Sag ich doch. (^^)
Das wären mehrere Jahre in welchen RAM potentiell genauso verrückt bepreist ist/bleibt, wie GPUs aktuell.
China geht mit der Rentabilität auf Tauchgang und hält die Luft an, bis sich die Mitbewerber ebenfalls nicht mehr über Wasser halten können. Ausbaden darf das die arbeitende Bevölkerung, welche unter miesen Arbeitsbedingungen und mieser Bezahlung dafür sorgt, en masse Produkte zu produzieren, deren schiere Menge den tatsächlichen Bedarf deutlich überdecken und im Prinzip ab Werk für die Tonne sind. Dort stehen so viele E-PKW auf Halde, welche nie die Straße sehen werden, dass einem übel wird.
Diese Strategie kann aufgehen, aber auch ein Griff in's Klo sein - Die chinesische Mentalität ist halt eine andere, dort steht Produktivität über allem, egal ob sinnvoll oder nicht.
PV kann auch nur China produzieren, in der EU wäre das mit den aktuellen CO2/Energie-Preisen völlig undenkbar. Bereits vor 2000 wäre es eine Herausforderung gewesen, im Markt kompetitiv auftreten zu können - immerhin ist PV durchentwickelt - Aber heute braucht man da nicht einmal mehr darüber nachdenken.
Generell finde ich das ganze Gebilde ziemlich verrückt, in der EU reißt man sich einen Arm und ein Bein aus um möglichst bis 2050 noch auf CO2-Null zu kommen und verlagert sämtliche Energie-Intensiven Prozesse in's Ausland, wo ohne Rücksicht auf irgendeine Null produziert wird - Anschließend kauft man das Zeug von dort ein und blökt irgendwas von Vorreiterrolle im asiatischen Raum...
Naja, egal, ich bin einfach zu alt für den Unsinn... (^^)
Chips bestehen fast ausschließlich aus Silizium und davon haben wir mehr als genug, immerhin ist dass das zweit-häufigste Element auf der Erde. Der limitierende Faktor für die Produktion von Halbleitern ist Energie, deswegen kann nur dort (sinnvoll) produziert werden, wo es dahingehend keine Beschränkungen gibt/genügend Vorkommen lagern.
Wie gesagt, KI-Chips in 3-5 Jahren.
Memory, also u.a. RAM ist einfacher und kann daher schneller kommen.
China geht i.d.R. so vor, dass sie dort wo sie Wachstumspotenzial sehen, Fabriken bauen lassen, die einfach mal die doppelte Produktionskapazität haben, als für den Markt aktuell benötigt werden. Steht eine Fabrik, können sie dadurch über die Jahre extrem schnell mit der steigenden Nachfrage mit skalieren. Devisen bekommen sie vom Westen mehr als genug dafür, um das zu finanzieren.
Und ja, der Westen geht sehr oft über Leichen und sklavenähnlicher Arbeit im Ausland, Hauptsache Geiz ist geil. Auch bei uns in der Schweiz bekämpft die traditionell bürgerlichen Mehrheiten Dinge wie eine Konzernverantwortungsinitiative bis auf die Zähne, die helfen würden, Arbeitsbedingungen im Ausland zu verbessern und die arbeitenden Menschen da besser zu schützen.
Währenddessen müssen andere produzierende Firmen in "unseren" Ländern mangels solcher staatlich geförderter Überkapazitäten dann immer hinterher rennen, oder auf Grossaufträge hoffen, durch den sich dann ein Ausbau rechtfertigen lässt. Die PV-Firma Meyer Burger bsw. ist durch die katastrophale, planungsunsicher gewordene, westliche Politik damit aber leider nun zu Grunde gegangen.
Davon ab haben wir aber weiterhin mehrere PV-Produktionsstätten in der Schweiz, einem sehr teuren Land. Funktioniert schon wenn man will und sich auf Spezialitäten fokussiert wie bsw. alpintaugliche Anlagen die besonders robust sein müssen. Funktioniert aber nicht, wenn man China in der billigen Masse zu konkurrieren versucht.
Bis etwa 2015 war Deutschland sogar noch führend in PV und hat ohne Not eine ganze, enorm wachsende Industrie mittels politischer Sabotage zerstört und 10'000e Arbeitsplätze vernichtet. Aktuell droht schon wieder ein ähnliches Szenario durch die neue "Groko"...
Der CO2-Ausstoss in China stagniert mittlerweile durch den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien seit einer Weile. D.h. bei den teureren fossilen Kraftwerken wird da nun gebremst. Sie bauen zwar noch Kohlekraftwerke, das sind aber i.d.R. Ersatzbauten für alte, ausgediente Meiler. China hat sowieso alleine schon militärstrategisch ein sehr grosses Interesse daran von Öl, Gas und Kohle in absehbarer Zeit grösstenteils weg zu kommen und sich vom Petrolstaat Ruzzland, sowie westlichen Importen unabhängiger zu machen. Was bleiben wird ist Atomstrom, damit sie weiterhin ihre Atombomben bauen können.
Die kommenden Jahre dürfte da der Strommix ähnlich wie in Deutschland zusehends sauberer, aber auch günstiger werden, denn in China stehen nicht Bergaufbremser im Wege (werden sonst einfach weggeräumt), die den Ausbau wichtiger Stromtrassen und Co. über Jahrzehnte aus rein ideologischen Gründen blockieren und dadurch für unnötig hohe Stromkosten sorgen.