Lüfternachlaufzeit sinnvoll?

T

Tim1974

Guest
Hallo,

in einem anderen Thread kam das Thema auf Lüfternachlaufzeiten, nach dem Runterfahren der Hardware, z.B. war da die Rede von GSync-Monitoren mit ultimate Module oder als mir bekanntes Beispiel, die 3 Minuten Lüfternachlauf bei Bequiet-Netzteilen, wobei ich nicht weiß, ob die das heute immer noch so machen?

Jetzt zur Frage, ich schalte nach dem Runterfahren des PCs eigentlich immer sofort die Steckdosenleiste aus, zumindest wenn ich ihn über Nacht nicht nutze. Früher habe ich davor teils mit Stoppuhr noch 3 Minuten gewartet, bis auch der langsam drehende Netzteillüfter seine Nachlaufzeit beendet hatte.
Heute sehe ich das als verlorene Lebenszeit an und warte keine Sekunde mehr, bevor ich die Steckdosenleiste ausschalte.

Die Überlegung dahinter ist, wenn ich den Strom komplett abschalte, kann sich ein Bauteil doch nicht noch mehr erwärmen, sondern muß sich doch eigentlich abkühlen, es handelt sich schließlich um einfache Elektronik und keinen radiothermischen Generator oder Brennstäbe im Abklingbecken... :ugly:

Wie handhabt ihr das mit diesen Lüfternachlaufzeiten bei Netzteilen?

Gruß
Tim
 
Sowas sinnloses habe ich tatsächlich noch nie gehört und würde mir nicht im Traum einfallen auch nur 1 Sekunde mich damit zu beschäftigen :lol:
 
Sowas sinnloses habe ich tatsächlich noch nie gehört und würde mir nicht im Traum einfallen auch nur 1 Sekunde mich damit zu beschäftigen

Ich bin da voll deiner Meinung, aber frag mal den werten "wuselsurfer" dazu, da bekommst du gleich eine Schelte von ihm für! :lol:

Ich sehe es als vergeudete Lebenszeit, drei Minuten zu warten, bis ich die Steckdosenleiste ausschalte, nur damit der Miefquirl im Netzteil noch zu ende dümpeln kann.
Wenn das Netzteil es nicht ab kann, sofort nach dem Runterfahren des PCs komplett vom Netz getrennt zu werden, ist es für mich nicht ausgereift und wird eh baldmöglichst gegen was besseres ausgetauscht.

Hast du dafür mal eine Quelle?

Leider nein, habe dazu vorhin gegoogelt, aber nichts gescheites gefunden.
 
Ich sehe es als vergeudete Lebenszeit, drei Minuten zu warten, bis ich die Steckdosenleiste ausschalte, nur damit der Miefquirl im Netzteil noch zu ende dümpeln kann.
Wenn das Netzteil es nicht ab kann, sofort nach dem Unterfahren des PCs komplett vom Netz getrennt zu werden, ist es für mich nicht ausgereift und wird eh baldmöglichst gegen was besseres ausgetauscht.
Ich hab von sowas noch nie gehört. Ich glaube, du irrst dich.
 
Und es geht wieder los :ugly: :stupid:

Das mit deinem Netzteil würde mich auch mal interessieren. ^^
Ich würde mal behaupten der shutdown hat einfach so lang gedauert, wegen Windows "kaputt" oder so :P
 
Ich glaube, du irrst dich.

Ich bin mir ganz sicher, daß ich das damals bei einem meiner ersten Bequiet-Netzteile so gelesen habe und ich weiß auch noch wie ich dann nach dem Runterfahren zur Uhr geschaut habe und erst nach 3 Minuten die Steckdosenleiste ausgeschaltet habe (man war ich mal ängstlich um die Hardware...). :lol:

Es ist aber aktuell eventuell auch möglich, daß die Lüfter des Netzteils auch bei ausgeschalteter Steckdosenleiste noch weiterlaufen, weil die Kondensatoren im Netzteil ja eventuell noch genug Restspannung für sowas haben, oder?

Was mir noch so einfällt, wenn ich früher einen PC in einem Bastelladen gekauft habe und der in meinem Beisein mal getestet wurde, z.B. mit Prime95 und Co. um die Kühlleistung des CPU-Kühlers zu prüfen, wurde er auch danach sofort ausgemacht und in den Karton verpackt, das ging ratzfatz in paar Sekunden, vom Runterfahren bis Folie drüber und in den Karton...
Beim Laptop ist es ja auch so, da arbeitet man mit und ist man fertig, macht man ihn aus und steckt ihn in die Hülle oder Koffer, oder laßt ihr eure Notebooks noch aufgeklappt abkühlen nach dem runterfahren oder aufladen des Akkus?
 
Ich bin mir ganz sicher, daß ich das damals bei einem meiner ersten Bequiet-Netzteile so gelesen habe und ich weiß auch noch wie ich dann nach dem Runterfahren zur Uhr geschaut habe und erst nach 3 Minuten die Steckdosenleiste ausgeschaltet habe (man war ich mal ängstlich um die Hardware...).
Vielleicht war das Netzteil defekt? ;)
 
Und es geht wieder los :ugly: :stupid:

Wieso, interessiert dich das Thema nicht?
Im nächsten Satz schreibst du nämlich das Gegenteil:

Das mit deinem Netzteil würde mich auch mal interessieren. ^^

Ich würde mal behaupten der shutdown hat einfach so lang gedauert, wegen Windows "kaputt" oder so

Nein, ich hatte schon immer gut eingestellte Windows-Installationen, die hab ich ja schließlich selbst gemacht und optimiert.
Außerdem waren alle LEDs und Lüfter hörbar aus, bis auf den fast lautlosen Netzteillüfter, das der noch nachlief konnte ich sogar sehen, notfalls mit Taschenlampe, war aber keine doll hohe Drehzahl.
 
Nein, ich hatte schon immer gut eingestellte Windows-Installationen, die hab ich ja schließlich selbst gemacht und optimiert.
Außerdem waren alle LEDs und Lüfter hörbar aus, bis auf den fast lautlosen Netzteillüfter, das der noch nachlief konnte ich sogar sehen, notfalls mit Taschenlampe, war aber keine doll hohe Drehzahl.
Na, wieder triggerhappy heute?

Nur mal so nebenbei https://www.hartware.de/2003/11/25/vier-leise-netzteile-von-tsp-und-bequiet/14/
10 sekunden Google, drittes Ergebnis.
 
Der Artikel ist von 2003 :wow::lol:

Übrigens erstes Ergebnis bei Google für "bequiet nachlauf" :


:fresse:
 
@JoM79 warst wohl schneller ;-P

Hatte selbst so ein Netzteile. Das war so um die 2008/2009er Jahre. Laut Google gab es die Funktion ab ca. 2003.
Nannte sich zumindest in späteren Jahren >Lüfternachlauf ECASO (Enhanced Cooling After System Off)<
Der Bericht beschreibt eigentlich alles ganz gut.
Die 12V der Lüfter wurden direkt gespeißt von der 230V Versorgung, nicht von einem Kondensator.
Strom abschalten hieß also auch Lüfter aus...

Über Sinn oder Unsinn kann man sich wie im Artikel beschrieben ja streiten. Allerdings muss ein Netzteilhersteller ja auch mit den schlimmsten Umgebungen kalkulieren (heiß, staubig, dreckig, usw.). Mein Netzteil verrichtete immerhin bis 2017 seinen Dienst, bei nicht geringer Nutzung, und wurde wegen mangels passender Stecker und zu geringer Leistung ersetzt.

Schlussendlich müsste man die Garantierückläuferdaten von BeQuiet sehen mit Auswertung warum und wann ein Netzteil kaputt gegangen ist, um zu erfahren ob es sinnvoll war eine solche Funktion zu verbauen.

Meiner Meinung nach macht es heute bei unseren klimatischen Bedingungen wenig Sinn.
 
Hätte Tim aber wieder mal selber finden können.

Ich hatte das vorhin auch sofort gefunden, aber es ging da um ein Modell, was ich nicht (mehr) habe und der Thread war entsprechend alt, also nichts, was mir jetzt hier weitergeholfen hätte, wohl aber die Antworten von Pete812 und Abductee. :daumen:
 
Nein, also mein aktuelles Netzteil steht in meiner Signatur unter jedem Posting (Bequiet Straight Power 11).
Ich hatte damals aber auch ein Bequiet Straight Power 10 und ich hab auch noch ein Pure Power 10 rumliegen.
 
Das Lüfter bei einigen Netzteilen nachlaufen ist meiner Meinung nur Marketing um mal wieder ein Alleinstellungsmerkmal zu nennen/haben. Technisch ist so etwas unnötig!

Das Einzige Thema wo ein Zwangsnachlauf echt von Nöten wäre sind Motoren mit Turboaufladung, denn dort wird dem Turbo die Möglichkeit gegeben sich abzukühlen nach einer längeren Fahrt.

PS: Tim der Thread geht eher Quantität ... nur mal so als Hinweis, du weißt schon. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Lüfter bei einigen Netzteilen nachlaufen ist meiner Meinung nur Marketing um mal wieder ein Alleinstellungsmerkmal zu nennen/haben. Technisch ist so etwas unnötig!

Bevor man etwas als unnötig abtut, muss man sich vielleicht mal ansehen, welche Gründe das damals (2003) gehabt haben könnte, welche Heute vielleicht unbedeutend sind, unter anderem, die Gehäuse (-belüftung), der Aufbau der Gehäuse+ Position + Effizienz des NT.

Damals maß man gute Gehäuse noch an Blechstärke, weniger an guter Belüftung. Da kamen idR meist 60mm / 80mm Lüfter zum Einsatz, das NT saß am wärmsten Punkt im Gehäuse, welche damals im Deckel nie Belüftung vorgesehen hatten.

2003 war auch das Jahr des Athlon 64, sowie nVidias Fx5600 und ATi's 9800Pro. zur Auffrischung....

Wenn man sich das alles vor Augen führt und noch ein Gefühl für die damaligen Verbräuche der Komponenten hat, scheint der Schritt von beQuiet damals doch nachvollziehbar.

Gut das sich da schon einiges getan hat.

Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Sache ohne die Rahmenbedingungen zu kennen oder zu berücksichtigen ist wertlos.

Ich gehe davon aus, dass diese Maßnahme eingeführt wurde um die eigenen Netzteilkomponenten, speziell Elko's länger haltbar zu machen. Macht denen schon etwas zu schaffen, wenn die viel Schwitzen. In den alten Gehäusen damals stand die Luft auch nach dem abschalten, kann man mit den heutigen "Mesh"-Gehäusen absolut nicht vergleichen, da kann warme Luft auch nach dem abschalten easy raus. Zudem werden die Bauteile heute auch eine bessere Güte besitzen als damals, gerade die relevanten Elkos.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Lüfter bei einigen Netzteilen nachlaufen ist meiner Meinung nur Marketing um mal wieder ein Alleinstellungsmerkmal zu nennen/haben. Technisch ist so etwas unnötig!

Genau mein Reden, aber ich gehe mal leider davon aus, daß diese Aussage dem einen oder anderen Kandidaten hier nicht passen wird. ;)

Das Einzige Thema wo ein Zwangsnachlauf echt von Nöten wäre sind Motoren mit Turboaufladung, denn dort wird dem Turbo die Möglichkeit gegeben sich abzukühlen nach einer längeren Fahrt.

Auch hier meine volle Zustimmung, die Dinger laufen mit teils bis zu 300.000 U/min, wenn da der Motor abrupt ausgeschaltet wird und die Ölpumpe die Turbinenwelle und Kompressorwelle nicht mehr ausreichend mit Öl versorgen kann, gute Nacht... :fresse:
Aber genau hier ist der Unterschied zwischen Elektrokram und Verbrennungsmotoren mit deren Anbauteilen, bei unserem Elektrospielkram entsteht die Abwärme eben nicht durch Verbrennung (nicht durch chemische Prozesse) und wird gewöhnlich an die Umgebungsluft abgegeben, notfalls mit Hilfe von Lüftern, wenn die Abwärme größer ist als es die Kühlerfläche passiv leisten kann.
Wenn aber der Saft abgedreht wird, gibt es auch keine weitere Wärmeentwicklung mehr, sondern nur noch vorhandene Restwärme und das müssen eigentlich die Kühler dann auch rein passiv packen, wenn die Hardware wirklich was taugt.
Bevor man etwas als unnötig abtut, muss man sich vielleicht mal ansehen, welche Gründe das damals (2003) gehabt haben könnte, welche Heute vielleicht unbedeutend sind, unter anderem, die Gehäuse (-belüftung), der Aufbau der Gehäuse+ Position + Effizienz des NT.

Guter Einwand, das muß man natürlich auch berücksichtigen, gerade bei der Effiziens hat sich wirklich viel getan und Kühler und Lüfter sind in der Regel dazu auch noch gewachsen.
 
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