13.12.2009, Regionales
Tragödie im Kellerabteil
Augsburg, Bayern. Heute am späten Abend warfen viele Mieter eines mittelgroßen Wohnblocks in Augsburg, Stadtteil Haunstetten aus dem Fenster, als sie eine Großkolonne an Feuerwehr, Polizei- und Notarzteinsatzwagen auf ihre Gemeinschaftseinfahrt zurasen sahen. Wie uns POM (PolizeiOberMeister) Luitpold Killerfortea mitteilte, war es am Abend zu einem Giftanschlagsverdacht gekommen. "Es handelte sich aber lediglich um die Ausdünstungen eines von einem sogenannten Computer- Modders aufgetragenen Sprühlacks" teilte uns POM Luitpold Killerfortea mit. "Weitere Personen seien nicht beschädigt worden, lediglich der Übeltäter, der 27-jährige G.T. sei schwer verletzt" so Killerfottea weiter. "Es war einfach grauenhaft" erklärte uns ein Mitarbeiter des Krisenrettungsteams. "Überall im Keller lagen MDPC-X- Nieten und mehrere stumpfe 3mm Bohrer. Ein durchgebrannter Akkuschrauber sowie offensichtlich einem Tobsuchtsanfall zum Opfer gefallene Computerteile." führte eine Quelle aus, die ungenannt bleiben möchte.
Doch wie kam es zu dem mysteriösen "Unfall"?
Am späten Nachmittag sei G.T. wie immer in den Keller gegangen um dort geheimen, wissenschaftlichen Experimenten nachzugehen, teilte uns dessen Freundin mit, die das ganze Geschehen zwecks Routine sichtlich gelassen aufnahm. Eine Mitmieterin des Wohnblocks erklärte uns unterdessen: "Ja, den hab i scho no gsehn, allaweil ganz dreckig und a wengerl komisch is er ja scho allaweil gwesst. I hab n no gsehn wie er nunter in Keller ghatscht ist, allaweil hab i mir dabei ja nix denkt..."
Aus unbestätigen Quellen eines nicht sonderlich vertrauenswürdigen Internetforums geht hervor, dass G.T. wohl vorhatte, eine Reihe MDPC-X Nieten aus seinem "Computergehäuse" zu entfernen, wobei es wohl zu mysteriösen Lackplatzern kam. Da er nicht vor hatte einen "Noblorros"-Job durchzuführen, so diese Quelle weiter, wurde er wohl vom Wahnsinn befallen und versuchte sich gleichzeitig mit einem 4mm Akkuschrauber einige Schrauben am Kopf wieder festzuziehen und weitere Löcher mit einem M3- Gewinde zu versehen, was ihn ob dessen Unfunktionalität (wie sogar uns bewusst ist: 4mm > M3-Gewinde, Anm. d. Redaktion) noch mehr in den Wahnsinn trieb. Im Anschluss daran, so lassen erste Indizien der Spurensicherung zu, hat er wohl versucht sich mit leeren Farbdosen zu komatisieren.
G.T. wurde zusammen mit einer Eskorte des deutschen Staatsicherheitsdienstes, äh, des BKA an einen geheimen Ort verbracht. Durch hartnäckige Recherchen konnte aber von Killerfortea eine Aussage zu G.T.s aktuellem Zustand erwirkt werden:
"Nun ja, er ist an mehreren schmerzhaften Körperstellen fixiert, wurde mit verschiedenen überdosierten Beruhigungsmitteln unter anderem größeren Mengen Diazepan versucht ruhig zu stellen, hört aber dennoch nicht auf, sich wie ein Wilder gegen unsere neue Besänftigungsstrategie 'Gummiknüppelfürmehrweltfrieden' zu wehren. Dabei schreit er ständig 'Morgen Hardware....muss testen...Eintrag schreiben...alles neu lackieren...nicht pfuschen...morgen Hardware...'. Im Moment versuchen wir die ganzen 4mm Löcher an seiner Schädeldecke mit Wärmeleitpaste zu verschießen um bleibenden Schäden entgegen zu arbeiten".
Leider können wir ihnen keine Bilder vom Ort des Geschehens zeigen, da sämtliche Kameras auf Grund der hohen Rauchentwicklung der angebohrten "Niels- Nieten" nur schwarzen Qualm aufzeichneten.
Über die weitere Entwicklung werden wir sie selbstverständlich auf dem laufenden halten.