Blog ÖPNV in Deutschland-->wenn man Rückbau als Ausbau deklariert

axel25

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Genau das im Titel beschriebene hat man in Nürnberg mit der S-Bahngemacht.
Fuhr sie noch vor dem Fahrplanwechsel bis Lauf in einem S-Bahn-Takt bis zum Nürnberger Hauptbahnhof, so fährt sie jetzt alle 30 Minuten. Also nur noch halb so oft. Ein Einzelfall? Ja.
Oft macht man nämlich gar nichts. Und lässt einfach mehr Busse fahren. Weil die Bundesregierung zu blöd ist. Anders kann man es nicht ausdrücken.
So zum Beispiel in Erlangen: Seit den 90er Jahren ist die Stadt-Umlandbahn in Planung, sollte bis heute längst fertig sein. Die Planungen waren nicht die besten, aber man diskutierte auch Netzvarianten vom VCD und ProBahn. Nur überprüfte man letztere nicht und das sogenannte T-Netz anhand der Fahrgastzahlen der Busverbindung. Jeder der sich mit ÖPNV-Planung auskennt, kriegt jetzt einen heftigen Krampf und würde wohl am liebsten den zuständigen Politiker kräftig verprügeln. Schließlich hat ein Schienenverkehrsmittel von sich aus eine mehrfach höhere Attraktivität als ein Bus, ein Schönens Beispiel aus Heilbronn lässt sich hier auf Erlangen übertragen: In einem Korridor zwischen einer Stadt mit 20.000 Einwohnern und Heilbronn fuhren mit dem Bus täglich 800 Fahrgäste.
Dann kam die Stadtbahn im 10-Minuten-Takt. Und plötzlich fuhren in diesem Korridor täglich 10.000 Fahrgäste( nicht einzelne Personen, sondern die insgesamt Zahl der beförderten Menschen im Zug addiert).
Im Korridor entlang der Schwabach und Aurach geht von Minimum 4.000 Fahrgästen aus, eher werden es ebenfalls 10.000. Und jetzt die Preisfrage: Wieso wurde sie nicht gebaut? Es scheiterte am politischen Willen von der Regierung Mittelfrankens aufwärts. Bis vor 4 Wochen. Dann fuhr der bayerische Innenminister mit der fahrerlosen U3 und bemerkte an einer Station (entsetzt), da fehle eine Tram nach Erlangen. Und diese Woche sieht es ganz anders aus. Er hält das Projekt StUB-Erlangen für machbar, wirtschaftlich und wünschenswert.
Endlich haben wir einen Förderer.
Die Sache hat nur einen Haken: Aufgrund der alten Kosten-Nutz-Analysen geht die StUB nur bis Neunkirchen. Und was passiert mich Eckental? Dort fährt eine richtige Bahn, dort hätte man die Systeme verknüpfen können.
Meiner Meinung nach ein Stück weit Fehlplanung. Der VCD hat jedenfalls Alternativen ind er Hand, und sollten auch diese in Neunkirchen Halt machen: Zusammen mit jemandem von ProBahn in meiner Gegend diskutiere ich gerade Alternativen.

Nur schade, dass das überhaupt nötig ist. Denn eigentlich hat man in der Metropolregion Nürnberg bisher vieles richtig gemacht!


So, jetzt hab ich mal Dampf abgelassen :D.
 
Naja, ob die tatsächlich bis zum Fahrplanwechsel im Dezember zur Verfügung stehen, wage ich zu bezweifeln. Ich habe noch nie von sovielen Fehlern an einer einzigen Baureihe gehört.

Und vom Komfort her sind sie ein Beispiel für den Rückschritt: Die Beinfreiheit ist noch kleiner als in den LINT41. Da darf man dann froh um einen Stehplatz sein.
 
Ich muss ja zugeben, dass ich nur zum Berg mit der Bahn nach Erlangen fahre - sonst eigentlich immer PKW ;)

Man kommt eben vom HBf schlecht zum Ruderclub am Europa-Kanal...
 
Könnte sich bald ändern. Die Stadtbahn ist ja nun wohl doch wieder in greifbare Nähe gerückt ;)
 
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