Im Grunde hat es sogar mehr Nach- als Vorteile. Denn neben Stromkosten ist die Lebensdauer sehr wohl ein Thema, so fern man nicht grundsätzlich in festen Intervallen von z.B. 3 Jahren sich eine neue CPU zulegt. Stichwort: Elektromigration (Grob ausgedrückt also der Verschleiß von "Stromleitungen" die immer mit der betriebenen Spannung einhergeht!) - da die Spannungswandler bei den Haswell CPUs nicht mehr auf dem MB sondern in der CPU intergriert sind, hat eine höhere Spannung beim RAM also direkte Auswirkungen auf die CPU.
Kleines Rechenbeispiel gefällig? Nehmen wir an, die nutzt Deinen PC sehr viel, da Du sowohl beruflich als auch hobbytechnisch viel Zeit am Rechner verbringst. Nehmen wir an, Du nutzt ihn täglich 12 Std. davon 8 Std. für reine Desktopanwendungen und 4 Std. für WoW und das an ca 340 Tagen im Jahr.
Nehmen wir nun an, dass Nutzer A seinen Rechner immer mit 4,4 GHz und XMP Profil laufen lässt während Nutzer B das System seinen zur Laufzeit nötigen Bedürfnissen anpasst (Haswell CPUs lassen sich z.B. sehr einfach über XTU einstellen) und seinen RAM nur auf Multiplier 16 laufen (also 1600er Takt) lässt, da er mehr FPS in WoW als unnötig empfindet. Während der Desktoparbeiten drosselt er seine CPU auf Multi 20, während er beim Spielen sie auch auf die 4,4 GHz anhebt.
Nutzer A wird während der Desktoparbeiten durchschnittlich vermutlich um die 25-35 Watt im Mittel haben, Nutzer B gerade mal 10 Watt. Während des Spielens kommt Nutzer B kaum an die 87 Watt (4790K) heran (im Mittel vielleicht 50-60 Watt), Nutzer A hingegen regelmäßig. Hier hat Nutzer A nun die Wahl, die max TDP nicht zu überschreiten, was regelmäßig ein Power Throttling zur Folge hat (also weniger Perfomance bringt, als Nutzer B - hierbei hätte er einen durschnittlichen Verbrauch von vielleicht 65-80 Watt) oder die TDP zu überschreiten, was die Elektromigration noch beschleunigt und den Verbrauch auf 75-90 Watt steigen lässt.
So, nehmen wir nun an, dass Nutzer B seine CPU 8 Jahre lang betreiben kann, Nutzer A aber schon nach 6 Jahren austauschen muss. In der Regel bedeutet eine neue CPU meist gleichzeitig ein neues MB und sicherheitshalber auch ein neues Netzteil. 350€ für die CPU, 150€ Euro für ein ordentliches MB und 100€ für ein ordentliches Netzteil. Macht 600€ in 6 Jahren, also muss Nutzer A pro Jahr 100€ beiseite legen um die Neuanschaffung zu finanzieren. Nutzer B hingegen muss "nur" 75€ zurücklegen.
Der durchschnittliche Stromverbrauch (rein von der CPU her) beträgt bei Nutzer A im Jahr also (30*8+82,5*4)*340=193,8KWh=48,45€
Beim Nutzer B beträgt der Stromverbrauch 10*8+55*4*340=25,50€
Während Nutzer B also pro Jahr gerade mal ~100€ für seine CPU aufbringen muss, sind es beim Nutzer B fast 50% mehr und das, obwohl er keinen nennenswerten Vorteil daraus genießt.