New Horizons: Mit einem "Playstation-Prozessor" zum Pluto

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Das Hauptproblem bei Sonden etc. Ist nicht der Stromverbrauch sondern die Strahlungsbelastung. Und damit die Hardware die aushält nimmt man welche die in groben Strukturen gefertigt wurde. Für die Prozessgröße in der er gefertigt wurde ist der Prozzi überhaupt nicht schlecht.

Das stimmt, bei dem Prozessor von "New Horizons" handelt es sich auch nicht um einen geröhnlichen MIPS R-3000 Prozessor; das ist nur die Befehlssatzarchitektur.

Tatsächlich handelt es sich um einen strahlengehärteten Mongoose-V Prozessor der von Synova Inc. und Honeywell im Auftrag des NASA Goddard Space Flight Center entwickelt und gebaut wurde; die MIPS Architektur kommt wohl zum Einsatz weil sie günstig für diese Anwendung lizensiert werden konnte. Im Vergleich zum Original wurde bei der CPU die Fertigungstechnik optimiert damit der Chip eine höhere Strahlendosis aushalten kann ohne unzuverlässig zu arbeiten oder gar kaputt zu werden. New Horizon hat immerhin 4 dieser CPUs an Board: Jeweils einer für die Steuerung und Kommunikation sowie für die Lagekontrolle. Und dann noch jeweils ein weiterer als Ersatz.

Tatsächlich waren diese CPUs beim Einsatz in New Horizons aber bereits veraltet. Sie sind bereits 1997 auf den Markt gekommen und wurden 2000 erstmals im Weltraum eingesetzt. Allerdings muss man, wie gesagt, bedenken das sie für die gegebene Aufgabe wohl ausreichend sind und andererseits das es Jahre dauert um eine solche Raumsonde zu planen und zu bauen, daher ist die Technik zum Startzeitpunkt zwangsweise schon ein paar Jahre alt. Während der Entwicklung von New Horizons standen auch bereits deutlich leistungsfähigere CPUs zur Verfügung die für diese Aufgabe geeignet gewesen wären wie etwa der mehr als doppelt so schnelle Power PC basierende RAD-6000 der auf den Mars Exploration Rovern "Spirit" und "Opportunity" eingesetzt wurde. Allerdings hat man offensichtlich den Mongoose-V (in, wie gesagt, zweifacher Ausführung) für ausreichend befunden.

Der Energieverbrauch der CPUs wäre dabei kein wirklich großes Problem. Die Radionuklidbatterie liefert etwa 200W wovon 182W gebraucht werden; damit gibt es noch eine beachtliche Reserve denn der Verbrauch der CPUs liegt vermutlich maximal im niedrigen einstelligen Watt Bereich auch wenn ich dazu keine Angabe gefunden habe.

Und die Defektgefahr kommt wie gesagt aus der Strukturgröße, also kann man in die Richtung eh nicht weiter optimieren.

Doch kann man. Die Strukturgröße ist nicht die einzige Schraube an der man drehen kann wenn es um die Strahlenfestigkeit eines Chips geht...

Moderne strahlengehärtete Chips wie etwa der BAE/IBM/Freescale RAD5500 werden zum Teil etwa in einem 45nm Verfahren gefertigt und sind um ein vielfaches schneller als der Mongoose-V bei vergleichbarer Strahlenresistenz.
 
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PSX und Zuverlässigkeit in einem Satz (bzw. 2), wie lustig. Ich hatte Saturn und PSX und letztere hang sich gern mal (scheinbar wegen Überhitzung) auf, wenn man sie ne Weile unbeaufsichtigt laufen lies. Beim Saturn ist mir das nie passiert.
Frauchen meint, das sich ihre damals auch gern mal wegen Überhitzung aufgehangen hat.
 
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Bei Raumfahrtmissionen wird vor allem auf alte Prozessoren zurückgegriffen, da sie mit größeren Strukturbreiten gefertigt werden - denn kleine Transistoren neigen unter Einfluss der radioaktiven Höhenstrahlung zu Fehlberechnungen.
Noch heute werden in Satelliten Prozessoren verbaut, die ursprünglich in Macs der 1990er und 2000er eingesetzt wurden.
 
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Das ist allerdings nicht ganz richtig; ich bezweifle das heute noch irgendwo so vorsinnflutliche Chips neu eingebaut werden.

Legendär ist allerdings der Umstand das seinerzeit noch lange 8086 Chips als Ersatzteile für die Steuerelektronik des Space Shuttle gebraucht wurden.
 
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PSX und Zuverlässigkeit in einem Satz (bzw. 2), wie lustig. Ich hatte Saturn und PSX und letztere hang sich gern mal (scheinbar wegen Überhitzung) auf, wenn man sie ne Weile unbeaufsichtigt laufen lies. Beim Saturn ist mir das nie passiert.
Frauchen meint, das sich ihre damals auch gern mal wegen Überhitzung aufgehangen hat.

Naja dass ist dann aber Sonys Fehler und nicht die von der CPU ;)
Wenn du deine CPU zu schlecht kühlst passiert nahezu das Gleiche.

Außerdem: Im Weltraum sollte es glaube ich gerade kühl genug sein, um die CPU vor der Überhitzung schützen zu können.
Weiterhin ist sie deutlich langsamer getaktet.
 
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Aber es jetzt als News zu posten, ganze 6 Jahre später.

Soll jetzt auch kein Angriff sein. (Ich verstehe nur den Sinn dahinter nicht)

Und warum wird gerade heute, 9 Jahre nach dem Start davon berichtet? Gestern war das berechnete Rendezvous der Sonde New Horizons mit Pluto. Es wundert mich, wie man sowas nicht mitbekommen kann...

Ja das wundert mich auch.
Als nächstes fragt man was denn da zurzeit bei den Griechen los ist.


"Playstation" und "Horizon". Das passt ja zufällig auch wieder, wenn man an die E3 denkt.^^
 
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Tolle News!

:pcghrockt:

PSX und Zuverlässigkeit in einem Satz (bzw. 2), wie lustig. Ich hatte Saturn und PSX und letztere hang sich gern mal (scheinbar wegen Überhitzung) auf, wenn man sie ne Weile unbeaufsichtigt laufen lies. Beim Saturn ist mir das nie passiert.
Frauchen meint, das sich ihre damals auch gern mal wegen Überhitzung aufgehangen hat.

Im Welltall ist wahnsinnig kalt, von daher ist die Wärme in diesem Sinne eher egal. :schief:
 
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PSX und Zuverlässigkeit in einem Satz (bzw. 2), wie lustig. Ich hatte Saturn und PSX und letztere hang sich gern mal (scheinbar wegen Überhitzung) auf, wenn man sie ne Weile unbeaufsichtigt laufen lies. Beim Saturn ist mir das nie passiert.
Frauchen meint, das sich ihre damals auch gern mal wegen Überhitzung aufgehangen hat.
Da hab ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht! Wenn ich damals beispielsweise Final Fantasy 8 gespielt habe, dann meist mehrere Tage ohne ausschalten. Ich weiß noch, dass ich einmal wieder so drin war und keinen Speicherpunkt in der Nähe hatte. Da hab ich dann wie so oft auf Pause gedrückt, bin raus und in die Sommerferien. Nach ziemlich genau sechs Wochen zurück, ins Zimmer und weiter gespielt, als wäre ich nie weg gewesen.
Und das in einem Bungalow, da waren gern mal 30 Grad und mehr im Zimmer.

Diese Playstation läuft bis heute ohne jegliche Probleme.
 
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Noch etwas zu "strahlengehärteter" Elektronik und wie sie funktioniert.

Ionisierende Strahlung kann elektronische Bauteile vorrübergehend in ihrer Funktion beeinträchtigen oder sogar dauerhaft zerstören. Dafür sind verschiedene Mechanismen verantwortlich die konstruktiv zumindest teilweise umgangen werden können.

Im offenen Weltraum kommt Strahlung vor allem in Form von energiereichen Ionen (Atomkernen) vor. Das sind zu größten Teilen Protonen aber es sind auch einige schwerere Wasserstoff- und Heliumkerne dabei. Diese Strahlung lässt sich eigentlich eigentlich leicht abschirmen. Wenn diese extrem energiereichen Teilchen allerdings auf Materie treffen kann es zu Kernreaktionen sowie zur Freisetzung von Bremsstrahlung kommen welche sich nicht so leicht abschirmen lässt. Die Chips sind also vor allem von einem recht breiten Spektrum an Röntgen- und Gammastrahlung betroffen. In geringem Maß ist fallweise auch Neutronen, Myonen und andere Teilchen dabei aber meist vernachlässigbar. In einer Erdnahen Umlaufbahn ist diese kosmische Strahlung deutlich schwächer als im offenen Weltraum da sie vom Magnetfeld der Erde abgelenkt wird; auf der ISS kann man etwa noch normale Laptops verwenden, jedenfalls für nicht-Sicherheitskritische Anwendungen. Am Erdboden ist sie kaum vorhanden da die Reste in der Atmosphäre absorbiert werden (In Flugzeugen oder im Hochgebirge ist sie aber bereits deutlich stärker). Die Kosmische Strahlung kommt zu großen Teilen aus den tiefen des Weltraums und nur zu einem kleineren Teil von der Sonne. Daher ist sie im äußeren Sonnensystem kaum schwächer. Die Teilchen des Sonnenwinds sind großteils nicht energiereich genug um Schaden anzurichten. Von der Sonne kommt ebenso wie aus den Tiefen des Weltraums auch eine gewisse Röntgenstrahlung und Gammastrahlung die aber weitgehend vernachlässigbar ist.

Probleme von Mikroelektronik mit der Strahlung und was man dagegen tun kann:

Veränderung der Leitfähigkeit von Halbleitermaterial
Ionisierende Strahlung kann die Leitfähigkeit von Halbleitermaterial sowohl vorrübergehend (durch Ionisation) als auch dauerhaft (duch zusätzliche Defekte) verändern (erhöhen) und die Konzentration bzw. Verteilung von Dotieratomen verändern. Mögliche Maßnahmen dagegen sind etwa der Einsatz von SoI (Silicon on Insulator) Chips mit einem Substrat aus Isolatormaterial (etwa Aluminiumoxid "Saphir") welches immun gegen diesen Effekt ist. Manche Halbleitermaterialien (mit großer Bandlücke) sind gegenüber dieser Störung resistenter als andere, beispielsweise Galliumnitrid oder Siliziumcarbid im Vergleich zu Silizium; das lässt sich auch mit SoI Technik kombinieren.

Ionisierungen des Materials
Können zum zufälligen spontanen Schalten von Transistoren, Entladen von DRAM-Zellen und auch zum Veränderung des Inhalts von FlipFlops führen sowie auch zum berüchtigten "LatchUp" Effekt bei dem eine Speicherzelle (SRAM oder Flash) dauerhaft in einer Position steckenbleibt bzw. ein Transistor dauerhaft schaltet was zu einem Kurzschluss führen kann wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen wurden.
Als Gegenmaßnahmen bieten sich neben den in Punkt 1 genannten Möglichkeiten auch eine gröbere Strukturgröße an sowie interne Redundanzen im Chip (ECC) um Rechen bzw. Speicherfehler erkennen und beheben zu können. Strahlenempfindlicher DRAM kann durch SRAM, MRAM (Magnetoresistiver RAM) ersetzen. Bipolare Transistorschaltungen (TTL, insbesondere auch RTL und LSL) sind gegenüber solchen Effekten hochgradig resistent. Daher war das alles im Apollo-Zeitalter als die Rechner noch aus "TTL Friedhöfen" bestanden noch kein Problem ;). Für Anwendungen in Umgebungen mit extrem hoher Strahlenbelastung werden bipolare Logikschaltungen bis heute eingesetzt; im Weltraum ist das aber im Allgemeinen nicht nötig.
Gegen den LatchUp Effekt kann man auch auf Basis der Fertigungstechnik effektiv vorgehen; eine Möglichkeit ist auch hier das SoI Verfahren das für eine weitgehende bis vollständige LatchUp Immunität sorgt. Geeignete redundante Schaltungen können auch nach dem Verlust einzelner Transistoren funktionsfähig bleiben. Gegen temporäre Speicherfehler kann man auch auf Softwareebene vorgehen etwa indem man den Speicher regelmäßig einer Prüfsummenbasierenden Fehlerkorrektur und Prüfung unterzieht. Wichtige Berechnungen kann man gegebenenfalls auch mehrfach ausführen und das Ergebnis so überprüfen.

Abschirmung ist freilich auch eine Möglichkeit die Strahlenbelastung ganz im allgemeinen zu senken. Für ein signifikantes Absenken der Strahlung wurde in der Vergangenheit bereits eine mehrere Zentimeter dicke Kugelschale aus Wolfram vorgeschlagen. Aus Gewichtsgründen ist das für eine Weltraumanwendung aber wenig praktikabel. Theoretisch könnte man die Strahlung die ja aus geladenen Teilchen besteht bevor sie auf das Raumschiff trifft auch mit einem Magnetfeld ablenken. Das ist aber leichter gesagt als getan.

Um zu verstehen was für eine Rechenleistung nötig ist muss man sich überlegen wie die Sonde arbeitet. Einer der beiden Chips ist für die Steuerung der Lageregelungs- und Antriebssysteme verantwortlich. Auf ihm läuft ein Programm ab das von der Erde aus durch Befehle beeinflusst werden kann, es regelt die diversen Schubdüsen der Sonde in Abhängigkeit von den Astronavigationssystemen der Sonde (Sonnen- und Sternensensoren). Das ist eine relativ einfache Regelungsaufgabe für die nicht viel Rechenleistung nötig ist. Vergleichbare Systeme gab es beispielsweise in Flugzeugen bereits in den 1960ern wenn auch sicher nicht auf einem Chip.

Der zweite Chip steuert die wissenschaftlichen Experimente der Sonde bzw. Ihre Sensoren einschließlich Kameras. Diese Experimente zeichnen auf Befehl des Chips Messdaten auf und speichern sie auf dem Flash Speicher der Sonde. Erst später muss der Prozessor die Daten komprimieren bevor er sie zur Erde schickt. Das bedeutet freilich einen recht hohen Rechenaufwand ist aber keineswegs zeitkritisch da die Messdatenübertragung mit ~1kBit/s so oder so Wochen dauert.

Die Sonde braucht also offensichtlich nicht besonders viel Rechenleistung. Ein Mars Rover benötigt beispielsweise deutlich mehr Rechenleistung für Wegfindungsalgorithmen usw. Mehr Rechenleistung ist vor allem gefordert wenn komplexe Messdaten zeitkritisch ausgewertet werden müssen beispielsweise wenn das Einsatzprogramms eines Messgeräts von den Ergebnissen einer anderen Messung abhängt. Oder eben wenn die Steuerung der Sonde davon abhängt. Das ist bei New Horizons aber nicht der Fall.

Und soooo wenig Rechenleistung hat ein 12MHz MIPS-R-3000 auch wieder nicht... man denke nur daran was die PS1 alles bewältigt hat... wenn man den geschickt programmiert kann man damit schon einiges machen. Man braucht hier ja keine animierte graphische 3D-Benutzeroberfläche oder so... und man denke an die Minicomputer der Voyager Sonden mit 18Bit, 250kHz und 8000ips...

Ob die unterwegs tekken gezockt haben

Vermutlich nicht; Die Latenz zu der Sonde wäre ausgesprochen mies...
 
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Stammt nicht ein nicht unbeträchtlicher Teil der gefährdenden Strahlung von der Batterie? Ich meine, mal gelesen zu haben, dass das bei den Voyager-Sonden mit der Zeit zum Problem wurde.
 
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Nein das Pu-238 ist ein reiner Alpha-Strahler, die Alphastrahlen sind nicht energiereich genug und zu schwer um eine problematische Bremsstrahlung zu erzeugen, sie werden wie auch ihre Bremsstrahlung fast vollständig von der Abschirmung aufgehalten. Problematischer ist eventuell das kurzlebigere Nebenprodukt Pu-236 das ebenfalls in der Radionuklidbatterie enthalten ist. Es und seine Zerfallsprodukte bedingen eine gewisse Gammastrahlung die aber vernachlässigbar sein sollte.

Die Alpha-Strahlung kann allerdings die Radionkulidbatterie selbst langfristig beschädigen und ihre Leistung beeinträchtigen. Inwieweit das bei modernen Modellen noch relevant ist ist mir aber nicht bekannt.
 
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Da es aber keine Atmosphäre gibt, Luft, welche die Wärme ab- bzw wegtransportieren könnte,
trifft das nicht zu.

KSP spielen bildet eben doch :-D

Heute weisst man, dass es doch kein vollständiges Vakuum im Weltall gibt. Weil sonst könnte es keine Bewegung von A nach B geben. Es gibt auch andere Gase und so. Natürlich gibt es keine Atmosphäre so wie wir es kennen, weil eine Atmosphäre braucht auch Gravitationskräfte. Also, es trifft doch zu, sonst könnte auch den Antrieb von so viel gesammelte Wärme ausfallen.
 
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Im offenen Weltraum gibt es eine einstellige Zahl von Moleküle pro Kubikmeter. Dazu noch ein paar Ionen aus der kosmischen Strahlung. Wenn das kein Vakuum ist was dann? Ein nennenswerter Wärmetransport durch Konvektion findet jedenfalls nicht statt.

Interessanterweise ist der Innenraum der Sonde thermisch isoliert und wird auf einer Temperatur von etwa 30°C gehalten. Anscheinend ist diese Temperatur für den Betrieb der Elektronik ideal.

Wenn man im Weltraum von einer "Temperatur" spricht dann meint man allerdings freilich nicht die Temperatur des Vakuums (denn das Vakuum hat keine bzw. wenn man die Temparatur des Restgases definieren würde als durchschnittliche kinetische Energie der Teilchen wäre diese Temperatur sehr, sehr hoch) sondern die Temperatur des Schwarzkörper-Strahlungsgleichgewichts. Angenommen man hat einen "schwarzen Körper" der sich im Raum befindet dann ist die Frage welche Temperatur dieser Körper einnimmt bei der er genauso viel Wärme durch Strahlung aufnimmt wie er durch Wärmestrahlung abgibt. Das ist dann die "Temperatur" im Vakuum des Weltraums.

Sehr schön zu diesem Thema (insbesondere ab 17:00):
https://www.youtube.com/watch?v=HQLgSQzNcdM&index=2&list=PL6--_8UORO22ly28STIGLfKscWN9LlGZ_
 
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