AW: Schiffsbrüchig
Sicherer Hafen heißt ja nicht, dass sie Sozialhilfe bekommen, sondern nur, dass sie sich dort zunächst in Sicherheit befinden.
Das schließt aber auch z.B. die Sicherheit vor Kampfhandlungen mit ein.
Traditionell war der
nächste sichere Hafen übrigens nicht der geographisch nächstgelegene, sondern der nächste auf der Route des aufnehmenden Schiffes. Wenn du vor Portugal mit der Luftmatratze abtreibst und dich ein Frachter mit Kurs Südwest aufnimmst, kann es auch sein, dass du erst in Sao Paulo wieder von Bord gehst.
Wie unschwer zu erkennen ist: Typische Routenplanungen von Rettungsschiffen wie "Palermo - Palermo" waren bei der Ausarbeitung des Seerechts nicht vorgesehen.
Wer baut eigentlich die hightech- Schlauchboote ? bzw wer klebt das zusammen !?
Und für was sind die eigentlich normal vorgesehen im alltag ? so riesige Schauchboote ? Für riesige Bootstouren mit Spaß ?
Randbemerkungen in einigen Zeitungen, deren Quellengrundlage ich aber nicht kenne, werden die Flüchtlingsboote wohl mehrheitlich bei unseren guten Handelspartnern in China und in der Türkei zusammengeklebt. Einen anderen Zweck haben sie nicht, die werden gezielt für diese Einweg-Einsätze gebaut. Vor 5+ Jahren waren es noch große, robuste Boote wie sie auch zum Angeln, als Beiboote, etc. eingesetzt werden; heute sind sie zweimal so breit, viermal so lang und halb so teuer/wertig = 1/100tel so haltbar. Das die Importrouten nicht längst Bestandteil diplomatischer oder sogar polizeilicher Arbeit geworden sind, ist mir auch schleierhaft - vermutlich steht die heilige Kuh "freier Handel" über allen anderen Zielen.
Warum schaltet man nicht gezielt die Gangster / warlords aus !?
Die Warlords, die Hauptgrund für die Flucht sind, aber nicht zu deren Ablauf beizutragen, versuchen die jeweiligen Regierungen mit militärischen Mitteln auszuschalten. Warum das nicht so einfach ist, kann dir z.B. auch der US-Oberbefehlshaber in Afghanistan sagen. Gegen die Kriminellen, die sich als Schlepper und Schleuser ihren Lebensunterhalt verdienen, müsste man mit polizeilichen Mitteln vorgehen. Aber du kannst dir ja vorstellen, in welchem Zustand die Polizei in einem Land ist, in dem das Militär nicht einmal direkte Artillerieangriffe auf die Hauptstadt verhindern kann. Dank der fleißigen europräiscen Unterstützung für diverse Diktatoren in ganz Afrika, die dann eben irgendwann doch nicht mehr das ganze Volk unterdrücken können, gibt es eine ganze Kette von mehr oder minder gescheiterten Staaten, in denen niemand mehr vollständige Kontrolle hat und Kriminelle freie Bahn haben. Aus nachvollziehbaren Gründen stehen Schleuer dabei auch ganz hinten auf der Prioritätenliste, da sie den Durchreiseländern keinerlei Schäden zufügen - im Gegensatz zu Mördern, Dieben, Drogenkartellen und internationale Konzernen.
Von der Frage nach dem Verhaeltnis zwischen Produktion und Verbrauch mal ganz zu schweigen.
Schon allein beides in $ zu messen ist bescheuert, gerade in Ländern mit hohem Anteil an Subsidaritätswirtschaft deren monetärer Wert nunmal direkt das Lohnniveau wiederspiegelt. Wenn ein ethiopischer Bauer eine Tonne Weizen abliefert, hat er 25 Euro zum BIP beigetragen. Wenn ein deutscher Bauer genau das gleiche macht, sind es 165 Euro. Hier zu behaupten, der Deutsche wäre viel produktiver, ist genauso BWLer Schwachsinn wie die Vergleiche bei Rüstungsausgaben, denen zu Folge die USA viel, viel mehr Kriegstreiberei begehen, wenn sie M1A2 für 80 Millionen bestellen als Putin, wenn er T-80 für 40 Millionen kauft. Am Ende stehen die friedfertigen Russen aber mit 20 Panzern vor 10 amerikanischen...
Ich sag es euch und bin immernoch selber verblüfft , wie mein Russisch/Mathematiklehrer so Recht haben konnte. Glaube das war ein sehr schlauer Mensch.
Als ich in der 5. Klasse war , weiß nicht mehr das Fach ( kann russisch gewesen sein ). aber es ging nach diversen Fragen von uns allen um ÖL und geopolitsch .
Ich erinnere mich noch wie Heute an seine Worte : " In 30 Jahren wird es zu einer Flüchtlingswelle aus Afrika kommen ! "
Ich hab es zur Kenntnis genommen , zwar war ich damals noch ein Kind ......aber ich wusste im Bauch das er womöglich Recht hat .
Das das auf den Tag bzw Jahr eintrifft , damit hätte ich wirklich nicht gerechnet .
Das war echt ein guter Lehrer von dem man auch was lernen konnte gerade in Mathe und auch übergreifend auf andere Fächer
Wenn man "Syrien" als "Afrika" zählt und eine über fünf Jahre verteilt Welle als "auf den Tag genau", dann muss man kein guter Lehrer sein, um Recht zu behalten. Die Flüchtlingszahlen aus Afrika sind währenddessen in den letzten 30 Jahren kontinuierlich gewachsen und lassen ""heute"" keinen besonders herausragenden Anstieg erkennen. Die letzten 10-20 Monate nimmt die Zahl der Konflikte zwar wieder zu, aber da gab es in den letzten Jahrzehnten auch mehrere andere Phasen, die man als "Die" Flüchtlingswelle hätte interpretieren können.