Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Das darf natürlich nicht zu Lasen von Flüchtenden und Verfolgten gehen! Das Grundrecht auf Asyl uns subsidiären Schutz steht nicht zur Debatte!
Und genau an denen stört sich doch die AfD, und leider auch viele andere. Die meisten, die Asyl suchen kommen halt aus Afghanistan, Syrien, Kongo, etc.

Diese Menschengruppen, werden von AfD-Nazis regelrecht pauschal entmenschlicht in ihren Bubbles als Vergewaltiger, Messerstecher, "Fachkräfte" usw

Das heißt im Umkehrschluss, dass die Remigration sowieso überwiegend genau die bedürftigste Menschengruppe treffen würde, nämlich die Geflüchteten
 
Wir werden uns auf viel mehr Flüchtende einstellen müssen, denn unser Lebensstil schafft Klimaflüchtlinge, die natürlich Anrecht auf Asyl haben.
 
Wir werden uns auf viel mehr Flüchtende einstellen müssen, denn unser Lebensstil schafft Klimaflüchtlinge, die natürlich Anrecht auf Asyl haben.
Okay, aber das widerspricht doch dann die "gezielte Migration".

Wollen wir Menschenrechte und Humanität in dieser Frage, oder irgendwelche kapitalistischen Bestrebungen?
 
Okay, aber das widerspricht doch dann die "gezielte Migration".

Wollen wir Menschenrechte und Humanität in dieser Frage, oder irgendwelche kapitalistischen Bestrebungen?
Beides. Wir brauchen qualifizierte Arbeitskräfte, dürfen Grundrechte aber nicht in Frage stellen. Wir brauchen die qualifizierte Migration schon alleine um weiterhin die Wirtschaftsleistung zu haben um Flüchtenden Schutz bieten zu können.

Die Menge an Migrant*innen begrenzen zu wollen ist AFD-Sprech. Jeder Mensch der uns nützlich ist und jeder Mensch der ein Anrecht auf Schutz hat, muss in diesem Land willkommen sein.
 
Die Menge an Migrant*innen begrenzen zu wollen ist AFD-Sprech. Jeder Mensch der uns nützlich ist und jeder Mensch der ein Anrecht auf Schutz hat, muss in diesem Land willkommen sein.
Ich weiß ja nicht ob das die richtige Herangehensweise ist. Sollte nicht das erste Ziel sein die Fluchtursachen zu "bekämpfen" (mir fällt gerade kein besserer Begriff ein ^^)? Die Menschen fliehen ja nicht freiwillig sondern weil sie keinen Ausweg sehen. Da hilft es auch wenig einfach Geld in diese Regionen zu pumpen, das Geld verschwindet einfach im Sumpf der Korruption. Keine Ahnung ob das Zitat "Gib einem Hungernden einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Hungernden das Fischen und du ernährst ihn für sein Leben." echt ist, aber es passt meiner Meinung nach zumindest ganz gut zum Thema. Wir müssen Bildung in diese Regionen bringen. Wenn wir jetzt anfangen auch die Fachkräfte abzuwerben wird das diesen Regionen nicht helfen. Wir müssen es viel mehr schaffen dass es für diese Fachkräfte attraktiv wird in ihrer Heimat zu bleiben.

Mir ist natürlich auch klar dass das ein verdammt langjähriger Prozess wird, aber irgendwann muss man anfangen.

Das heißt natürlich nicht dass ich die Annahme von Flüchtlingen begrenzen will. Ich will aber auch nicht dass so getan wird als ob das langfristig nicht zu einem Problem wird. Besonders für die Region wo die Flüchtlinge herkommen.

Tl;dr: Ich bin für mehr Hilfe zur Selbsthilfe.

Edit: Vllt meinen wir auch dasselbe, dann sieh das als Ergänzung.
 
Auch das sollte eine moralische Pflicht sein. Aber wir geben halt immer noch viel mehr Geld für Waffen als für Entwicklungshilfe aus :(
 
Auch das sollte eine moralische Pflicht sein. Aber wir geben halt immer noch viel mehr Geld für Waffen als für Entwicklungshilfe aus :(
In dem Fall geht das doch Hand in Hand. Weniger Waffen für die Ukraine -> mehr Flüchtlinge aus der Ukraine.

Ich will aber die Themen jetzt auch nicht vermischen und ohne die Zahlen jetzt genau zu kennen, sollte vermutlich mehr Geld in Entwicklungshilfe gesteckt werden.
 
Fluchtursachen zu bekämpfen ist ein wirklich guter Ansatz, in der Realität jedoch ein schwer zu bewältigendes Monster.
Vor allem von außen und im Falle Syrien ist es auch wieder ein politisches Mengengelage zwischen ganz verschiedenen geopolitischen Interessen vieler mächtiger Akteure, die Status Quo, also Diktator Assad an der Macht, erhalten wollen.

Sorry, aber da ist Deutschland nur ein ganz kleines Licht politisch betrachtet, um da wirklich was bewegen zu wollen.

Und das war nur das Beispiel anhand eines einzigen Landes.
 
Sorry, aber da ist Deutschland nur ein ganz kleines Licht politisch betrachtet, um da wirklich was bewegen zu wollen.
Aber die Bekämpfung sollte ja nicht nur im Interesse von Deutschland sondern der EU als Ganzes liegen und die EU ist, wenn ich mich nicht täusche, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. "Wir" könnten da eine Menge bewegen denke ich.

Einfach nur zu sagen, tja dann nehmen wir die halt einfach alle auf wird halt nicht funktionieren. Genau das ist aber was sehr langfristig passieren wird wenn wir nichts an der Situation vor Ort ändern.

Jetzt frag mich aber bitte nicht wie man die Hilfe genau umsetzen soll. Das ist so überhaupt nicht mein Themengebiet :D
 
Ich weiß ja nicht ob das die richtige Herangehensweise ist. Sollte nicht das erste Ziel sein die Fluchtursachen zu "bekämpfen" (mir fällt gerade kein besserer Begriff ein ^^)? Die Menschen fliehen ja nicht freiwillig sondern weil sie keinen Ausweg sehen. Da hilft es auch wenig einfach Geld in diese Regionen zu pumpen, das Geld verschwindet einfach im Sumpf der Korruption. Keine Ahnung ob das Zitat "Gib einem Hungernden einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Hungernden das Fischen und du ernährst ihn für sein Leben." echt ist, aber es passt meiner Meinung nach zumindest ganz gut zum Thema. Wir müssen Bildung in diese Regionen bringen. Wenn wir jetzt anfangen auch die Fachkräfte abzuwerben wird das diesen Regionen nicht helfen. Wir müssen es viel mehr schaffen dass es für diese Fachkräfte attraktiv wird in ihrer Heimat zu bleiben.

Mir ist natürlich auch klar dass das ein verdammt langjähriger Prozess wird, aber irgendwann muss man anfangen.

Das heißt natürlich nicht dass ich die Annahme von Flüchtlingen begrenzen will. Ich will aber auch nicht dass so getan wird als ob das langfristig nicht zu einem Problem wird. Besonders für die Region wo die Flüchtlinge herkommen.

Tl;dr: Ich bin für mehr Hilfe zur Selbsthilfe.
Da stimme ich insofern zu, als dass die Lebensbedingungen in den heutigen Flüchtlingsländern drastisch verbessert werden müssen.

Die bittere Realität ist aber auch, dass exemplarisch gerade Afghanistan oder Syrien ja jetzt nicht gerade als Horte fürs Glücklichsein bekannt sind.
Die bittere Realität ist aber auch, dass bisher alle Projekte zur Lebensverbesserung durch UNO und weiss der Teufel durch wen eher maue Ergebnisse geliefert haben.
Die bittere Realität ist aber auch, dass Zielländer von Flüchtlingen eben auch Sättigungslevel haben.
Die bittere Realität ist aber auch, dass die Zielländer eher gute Fachkräfte als arme Schlucker brauchen.

Das ist schon ein wenig wie die kürzlich von Habeck im anderen Kontext verwendete Redewendung der "Quadratur im Kreis".

Bei all dem in Richtung AfD Positionen schielend wird es in Zukunft eine Kunst sein "zu integrieren".
Das ist keine Einbahnstraße, weder für Naturdeutsche wie für jene, die zu uns kommen.
So, wie in D. eine Akzeptanz für andere Kulturen/Religionen entwickelt werden muss, muss zweifelsfrei klar für Einwanderer sein, dass hier ein freiheitlich-demokratische Grundordnung vorherrscht, bestimmte kulturelle Regeln gelten und -mir wichtig- keine Konflikte aus den Ursprungsländern nach Deutschland hineingetragen werden.

Es kann z. B. eben nicht sein, dass jüdische Mitbürger nur wegen der Religion angefeindet werden.
Der Umkehreffekt ist ja dann, dass eben Muslime entsprechend angefeindet werden.
Gilt natürlich vice versa.
Der persönlich angenommene Glaube darf in der gesellschaftlichen Grundstruktur keine Rolle spielen.
Wenn doch, stehen sich Christen, Juden, Muslime, Hindus und weiss der Teufel wer noch für ewig spinnefeind gegenüber und das mit der Integration wird eine fatale Bruchlandung.

Wird ein schwerer und steiniger Weg, das in die alle Köpfe, Altbürger wie Neubürger hineinzubekommen.
 
Keiner sagt, dass es leicht wird. Aber AfD Träume von einem 3. Reich 2.0 sollte auch keiner wollen, denn das wäre die weitaus größere Katastrophe für dieses Land.
 
Die bittere Realität ist aber auch, dass exemplarisch gerade Afghanistan oder Syrien ja jetzt nicht gerade als Horte fürs Glücklichsein bekannt sind.
Die bittere Realität ist aber auch, dass bisher alle Projekte zur Lebensverbesserung durch UNO und weiss der Teufel durch wen eher maue Ergebnisse geliefert haben.
Die bittere Realität ist aber auch, dass Zielländer von Flüchtlingen eben auch Sättigungslevel haben.
Die bittere Realität ist aber auch, dass die Zielländer eher gute Fachkräfte als arme Schlucker brauchen.
Die bittere Realität ist aber auch, dass die Herkunftsländer diese Fachkräfte eigentlich selbst für den Aufbau von Wohlstand brauchen.
Das ist schon ein wenig wie die kürzlich von Habeck im anderen Kontext verwendete Redewendung der "Quadratur im Kreis".
Und spätestens mit dem oben genannten Punkt schließt sich der Kreis.
Der persönlich angenommene Glaube darf in der gesellschaftlichen Grundstruktur keine Rolle spielen.
Ich verstehe sowieso nicht wieso das in den Diskussionen überhaupt noch eine Rolle spielt. Für mich gibt es zwei Menschen: Die die Idioten sind und die die keine Idioten sind.
Mit den Idioten will ich nichts zu tun haben. Davon haben wir hier wahrlich schon genug :D

Keiner sagt, dass es leicht wird. Aber AfD Träume von einem 3. Reich 2.0 sollte auch keiner wollen, denn das wäre die weitaus größere Katastrophe für dieses Land.
Ich behaupte mal das wollen hier auch nur die wenigsten. Außerdem sollte das auch keinem vernünftigen Diskurs im Weg stehen. Auch bei dem Thema gibt es deutlich mehr als Schwarz und Weiß. Wenn der Diskurs nicht mehr klappt haben die Rechten ja genau das erreicht was sie wollten. Die Bevölkerung ist gespalten.
 
Die Menge an Migrant*innen begrenzen zu wollen ist AFD-Sprech. Jeder Mensch der uns nützlich ist und jeder Mensch der ein Anrecht auf Schutz hat, muss in diesem Land willkommen sein.
Begrenzungen sind schwierig. Genauso wie Vorstellungen davon, dass man unbegrenzt Menschen aufnehmen kann.

Es müssen Fluchtursachen bekämpft werden.
 
Begrenzungen sind schwierig. Genauso wie Vorstellungen das man unbegrenzt Menschen aufnehmen kann.

Es müssen Fluchtursachen bekämpft werden.
Zusätzlich. Aber wir brauchen auch eine aktive Willkommenskultur und eine Umverteilung des Reichtums in diesem Land um das zu erreichen.
 
Die bittere Realität ist aber auch, dass die Herkunftsländer diese Fachkräfte eigentlich selbst für den Aufbau von Wohlstand brauchen.
Volle Zustimmung
Ich verstehe sowieso nicht wieso das in den Diskussionen überhaupt noch eine Rolle spielt. Für mich gibt es zwei Menschen: Die die Idioten sind und die die keine Idioten sind.
Mit den Idioten will ich nichts zu tun haben. Davon haben wir hier wahrlich schon genug :D
Die Problematik ist - da schließe ich mich nicht aus - die selektive Wahrnehmung.
Vermutlich titulieren wir beide den gleichen Personenkreis mit Idioten.

Mache der andere Personenkreis aber auch.
Stehen sich also zwei Idioten gegenüber...
 
Deswegen müssen noch mehr noch schneller in Arbeit.
Das wird nicht passieren, nichts deutet darauf hin. Die Probleme werden sich verschärfen und nicht gelöst. =)
Ja, ich verstehe sowieso nicht warum man sich nicht an Kanada und Australien orientiert und eine gezielte Migration eröffnet. Da kann man man sowohl berufliche Qualifikation als auch sprachliche Fähigkeiten verlangen, die Länder gucken ja sogar ob Migranten extremistisch sind oder ob sie sich voraussichtlich gut und schnell integrieren können.
Und mehr fordert niemand, wozu die Debatte?=)
Das darf natürlich nicht zu Lasen von Flüchtenden und Verfolgten gehen! Das Grundrecht auf Asyl uns subsidiären Schutz steht nicht zur Debatte!
Das Grundrecht auf Asyl steht nicht zur Disposition, auch nicht im AfD Programm.
Auch bei dem Thema gibt es deutlich mehr als Schwarz und Weiß. Wenn der Diskurs nicht mehr klappt haben die Rechten ja genau das erreicht was sie wollten. Die Bevölkerung ist gespalten.
Das Volk spaltet sich nicht an Linken oder Rechten. Diese Trennlinie gibt es aufgrund von Meinungsverschiedenheiten in zentralen Fragen. Das muss demokratisch ausgefochten werden.
 
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