Sinkendes Vertrauen in Sicherheitskräfte

Wenn man ein verpflichtendes Jahr einführt für Männlein wie Weiblein, bleibt genug Platz für Ersatzdienst und wohl auch wenn man möchte Polizei und THW, du wirst aber einen Ersatzdienstleistenden nur sehr rudimentär bei der Polizei einsetzen können, weil ihm die Qualifikationen dafür fehlen und man 3 Jahre Ausbildung schlecht in 6 Monate pressen kann.

Das gleiche gilt für die Bundeswehr. Wenn du jemanden zwingst den Kram zu machen ist er alles andere als motiviert und macht meist nur Unsinn.
Die Bundeswehr als Berufsarmee ist für mich völlig i.O.
Wichtig ist eben, dass man jeden Anwärter auch psychologisch durchleuchtet und die Spinner aussortiert, bevor man ihnen eine Waffe in die Hand drückt.
 
Einigen würde 1 sozialjahr in der Pflege(betreuung)und sonstige soziale Einrichtungen nicht schaden, vlt bekommen die ja etwas mehr Empathie.

Aber zwingen geht ja auch nicht.
 
Das hat überhaupt nichts mit zwingen zu tun, sondern mit einem Dienst an und für die Gesellschaft.
Es gibt wenige Länder auf der Welt, die so viele "gebratene Tauben" für die Entfaltung ihrer Bürger bereithalten wie Deutschland, da kann man auch ein verpflichtendes Jahr mehr als verschmerzen.

Ich halte es da ganz wie Kennedy:
"Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt."
Ist ziemlich aus der Mode gekommen, heute herrscht eher Egoismus und Opferrolle vor, auch dafür wäre ein verpflichtendes Jahr ein Baustein, wieder eine andere Denke zu fördern!

Wenn man, sofern man den Dienst nicht tätigt, bestraft wird, handelt es sich um Zwang, völlig wumpe ob das ein Dienst für die Gesellschaft sei oder nicht.
Das ist die Definition von Zwang.

Zum Kennedy:
Wenn ich zu irgendwas gezwungen werde, bin ich dem gegenüber natürlich immer positiv eingestellt, nicht wahr?
Es ist bei mir (und bei fast allen anderen auch) so, dass dann eine gewisse Wut entsteht.
Wer eine weitere Partei wie die AfD haben will fördert genau so etwas.
Ich bin übrigens echt am überlegen bei der nächsten Wahl die FDP zu wählen, immerhin sind die mir ein noch eher kleiner Dorn im Auge.
 
Doch. Warum sollte jeder die Plicht haben mit Waffe zur Bundeswehr zu gehen??

Keine Sorge die bekommst du dort, die musst du nicht mitbringen.

Wobei da die aktuelle Antwort ist: Zu Hause bleiben und Abstand halten.

Hoffentlich halten sich die Ärzte nicht an diese beiden Sachen.

Wenn man, sofern man den Dienst nicht tätigt, bestraft wird, handelt es sich um Zwang, völlig wumpe ob das ein Dienst für die Gesellschaft sei oder nicht.
Das ist die Definition von Zwang.
Du wirst auch bestraft, wenn du dich weigerst zu arbeiten. Außerdem musst du auch bis du deine Zeit um hast in der Schule bleiben.
 
Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen.

Interessanter Ansatz in Bremen:
https://www.lto.de/recht/presseschau/p/presseschau-2020-07-03-abschiebehaft-eugh-neues-polg-bremen-egmr-urteil-frankreich-fluechtlinge/ schrieb:
Polizeigesetz Bremen: Die Bremer rot-rot-grüne Regierungskoalition stellte vorige Woche ihren Entwurf für ein neues Polizeigesetz vor. An sogenannten besonderen Kontrollorten sollen Ausweiskontrollen nicht mehr anlasslos erfolgen. Vielmehr soll die Polizei im Kontrollfall einen "auf die Person bezogenen Anhaltspunkt" für die Kontrolle nennen und eine Kontrollquittung aushändigen. Zudem soll eine unabhängige Beschwerdestelle eingeführt werden. Obwohl der Entwurf auch mehr Befugnisse für die Polizei bei der Telekommunikationsüberwachung vorsieht, kritisiert die Deutsche Polizeigewerkschaft den Entwurf scharf und die CDU bezeichnete diesen als "Anti-Polizeigesetz", wie netzpolitik.org (Marie Bröckling) berichtet.
 
Ich bin nicht vollkommen überzeugt, kann es aber auch nicht ablehnen. Also machen und dann evaluieren.
 
Du wirst auch bestraft, wenn du dich weigerst zu arbeiten. Außerdem musst du auch bis du deine Zeit um hast in der Schule bleiben.
Es gibt in Deutschland erstmal keinen Arbeitszwang, wenn ich keinen Arbeitsvertrag habe, muss ich auch nicht arbeiten, sofern ich meinen Unterhalt selbst finanzieren kann.
Schule ist Bildung, das ist um Meilen sinnvoller als bei der Bundeswehr im Schlamm zu suhlen.
 
Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen.

Interessanter Ansatz in Bremen:

Guter Ansatz. Ich bin sogar dafür, dass bei jeder Kontrolle die Polizei begründen muss warum hier kein rassisitischer Antrieb vorliegt. Unser Mitbürger mit Migrationshintergrund müssen vor der Polizei geschützt werden und man muss ihnen die Möglichkeit geben frei zu leben.
 
Guter Ansatz. Ich bin sogar dafür, dass bei jeder Kontrolle die Polizei begründen muss warum hier kein rassisitischer Antrieb vorliegt. Unser Mitbürger mit Migrationshintergrund müssen vor der Polizei geschützt werden und man muss ihnen die Möglichkeit geben frei zu leben.

Zwischen den Zeilen also:
"Personen mit Migrationshintergrund dürfen nicht mehr kontrolliert werden, denn sie müssen ja vor der Polizei geschützt werden.
 
Ich find's immer wieder niedlich, wie sich Leute von Seahawk triggern lassen, selbst wenn sie es inzwischen besser wissen müssten. :D

Der Twist, die Änderung des Bremer Polizeigesetzes auf Personen mit Migrationshintergrund zu beziehen, geht wahlweise in die falsche Richtung oder richtet das Spotlight genau auf den richtigen Punkt, denn selbstverständlich wären damit *alle* Bürger vor anlasslosen Ausweiskontrollen geschützt und es erhalten *alle* Bürger eine Kontrollquittung und die Polizei darf verdächtige Personen *nach wie vor* kontrollieren - sie muss es nur neuerdings sachlich und rechtlich *begründen* können - was eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Inwiefern es die Arbeit der Polizei behindert, dass man 1.) einen begründbaren Anlass für Kontrollen braucht, der 2.) auch nach den Standards eines Rechtsstaats gerechtfertigt ist, müssten die Deutsche Polizeigewerkschaft und die CDU bitte näher erklären.

Ich meine, wovor haben die DpolG und die CDU denn Angst? Dass im Protokoll von Personenkontrollen Begründungen wie "Nafri kontrolliert, weil er wie ein N3ger aussah, und die dealen bekanntlich alle" oder "widerwillig Deutschen kontrolliert, damit die Quote stimmt; Ariernachweis wurde nicht verlangt" auftauchen, wird's ja wohl nicht sein? :hmm:
 
Boaaaaaah

Hab ich Frust / könnt ich kotzen.
Die neue Wehrbeauftragte (warum wir den alten nicht behalten konnten....) hat eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ins Gespräch gebracht.
Soweit so neutral und da wir dazu neigen zu vergessen was gestern war, vllt auch erstmal ganz unschuldig.

Let me explain

Eine SPD! Politikerin, also Teil jener Partei die am lautesten gerufen hat die Wehrpflicht aus Gerechtigkeitsgründen!!! abzuschaffen will jetzt drüber diskutieren die Wehrpflicht wieder einzuführen um das Problem der rechten Gesinnung in den Griff zu kriegen. Oder, einfach nur eine weitere Folge vollkommen inkompetenter Außen- und Sicherheitspolitik, ohne jegliche Weitsicht, Kompetenz, oder mit einem Gestaltungsspielraum über die nächste Bundestagswahl hinweg.

General a.D. Vad hat Frau Högl kritisiert, diese Aussagen seien Wahlkampf.
Ja dazu müsste man halt auch wissen, die Aussagen zur Abschaffung der Wehrpflicht waren halt damals auch nichts anderes - Wahlkampf.

Ich kann den Sinn der Arguments halt verstehen, in einer Wehrpflichtigenarmee kann man schwieriger extremistische Gedanken streuen, bzw. das Publikum dafür ist zu divers. Gab genug AGAs in denen man langhaarige, eher linksorientierte Personen mit grenz wertigen Neonazis auf einer Stube hatte. Aber verfluchte *******, kann man denn nicht ein einziges verdammtes Mal sich VORHER Gedanken machen was passiert wenn man Maßnahme xy umsetzt? Man konnte es doch vorhersagen, z.b. am Beispiel der US Armee. Kosten für Rekrutierung steigen, Attraktivität muss rauf, sonst bleiben die Bewerber aus... das ist ein ganzes (kleines) Forschungsfeld in den USA. Und ja natürlich kommen dann eher diejenigen, die ab der Mitte Richtung rechts eingestellt sind, wirklich, konnte man sich das 2010 nicht ausmalen.

Diese Armee kann doch auf keinen grünen Zweig kommen wenn alle 2 Jahre eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, eine neue Idee zur Struktur, ein neuer Prozess zur Materialverwaltung (hab vergessen wie der hieß weil eh wieder abgeschafft).
Aber passt halt auch wenn man mit Bartels einen Wehrbeauftragten abschießt der gute Arbeit und offene Kommunikation geleistet hat, der Dinge ehrlich angesprochen hat, egal ob sie dem BMVG gepasst haben oder nicht.
SPD scheint Verteidigung ungefähr so gut zu "können" die die CSU Verkehr, ein Graus.
 
Die neue Wehrbeauftragte (warum wir den alten nicht behalten konnten....) hat eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ins Gespräch gebracht.
Soweit so neutral und da wir dazu neigen zu vergessen was gestern war, vllt auch erstmal ganz unschuldig.

Hab ich auch gehört. Da scheint jeden unbedingt in die Nachrichten zu wollen.
Am Ende eh nur heiße Luft.
Einfach nicht aufregen. :D
 
Wobei sich die Frage stellt, um welche Wahl die SPD diesmal kämpfen sollte? Vor allem damit?? Am ehesten kann man da noch eine stumpfe Gegenreaktion zu AKKs Aktionismus reininterpretieren. In der deutschen Politik zählt ja schon seit langem nur noch, das etwas gemacht wird und wer etwas macht, aber nicht was eigentlich gemacht wird. Und seit Beginn von Corona machen die SPDler praktisch gar nichts mehr, was es bis in die Medien schafft.

Bescheuert ist der Vorschlag jedenfalls so oder so. Nur weil man die Armee mit Zwangsrekrutierten aufbläht, die für teuer Geld nichts sinnvolles machen, verpflichten sich doch nicht auf einmal weniger Rechte. Wie weiter oben schon geschrieben, haben die gehobenen Dienstgrade, die gerade wegen nicht-Vermeidung und teiweise von Förderung von Rechtsextremismus stehen, schon rein alters bedingt ihre Karriere größtenteils noch vor Aussetzung der Wehrpflicht begonnen. Geholfen hat die aber ganz offensichtlich nicht. Die gesellschaftlichen Gegengewichte zu den Nazis fühlen sich in der Wehrpflicht nunmal alles andere als wohl und haben schon seit den 70er/80ern weitestgehend verweigert. Die Schluris, die das nicht hinbekommen haben, Krawall- und Alles-egal-Punks sowie Brigadisten, die vom revolutionären Kampf träumen und deswegen lieber Wehr- als Zivildienst gemacht haben, waren nun auch keine Bereicherung für die Bundeswehr und auch kein Korrektiv für Faschos in höheren Rängen.

Die weggebrochenen, gut-bürgerlichen und wenn auch nicht unbedingt der Demokratie, so doch der herrschenden Ordnung verschriebenen Kreise, bekommt dagegen nicht so leicht zurück. Die entwickeln heute nicht deswegen keine Lust mehr auf Bundeswehr, weil sie keine Zwangsdosis mehr verabreicht kriegen, sondern weil die alte Häuislebauer-Gleichung "sicherer Job, gutes Geld, frühe Rente und Risiko nur dann, wenn sowieso alles den Bach runtergeht" für eine post-80er Interventionsarmee einfach nicht mehr gilt. Ausgehend von den sicheren Lebensbedinungen in Deutschland ist es also ganz normal, dass sich heute vermehrt gewaltbegeisterte Chaoten und stramm patriotische Bürger des teutschen Reichs verpflichten.
 
Annegret Kramp-Karrenbauer kuendigt neuen Freiwilligendienst an - DER SPIEGEL

Besonders liebe ich "heimatnah". Ja, weil das bei der Stationierungsdichte auch funktionieren wird...
Man hat es ja nach der Abschaffung der Wehrpflicht nichtmal hinbekommen, dass man lokal rekrutieren konnte. Wir hatten in Füssen genug Interessenten die in Füssen / Kempten Dienst tun wollten, aber das nicht garantiert werden konnte.
Wenn man jetzt, heimatnah so auffasst, dass die in der Fläche verteilten Einheiten ausbilden sollen, dann müssen diese effektiv wieder GA Züge stellen und zwar alle. Man korrigiere mich, aber wird aktuell die GA nicht an zentralen Orten durchgeführt und von dort die Soldaten auf die anderen Einheiten verteilt?

Fällt einem nichtsmehr zu ein, wirklich nicht.


Wobei sich die Frage stellt, um welche Wahl die SPD diesmal kämpfen sollte? Vor allem damit??
2021 ist Bundestagswahl, Profil schärfen muss man vor dem Wahlkampf wenn man berücksichtigt werden möchte.

Nur weil man die Armee mit Zwangsrekrutierten aufbläht, die für teuer Geld nichts sinnvolles machen, verpflichten sich doch nicht auf einmal weniger Rechte.
Naja, im Verhältnis halt schon :)
 
@hoffgang
Besonders liebe ich "heimatnah". Ja, weil das bei der Stationierungsdichte auch funktionieren wird...
Ob du durch ganz Deutschland pendeln musst oder 200km ist schon ein Unterschied. Klar, nicht jeder kann Heimschläfer werden.
Außerdem können FWDL ganz unkompliziert auf DPäK gesetzt werden und brauchen keinen eigenen DP wie SaZ.
Wenn man jetzt, heimatnah so auffasst, dass die in der Fläche verteilten Einheiten ausbilden sollen, dann müssen diese effektiv wieder GA Züge stellen und zwar alle. Man korrigiere mich, aber wird aktuell die GA nicht an zentralen Orten durchgeführt und von dort die Soldaten auf die anderen Einheiten verteilt?
Kommt darauf an.
Die Luftwaffe macht das an 3 Standorten, mWn aber auch schon damals mit den Ausbildungsrgt und jetzt halt mit dem Ausbildungsbtl für OA und Msch bzw der USLw für UA und FA.
Das Heer hingegen macht das an vielen Standorten,inzwischen auch für OA. Marine, SKB, CIR und ZSan müsste ich prüfen.
Ja dazu müsste man halt auch wissen, die Aussagen zur Abschaffung der Wehrpflicht waren halt damals auch nichts anderes - Wahlkampf.
Die SPD ist auf massivem Linkskurs und dann soll die Wehrpflicht im Wahlkampf helfen? Beißt sich mMn.

(Wenn andere Mitleser was nicht verstanden haben gerne nachfragen)
 
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