News Ryzen 7 9800X3D: Mehr als 100 defekte Gaming-CPUs auf Reddit

Edit: Auch wenn der Cache unterhalb der Kerne liegt, kann es sein, dass der Cache ein OC der Kerne nicht verträgt. VIelleicht auch eine Fehlkonstruktion beim Headspreader, Substrat, Package. So viele CPUs auf einen Schlag, da sehe ich beim Mainboard keine Schuld und auch erstmal nicht zwingend beim Anwender.
Warum ist es dann so auffällig, dass vorrangig ASRock-Boards betroffen sind? Spricht ja schon für mindestens eine Kombination mit den Boards dieses Herstellers.
 
Hohe Spannungssprünge könnten auch ein Problem sein, und ASROCK knallt eventuell mehr drauf als andere :ka:
Von diesen Automatischen Boost- und Energiespar-Algorithmen halte ich eh nix.. ich hab den misst ausgeschalten und klassisches All-Core OC... dauerhaft fix.. damit habe ich immer gute Erfahrungen gemacht :-)
 
Ich habe mir mal ein paar der Berichte bei Reddit angesehen. Einer der Betroffenen nutzt beispielsweise ein fast zehn Jahre altes Netzteil. Die meisten, welche den Speicher angegeben haben nutzen DDR5-6000 RAM und damit sehr wahrscheinlich EXPO oder XMP und haben Stabilität und Auswirkungen dieser OC-Option wahrscheinlich nie getestet. Zudem wird oft feucht-fröhlich mit dem Curve Optimizer herumgespielt, ohne die Auswirkungen festzuhalten. Das liest man sogar hier im Forum recht oft.

Mir sind keine Probleme bekannt: Ich setze seit dem Release des Ryzen 7 7800X3D auf ein Asrock-Board, habe die auch seitdem empfohlen und wir nutzen auch in der Redaktion an "empfindlichen" Stellen Asrock-Boards. Es gibt keine Ausfälle oder Kuriositäten, die seitdem passiert sind, außer, man hat es beim OC übertrieben. Ich empfehle auch weiterhin Boards von Asrock, setze aber voraus, dass User Handbücher lesen, sich mit den BIOS-Funktionen beschäftigen und nicht einfach OC-Funktionen aktivieren, weil sie irgendwann einmal gelesen haben, dass das etwa der "Sweet Spot" beim RAM ist, oder weil das "alle anderen so machen". :ka:
 
Zum Einen das, zum Anderen machen Boards manchmal auch Probleme, ohne dass User das so richtig mitbekommen.

Ich hatte zB (nicht ausschliesslich) bei ASRock schon des Öfteren (3x privat in den letzten 10 Jahren, beruflich um einiges öfter) den Fall, dass die GPU plötzlich nur noch mit X8 oder, seltener, nur noch mit X4 angebunden war. Habe ich akut auch wieder mit einem H670 Steel Legend, hab aber auch den 13600K in Verdacht.

Oder dass M.2 Slots plötzlich nur noch ne Gen schlechter angebunden waren. Sowas bekommt man dann in der Regel auch eher durch Zufall raus. Über jeden Zweifel erhaben ist keiner der Hersteller, es gibt nur welche, die öfter spürbare Probleme machen, als Andere. Dass es die CPU grillt, merkt man dann halt unmittelbar. ^^
 
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Dann sollte ich vielleicht doch mal mein BIOS updaten und den RAM nicht im 6000er EXPO-Profil betreiben - jedenfalls bis sich das geklärt hat.
 
Die meisten, welche den Speicher angegeben haben nutzen DDR5-6000 RAM und damit sehr wahrscheinlich EXPO oder XMP und haben Stabilität und Auswirkungen dieser OC-Option wahrscheinlich nie getestet.
Sorry, aber solche Build-in-Optionen müssen funktionieren, ohne dass einem die CPU verbrutzelt. EXPO und XMP sind ja so gewählt, dass damit nichts schiefgehen sollte und man das als Normalsterblicher aktivieren kann.
 
JA, man. Dennoch interessant, dass das offenbar noch keinem passiert ist, der seinen RAM manuell justiert hat.
 
Warum Asrock?
Liegt vllt daran das die Boards recht gut und bezahlbar sind und somit in der breiten Masse ihre Anwendung finden.
Das da gehäuft Meldungen eintrudeln ist weniger verwunderlich.
Seit 2012 only Asrock-Boards und , soweit mir bekannt, laufen auch alle noch. Inklu eines alten FX 990 Extreme4 mit FX 8350.
Man sollte halt schon wissen, was man da mit CPU+RAM macht:schief:
Interessant finde ich auch, das die durchgehenden 9800X3D nicht die MBs mit in den Tod reissen:ka:
OC ist heutzutage leider viiiiel zu leicht geworden, so das sich jeder DAU daran versuchen will.
Selbst out of the box ist so ein X3D ne geile CPU und braucht eigentlich in 99% der Fälle bei Normalos kein OC mehr.
Gruß T.
 
OC ist heutzutage leider viiiiel zu leicht geworden, so das sich jeder DAU daran versuchen will.
Selbst out of the box ist so ein X3D ne geile CPU und braucht eigentlich in 99% der Fälle bei Normalos kein OC mehr.
Gruß T.
Kokolores, die CPUs laufen zum Großteil mit UV. Und es dreht sich auch nicht ausschließlich um die Kombination ASRock + 9800X3D, es sind auch andere CPUs betroffen, wenn auch sehr wenige. Die allerdings ausschließlich auf ASRock.
 
Mein Ryzen 7 9800X3D lief auf einem MSI X870E Carbon, bis das Mainbord defekt ging. Vielleicht einfach nur Zufall.

Jetzt läuft die CPU auf einem Asus Crosshair X870E Hero. Beide Bords ohne OC.
 
Sorry, aber solche Build-in-Optionen müssen funktionieren, ohne dass einem die CPU verbrutzelt. EXPO und XMP sind ja so gewählt, dass damit nichts schiefgehen sollte und man das als Normalsterblicher aktivieren kann.
Es gibt auch einen LN2-Mode und ich kann damit Spannungen bis über zwei Volt konfigurieren. Sind ja auch "Build-In" und erfordern keine Kenntnis des Users, die müssen einfach laufen :klatsch:

Es sind dann genau so Aussagen wie deine, welche User denken lässt, "dass das schon so passt". Wenn ich bei meinem B650E Taichi XMP/EXPO aktiviere, werden nicht nur Takt und Timings des Speichers angepasst, sondern auch UCLK, SoC-Spannung, VDDIO, VDD-Spannung und VDDP-Spannung. Letzteres wird beispielsweise einfach auf 1,15 Volt gesetzt (ob nötig oder nicht, weiß Asrock nicht!), der Standardwert liegt hier bei 0,95 Volt. Auch die Widerstände (ProcOdt Pu) wird von "Auto" auf einen bestimmten Wert gesetzt, was nach hinten losgehen kann.

Viele Nutzer können nicht die Finger davon lassen oder wollen sich nicht ausreichend informieren. Die sehen in irgendeinem Youtube-Video, dass das ein "Influencer" so macht und dann will der das auch. Dem RAM-Hersteller ist das übrigens auch egal, denn es ist nicht sein Job. Der sorgt nur dafür, dass das Profil auf dem Speicher gespeichert ist. Es liegt am User sicherzustellen, dass die übrige Hardware das OC-Profil nutzen und schultern kann.

Und wenn es so einfach ist: Dann baue doch bitte mal ein DDR5-8400-Kit in ein System mit Ryzen 5 7500F ein und aktiviere XMP. Ich wünsche viel Spaß beim Boot-Loop :daumen: (Gilt übrigens auch für Intel-CPUs, das betrifft nicht nur Ryzen oder Asrock)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mal in der Retouren Abteilung von einer großen Computer Kette in Deutschland gearbeitet und die Grafikkarten und Mainboards die wir am meisten wegen defekt zurück erhalten haben, kamen von AMD ASRock, die Quote war mindestens 10 mal höher als bei allen anderen Herstellern, aus diesem Grund meide ich diesen Hersteller.
 
Warum Asrock?
Liegt vllt daran das die Boards recht gut und bezahlbar sind und somit in der breiten Masse ihre Anwendung finden.
Vielleicht passiert es ähnlich auch bei den anderen Boards, aber die Nutzer sind nicht auf Reddit, oder machen kein Aufheben drum, oder, oder, oder.
Aktuell ist es eine Auffälligkeit die systematisch anmaßt - beim R7 9800X3D.

Aber die hohe Beteiligung von ASRock Boards ist nicht von der Hand zu weisen. Da müssen wir mehr Daten und Untersuchungen abwarten.
Die älteren Semester hier kennen aber ASRock von den eher unrühmlichen Billigboards die alles wollten und nichts konnten.
Da hatten viele, auch ich, früher schlechte Erfahrungen mitgemacht. Gerade um Sockel 775 rum.

Man sollte halt schon wissen, was man da mit CPU+RAM macht:schief:
Interessant finde ich auch, das die durchgehenden 9800X3D nicht die MBs mit in den Tod reissen:ka:
Wenn ich mir die höheren Anteile von X870 und X670 ansehe, habe ich schon das Gefühl, dass das zumindest keine Teenies sind, die mal eben Gib-Ihm spielen.
In der Kette reißt das schwächste Glied, wenn du an den Enden zuviel Kraft anwendest. Ungenügendes Powermanagement vom Board kann durchaus nur die CPU zum frühen Exitus treiben, ohne das andere Komponenten leiden. Und mir zumindest ist ASRock mit starken Schwankungen auf der VCore in Erinnerung geblieben - aber wir gesagt, lange her und wahrscheinlich hat sich das gebessert.

OC ist heutzutage leider viiiiel zu leicht geworden, so das sich jeder DAU daran versuchen will.

Selbst out of the box ist so ein X3D ne geile CPU und braucht eigentlich in 99% der Fälle bei Normalos kein OC mehr.
Gruß T.
Ich finde OC heute wesentlich schwieriger als vor 20 Jahren. Zugänglicher? Ja. Aber schwieriger.
Damals hast du den FSB Takt angehoben, evtl. den Strom und geschaut, was geht.
RAM OC kam mit 5 Timings aus. GPUs? GPU Takt, RAM Takt. Mehr gab's nicht.
Und mangels C-States, Cool'n'Quiet, Boosttables und anderem Energiemanagement lief es halt einfach stabil oder instabil. Nicht wie heute, wo dein GPU evtl. im oberen Taktbereich stabil läuft, aber im unteren nicht, wenn du per Offset der Boosttable übertaktet hast. Oder eben die ganzen CO/PBO Einstellungen bei AMD. Wenn du gut übertakten magst plane Zeit für viel, viel Testing ein :kaffee:

Und dann noch die gefühlten 76 RAM Sekundär, Tertiär und haste-nicht-gesehenär Timings. Die Artikel von Dave sind echt interessant, aber da musst du schon viel Liebe zu haben, sowas privat durchzuziehen.


VG

IcheBins
 
Es gibt auch einen LN2-Mode und ich kann damit Spannungen bis über zwei Volt konfigurieren. Sind ja auch "Build-In" und erfordern keine Kenntnis des Users, die müssen einfach laufen :klatsch:

Es sind dann genau so Aussagen wie deine, welche User denken lässt, "dass das schon so passt". Wenn ich bei meinem B650E Taichi XMP/EXPO aktiviere, werden nicht nur Takt und Timings des Speichers angepasst, sondern auch UCLK, SoC-Spannung, VDDIO, VDD-Spannung und VDDP-Spannung. Letzteres wird beispielsweise einfach auf 1,15 Volt gesetzt (ob nötig oder nicht, weiß Asrock nicht!), der Standardwert liegt hier bei 0,95 Volt. Auch die Widerstände (ProcOdt Pu) wird von "Auto" auf einen bestimmten Wert gesetzt, was nach hinten losgehen kann.

Viele Nutzer können nicht die Finger davon lassen oder wollen sich nicht ausreichend informieren. Die sehen in irgendeinem Youtube-Video, dass das ein "Influencer" so macht und dann will der das auch. Dem RAM-Hersteller ist das übrigens auch egal, denn es ist nicht sein Job. Der sorgt nur dafür, dass das Profil auf dem Speicher gespeichert ist. Es liegt am User sicherzustellen, dass die übrige Hardware das OC-Profil nutzen und schultern kann.

Und wenn es so einfach ist: Dann baue doch bitte mal ein DDR5-8400-Kit in ein System mit Ryzen 5 7500F ein und aktiviere XMP. Ich wünsche viel Spaß beim Boot-Loop :daumen: (Gilt übrigens auch für Intel-CPUs, das betrifft nicht nur Ryzen oder Asrock)
Ich sehe das anders. Wenn die Board-Hersteller solche All-On-Funktionen anbieten, müssen die ich auch so konzipiert sein, dass sie sicher funktionieren.
 
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