PCI-E 3.0 vs. PCI-E 4.0: Was bringt PCI-Express 4.0 mit einer RX 5500 XT wirklich?

Es gab bei der Einführung von AGP Versuche, lokalen Grafikspeicher auf einen Cache zu reduzieren und sie sind gescheitert.
Es gab bei der Einführung von PCI-E 1.0 Versuche, lokalen Grafikspeicher auf einen Cache zu reduzieren und sie sind gescheitert.
Würde man jetzt mit der Einführung von PCI-E 4.0 versuchen, auf lokalen Grafikspeicher zu verzichten, würde das garantiert scheitern, wie schon die Unterschiede zwischen 4- und 8-GB-Karte @4.0 andeuten.
Mein Tipp: Wenn irgendwann in 3-4-5 Jahren 5.0 an die Tür klopft, ist es wieder keine gute Idee, denn auch VRAM wird sich bis dahin weiterentwickeln. Und es ist immer besser, schnellen Speicher lokal zu verbauen als die Daten über diverse Schnittstellen weiter zu leiten. Ganz abgesehen davon:
Bei der 5500 XT zahlt man derzeit 30 Euro Aufpreis für 4 GB mehr Speicher, bei den schnelleren Versionen von High-End-Karten kannst du locker mit 10 Euro pro Gigabyte rechnen. Willst du wirklich deinen gesamten Arbeitsspeicher zu solchen Preisen einkaufen, damit er teilweise als Grafik-RAM dienen kann?

Danke für die Beispiele aus der Vergangenheit, die waren mir nicht bekannt! (Wobei mir da gerade alte BIOS Einstellungen im Kopf herumschweben, wo man irgendwelche Speicherwerte hoch oder runter schrauben konnte. Aperture Size oder so... War das so etwas? Da ging es noch um AGP Karten^^)

Und die beste Lösung wird es sicher nie sein, aber meine Theorie basiert ja darauf, dass die benötigte Speichermenge für die Texturen irgenwann nicht mehr signifikant steigt. Steigende Polygonzahlen z.B. habe ich aber gar nicht mitberücksichtigt. Diese würden dann ja auch schnellere Schnittstellen wieder mehr belasten, was für meine RAM-Auslagerungsidee dann wieder nachteilig wäre....Naja kurz gesagt wirst Du wohl recht haben ;)
 
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Das sollte als Fazit unter jedem CPU Test stehen:

Wer bestmögliche Performance in Spielen wünscht, investiert Ende 2019 nicht mehr in eine potente Intel-CPU mit veralteter PCI-E-3.0-Plattform, sondern in einen modernen Zen-2-Prozessor inklusive X570-Mainboard.
 
Das war jetzt mal ein Auf und Ab der Gefühle beim Lesen des Berichts. Zugegebener Maßen habe ich ihn mehr überflogen und erst ab den Benchmarks wirklich losgelesen.
Im Hinterkopf hatte ich noch euer Youtube Video vom September diesen Jahres, in dem ihr bereits kurz einmal PCIe 3.0 gegen PCIe 4.0 verglichen habt. Dort war von maximal 10% Performancegewinn im Idealfall die Sprache.
Mit der RX 5500 XT habe ich mich bislang noch gar nicht beschäftigt, sodass mir beim Lesen des Berichts noch nicht klar war, dass sie elektrisch nur mit 8 Lanes angebunden ist. Aber das erklärt natürlich die Performance Unterschiede.
Und ja, ich saß wirklich kopfschüttelnd vor dem Rechner und konnte es nicht glauben :)
Marketingtechnisch sieht das Ganze aber überragend für PCIe 4.0 aus...geschickt eingefädelt von AMD! :)
 
Könnte jemand testen ob PCIe Gen 3 und 4 Auswirkungen auf die Speichertemperatur hat?
Habe eine Sapphire RX 5700 XT die bereits nach kurzer Zeit den Speichertakt reduziert um zu verhindern, dass die Temperatur über 105°C steigt. Die GPU Temp. überschreitet dabei aber nichtmal 80°C. Ich kann's leider selbst nicht wirklich testen, da ich auf einen PCIe-Riser angewiesen bin und der nicht Gen 4 unterstützt.
Hab die Karte schon auseinander genommen, weil ich dachte Sapphire hätte hier wie MSI bei der Evoke bei den Thermalpads gepfuscht.
 
Das sollte als Fazit unter jedem CPU Test stehen:

Wer bestmögliche Performance in Spielen wünscht, investiert Ende 2019 nicht mehr in eine potente Intel-CPU mit veralteter PCI-E-3.0-Plattform, sondern in einen modernen Zen-2-Prozessor inklusive X570-Mainboard.

Wenn man nur maximal eine 5700XT nutzen möchte, wäre man mit einem ZEN2 gut bedient. ;)

Spaß bei Seite (zum Teil), jetzt fehlt nur noch ein RDNA2 Big AMD Chip, der von PCIe4.0 profitiert.
 
Eine 8 Lane 4.0 Karte entspricht PCIe 3.0 x16. Der Test zeigt also PCIe 3.0 x8 vs x16. Ich verstehe nicht wie man es loben kann das die Karte bei halben Lanes massiv nachlässt. Wenn bei Nvidia 1-2% Differenz besteht, haben die grünen den massentauglichen Vorteil.
 
Das sollte als Fazit unter jedem CPU Test stehen:

Wer bestmögliche Performance in Spielen wünscht, investiert Ende 2019 nicht mehr in eine potente Intel-CPU mit veralteter PCI-E-3.0-Plattform, sondern in einen modernen Zen-2-Prozessor inklusive X570-Mainboard.

... wenn Preis/Leistung keine Rolle spielt: Ja! Ansonsten: Nein! Hab ich schon des Öfteren geschrieben: Wenn ich mir für 190€ einen R5 3600 kaufe, dann zerballer ich mir das gute P/L Verhältnis mit Sicherheit nicht mit nem X570 Board, was mir im Moment keinerlei Vorteile bietet.
 
PCI-E 4.0 schön und gut, aber so lange das Board mehr kostet als die Grafikkarte die genutzt wird ist doch was faul :ugly:
Sehe ich ebenso. Die Preise für X570 (im 200-250€-Bereich) müssten mMn alle um 50-70 Taler runter, dann wäre man wieder auf nem halbwegs erträglichen Niveau. Eine P/L-Sau...;) Ich hab damals (2013) für mein Asus Z87 Plus 120 Taler gelegt, war/ist es deswegen ein mies ausgestattetes Brett? Keinesfalls und es lebt bis heute...

Wenn wir mal ehrlich sind: was bleibt vom Marketinggewäsch, Technikgesabbel, Hersteller-BlaBla? Vom "du brauchst, du musst und es soll leuschten" über im Alltagsgebrauch? Meist nur ein schmalerer Geldbeutel, sonst nix.

Gruß
 
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Danke für die Beispiele aus der Vergangenheit, die waren mir nicht bekannt! (Wobei mir da gerade alte BIOS Einstellungen im Kopf herumschweben, wo man irgendwelche Speicherwerte hoch oder runter schrauben konnte. Aperture Size oder so... War das so etwas? Da ging es noch um AGP Karten^^)

Und die beste Lösung wird es sicher nie sein, aber meine Theorie basiert ja darauf, dass die benötigte Speichermenge für die Texturen irgenwann nicht mehr signifikant steigt. Steigende Polygonzahlen z.B. habe ich aber gar nicht mitberücksichtigt. Diese würden dann ja auch schnellere Schnittstellen wieder mehr belasten, was für meine RAM-Auslagerungsidee dann wieder nachteilig wäre....Naja kurz gesagt wirst Du wohl recht haben ;)

Ich äußere meine Vermutungen zwar ohne Wissen über die Zukunft, aber nicht ganz ohne Ahnung vom Thema. ;-)
Die prominenten Beispiele aus der Vergangenheit waren Intel i740 (AGP), Nvidia Turbocache und ATI Hypermemory. Bei Konsolen, die im Gegensatz zum PC nicht an physische Standards bei der Plattformaufteilung gebunden sind, ist übrigens seit längerem die Gegenrichtung zu beobachten: Der flüchtige Speicher wird faktisch als VRAM aufgebaut, die CPU ist aber integriert und nutzt diesen auch als Arbeitsspeicher. Das entspricht auch wesentlich besser der Leistungsverteilung in Spielen: Die GPU ist kein kleiner Co-Prozessor, die sich ihren Speicher möglicherweise bei der CPU abzweigen könnte, sondern der am stärksten ausgelastete Prozessor mit dem höchsten Datendurchsatz. Ausgerechnet diesen ohne eigenes/mit stark reduziertem Speicherinterface auszustatten, ist immer ein Nachteil.
 
Eine 8 Lane 4.0 Karte entspricht PCIe 3.0 x16. Der Test zeigt also PCIe 3.0 x8 vs x16. Ich verstehe nicht wie man es loben kann das die Karte bei halben Lanes massiv nachlässt. Wenn bei Nvidia 1-2% Differenz besteht, haben die grünen den massentauglichen Vorteil.

Ist das so, hast du dazu quellen, würde mich sehr interessieren.
 
Ich finde ja die Reaktionen von anderen Reviewern ganz interessant. Bin mal gespannt, was dabei rauskommt.

Den Anfang macht Igor.
AMD Radeon RX 5500 XT mit dem MorePowerTool auf bis zu 2.1 GHz getrieben - und ins Bandbreiten-Limit
Seite 2
| igor sLAB Community

Frage an Igor: @Igor Wallossek
Wüsstest du eine Erklärung warum die bei PCGH mit PCI-E 4.0 deutliche Verbesserungen sehen aber bei dir nicht.
Antwort:
Weil es ZWEI UNTERSCHIEDLICHE Dinge sind. Die 4 GB-Karte nutzt bei Speichermangel Shared Memory und damit den PCIe Bus. Was bei mir limitiert, ist der SPEICHER-Bus..( Bandbreite vom Vram bei starkem GPU-OCen)
(und seine 8GB limitiert wohl Nix?)

Vermutlich sind Benchmarkszenen, die komplett in die 8GB Vram passen einfach zu klein. Das hat Nichts mit großen openWorldGames in längeren Spielesitzungen gemein. Beim Streamen wird ja net nur die kleine 4GB@4.0 dazu gewinnen, sondern auch die 8GB. man braucht sich ja nur mal die Ram-Belegung mit größeren Grakas während BF5 anschauen. Da wird zusätzlich zum Vram auch Ram zum vorab Cachen gebraucht.

Im Zweifelsfall sollte Jeder ein 20min-Gaming (am Stück) Video bei YT reinstellen, um seine Einschätzung zur RX5500xt@4.0 vs. 3.0@8x zu untermauern. Da sollte man ja sehen, wie das Streamen funzt.
Da sind mir die kleinen YTer mit Ihren Life-Übertragungen eh am aussagekräftigsten.
 
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Nunja, das ist doch aber eher ein Zeichen, dass die 5500XT nicht den vollen Spielraum von PCI-E 3.0 ausnutzt, oder? Möglich aber das ich von der falschen Betrachtungsweise da rangehe.^^

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Ich bekomm grad echt Kopfweh....

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Da meldete sich doch irgendwas in meinen Gehirnwindungen.
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Meiner Meinung nach ist dieser Test der eindeutige Beleg dafür, dass die 5500 XT eine gravierende Fehlkonstruktion für den Budget-Markt ist, da sie auf dem dort aus Preisgründen immer noch vorherrschenden PCIe 3.0 mit ihren 8 von 16 genutzten Lanes derarart viel Rohleistung ungenutzt verpuffen lässt. Bei höherpreisigen X570-Chipsätzen mit PCIe 4.0 würde die 5500 XT ihre volle Leistung entfalten können, nur ist sie in diesem Preisbereich völlig uninteressant.
Schade AMD!
Ihr habt jetzt 2-3 Jahre fast alles richtig gemacht. Aber jetzt habt ihr echt einen Bock geschossen! Und nur ein B550-Chipsatz mit PCIe 4.0 und Mainboards um 70€ würde euch helfen, da wieder rauszukommen!

Marketingtechnisch sieht das Ganze aber überragend für PCIe 4.0 aus...geschickt eingefädelt von AMD!
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Nein! Eher andersherum! Es sieht verheerend für die 5500 XT aus.
 
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Klar ist das eine Schwäche, nicht mal 35€ Karten werden bei den Lanes so kastriert, also kann es nicht wirklich so preisentscheidend sein. Vielleicht ein Versuch PCIe 4.0 aggressiver in den Markt zu drücken und Boards abzusetzen. Das Fazit im Test...
 
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