernehmen oft genug Johnny Walker und Jim Beam die Trauerberatung. Das ist sicherlich nicht optimal, aber da habe ich dann doch mehr Verständnis, als wenn sich jemand aus Langeweile betrinkt und deswegen übelst daneben benimmt.

Und hey, der Typ hat ein bißchen getobt und mit 'nem Feuerlöscher gespielt, als er betrunken war, aber weder jemanden totgeschlagen noch totgefahren, ja noch nicht einmal jemanden verletzt. Hässlich wurde es erst, als er fixiert wurde - und wer weiß, was das letzte Mal in seinem Herkunftsland mit ihm angestellt wurde, als er irgendwo gefesselt wurde.

Wie gesagt, vollstes Verständnis auch für den Sanitäter, bei dem das vermutlich auch nur - im wahrsten Sinne des Wortes - der Tropfen war, der bei ihm das Fass zum Überlaufen brachte. Ich meine, der verdient unter wirklich harten Umständen seinen Lebensunterhalt damit, Anderen zu helfen und ist jetzt wegen eines einzigen Ausrasters nicht nur seinen Job los, sondern für diesen Beruf praktisch verbrannt. Das sollte m.M. einfach nicht sein.

Vor Allem ist es unverhältnismäßig, wenn man bedenkt, mit was für Übergriffen für solche Situationen ausgebildete Polizisten immer wieder durchkommen und dafür - wenn überhaupt - ehe milde Disziplinarstrafen kassieren, weil die Hürde für den Jobverlust enorm hoch ist.
Und selbst da kann ich in vielen Fällen nachvollziehen, warum die Contenance flöten gegangen ist - nur halt nicht gegenüber Passanten, die auch wirklich keinerlei aggressives oder auch nur renitentes Verhalten zeigen.
 
Alkohol allein sicherlich nicht.
Es ist aber immer noch ein Unterschied, ob du dir einen ansäufst, weil du einen schmerzlichen Verlust nicht verkraftest, oder weil du nichts Sinnvolleres mit dir anzufangen weißt.
Wenn man keine Freunde hat, die einen aufmuntern und nichts zu tun, um sich abzulenken, übernehmen oft genug Johnny Walker und Jim Beam die Trauerberatung. Das ist sicherlich nicht optimal, aber da habe ich dann doch mehr Verständnis, als wenn sich jemand aus Langeweile betrinkt und deswegen übelst daneben benimmt.
Besoffen ist besoffen...mir wäre es auch egal, aus welchem Grund jemand besoffen ist...bespuckt mich einer, bekommt der nicht nur ne Ohrfeige...das ist eins der widerlichsten Sachen.
Für Dich wäre es zudem also ok, wenn jemand aus Trauer besoffen Auto fährt und Leute umbügelt? Man kann ja schließlich aus den unterschiedlichsten Gründen trauern...man ist auf einen Regenwurm getreten, man hat 5€ verloren usw...
 
Ich bin auch dafür, dass, im alkoholisierten Zustand begangene, Straftaten härter geahndet werden müssen. Es kann nicht sein, dass Menschen, die Alkohol trinken milder verurteilt werden, wegen Unzurechnungsfähigkeit o.ä.
Letztendlich hat die Person sich in einem nüchternen Zustand bewusst dazu entschieden, durch Alkohol in einen Zustand des Kontrollverlustes zu begeben. Daher sollte man/frau alle daraus entstehenden Konsequenzen tragen müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Besoffen ist besoffen...mir wäre es auch egal, aus welchem Grund jemand besoffen ist...bespuckt mich einer, bekommt der nicht nur ne Ohrfeige...das ist eins der widerlichsten Sachen.
Ist ja auch okay, sofern du dann für die Ohrfeige kein exklusives Verständnis erwartet. :D

Für Dich wäre es zudem also ok, wenn jemand aus Trauer besoffen Auto fährt und Leute umbügelt?
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Ich schrieb weiter oben explizit, dass man für strafrechtlich relevante Handlungen trotzdem geradestehen muss, egal in welcher Gemütsverfassung oder sonstigen Einflüssen man diese begangen hat.

Ich behalte mir trotzdem vor, es ethisch unterschiedlich zu bewerten, wenn jemand aus für mich relevanter Ursache Gesetze (oder einfach nur gesellschaftliche Konventionen) bricht.
Um dein Beispiel aufzugreifen: Wenn du mich angreifst, weil du aus für mich nachvollziehbaren Umständen neben der Spur bist (Der Verlust von fünf Euro wäre für mich kein nachvollziehbarer Grund, der Tod eines nahen Angehörigen jedoch durchaus ...), dann falte ich dich deswegen nicht zusammen. Andernfalls durchaus.

Um mal auf unser Beispiel zurückzukommen:

Der Sanitäter hat eine Körperverletzung begangen, für die muss er geradestehen. Ich kann aber als Mensch trotzdem verstehen, warum er ausgerastet ist, weil ich weiß, was für Situationen Sanitäter mittlerweile ausgesetzt sind. Aber ich kann nicht verstehen, warum er zwingend seinen Job verlieren muss, wenn er nicht gerade ein Vorgeschichte von Übergriffen hat, die vermuten lässt, dass dieser eine Ausraster keine einmalige Ausnahme in einer Ausnahmesituation war. Er hat viel mehr Menschen geholfen, als er verletzt hat ,und würde anzunehmenderweise noch viel mehr Menschen helfen können.

Und wenn ich das auf einen Menschen anwenden kann, dann auch auf einen anderen Menschen, der ebenfalls in einer außergewöhnlichen Stresssituation war und nach jetzigem Kenntnisstand ebenfalls keine Vorgeschichte von Vandalismus unter Alkoholeinfluss (und noch nicht mal jemanden verletzt) hat. Auch der muss trotzdem für den strafrechtlich relevanten Teil seiner Handlungen geradestehen, ist damit jedoch ebenso wenig grundsätzlich ein Armleuchter wie der Sanitäter.

Und davon, dass Alkohol ein Milderungsgrund wäre, schrieb ich schon gleich dreimal nicht, sondern dass es nachvollziehbare Gründe geben kann, warum sich jemand betrinkt. Wenn sich irgend ein Hanswurst auf einer Fete besäuft, für die Rückfahrt nach Hause das Auto nimmt und jemanden umbügelt oder im Suff jemanden tot bzw. krankenhausreif schlägt, sollte der Alkoholkonsum meines Erachtens sogar strafverschärfend gewertet werden, denn schließlich hat man diesen Zustand geringerer Selbstkontrolle erzeugt, während man sich noch nicht in einem Zustand verringerter Selbstkontrolle befand.

Nehmen wir aber mal an, du konsumierst Alkohol grundsätzlich verantwortungsvoll und trinkst bei klarem Bewusstsein nie so viel, dass du dieses klare Bewusstsein verlierst und dann im Dusel bis zum kompletten Kontrollverlust weitertrinkst.
Jetzt geschieht etwas, was dein Bewusstsein trübt, sagen wir mal, jemand jubelt dir was unter, du hast dir den Kopf gestoßen oder du musst einen schweren Schicksalsschlag verkraften und du trinkst deswegen doch einmal mehr, als du es üblicherweise tun würdest, wirst ausfallend und randalierst. Bist dann prinzipiell ein Ar*** oder waren die besonderen Umstände nicht vielleicht doch maßgeblich und sollten berücksichtigt werden? - Eben.
 
Ich bin auch dafür, dass, im alkoholisierten Zustand begangene, Straftaten härter geahndet werden müssen.
Also soll der Nazi der dir die Nase bricht weniger hart bestraft werden als der, der mal einen über den Durst getrunken hat und sich so mit dir streitet und dir dabei die Nase bricht?

Wenn sich irgend ein Hanswurst auf einer Fete besäuft, für die Rückfahrt nach Hause das Auto nimmt und jemanden umbügelt oder im Suff jemanden tot bzw. krankenhausreif schlägt, sollte der Alkoholkonsum meines Erachtens sogar strafverschärfend gewertet werden
Jain, nicht im strafrechtlichen Sinne sondern nur im Verkehr.
Es gibt tatsächlich so Sachen:
Illegales Autorennen->5 Jahre Haft, 4 Jahre Führerscheinentzug
WTF
 
Unsere Hobbyjuristen und ihre Thesen!

Um eure "Überlegungen" auch nur ansatzweise strafrechtlich relevant werden zu lassen, muss man dann die Hilfskonstruktion ins Gesetz schreiben, das jede Art von Alkoholkonsum/Drogenkonsum kausal auf "unmittelbare zukünftige" Handlungen wirkt und zwar im Bereich Fahrlässigkeit und Vorsatz.
Wenn Jemand also um 20 Uhr abends trinkt ist dies praktisch schon kausal fahrlässig oder sogar vorsätzlich, wenn er sich um 0 Uhr prügelt, aus welchem Grund auch immer. Insoweit würde Alkohol trinken oder Drogenkonsum den subjektiven Tatbestand praktisch ersetzen.
Noch besser wird es, wenn eine Fahrgemeinschaft abgesprochen war, man anfängt zu trinken, aber der festgelegte Fahrer z.B. mit einem Date verschwindet und man dann trotzdem fährt, führt eure Hilfkonstruktion auch zu Vorsatz in Bezug auf Unfälle.

Man sollte vielleicht mal nachdenken bevor man irgend etwas aus dem Bauch schreibt, was nach näherer Überlegung ziemlicher Schwachsinn ist.
Übrigigens würde das dann für jede Art von Drogenkonsum gelten, auch wenn Jemand z.B. einen Joint raucht ist das dann für jegliche Handlungen in der näheren Zukunft kausal fahrlässig oder vorsätzlich.

Schöne neue Welt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Alkohol allein sicherlich nicht.
Es ist aber immer noch ein Unterschied, ob du dir einen ansäufst, weil du einen schmerzlichen Verlust nicht verkraftest, oder weil du nichts Sinnvolleres mit dir anzufangen weißt.
Wenn man keine Freunde hat, die einen aufmuntern und nichts zu tun, um sich abzulenken, übernehmen oft genug Johnny Walker und Jim Beam die Trauerberatung. Das ist sicherlich nicht optimal, aber da habe ich dann doch mehr Verständnis, als wenn sich jemand aus Langeweile betrinkt und deswegen übelst daneben benimmt.

Und hey, der Typ hat ein bißchen getobt und mit 'nem Feuerlöscher gespielt, als er betrunken war, aber weder jemanden totgeschlagen noch totgefahren, ja noch nicht einmal jemanden verletzt. Hässlich wurde es erst, als er fixiert wurde - und wer weiß, was das letzte Mal in seinem Herkunftsland mit ihm angestellt wurde, als er irgendwo gefesselt wurde.

Wie gesagt, vollstes Verständnis auch für den Sanitäter, bei dem das vermutlich auch nur - im wahrsten Sinne des Wortes - der Tropfen war, der bei ihm das Fass zum Überlaufen brachte. Ich meine, der verdient unter wirklich harten Umständen seinen Lebensunterhalt damit, Anderen zu helfen und ist jetzt wegen eines einzigen Ausrasters nicht nur seinen Job los, sondern für diesen Beruf praktisch verbrannt. Das sollte m.M. einfach nicht sein.

Vor Allem ist es unverhältnismäßig, wenn man bedenkt, mit was für Übergriffen für solche Situationen ausgebildete Polizisten immer wieder durchkommen und dafür - wenn überhaupt - ehe milde Disziplinarstrafen kassieren, weil die Hürde für den Jobverlust enorm hoch ist.
Und selbst da kann ich in vielen Fällen nachvollziehen, warum die Contenance flöten gegangen ist - nur halt nicht gegenüber Passanten, die auch wirklich keinerlei aggressives oder auch nur renitentes Verhalten zeigen.
Wir reden hier über klare Fälle von rassistischer Gewalt bzw. Polizeigewalt, da darf es keinen Pardon geben, die Täter gehören bestraft und aus dem Beamtenverhältnis entlassen.
 
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