AW: Liveübertragung des BP Bohrloches
Naja, der Versuch ist ja in die Hose gegangen. Das Öl sprudelt munter weiter. Fehlschlag Nummer Eins.
"#1" ?
Mal ganz im ernst, warum versenken die nicht drüber einfach nen 5-10 m Durchmesser fassende Röhre mit ner Öffnung nach oben wie bei ner Bohrleitung die halt einfach 100-500 Tonnen wiegt?
Soooo schwer ist das jetzt auch nicht aus Stahl und oder Beton herzustellen und zu versenken.

Das Ding würd sich in den Boden eingraben und würde durch den Druck des ausströmenden Öl´s auch nicht angehoben werden.
"Öffnung nach oben" haben sie ja schon mit ihrer ersten Absaugglocke versucht. Leider verstopft die ganze Angelegenheit sehr schnell.
Was ich mich frage:
Wieso keine Glocke, die die ganze Struktur komplett verschließt und die so stark beschwert&verstärkt wird, dass sie auch den vollen Druck innenhählt?
Bauform wäre z.B. ein großes, hutförmiges Objekt das außen nochmal eine hohe Außenwand hat (kann doch auch praktischerweise hinschwimmen). Wird über dem Loch positioniert und schwimmt erstmal auf dem eingefangenen Öl, nachströmendes quillt halt um die Seiten (aber auch nicht mehr, als jetzt).
Dann pumpt man einfach von oben Beton drauf. Und mehr Beton. Und noch mehr.
Irgendwann ist das ganze so schwer, dass es auch gegen Öl-Auftrieb und -Druck auf den Meeresboden sinkt und da es letztlich aus einem meterdicken Betonmantel besteht, hält es auch den Druck über lange Zeit stand (zumindest lang genug, bis die "Entlastungsbohrungen" -d.h. die
neue Förderung mit gleichen Mitteln -> neuer Profit- fertig sind.
Anderer Ansatz: Rohr bis zur Oberfläche. Die ganze Struktur scheint nur einige Meter breit zu sein und die Ölindustrie kann sehr große Strukturen bei der derzeit eher ruhigen See handhaben. Wenn man einfach eine dicke Pipeline senkrecht drüberstülpt, könnte man das Öl an der Meeresoberfläche konzentriert abpumpen, wo garantiert kein Eis mehr die Pumpen blockiert.
(vielleicht hat ja jemand Einwände dazu gehört?)
Ziemlich sicher. Ich glaube das Problem ist da irgendwo auch das bei einem Verschluss der oben drauf sitzt, die Gefahr besteht das das Rohr unter der Erde platzt und das Öl dann einen anderen Weg nach oben sucht.
Der Druck ist jetzt der gleiche, den das Rohr vor dem Brand halten musste, sollte und gehalten hat. Gefährlich waren Maßnahmen, die zusätzlichen (Gegen-)Druck aufbauen, z.B. das derzeitige reinpumpen. (auch wenn ich ehrlich gesagt den Verdacht hege, dass das nur wegen der Unmöglichkeit einer Wiederinbetriebname solange rausgezögert haben)