Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Danke an @Tekkla, der den Sinn meiner Aussage versteht.

Wir brauchen Fachkräfte in gewaltigen Größenordungen und jeder der gegen eine Zuwanderung ist,
ist gegen eine prosperierende Weiterentwicklung des Landes.

"Nur" Rentenanpassungen und längere Lebensarbeitszeit wird uns da nicht heraushelfen, nicht einmal eine exorbitante Besteuerung von Superreichen.
Und das jetzt schon Wohnungen fehlen, ist ja hoffentlich irgendwie bekannt.

Nochmal und dafür braucht man als Normalsterblicher lediglich einen Taschenrechner:
Bis 2030 sind um die 17 Mio. Beschäftigte mehr in der Rente.
Ihre Arbeitskraft macht derzeit ca. 1/4 der Wirtschaftskraft von D. aus und sie sorgen mit ihrem Steueranteil für grob 1/3 des aktuellen Bundeshaushaltes.

Kann sich jeder selbst dazu Gedanken machen, wie dieses Gap aufgefangen werden soll.
 
@Don-71 Das mag für Berlin, München, Frankfurt ect. gelten. Aber bei den vielen mittelständischen Betrieben auf dem flachen Land, den sog. hidden champions sieht es wieder anders aus. Im betrieblichen Ablauf klappt das da mit dem Englisch ganz gut, der Gang zum Friseur, Bäcker oder Kindergarten könnte sich aber etwas abenteuerlicher gestalten. Alles keine unüberbrückbaren Nachteile, aber bei der Abwägung der potentiellen Arbeitsmigranten spielt das sicherlich eine Rolle.

Ansonsten Zustimmung.

Noch was aktuelles

Nett von der AfD, dass sie zu ihren Rechtsextremen steht und dabei diese in bester patriotischer Pflicht in sicherheitsrelevante Ausschüsse belässt. Spart man sich wenigstens die V-Männer, macht dann alles weitere einfacher...
 
Deutschland ist ja sogar für Deutsche zum arbeiten unattraktiv...wieso sollte sich da jemand mit gewissen Qualifikationen hier niederlassen? :ugly:
Ihr denkt auch, die Leute aus dem Rest der Welt sind völlig bescheuert...
 
Wir brauchen aber heute Fachkräfte und die müssen mitsamt der Familie sicher hierhin migrieren können. Deswegen braucht man auch die legale und geregelte Migration von Arbeitskräften.
Die Idee, dass man nur die Gesetze ändern müsste, um damit dann das Problem gelöst zu bekommen, ist in meinen Augen ziemlich naiv.

Ich führte ja bereits aus, dass es überall in den Industrienationen und aktuell sogar schon in China oder auch Russland ein Babyboomerproblem gibt, und in dessen Folge überall auf der Welt "Fachkräfte" in zunehmendem Maße benötigt werden. Sich hinzustellen und so zu tun als könne man da sehr wählerisch sein ohne selber ordentlich in Qualifizierung von Migranten oder die eigene Bevölkerung zu stecken, ist meiner Meinung nach viel zu einfach gedacht.

Ich halte es auch für extrem kurzsichtig, die Menschen, die von sich aus hierherkommen, nicht durch ein massives Engagement in Lohn und Brot zu bringen. Zudem sehe ich es als extrem dumm an, wenn ein Fünftel der Gesellschaft der Ansicht ist, es würde alles besser werden, wenn man nur die schmarotzenden Kanaken loswerden würde.
 
Man merkt direkt, wie das Niveau in einer Debatte ins Bodenlose sinkt, sobald AfD Bullshit am Start ist.
Es werden einfach komplette Lebensrealitäten ignoriert, um das eigene Narrativ nicht aufgeben zu müssen.
Und deswegen ist es sinnlos, solche Leute überhaupt in Talkshows einzuladen.
Abgesehen haben die ihre Plattform eh bei rechten Plattformen.
Ich sage ja, da wo es um Komfortdienstleistungen geht, da geht es ohne Menschen mit Migrationshintergrund überhaupt nicht mehr. Deswegen finde ich diese Debatten von Rechts auch so weltfremd und verlogen.
Wie viele rechte beschäftigen wohl ein Kindermädchen/Haushaltshilfe mit Migrationshintergrund?
Am Ende war das der Grundstein meiner jetzigen beruflichen Tätigkeit, aber als Ausbilder hatte der Mann damals total versagt. Und ich war nicht der einzige in der BS, der solch einen Chef hatte.
Ich habe damals, obwohl neu in der Firma, die Möglichkeit bekommen, Produktionsleiter zu werden. Dazu muss ich aber den Meisterbrief haben, den die Firma bezahlen würde.
Hab ich gemacht, fand ich sehr stark, den Vertrauensbeweis.
Natürlich muss man dann auch vernünftig ausbilden und den Lehrlingen das beibringen, was man weiß. Nur so funktioniert das ja.,
Es wird darauf hinauslaufen die "Rente" wesentlich flexibler zu gestalten und das Renteneintrittsalter für große Teile (die die weniger körperlich belastet sind) anzuheben.
Ich weiß aber nicht, ob das verfassungskonform ist, da es dann nicht mehr die Gleichheit gäbe.
 
Die Idee, dass man nur die Gesetze ändern müsste, um damit dann das Problem gelöst zu bekommen, ist in meinen Augen ziemlich naiv.

Ich führte ja bereits aus, dass es überall in den Industrienationen und aktuell sogar schon in China oder auch Russland ein Babyboomerproblem gibt, und in dessen Folge überall auf der Welt "Fachkräfte" in zunehmendem Maße benötigt werden. Sich hinzustellen und so zu tun als könne man da sehr wählerisch sein ohne selber ordentlich in Qualifizierung von Migranten oder die eigene Bevölkerung zu stecken, ist meiner Meinung nach viel zu einfach gedacht.

Ich halte es auch für extrem kurzsichtig, die Menschen, die von sich aus hierherkommen, nicht durch ein massives Engagement in Lohn und Brot zu bringen. Zudem sehe ich es als extrem dumm an, wenn ein Fünftel der Gesellschaft der Ansicht ist, es würde alles besser werden, wenn man nur die schmarotzenden Kanaken loswerden würde.
Wir widersprechen uns ja gar nicht. Mir geht nur um das "Wie". Wozu die Menschen in die Arme von Schleppern treiben und die gefährliche Reise machen lassen, wenn die sich auch in der lokalen Botschaft bewerben könnten und dann mit Papieren, Sicherheit und ggf. Flugticket einreisen dürfen.
 
Deutschland ist ja sogar für Deutsche zum arbeiten unattraktiv...wieso sollte sich da jemand mit gewissen Qualifikationen hier niederlassen? :ugly:
Ihr denkt auch, die Leute aus dem Rest der Welt sind völlig bescheuert...
Sorry aber arbeite mal im nicht europäischen Ausland.
Reicht eigentlich schon GB, von den USA, China, Asien ganz zu schweigen.
Wer so etwas schreibt hat wirklich keine Ahnung was auf der Welt so los ist.
Ja natürlich ist auch bei uns nicht alles Gold was glänzt, gerade im Vergleich mit den nordeuropäischen Ländern oder Schweiz und Österreich können wir noch etwas aufholen, aber das sind Einwohnermäßig auch sehr sehr kleine Länder.

Wirklich ausnahmslos alle auskändischen Mitarbeiter die ich kennenlernen konnte und aus der amerikanischen oder asiatischen Arbeitswelt kommen, fühlen sic in DE sau wohl, was Arbeitsetig, Schutz der Arbeitnehmer, Urlaub, Krankheit etc, angeht. Man sollte sich imme vor Augen führen was man vergleicht und so einen Spruch ablässt, der falsch ist.

Ich weiß aber nicht, ob das verfassungskonform ist, da es dann nicht mehr die Gleichheit gäbe.
Gute Feststellung! Wenn es aus diesen Gründen nicht geht, muss eine massive Flexibilisierung der Rente her, aber trotzdem muss mit dem Renteneintrittsalter etwas geschehen, wir haben unsere Lebenserwartung in den letzten 30 Jahren massiv gesteigert, das Renteneintrittsalter aber nur um 3 Jahre angepasst!
 
Wir widersprechen uns ja gar nicht. Mir geht nur um das "Wie". Wozu die Menschen in die Arme von Schleppern treiben und die gefährliche Reise machen lassen, wenn die sich auch in der lokalen Botschaft bewerben könnten und dann mit Papieren, Sicherheit und ggf. Flugticket einreisen dürfen.
Du musst den Leuten das nur noch sagen, dass sie das können.
Mit Flugblättern?
 
Weltfremd trifft es perfekt.

Und wir können jetzt auch noch tausende Gegenbeispiele bringen, und trotzdem sind blinde AfD Anhänger für diese Fakten auf ignore Mode.

Das Wissen über Deutschland entnehmen sie doch nur aus ihren selektiven Bubbles, in denen sobald das Wort Migrant, Flüchtling oder Ausländer fällt allesamt in eine pathologische Problemtrance fallen.

Alle die was anderes behaupten (wie wir jetzt hier im Forum) lügen, romantisieren oder wollen das Land und seine "Kultur" zersetzen.

Schwarz/Weiß-Denke vom Feinsten.

Ich habe schon einige zum Nachdenken bewegt.
Was will man mehr?
Ignorieren und am Wochenende mal demonstrieren gehen, bringt wenig.
Manchmal ist es aber auch komisch.
Heute wurde mir erklärt das Alice gegen den Mietdeckel wäre. Ich erklärte meinem Gegenüber Was das so bedeuten könnte.
Danach wurde erklärt das die " Werteunion" viel besser wäre.
Also wenn das " Nazis" und " Faschisten" sein sollen?
 
Fluchtursachen zu bekämpfen ist ein wirklich guter Ansatz, in der Realität jedoch ein schwer zu bewältigendes Monster.
Vor allem von außen und im Falle Syrien ist es auch wieder ein politisches Mengengelage zwischen ganz verschiedenen geopolitischen Interessen vieler mächtiger Akteure, die Status Quo, also Diktator Assad an der Macht, erhalten wollen.

Sorry, aber da ist Deutschland nur ein ganz kleines Licht politisch betrachtet, um da wirklich was bewegen zu wollen.

Und das war nur das Beispiel anhand eines einzigen Landes.

Oder ihn unbedingt beseitigen wollen.
Aufhebung von Sanktionen wäre gut, damit zum Beispiel mehr Medikamente usw der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Es gäbe auch ökologisch viel in Afrika zu schaffen, was die Flüchtlingsursachen reduzieren, oder beseitigen würde. Es gibt viele Projekte, welche mit relativ wenig Geld, viel erreichen könnten.

Handelsvereinbarungen fair gestalten.
Wir überschwemmen sie mit Hühnerkeulen, weil wir nur Brust essen und machen dort die Bauern kaputt, oder schicken unsere Lumpen.
Wir fischen vor Afrika die Meere leer, die einheimischen Fischer haben nichts zu essen, also ab nach Europa, aber Käptn Iglo reibt sich Zeigefinger und Daumen..

Es gibt Möglichkeiten ohne Ende, aber da greift man Unternehmen,Lobbys in die Taschen.
Effizienz der Wirtschaft, Industrie, wo die ärmeren die Zeche zahlen und unsere ganzen Politiker nie über Lippenbekenntnise nie hinauskommen...

Man sollte blöder sein, dann lebt man ruhiger.
Ansonsten läßt die Verwirrung nach, aber die Wut wird größer.
Könnte ein Grund sein, warum man die Bildung schleifen läßt.
Gute Feststellung! Wenn es aus diesen Gründen nicht geht, muss eine massive Flexibilisierung der Rente her, aber trotzdem muss mit dem Renteneintrittsalter etwas geschehen, wir haben unsere Lebenserwartung in den letzten 30 Jahren massiv gesteigert, das Renteneintrittsalter aber nur um 3 Jahre angepasst!

Das sehe ich völlig anders.
Mit Erhöhung der Arbeitsproduktivität, durch bessere Technologien, Rationalisierungen, sollten die Menschen profitieren und immer weniger Lebenszeit für Erwerbsarbeit aufwenden.
Als Grund führe ich die immer höhere Wertschöpfung der Unternehmen an.
Das Bedingungslose Grundeinkommen ist schon eine richtige Idee in diese Richtung.
Langfristig werden wir daran nicht vorbeikommen, wenn KI und weitere Automatisierungen in Unternehmen zum tragen kommen.

Das bedeutet nicht als Rentner zu Hause Däumchen zu drehen. Es sollte Möglichkeiten geben sich gesellschaftlich einzubringen. Übungsleiter in Sportvereinen, Umweltptojekte, Nachhilfe usw.
Nimm den Menschen soziale Ängste und sie werden ihre freigewordenen Kräfte nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Könnte man aufhören, mit Faschisten über den Sinn und Zweck von Menschenrechten zu reden? Die werden das nie verstehen, denn würden sie es verstehen, wären es keine Faschisten. Faschisten sind so weit weg von unserer Kultur und unseren Werten, dass eine Integration in die Gesellschaft unmöglich erreint. Was können und sollen wir also mit Faschisten machen? Geht es um Faschisten, kommt man zu solchen Themen


Anstatt Faschisten eine Bühne für ihre menschenfeindliche Hetze zu geben, sollten wir zum Thema zurückkommen. Nehmen wir z.B. dieses Aktion. Wie steht ihr zu Einsätzen der Bundeswehr außrhalb der EU? Ich fand und finde das problemmatisch. Andererseits muss man Piraterie unterbinden.

 
Das finde ich auch. Wieso schafft es keiner, mal die oberen 10.000 einzubeziehen, wenn es darum geht, das Sozialsystem mit zu finanzieren?
Gestern haben alle davon geredet, dass man das Bürgergeld wieder kürzen muss, um den Abstand zu den Mindestlöhnen zu bewahren.
Unglaublich. Dabei müsste man den Reichen nichts wegnehmen. Nur vernünftig besteuern. Am besten unabhängig vom Wohnsitz. Deutsche Staatsbürgerschaft? Dann bitte Steuern zahlen wie alle anderen auch. Auch könnte etwas gegen Steuerhinterziehung getan werden. Statt dessen gibt eine Trulla aus dem Finanzministerium Steuerspartipps für Superreiche.
Lösung: wir nehmen den Schwachen.
 
Unglaublich. Dabei müsste man den Reichen nichts wegnehmen.
Eben, hab ich ja auch schon geschrieben aber die FDP macht Klientelpolitik und die wehren sich da mit Händen und Füßen.
Deutsche Staatsbürgerschaft? Dann bitte Steuern zahlen wie alle anderen auch.
Sehe ich auch so. Egal wo einer wohnt, Es gilt weiterhin die deutschen Steuergesetze.
statt dessen gibt eine Trulla aus dem Finanzministerium Steuerspartipps für Superreiche.
Und einen Aufschrei habe ich nicht bemerkt.
 
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