Linux Zukunft oder nicht?

Zur Bootdauer: mein Gentoo benötigt, wenn es optimiert ist, rund 25 Sekunden, bis es komplett da ist. Von einer HDD, wohlgemerkt. Der Shutdown dürfte nach etwa 10 Sekunden vorüber sein, das habe ich aber noch nie gemessen. Ich stehe des Öfteren innerlich fluchend vor meinem Win7-Arbeitsrechner (Core 2 Duo mit 2 GB RAM - okay, ist nicht gerade optimal) und drehe Däumchen, wenn die Kiste runterfährt.

MfG Jimini

Edit: http://wwwuser.gwdg.de/~yormann/bootchart6.png - das war aber vor über einem Jahr, mittlerweile dürften da nochmal 2 Sekunden weniger drin sein, openrc hat da ziemlich was beschleunigt.

Mit ner SSD scheint es ja so eine Schallmauer zu, wenn man unter 30 Sekunden kommt mit Windows 7. :D Und das packt man noch nichtmal sicher. Ubuntu mit SSD fährt in unter 10 Sekunden hoch. Mal nach Ubuntu Boottime googlen un die ganzen Videos anschauen.
 
Und wenn man sich etwas mehr auskennt und sein Initsystem optimiert, ist selbst ein Gameboy langsamer :ugly:

Momentan läuft auf meinem Rechner nur Windows, aber nur weil ich keine Lust auf Dualboot habe, denn jedes mal wenn ich Windows neu installiere, wenn es mir zu fett wird, darf ich meinen MBR neu schreiben, damit ich GRUB wieder zum Laufen bekomme. :(

Auf meinem Netbook läuft normalerweise auch Linux, aber die Treiberunterstützug (Lenovo S10) ist nicht sehr gut. Ich darf mir meinen WLAN Treiber nachinstallieren (ich hab aber gehört, dass der Hersteller endlich nen OSS Treiber veröffentlicht hat), die Intel GPU wird nicht annähernd ausgereizt, was darin resultiert, dass selbst Compiz ruckelt.
Ich kann mich auch nicht so recht für eine Distribution entscheiden. Debian und CentOS sind mir zu alt, Ubuntu ist mir zu lahm, Fedora hab ich Repositorygefrickel, Arch Linux ebenso und bei Gentoo will ich mir keinen DistCC Crosscompiler unter Windows zusammenfrickeln :ugly:

Langfristig plane ich aber komplett auf Linux umzusteigen, denn in den 7 Jahren, die ich mit Linux als kleines OS für zwischendurch benutze, sehe ich riesige Fortschritte in der Kompatibilität und Benutzerfreundlichkeit. Früher unter Suse 9: Kernelmodul für Nvidia GPU runterladen, X beenden, in der Bash kompilieren und installieren. Mit Wine konnte man maximal Minesweeper spielen.

Heute mit Ubuntu: Gleich beim ersten Systemstart werden proprietäre Treiber nachinstalliert, beim Öffnen der ersten MP3 gleich der Codec heruntergeladen und die Paketverwaltung sieht mehr nach Apple Appstore aus denn je. Mit Wine konnte ich Portal spielen als wäre es nativ installiert und Crysis konnte ich auch halbwegs zum laufen bringen.

Und die Zukunft sieht auch rosig aus: Gallium3D mit eventueller DX Unterstützung sorgt endlich dafür, dass viele Performanceprobleme von Spielen unter Wine verschwinden. Zudem befindet sich Steam für Linux in Entwicklung und Steam hat Mac auch viele neue und gute Spiele gebracht. :daumen:

Also ist Linux zumindest _meine_ Zukunft, aber langfristig werden immer mehr Menschen auch Linux benutzen, weil viele alte Probleme der Vergangenheit angehören und Vorurteile irgendwann aussterben.
 
Da bin ich aber gespannt. Ich werd erst mal bei Apple bleiben.
Das letzte mal war mir Ubuntu noch zu unausgereift, das war vor ungefähr drei Jahren. So lange nicht mal Drucker out of the Box laufen, USB Sticks nur teilweise erkannt werden usw. ist es für mich keine Lösung.
 
Hatte bevor ich auf 10.10 komplett umgestiegen bin die 8.xx Version getestet.
Zwischen den beiden liegen qualitativ WELTEN, was Aussehen, Bedienbarkeit und Kompatibilität angeht.
Und das sind keine 3 Jahre die zwischen den liegen. Würde mich sehr wundern, wenn du da noch
Kompatibilitätsprobleme hast. Hab bei meinem Vater noch Win 7 drauf und so alltägliche Sachen wie Dateien
kopieren, installieren, Fester switchen etc auf Linux alles viel angenehmer! Früher auch eher enttäuscht gewesen, weil
es die Erwartungen nie so ganz erfüllen konnte von daher auch eher skeptisch eingestellt gewesen aber HUI HAT SICH DA WAS GETAN!

Den Sprung auf 11.04 habe ich nicht mit gemacht, weil mir der Unity Desktop zu OSX like aussieht und ich das abgrundtief
hässlich finde. Menüs im Fensterrahmen und Dock an der linken Seite was den Desktop total unsymetrisch wirken lässt.
GNOME kann man trotzdem noch auswählen, wenn man möchte.
 
<<8sek Boottime mit meinem Arch Linux mit e17 Desktop:)

Ich denke Linux hat heute schon gewonnen, aber nur im Server Bereich aber dort spielt die Musik vorallem zukünftig mit cloud usw. Ich setzte seid Jahren auf meinem Desktop Arch ein. Verstehe euch gar nicht warum ihr Ubuntu verwendet, die nehmen euch doch alles schöne an Linux. Für mich ist Linux ein Rolling Release, Vanille Pakete und unendliche Individualisierbarkeit.

Ich denke im Home Bereich wird sich Linux niemals durchsetzten den dafür ist einfach zuwenig Wissen bei den Nutzern vorhanden und es gibt zu viele Hardware Hersteller die keine Treiber anbieten.
 
<<8sek Boottime mit meinem Arch Linux mit e17 Desktop:)

Ich denke Linux hat heute schon gewonnen, aber nur im Server Bereich aber dort spielt die Musik vorallem zukünftig mit cloud usw. Ich setzte seid Jahren auf meinem Desktop Arch ein. Verstehe euch gar nicht warum ihr Ubuntu verwendet, die nehmen euch doch alles schöne an Linux. Für mich ist Linux ein Rolling Release, Vanille Pakete und unendliche Individualisierbarkeit.

Ich denke im Home Bereich wird sich Linux niemals durchsetzten den dafür ist einfach zuwenig Wissen bei den Nutzern vorhanden und es gibt zu viele Hardware Hersteller die keine Treiber anbieten.

Und ich denke gerade da hat Ubuntu viel für Linux an sich getan! Weil es einfach so benutzerfreundlich ist wurde es überhaupt
so bekannt und beliebt. Nicht jeder möchte alles 15 Stunden lang aus dem Quellcode kompilieren. Aber wenn man erstmal mit Ubuntu Lunte gerochen hat wechselt man vielleicht später mal zu Arch. Der direkte Umstieg von Windows zu Arch wäre wohl zu Hart.
 
Mein kleiner Bruder (11) hat ein paar Spiele bei mir gesehen, die ich nur für Linux habe. Hab dann nen Dualboot auf dem Familienrechner eingerichtet, wobei ich Ubuntu auf nem Loopback-Device auf der Windows-Partition installiert habe, damit meine Eltern das theoretisch wieder loswerden können. (Mein Vater da etwas eigen. Wenn irgendwas mit dem Computer nicht klappt, ist am Ende „dieses Linux“ Schuld, obwohl es auf ner ganz anderen Platte liegt. So ist es dann halt weg und muss neu installiert werden…)

Hab ihm dann noch ein bisschen gezeigt, wie er das Menu in Unity öffnet und das war es eigentlich. Direkt am zweiten Tag erzählt er mir fröhlich, dass er mehrere tolle, neue Spiele im Software-Center gefunden hat. (Unter Windows probiert er ungern viele verschiedene Programme aus, weil ihm das Installieren zu lange dauert.) Und er fand sogar Unity schick…
 
Und ich denke gerade da hat Ubuntu viel für Linux an sich getan! Weil es einfach so benutzerfreundlich ist wurde es überhaupt
so bekannt und beliebt. Nicht jeder möchte alles 15 Stunden lang aus dem Quellcode kompilieren. Aber wenn man erstmal mit Ubuntu Lunte gerochen hat wechselt man vielleicht später mal zu Arch. Der direkte Umstieg von Windows zu Arch wäre wohl zu Hart.

Bei mir jedenfalls war es nicht so. Ich hatte das Glück das mir ein Kommilitone vor Jahren des erste mal Arch aufgesetzt hat. Hatte bis dahin eigentlich keinen Kontakt zu Linux gehabt. Irgendwann muss man es dann selber machen es dauerte 4 Stunden bis es wieder so war wie ich wollte, heute dauert es noch 15 Minuten. Ich denke absolut jeder schafft es sich zb nach der Arch wiki ein Linux zu bauen.

Ich denke ganz einfach es macht keinen Sinn etwas zu nutzten ohne es zu verstehen. Gerade in der diesmonatigen Ausgabe von PCGH mit dem Home Server sieht man zu was so etwas führt. Ubuntu Server hat eine GUI, gerade bei Servern sollte man verstehen was man tut den dort ist es wichtig. Das führt dann im Endeffekt dazu das es überall Home Server gibt die jeder X-Beliebige hacken kann.

Bei einem Desktop OS ist es ok es nicht verstehen zu wollen, bei einem Server nicht mehr finde ich.
 
Für den Home User wird linux in absehbarer Zukunft nicht zum 24/7 system werden denke ich. Die meisten wollen einfach nur ne runde Daddeln und sich nicht mit wine und cedega auseinander setzen. es ist ist viel einfacher eine CD zu installieren und einfach zu spielen als erstmal den alles unter Linux einzustellen. Wenn die hersteller für win und Linux programmieren würden wäre Linux warscheinlich innhalb von 1-2 jahren "the weapon of choice"...just my 2 cents
 
Für den Home User wird linux in absehbarer Zukunft nicht zum 24/7 system werden denke ich. Die meisten wollen einfach nur ne runde Daddeln und sich nicht mit wine und cedega auseinander setzen. es ist ist viel einfacher eine CD zu installieren und einfach zu spielen als erstmal den alles unter Linux einzustellen. Wenn die hersteller für win und Linux programmieren würden wäre Linux warscheinlich innhalb von 1-2 jahren "the weapon of choice"...just my 2 cents


Komisch beim Spielen unter Linux musste ich noch nie was einstellen. Mit Winetricks macht es das alles automatisch oder man nimmt Crossover Games da gibts auch einfach eine Datei in den schon drin steht was alles beim installieren als Dependencies mitinstalliert werden muss.

Vorallem wer sagt das der normale "Home User" unbedingt spielen will? Ich hab die letzten 7 Jahre auch nichts mehr
gezockt außer Diablo 2 und Quake 3, weil der PC rein technisch garnicht zu anderem in der Lage wäre und die neuen Spiele mich nicht vom Hocker gehauen haben. Bin deswegen nicht unbedingt traurig gewesen oder hab irgendwas vermisst.
 
ich würd sagen Linux wird in 10 jahren noch genauso genutzt wie jetzt, also kaum altagstauglich, für server und ähnlich ja, aber da der größte teil der pc user wohl zum daddeln geneigt ist werden diese immer wieder bei Windows ankommen.
 
Ja

Und wenn die nächste Wirtschaftskriese im Anmarsch ist dann werden die Leute froh sein wenn es ein kostenfreies BS gibt.
 
Na ja ich glaube nicht das irgendwelche Firmen, (denke da an ne Bürofachkraft die ihre Office-Briefe / Tabellen ect. schreibt), ihre Mitarbeiter mal schnell alle auf Linux trimmen.

Aber man weiß ja nie wir werden sehen :D
 
Na ja ich glaube nicht das irgendwelche Firmen, (denke da an ne Bürofachkraft die ihre Office-Briefe / Tabellen ect. schreibt), ihre Mitarbeiter mal schnell alle auf Linux trimmen.

Aber man weiß ja nie wir werden sehen :D

Warum sollte man die auf Linux trimmen müssen? Wenn du gerade von ner Bürofachkraft redest muss die eh nur ein E-Mail Programm öffnen können und Tabellenkalkulation. Wo soll da das Problem liegen? Klickst ein Icon an und das Programm startet.

Bei mir schleicht sich so der Verdacht ein, dass du noch nie Linux benutzt hast. :lol:

Naja als ich 15 war und dachte, dass der PC dazu entwickelt wurde um darauf Counter Strike zu spielen hab ich auch so gedacht. :schief:
 
[x] Definitiv Ja!
Also ich muss sagen, viele der Argumente, die einige hier gegen Linux (umständlich, keine Treiber...) gebracht haben, sprechen bei mir eher für Linux.
Seit ich Ubuntu auf meinem Laptop hab, merk ich erst wie schnell der sein kann. Systemstart geht innerhalb von Sekunden (und nicht Minuten bei Win),
Bedienung ist wesentlich einfacher, vor allem auch auf dem relativ kleinen Bildschirm.
Und solche Sachen wie virtuelle Desktops etc. will ich mittlerweile auch nicht mehr missen :D
Softwareinstallation? Also einfach als über das Ubuntu Software-Center gehts wirklich nicht. Wenn ich bei Windows ein Programm installieren will, heißt das:
Browser->google->Download...->Explorer->Ausführen->Installation durchklicken
bei Ubuntu
Softwarecenter->Suche->Installieren
Fertig.

Von der Treiberseite her hab ich bis jetzt auch nur gute Erfahrungen gemacht, Multibildschirm geht sogar ohne Einrichtung, einfach Bildschirm dran und Modus auswählen.
Bestes Beispiel: Drucker unter Windows (Canon Laser, schon etwas älter...) Anstecken, "Windows konnte keinen passenden Treiber finden" :ugly:
Herstellerseite: "Für Windows 7 gibt es leider keinen Treiber" :what: Danke.
Ubuntu: Angeschlossen, funktionert ;)

Bis auf meinen Spiel-PC auf dem noch 7 läuft, gibts bei mir eigentlich kein Windows mehr, Server, Laptop, HTPC...
und den Umstieg nach fast 10 Jahren nur Windows hab ich bis jetzt nicht bereut :daumen:
 
Bin gestern von Ubuntu auf Arch Linux umgestiegen. Die Vorteile eines Rolling Releases und dieVermeidung von Unity bei Ubuntu haben mich überzeugt. Hat richtig Spaß gemacht das zu installieren und zu konfigurieren. Wenn man es zum erstenmal gemacht hat ist man mit Ubuntu natürlich schneller fertig lernt aber weniger. Hatte so einige AHA Momente z.B. den Displaymanager mit ~/.xinitrc verknüpfen.

Habe nun Gnome 3 drauf und muss dem guten Herrn Torvald leider wiedersprechen. Ein "Unholy Mess" hat mich nicht erwartet. Finde es sogar ziemlich ansprechend. Dabei dachte ich immer über ein stink normales Panel das die Anwendungen auflistet und Orte geht nichts. Moderner als meiner alter Gnome 2.x Desktop aber nicht so hart auf OSX getrimmt wie Unity. Am Außsehen brauchte ich garnix ändern auch, wenn ich meine Faneza Icons und Ambiance ins Herz geschlossen habe. Die Optik ist auf Anhieb klasse.
Und das beste ist. DAS DING IST BRUTALST SCHNELL!:)

Schon beim Starten von Nautilus oder dem Gnome Terminal hab ich das gemerkt. Das ist einfach sofort da, während es bei Ubuntu rund eine Sekunde gedauert hat.
 
Ich kann den Hype um Arch nicht nachvollziehen - wobei es bei mir auch rund 2 Jahre her ist, dass ich diese Distribution genutzt habe. Bisher haben mich apt, Pacman und Konsorten immer sehr schnell wieder in die Arme von Portage getrieben. Aber letztendlich ists eine Frage des Geschmacks - und das kommt dann der bunten Landschaft von hunderten Distributionen zu Gute.

MfG Jimini
 
Komisch beim Spielen unter Linux musste ich noch nie was einstellen. Mit Winetricks macht es das alles automatisch oder man nimmt Crossover Games da gibts auch einfach eine Datei in den schon drin steht was alles beim installieren als Dependencies mitinstalliert werden muss.

Vorallem wer sagt das der normale "Home User" unbedingt spielen will? Ich hab die letzten 7 Jahre auch nichts mehr
gezockt außer Diablo 2 und Quake 3, weil der PC rein technisch garnicht zu anderem in der Lage wäre und die neuen Spiele mich nicht vom Hocker gehauen haben. Bin deswegen nicht unbedingt traurig gewesen oder hab irgendwas vermisst.

naja, es macht aber dennoch einen unterschied ob ich ein spiel einfach per CD installiere oder ob ich es erst über Wine machen muss. Aussderm ist meines wissens nach kein DX10 oder 11 möglich. Dann hat man mit Wine oder generell mit Linux bei 80-90% der spiele weniger Frames und dazu sehen sie halt auch noch schlechter aus aufgrund der fehlenden Treiber optimierung.
Wie gesagt für den Home User der Aktuelle spiele mit den besten einstellungen Spielen will keine gute zukunfts perpektive
für den Mediacenter User sieht es da schon anders aus.
und server....naja da muss ich nix zu sagen.
 
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