So, nachdem ich jetzt durchbin, hab ich auch mal ein bißchen Kritik zu äußern:
"Energiespar-Special":
Ich hab schon mal drauf hingewiesen, aber da ihr wieder einen ganzen Absatz drauf verwendet und es in der Überschrift vollkommen falsch schreibt: Strom wird sehr wohl umgewandelt und somit verbraucht nur Energie als solche nicht. Man muss sich also nicht dafür entschuldigen, wenn man "Stromverbrauch" statt "Leistungsaufnahme" schreibt - umgekehrt mutet es ein bißchen merkwürdig an, wenn man es extra berücksichtig und trotzdem mit "Energie sparen" titelt. Denn (elektrische) Energie "sparen" würde bedeuten, sie z.B. in einem Akku einzulagern, um sie ein andernmal zu nutzen

. Ebenfalls verkneifen sollte sich ein Hardwaremagazin ebenso Aussagen wie "die Ökosteuer tut ein übriges zu den Strompreisen"...
Kompaktkühlungen:
Hier fehlt es imho massiv an Lautstärkeangaben (auch etwas nicht-subjektives zur Pumpe) oder zumindest Temperaturmessungen bei einheitlicher Belüftung. Auch wenn Tests extern durchgefürt werden, sollten 1-2 abschließende Messungen im Testlabor drin sein. Irritierend finde ich die Graphen U/min vs. Lüftergeschwindigkeit [%]: Wenn jemand eine Angabe wie "Lüfter läuft mit 50% Geschwindigkeit" macht, dann heißt das für mich, dass der Lüfter mit 50% seiner maximal Drehzahl läuft. Sind eure "xx% Lüftergeschwindigkeit"-Angaben allgemein Spannungswerte? Falls ja wäre es informativer, wenn ihr in Zukunft einfach direkt z.B. "@6V schreibt". (In Bezug auf den Test erschwert das den Vergleich zusätzlich: Interessant ist Kühlleistung pro Lautstärke. Angegeben ist Kühlstärke bei einem "%" Wert, der bei verschiedenen Produkten eine unterschiedliche Drehzahl wiederspiegelt, wobei die Produkte vermutlich auch noch eine unterschiedliche Lautstärkeentwicklung bei dieser Drehzahl haben - was sagt das noch aus?)
"Günstige CPUs":
Auch wenn es sonst nicht eurer Praxis entspricht, aber bei So775 hätte man imho eher auf Gebrauchtware eingehen sollen. Ein 2,5 GHz Quadcore dürfte nur für Besitzer sehr kleiner C2D eine lohnende Verbesserung sein und die größeren Modelle sind nur noch da zu kaufen, wo sie aufgrund hoher Preise niemand haben wollte&will - die einzig rationale Lösung sind imho eBay&Co.
TDP-Artikel:
Hier wird die sache mit dem "Energieverbrauch" zwar etwas besser erklärt, aber s.o.. Außerdem wird in Bild und Text der P4 als unkühlbarer dauerthrottler beschrieben, dabei war der Pentium D wesentlich stärker betroffen. Der abgebildete Northwood z.B. war nicht schlechter zu kühlen, als die High-End AthlonXPs der gleichen Zeit und selbst Prescott brachte ein Jahr später noch seine Leistung, wenn auch mit extremer Lautstärke.
(sonst aber ein sehr schöner Artikel, den sich hoffentlich einige User hier merken können...)
Gehäuse:
Ein paar mehr Informationen zur Stabilität würde ich mir wünschen. In der Tabelle erreichen alle Gehäuse gut bis sehr gut, dabei haben sich z.T. sogar schon Redakteure über klappernde Seitenwände und ähnliches aufgeregt. Imho ist das einer wichtigsten Aspekte bei einem Gehäusetest, denn Platz und Aufbau kann man anhand von Fotos ganz gut selbst beurteilen und die Temperatur- und Lautstärkemessungen sind aufgrund der Verwendung vorinstallierter Lüfter sowie nur eingeschränkt interpretierbar. Schön ist, dass der Unterschied zwischen Mainboardträger und -schlitten beachtet wird, aber auch hier fehlt eine Angabe in der Tabelle. (Auch Shops schweigen sich leider oft darüber aus)
Mainboard-Artikel: Hat mir gefallen (auch wenn man etwas mehr zu Mainboards und nicht nur zu Plattformen hätte sagen können), aber hattet ihr echt kein älteres Board für den "Vergleich" griffbereit? Abgesehen von einigen Designfragen (aktive/passive Kühlung, Ausführung der Stecker) unterscheiden sich So754-PCI-E Platinen in Aufbau und Design kaum von den aktuellsten AMD-Konzepten, nur das Single-Channel-Interface ist veraltet. Das war es aber schon, als der Sockel erschien.
Peripherie-Kommentar: Ich lasse meine Meinung ungern als "Schwachsinn" bezeichnen, nur weil ich gern ein bißchen Platz auf dem Schreibtisch und die Nase nicht in Kontakt mit dem Monitor habe...
Ich hoffe, dass Pixeldichten in Zukunft kein Kriterium bei der Testauswahl oder -bewertung sind.
"Das optimale LCD": Hier wiederholt sich natürlich die Aussage aus dem Kommentar - arbeitet ihr echt mit 50cm Abstand vor einem 27"er? Da müsste ich schon den Abstand zur Tastatur verkürzen, um das Display überhaupt so nah aufstellen zu können. So oder so: Wenn man von arbeiten spricht, sollte man vielleicht erwähnen, dass die vertikale Auflösung von Full-HD einfach zu klein ist, um eine fein bedruckte DinA4 Seite gut lesbar darzustellen.
Bei der Hintergrundbeleuchtung fehlt die wichtige Unterscheidung zwischen RGB und White-LED, das hat z.B. auch Auswirkungen auf den extra erwähnten Stromverbrauch, der bei den ersten Displays mit Direct-Type RGB-Einsatz eher höher denn niedriger war. Auch im Schlussabsatz zu den Farben könnte man den Unterschied kurz ansprechen.
Frage zu den Schlieren-Bildern: Sind das wirklich Fotos und wenn ja, was für komische Bewegungen sind da abgelaufen? Für mich sieht das ganze eher nachbearbeitet aus.
"Neue Monitortechniken": "Active Matrix" in AMOLED steht genauso für die Addressierungstechnologie wie "Active Matrix" bei nicht-passiven LCDs und hat rein gar nichts mit Touchfunktionalität zu tun. Das neue LCDs den Schwarzwert von OLED liefern können, wage ich zu bezweifeln und den Namen des LCD-Monitors, der Reaktionszeiten im 0,x ms Bereich mit hoher Farbtreue und -brillianz verbindet, hättet ihr ruhig mit angeben können... . Zum Potential aber auch zur fehlenden Weiterentwicklung von FED und SED hätte man imho eher was schreiben sollen, als zu Stromgewinnungstechniken.
Das "LED" in der Tabelle bedeutet, dass ihr diese Falschbezeichnung in Zukunft verfestigen wollt, hoffe ich mal nicht. Auch hier wird wieder "Touchscreen" auf eine Ebene mit Darstellungstechniken gestellt, dabei ist es eine Sammlung verschiedener Eingabetechniken.