Also erst mal ein Lob für die Ausgabe. Wirklich sehr informativ und gut von der Zusammenstellung

Besonders gut hat mir der Teil mit den WaKü-Mythen gefallen. Da hatten wir hier im Forum dank mir ja mal ne sehr ausufernde Diskussion bzgl. Parallelschaltung der GPUs.
Habt das wirklich sehr gut erklärt. Man hätte allerdings noch auf ein paar Sachen eingehen können. Vielleicht stehts ja im Bonusmaterial, oder ihr könnts noch mit aufnehmen.
-Problem mit dem Verstopfen: Lösung: 2 Durchflussmesser
-Problem mit den Asymmetrischen Kühlern: Lösung: Reduzierung des Innenquerschnitts/Schlauchlänge. Kann man recht einfach dadurch überprüfen, dass man die Karten ausbaut, den Ausfluss einen 10cm Schlauch z.B. steckt, und dann schaut, wie weit das Wasser rausgedrückt wird. Also beide auf gleicher Höhe. Durch Anpassung der Schlauchlänge/Durchmesser kann man so sehr gut den Durchfluss anpassen. Alternativ kann man auch so schauen, dass der Durchfluss an einem größer ist. Optimal ist halt die Lösung mit den 2 Durchflussmessern. Auf jeden Fall kann man mit etwas "Tuning" die Sache gut hinbekommen, durch die Anpassung von Durchmesser/Schlauchlänge.
-Ihr verwendet einen Y-Stecker: Ja das ist ne gute Idee

Man hätte aber darauf hinweisen können, dass man den Durchmesser am Zu-/Ablauf vor und hinter den GPUs dicker ausführen kann. Somit ist der Durchfluss wiederum besser, und die GPUs bekommen mehr ab. Die Widerstände addieren sich ja wie aus der E-Lehre bekannt. Man muss aber auch sagen, dass euer Test ja gezeigt haben, dass die Düsen etc. an den neuen Kühlern in einem so großen Spektrum gut funktionieren, dass man sich um den Durchfluss wohl noch immer keine Gedanken machen muss. Wäre aber bzgl. Quad-GPU mal noch interessant zu klären.
-Das mit der Grenzschichttheorie ist zwar ganz gut beschrieben, und triffts auch durchaus, dafür müssten die Geschwindigkeiten aber schon sehr niedrig sein. Um genau zu sein eben so niedrig, dass die Reynoldszahl so niedrig ist, dass sich keine turbulente Strömung ausbreitet. Es kann ja nur in nicht turbulenten Strömungen sich eine Grenzschicht ausbilden (und ja, am Material ist die Geschwindigkeit immer null, das ist mir bekannt mit dem Geschwindigkeitsgradienten, das geht jetzt dann aber bischen zu tief denke ich

) Viel entscheidender, ist die Art und Weise, wie der Wärmeübergang zwischen Feststoffen und Flüssigkeiten allgemein von statten geht. Der Hängt nämlich nicht nur von der Oberfläche/Kontaktfläche der Medien zusammen, sondern in entscheidendem Maße auch von der Strömungsgeschwindigkeit an dieser Oberfläche. Ich such dazu mal ne ganz gute Seite raus, die das anschaulich erklärt. Hatte ich schon mal irgendwo hier im Forum gepostet

Allgemein ist der Rest von dem Artikel hierzu absolut richtig und schön verständlich formuliert. Finde ich echt klasse

Denn faktisch gehts schon mehr oder weniger um die Reduzierung der "Grenzschicht", nur halt nicht in dem Sinne, dass sich wirklich eine größere Schicht ausbildet, die sich nicht bewegt. Man hat einfach näher dran ein noch höhere Strömungsgeschwindigkeit, und die Wärmeleitfähigkeit hängt halt mit v³ glaub wars davon ab. Kurz Aussage richtig, Erklärung jaein, zumindest für die Korintenkacker
Naja, und dann hab ich noch was auf Seite 46 auszusetzen

(Nicht schlagen bitte)
Der Kühlblock, welcher direkten Kontakt zur Hitzequelle aufnimmt, wird kontinuierlich vom kühlem Wasser durchströmt. Dieses verfügt über einen deutlich höheren Wirkungsgrad als Luft und entzieht dem Metall rasch die Wärme.
Ähm.. Der Kühlblock des Luftkühlers hat genau so den gleichen "direkten" Kontakt. Oder sind die GPUs mit Wasserkühler etwa geköpft? Kann ich mir kaum vorstellen. Wenn dies so ist, ignoriert den Rest. Gut man könnte jetzt sagen, dass da noch die Vaporchamber, oder die Heatpipes dabei sind, aber beides hat eine MASSIV höhere Wärmeleitfähigkeit als Kupfer. Ergo ist es nichts anderes als ein "Super-Kupfer-Block" und Bestandteil des Kühlers. Passt also nicht so ganz.
Warum kontinuierlich von kühlem Wasser durchströmt? Der Lüftkühler wird doch genau so kontinuierlich von kühlender Luft durchströmt

Versteh nicht, was man damit so recht ausdrücken will.
Der nächste Satz ist aber wirklich komplett unverständlich. Was ist denn mit Wirkungsgrad hier gemeint? Kann es sein, dass hier Wärmekapazität gemeint war, womit die Temperaturdifferenz nicht so stark ansteigt???
Richtig wäre halt zu sagen, dass der Wärmeübergangskoeffizient besser ist. Das wurde ja im anderen Artikel ganz gut angeriffen. Ich denke, da hätte man sich bedienen können, und eventuell die Sache etwas ausführlicher hinschreiben können. Also allgemein die Sache etwas besser erklären, was jetzt daran anders ist, und warum es besser ist.
Also auf die Wärmeübergangskoeffizienten zwischen Feststoff und Flüssigkeit/Gas einzugehen und halt die Wärmekapazitäten. Mir ist klar, dass das eine Gradwanderung ist, da man die Leute auch nicht überfordern/langweilen darf, aber ich denke hier wären wirklich viele dafür dankbar, wenn Sie mal darüber aufgeklärt wurden, was da wirklich Sache ist.
Wäre dass nicht was für das Bonusmaterial?
Ansonsten wirklich schön, dass ihr euch dem Thema angenommen habt. Ist wirklich nicht einfach, und wie ich finde alles in allem trotz meiner Stenkerei wirklich gut umgesetzt
EDIT:
Hier mal der Link zu dem Beitrag von mir, an dem ich das für ne direkte WaKü eines Chips im Vergleich zu ner anderen Kühlung durch gerechnet habe. In dem Beitrag sind auch die Links zu den physikalischen Grundlagen enthalten. Der Rest sollte aus der Beschreibung hervorgehen. Ich hoffe es ist verständlich, sonst gern melden, ich hab auch ne länger als erwartet gebraucht, bis die Rechnung korrekt war.