RTX 3090 FE bei 0,737 Volt – maximales Undervolting

Birdy84

Lötkolbengott/-göttin
Weil ich in Vergangenheit damit negative Erfahrungen gemacht habe, ala "Du merkst erst, wenn es zu spät ist, wenn der Speicher kaputtgeht". Daher nur handzahmes OC. Aber aus Interesse: Was geht denn stabil, nach deiner Meinung?
Speicherdefekte bei Grafikkarten sind nicht ungewöhnlich. Wobei ich mich Frage, in wie fern diese wirklich durch OC bedingt sind? (Wäre vielleicht ein interessanter Theorie Artikel.)
Die Besonderheit des GDDR6X auf der 3090 ist jedoch, dass diese unterhalb der maximalen Spec betrieben wird, 19,5 statt 21 GT/s. Demnach wären 10500Mhz bzw. +750Mhz noch innerhalb von Microns Spec. Wo soll das Problem hinsichtlich der Haltbarkeit sein? (Keine rethorische Frage).
Nach Igors Artikel bzw. Tests zu den Hintergründen der Verschiebung der 3090Ti, scheint die Signalqualität ein Problem der Platine zu sein, nicht der Module von Micron. Somit müsste das "OC" der meisten 3090 (mit Luftkühlung), durch den Speicherkontroller und der Platine limitiert werden, weniger durch die Module an sich.

Aber aus Interesse: Was geht denn stabil, nach deiner Meinung?
Meine 3090FE schafft +700Mhz in Spielen und +850Mhz beim Mining. Vermutlich spielt die Temperatur der GPU bzw. des MC eine Rolle.
Anhand der 6 Karten, die ich im näheren Umfeld habe bzw. hatte, würde ich auch von +500Mhz als Ausgangsbasis starten.
Edit: Ich finde es interessant, dass du mich fragst, wo ihr in der Redaktion doch deutlich mehr Samples und intensivere Tests gemacht habt. Wie steht ihr denn zu dem Thema?

Ich bin zwar nicht gefragt , aber bei mir gingen in Games eigentlich immer so um die plus 500mhz teilweise auch weit mehr.
Warzone und Cyberpunk liefen auch mit +1000mhz Stabil. Mehr games habe ich noch nicht getestet.
Wobei man beachten muss, wann die Fehlerkorrektur beginnt zu arbeiten. Dies passiert normalerweise bevor Abstürze auftreten.
 
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Incredible Alk

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Das Problem beim Speicher worauf auch Dave anspielt ist, dass die Randbedingungen ziemlich "ausfallprovozierend" sind:
- vRAM ist generell empfindlicher als beispielsweise die GPU selbst
- vRAM Chips sind 8 oder 12 Stück auf schnellen Karten, auf einer 3090 iirc sogar 24 Stück was das Ausfallrisiko um Faktor 24 erhöht (wenn einer defekt ist wars das ja schon)
- die Chips sind sowieso schon an ihrer Grenze betrieben was Spannung und resultierende Temperaturen angeht weil Highend GPUs ziemlich Bandbreitenlimitiert sind

Die meisten echten Grafikkartendefekte im Forum sind, Mal von Kleinigkeiten wie kaputten Lüfterlagern usw abgesehen, daher wirklich kaputter vRAM (und kalte Lötstellen).

Wenn man nun etwas vorsichtiger ist (beispielsweise weil die betroffene Grafikkarte preislich den Monatslohn übersteigt oder so...) wird man da entsprechend nicht unbedingt an die Grenzen gehen, auch wenn nicht abschließend geklärt werden kann ob 500 MHz mehr oder weniger beim vRAM nun wirklich den entscheidenden Unterschied machen.
 

Birdy84

Lötkolbengott/-göttin
Wie mache ich das aber beim Mining?
Dabei müsstest du beobachten, ab wann die Hashrate sinkt, unterhalb der üblichen Schwankungen. Taktrate, wo der Miner beginnt abzustüzen, -50Mhz reicht manchmal schon.

- die Chips sind sowieso schon an ihrer Grenze betrieben was Spannung und resultierende Temperaturen angeht weil Highend GPUs ziemlich Bandbreitenlimitiert sind
Hast du bezüglich der Spannung eine Quelle?
Laut Micron sind die Module mit 1,35V spezifiziert: https://www.micron.com/products/ultra-bandwidth-solutions/gddr6x/part-catalog

Die meisten echten Grafikkartendefekte im Forum sind, Mal von Kleinigkeiten wie kaputten Lüfterlagern usw abgesehen, daher wirklich kaputter vRAM (und kalte Lötstellen).
Eine Ursache lässt von außen betrachtet doch gar nicht richtig ausmachen, oder sehe ich das falsch?

Wenn man nun etwas vorsichtiger ist (beispielsweise weil die betroffene Grafikkarte preislich den Monatslohn übersteigt oder so...) wird man da entsprechend nicht unbedingt an die Grenzen gehen, auch wenn nicht abschließend geklärt werden kann ob 500 MHz mehr oder weniger beim vRAM nun wirklich den entscheidenden Unterschied machen.
Möglicherweise besonders, wenn die Karte durch einen Hardware Mod schon ihre Garantie verloren hat.
 
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Incredible Alk

Moderator
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Hast du bezüglich der Spannung eine Quelle?
Laut Micron sind die Module mit 1,35V spezifiziert
Micron gibt 1,25v - 1,35v an und nVidia betreibt sie genau an diesem Vollanschlag, die fbvddq einer RTX3090 sind 1,35v.
Eine Ursache lässt von außen betrachtet doch gar nicht richtig ausmachen, oder sehe ich das falsch?
Leider ist nur selten in komplexer Technik eine Wirkung nur aus einer Ursache resultierend. Weil hunderte Einflussfaktoren (zu denen auch "Glück" gehört...) beeinflussen wie lange der Speicher einer 3090 fehlerfrei läuft kann man nie sagen "es lag jetzt daran". Es ist aber unstrittig, dass Chips schneller ausfallen wenn man sie mit hohen Spannungen, hohen Temperaturen, hohen Taktraten, hohen Fließströmen usw. betreibt - deswegen ist erstens die Ausfallwahrscheinlichkeit von vRAM auf 3090er vergleichsweise hoch (was in absoluten Zahlen noch immer niedrig ist) und zweitens klar, dass ein RAM OC diese noch weiter anhebt. Für den Einzelfall kann man daraus keine direkten Zusammenhänge darstellen da alles eben eine Statistik ist aber es ist völlig unstrittig zu sagen wenn du deinen vRAM übertaktest steigt die Wahrscheinlichkeit dass die Grafikkarte einen Defekt innerhalb ihrer Nutzungszeit erleidet an - und dieser Anstieg ist bedeutend größer als er es bei GPU-OC ist.
 

Birdy84

Lötkolbengott/-göttin
Micron gibt 1,25v - 1,35v an und nVidia betreibt sie genau an diesem Vollanschlag, die fbvddq einer RTX3090 sind 1,35v.
"Vollanschlag" klingt etwas dramatisch, ohne zu wissen, wie Micron auf diesen Wert gekommen und wie viel Reserve es gibt.

Leider ist nur selten in komplexer Technik eine Wirkung nur aus einer Ursache resultierend. Weil hunderte Einflussfaktoren (zu denen auch "Glück" gehört...) beeinflussen wie lange der Speicher einer 3090 fehlerfrei läuft kann man nie sagen "es lag jetzt daran". Es ist aber unstrittig, dass Chips schneller ausfallen wenn man sie mit hohen Spannungen, hohen Temperaturen, hohen Taktraten, hohen Fließströmen usw. betreibt - deswegen ist erstens die Ausfallwahrscheinlichkeit von vRAM auf 3090er vergleichsweise hoch (was in absoluten Zahlen noch immer niedrig ist) und zweitens klar, dass ein RAM OC diese noch weiter anhebt. Für den Einzelfall kann man daraus keine direkten Zusammenhänge darstellen da alles eben eine Statistik ist aber es ist völlig unstrittig zu sagen wenn du deinen vRAM übertaktest steigt die Wahrscheinlichkeit dass die Grafikkarte einen Defekt innerhalb ihrer Nutzungszeit erleidet an - und dieser Anstieg ist bedeutend größer als er es bei GPU-OC ist.
Temperaturzuwachs scheint zumindest bei der 3090FE kein Thema zu sein. Ich beobachte, wenn überhaupt, 2°K mehr, wobei der Sensor nur in zweier Schritten abzeigt.
Wobei ich mich frage, in wie weit dabei die (erhöhte) Taktrate eine Rolle spielt? Mehr kann man bei aktuellen Grakas schließlich nicht ändern (im Bezug auf Speicher). Spannung und, im Endeffekt, Stromstärke ist das der größte "Killer", spielen aber in diesem Beispiel keine Rolle.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
"Vollanschlag" klingt etwas dramatisch, ohne zu wissen, wie Micron auf diesen Wert gekommen und wie viel Reserve es gibt.
Sagen wir mal so, wenn jemand in der Industrie einen Toleranzbereich angibt, beispielsweise 1,25 - 1,35, dann will er damit normalerweise den Ingenieuren sagen, dass 1,3v ein guter Wert wäre.^^
Die Toleranzen am oberen Limit auszureizen IST "Vollanschlag", auch wenn das dramatisch klingt (was ich eigentlich nicht finde, dramatisch wäre es, die zusätzlichen 3% Unsicherheit die Micron zugesteht auch noch auszunutzen und 1,39v zu geben - das ist dann auch der Anhaltspunkt dafür was wirklich die Oberkante ist...).
All das bedeutet wie gesagt nicht dass die Chips sterben wie die Fliegen, es ist ja ganz offiziell erlaubt sie so zu betreiben (Micron gibt 1,35v ja als Betriebspunkt "high" an).
Nur kann man da auch eher nicht mehr erwarten, dass die Ausfallraten nach mehreren Betriebsjahren im kleinen einstelligen Promillebereich bleiben. Für effizient und langlebig gibts nämlich den Betriebspunkt "low" mit 1,25v.

Wobei ich mich frage, in wie weit dabei die (erhöhte) Taktrate eine Rolle spielt?
Bei jedem Taktzyklus (der tatsächlich Daten befördert) fließt Strom. Mehr Taktzyklen pro Zeiteinheit --> höhere Stromdichte --> stärkere Elektromigration. Natürlich hat die Spannung einen weit größeren Einfluss darauf (quadratisch um genau zu sein) aber der Gesamtstromfluss pro zeiteinheit steigt auch (linear) mit der Taktrate.
 
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RX480

Lötkolbengott/-göttin
Für effizient und langlebig gibts nämlich den Betriebspunkt "low" mit 1,25v.
Woran kann ich Sowas eigentlich bei ner AMD-Graka erkennen?

Da gibts Spannungen für verschiedene DPM-States.
Habe jetzt bei mir den DPM3-Takt etwas höher genommen von 1000 auf 1033(x2) und Vramtakt2064(-12) ist jetzt 2MHz darunter, was ja eigentlich nur DPM2 wäre.
aber DPM2 hat bereits@stock die selben VramVolts wie DPM3 (habe Das dann auch beim UVen so beibehalten)

Interessant wäre jetzt, ob AMD indirekt über den DPM-State auch andere Spannungen mitregelt.
 

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Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Naja, hier hat man ja nur gekuckt welcher Speicher verbaut ist und die (glücklicherweise öffentliche) Herstellerspec betrachtet, siehe

Da steht für die Spannung eben das hier:
1647884975343.png

und dass NV bei den 3090er die vollen 1,35v anlegt ist in den Specs der RTX-Karten auch auffindbar.

Alles weitere sind ja nur Annahmen, teilweise sehr sichere, wie "High" wird merklich schneller verschleißen und ineffizienter sein als "Low" - was sogar einen extra Satz in der Spec bekommt:

1647885204218.png


aber auch unsichere - es ist beispielsweise nicht (öffentlich) klar, wie groß der Effekt ist, also ob nach 5 Jahren Betrieb auf "High" jetzt einer von 10.000 Chips oder einer von 1000 Chips statistisch stirbt... und wie viele weniger es auf Low gewesen wären.


Genau das Vorgehen kann man natürlich auch bei anderen Karten machen, man ist aber sehr drauf angewiesen belastbare echte technische Informationen zu finden was kostenlos eher Ausnahme als die Regel ist.
 

RX480

Lötkolbengott/-göttin
Thanks!
Also könnte man vermutlich bei einigen Vrams bis 1,2875V gehen. (hoffentlich bei Samsung ähnlich)
... falls ich doch mal höher takten will

Das ist ja schon ggü. 1,25V ne Menge Holz bezgl. mooore Stabilität.
 

RX480

Lötkolbengott/-göttin
Ist schon klar, Danke für die Warnung!

Bin ja momentan eh deutlich unter den originalen 1,35V.
aber
Man sucht ja immer den idealen Betriebspunkt für gleichzeitiges UVen+OCen.
Der könnte dann durch die besseren Temps halt auch langlebiger sein.

btw.
Wie ist dann eigentlich der Wiederverkaufswert von ner 3090 nach 6 Jahren@1,35V mit >100°C einzuschätzen?
 
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Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Wie ist dann eigentlich der Wiederverkaufswert von ner 3090 nach 6 Jahren@1,35V mit >100°C einzuschätzen?
Der ist davon unabhängig wie du die Karte betreibst so lange es nicht explizit sehr besondere Workloads sind die man auch angeben muss (etwa Mining).
Der Grund ist einfach: Niemand, aber auch wirklich niemand auf dem freien Markt interessiert sich für vRAM-Spannungen außer uns paar Nerds. :haha:

Klar kann man beim Angebot dann schreiben "nur auf xy Volt und z°C gelaufen!" und mit schonender Behandlung werben aber man muss schon viel Glück haben um den einen zu finden der deswegen ein paar Euro mehr zahlen will als üblich - vor allem da der Käufer keine Chance hat das irgendwie zu prüfen.
 

RX480

Lötkolbengott/-göttin
Jo,
Gebraucht ist eigentlich nur schön von "bekannt".

Mir würde es auch gar net um 10€ mehr oder weniger gehen, sondern um die Restlebensdauer der 3090.
Gerade die 1080Ti ist ja ein echter Longrun. (während die 2080Ti net ganz so zweifelsfrei ist)
 

Nathenhale

BIOS-Overclocker(in)
Gerade nochmals getestet habe jetzt in Elden Ring 0,75V bei 1680mhz bei plus 400 auf dem VRAM stabil hinbekommen. Ich habe einfach die früheren Taktstufen etwas bei der Spannung nach Rechts verschoben und dann lief es.
 

ΔΣΛ

PCGH-Community-Veteran(in)
Da hier eine FE im Einsatz ist, die hat doch generell den besten (und bei den Temps den leisteten) Kühler, oder?
Zumindest wenn ich hier einen Blick drauf werfe...
Darum hatte Raff, und jetzt du, wohl die FE, oder?
 
TE
TE
PCGH_Dave

PCGH_Dave

Redaktion
Teammitglied
Ich kenne keine Zotac, die leise wäre, du musst aber auch bedenken, dass Customs in der Regel mit höheren Powerlimits daherkommen.
 

ΔΣΛ

PCGH-Community-Veteran(in)
Es geht nicht nur um die Zotac, in dem Link werden mehrere 3090 getestet, der Test mit den meisten 3090 die ich finden konnte.
Aber was ist dein Eindruck der FE, bezüglich Kühlleistung und Lautstärke, du hast sicher auch schon mehrere Exemplare vor dir gehabt?
 
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