Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Ich bin schon immer radikaler Pazifist. Für mich wäre das Ziel die Abschaffung der Bundeswehr, der Abzug aller Besatzer und der Austritt aus der NATO.
 
Bei dir trifft ja die Beschreibung Mahoys zur heutigen Jugend voll ins Schwarze. Egozentrisch bis an die Schmerzgrenze mit dem Banner des totalen Egoisten in der Hand.
Genau für dich wäre ein verpflichtendes Jahr wie geschaffen.

Die Wehrpflicht wurde 2010/2011 außer Kraft gesetzt und bis dahin konnten auch mit einer Wehrpflichtigen Armee wunderbar diese Einsätze erfokgreich bestritten werden, dafür wurden genug Instrumente entwickelt.
Was fehlt uns denn seit 2011, was wir wirklich brauchen?

Würden die BW-Soldaten z.B. Häuser bauen oder Netzwerkkabel verlegen hätten wir da einen sogar einen echten Nutzen davon.

Wieso solle ein verpflichtendes Jahr für mich geschaffen sein?
Welchen Vorteil haben die von MIR?
Es ist immer besser Leute zu haben, die etwas freiwillig machen, weil die motivierter arbeiten, du kannst das ja mal in der Personalabteilung einer Firma nachfragen.
 
Ich bin schon immer radikaler Pazifist. Für mich wäre das Ziel die Abschaffung der Bundeswehr, der Abzug aller Besatzer und der Austritt aus der NATO.

Jaja "Deutschland ist besetzt" kannst mit der Einstellung direkt mit gewissen Leuten kuscheln gehen.

Die Wehrpflicht wurde 2010/2011 außer Kraft gesetzt und bis dahin konnten auch mit einer Wehrpflichtigen Armee wunderbar diese Einsätze erfokgreich bestritten werden, dafür wurden genug Instrumente entwickelt.

Wobei Wehrdienstleistende wurden, außer auf eigenen Wunsch nicht im Ausland eingesetzt.
Das sollte man auch beibehalten, wenn wir jemanden verpflichten für ein Jahr zu dienen sollten wir ihn nicht auch noch mit Afghanistan beglücken, wenn er das nicht möchte.
 
ZU Eva Högl:
Wie stellt die sich das eigentlich vor, wenn Rechtsextreme per Dienstpflicht gezwungen werden, zur BW zu gehen?
Werden die dann einfach ausgeschlossen?
 
Wieso soll das gehen?
Wenn die Einsätze befohlen werden, dann müssen die Soldaten dem Folge leisten. Wieso soll das dann nicht mehr in irrsinnigen Auslandseinsätzen enden?

Eingeräumt, dass Auslandseinsätze in ihrer jetzigen Form eher ein Tropfen auf dem heißen Stein und mangels gründlicher Planung und/oder robustem Mandant auch gerne man nach hinten losgehen ... Gar nichts zu unternehmen erzeugt auch nur eine kurzlebige Illusion von Verbesserung. Den menschlichen Aspekt mal außen vor und rein egoistisch (aber etwas weiter, als der Arm lang ist) gedacht: Man kann den entsprechenden Situationen im Ausland nicht tatenlos zusehen, bis sie sich so weit verschlimmert haben, dass sie im eigenen Wohnzimmer stehen. Was tun wir dann? Die Armee einsetzen, die wir nicht haben? Verbündete um militärische Unterstützung bitten, die wir nicht unterstützt haben?

Ich halte das Ganze immer noch für ein Strukturproblem, auch abseits rechtsextremer Umtriebe. Da wir schon seit Jahrzehnten quasi von Freunden Zweckverbündeten umzingelt sind, hätte wir spätestens nach Ende des Kalten Krieges damit anfangen müssen, die Bundeswehr umzustrukturieren. Und sorry, da passen Wehrplichtige nur begrenzt rein. Man braucht zunehmend hochqualifiziertes Personal, das bereit ist, sich langfristig an den Beruf zu binden und uneingeschränkt einsatzfähig ist.

Wehrpflichtige können allerdings sehr dazu beitragen, das Image an der Heimatfront *sinnvoll* aufzubessern und einerseits einen Rekrutierungspool und andererseits auch stärker auf das Zivilleben vorbereitet werden. Aber solche Diskurse werden gar nicht geführt, vielmehr geht es darum, wahlweise mit Abschaffung/Aussetzung oder Wiedereinführung/Wiedereinsetzung kurzfristig politisch Punkte zu machen - je nachdem, wie in der Öffentlichkeit gerade der Wind weht. Bei so viel Heckmeck braucht man von Reformen, die logischerweise langfristig angelegt sein müssen, nicht einmal träumen.
 
Mit einer Wehrpflicht Armee könnte man Einsätze außerhalb Deutschlands unterbinden. Das wäre sehr gut. Besser wäre aber die komplette Abschaffung der Armee und eine Positionierung als erste pazifistischer Staat in Europa. Schwerter zu Pflugscharen ist heute aktueller denn je!

Was machst du aber, wenn das fremde Land dich besetzt hat, nachdem du deine Armee abgeschafft hast? Eine Miliz gründen?
 
@ Sparanus

Da gebe ich dir völlig recht, aber es wurden ja dann glaube ich, mehrere freiwillige "Pferpflichtungsmodalitäten" entwickelt von 24 bis 36 Monate, wenn ich mich nicht irre, gerade im Hinblick auf den Kosovo und Afghanistan.
Dass das freiwillig ist, habe ich ja schon klargestellt, aber soweit mir bekannt, gab es eine ganze Menge Wehrpflichtige, die sich dann für einen Auslandseinsatz, freiwillig weiterverpflichtet haben.

FWDL geht maximal 23 Monate aber mit einer Pause von einem Monat so oft man möchte. Lohnt sich aber nicht, da man nicht über den Hauptgefreiten hinweg kommt.

Der Grund für die maximale FWDL Dauer hat übrigens was mit der Krankenkasse zu tun (Mitgliedschaft kann maximal x Monate ruhen etc)

Freiwillig ist ja in Ordnung, aber ich bin strikt dagegen Wehrpflichtige in Auslandseinsätze zu schicken, was bei einem Jahr Wehrpflicht aber eh nicht passieren würde.
 
Was machst du aber, wenn das fremde Land dich besetzt hat, nachdem du deine Armee abgeschafft hast? Eine Miliz gründen?

Wann wurde Deutschland angegriffen ohne vorher selber angegriffen zu haben? Gerade Deutschland unterliegt der moralischen Verpflichtung nie wieder Krieg zu führen.
 
Wann wurde Deutschland angegriffen ohne vorher selber angegriffen zu haben? Gerade Deutschland unterliegt der moralischen Verpflichtung nie wieder Krieg zu führen.

Darum geht es nicht. Deutschland liegt in Mitteleuropa. Also strategisch wichtig.
Dann ist Deutschland die größte Volkswirtschaft in Europa.
 
Vor allem hat Deutschland nicht die Menschen aus ihren afrikanischen Kolonien verheizt, wie es die Franzosen gemacht haben.
 
Und ja Deutschland ist mitverantwortlich am 1. Weltkrieg, aber beileibe nicht hauptverntwortlich und hat dort niemand "Überfallen"oder einen Krieg planmäßig in Gang gesetzt, vielmehr war es die Entente, die zuerst mit ihrer Mobilisierung die militärische Karte für einen Großen Krieg gezogen hat.

Deutschland hat Belgien überfallen.
Was auch aus strategischer Sicht vollkommener Mist war.
Siehe Schlieffenplan vs Großer Ostaufmarsch

Vor allem hat Deutschland nicht die Menschen aus ihren afrikanischen Kolonien verheizt, wie es die Franzosen gemacht haben.
Doch, aber nur innerhalb der Kolonien.
Es wurde teilweise auch bis 1918 in den Kolonien gekämpft.
 
Doch, aber nur innerhalb der Kolonien.
Es wurde teilweise auch bis 1918 in den Kolonien gekämpft.

Die Franzosen haben Menschen aus ihren Kolonien nach Europa geholt und sie an die Front geschickt -- ohne vernünftige Klamotten und vor allem ohne Waffen.
Einfach nur als Kanonenfutter, damit die Deutschen daran ihre Munition aufbrauchen.
Ekelhafter geht es nicht. :daumen2:
 
Überfall passt schon, auch wenn es anders war als bei Polen. Nur halt weniger überraschend.
Wobei auch Hitler hat Polen Angebote gemacht ein Bündnis einzugehen, keine Frage wir wissen wie es Polen am Ende gegangen wäre, wären sie dieses Bündnis eingegangen. Aber einen Polenfeldzug hätte es dann nicht gegeben.

Deinen Vergleich kann ich nicht beurteilen, müsste ich nachlesen. Bei Belgien war es halt so, dass alle für Belgiens Neutralität garantiert haben. War es bei Dänemark auch so? Wenn nein ist es aus damaliger Sicht ein vollkommen anderer Fall. Krieg ansich war ja legitim im Gegensatz zu heute.
 
Und hier wieder ein Beispiel, was mein Vertrauen nicht erhöht. Soso, die Ermittler sollen also alle Fragen an alle Beteiligten vorher in schriftlicher Form einreichen. Noch offensichtlicher kann man nicht formulieren "Wir müssen alle Aussagen aufeinander abstimmen". Wir brauchen dringend eine unabhängige Ermitlungsbehörde, die ausschließlich für Polizei und Innenministerium zuständig ist.
Oury Jalloh: Justizministerium in Sachsen-Anhalt verweigert Sonderermittlern Gespraeche mit Staatsanwaelten - DER SPIEGEL
 
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