So, dann misch ich hier auch mal mit, ich hab zu viel Zeit, kein Leben und sonst auch nicht viel zu tun außer eigenartige Meinungsgebilde anzuhäufen...
Ich denke das es egal ist ob etwas legal ist, oder eben nicht. Es macht keinen Unterschied, denn wenn ich etwas tun will, dann tu ich es einfach. Wenn ich ohne Führerschein Auto fahren will, dann mach ich das, wenn ich mit Führerschein besoffen fahren will, dann mach ich das, wenn ich jemandem wehtun will, dann mach ich das, wenn ich jemanden umbringen will, dann mach ich das, wenn ich ein Gebäude anzünden will, dann mach ich das und wenn ich Amok laufen möchte, ratet mal... Jap, dann mach ich das, denn niemand kann mich daran hindern. Ob da irgendwo auf einem Zettel oder in einem Buch steht das ich das nicht darf ist mir doch völlig egal, ich weiß das es Konsequenzen gibt und verhalte mich eben so das man mir nichts nachweisen/tun kann oder ich gar nicht erst erwischt werde. Unser "Sicherheits-System" ist ja phänomenal schlecht wenn man sich z.B. mal die Aufklärungsrate von Einbrüchen ansieht merkt man das ja sehr schnell. Wenn ich erwischt werde bin ich halt selber schuld, denn dann war ich einfach nicht gut genug darin die "Regeln" zu brechen...
Ich bin ein freier Mensch, mir kann niemand etwas vorschreiben. Zu meiner Freiheit gehört auch die Regeln, die sich irgendwer für mich ausgedacht hat, brechen zu dürfen. Das macht zwar keinen Sinn, denn dadurch ist das Regelsystem ja in sich Sinn-befreit, aber mich hat ja nie jemand gefragt ob ich damit einverstanden bin, ich habe nie einen Vertrag unterzeichnet in dem ich mich bereit erklärt habe dieses Spiel mitzuspielen und mich an die Spielregeln zu halten. Und daher tue ich es auch nicht, wenn ich es nicht für notwendig halte oder als sinnvoll erachte. Klar gehe ich das Risiko ein das mir der "Staat", also alle anderen Leute die sich an irgendwelche Regeln klammern, auf die Füße steigt und mich mit Gewalt zu Sanktionen zwingt wenn ich mich nicht vor ihm bücke. Aber das ist halt mal so, auch wenn ich es mir nicht aussuchen konnte, so kann ich aber versuchen mich so gut es geht damit zu arrangieren.
Ich bin der Meinung das meine Freiheit soweit geht, bis sie an die Freiheit eines anderen stößt. Deshalb tu ich was ich will, solange ich niemandem sonst einen Schaden oder Leid zufüge, denn ich erwarte mir ja auch das mir meine Freiheit anerkannt und diese nicht beschränkt oder verletzt wird. Wenn ich etwas mache das ein gewisses Risiko birgt, zum Beispiel betrunken mit dem Auto herumfahren, dann kann und darf ich das, aber mich zu bestrafen solange ich niemandem etwas getan/geschädigt/verletzt oder gar getötet habe ist in meinen Augen nicht Rechtens. Denn man kann einem "Ver-gehen/-brechen" nicht präventiv entgegenwirken (Ich bin so frei und empfehle an dieser Stelle mal den Film "Minority Report"). Erst wenn der Fall eintritt kann man was machen und Konsequenzen ziehen, wenn ich etwas gemacht habe das jemanden geschädigt hat, dann bin ich natürlich dazu bereit dafür einen Schadensersatz zu leisten. Aber wenn ich besoffen vom Wirtshaus nach Hause fahre und unbeschadet ankomme, wen hat das dann zu interessieren das ich betrunken war? Versteht mich nicht falsch, ich würde mich nicht betrunken in ein Auto setzen, denn ich weiß das ich nicht heil wieder aus der Kiste heraus- und jemand anders nicht heil darunter hervorkommen würde, aber das nennt man verantwortungsvolles Handeln und dieses wurde mir mit dem Erlangen meiner Volljährigkeit und Mündigkeit ja zugesprochen. Entweder ich trage für mein gesamtes Handeln die Verantwortung oder eben gar nicht. Etwas dazwischen gibt es nicht, da ist für mich auch der Punkt.
Mich dafür zu bestrafen das ich etwas "Verbrechen" könnte, jetzt in Punkto berauscht Auto fahren, macht keinen Sinn. Dann müsste man mich auch schon jetzt dafür bestrafen das ich eventuell mal dazu verleitet werden könnte eine "illegale" Droge zu nehmen, denn es könnte ja sein das man mich dabei nicht erwischt. Und da setze ich gleich mal an und springe ein Stück weiter im Text.
Zu allererst einmal: Was ist eine Droge überhaupt? Eine Droge ist eine Substanz die dem Körper zugeführt wird um eine Wirkung auf eben diesen zu erzielen. Das heißt dass sämtliche festen/flüssigen und gasförmigen Substanzen, welche ihren Weg in den Körper finden, per Definition Drogen sind. Wollte ich nur mal gesagt haben um keine Verwirrung zu stiften und ich mag Definitionen... ^^ Im weiteren Text werde ich also, wenn ich von einer Droge spreche immer eine legale oder illegale Substanz meinen welche jemandem einen Rauschzustand verschafft, um der allgemein bezogenen Meinung gerecht zu werden, z.B.: Alkohol, Nikotin, Cannabis, etc. Gut, das ist geklärt, los gehts...
Der Mensch ist vor allem eines: Ein Drogen-Tier, wir sind jeden Tag "drauf", aber alles was geht. Unser Gehirn produziert viele verschiedene Substanzen mit welchen es sich in verschiedenen Situationen selbst beeinflusst und/oder andere Vorgänge an den Tag ruft. Wenn man sich über etwas freut wird z.B. eine Substanz namens Dopamin freigesetzt, welche einen Rauschzustand auslöst den wir als Glücksgefühl beschreiben. Wenn man glücklich ist, ist man quasi high und befindet sich nicht mehr in einem nüchternen Zustand. (Ich bin dafür das glückliche Menschen ab jetzt nicht mehr Auto fahren dürfen, Achtung Ironie!). Für sämtliche Situationen hält unser Denkapparat gewisse Stoffe bereit mit denen er sich selber beeinflusst, unheimlich spannend, aber auch unheimlich komplex das Ganze. Im Laufe der Zeit ist der Mensch aber darauf gekommen das man auch durch die Einnahme von gewissen Substanzen eine Veränderung des momentanen Geisteszustandes herbeirufen kann und hat etwas entdeckt das wir heute gemeinhin als Drogen bezeichnen. Seit Anbeginn der Geschichtsschreibung kann man verfolgen das sich Menschen immer wieder berauschen und das auf verschiedenste Arten und Weisen. Auch wenn man mal einen Blick auf Naturvölker wirft wird man feststellen das bei den meisten durchaus etwas, das man als "Drogenkultur" bezeichnen kann, anzutreffen ist. Interessanterweise gibt es aber bei Naturvölkern in dem Sinne keine Drogentoten, so wie es bei uns, in unserem Kulturkreis, unserer Drogenkultur, der Fall ist und das obwohl dort Substanzen verwendet werden die wir allgemein als "Harte Drogen" bezeichnen. Diese sind zum Beispiel Opiate, Kokain oder das Mutterkorn (Die Ausgangssubstanz aus welcher Albert Hofmann letztendlich LSD synthetisiert hat), welche für Rituale und Feierlichkeiten eingesetzt werden. Teilweise nehmen Menschen in diesen Stämmen psychoaktive oder halluzinogene Substanzen um tiefgreifende Einsichten über sich selbst zu erlangen, die in diesem Stamm erteilte Volljährigkeit zu feiern, um Vorsehungen/Visionen zu erfahren oder einfach nur des Spaßes halber. Das interessante ist das diese Urvölker anscheinend wissen wie diese Substanzen anzuwenden sind ohne Schaden anzurichten, ein Wissen das man in unserem Kulturkreis vergebens sucht und das Interesse an diesem Thema wird ja ständig von der allgemeinen Drogendiskussion, wie dieser hier, überdeckt und zunichte gemacht. Schade wie ich finde, aber darum soll es jetzt nicht gehen. Jedenfalls kann man beobachten das sich die Menschen dort den "harten, ungestreckten Shit" einwerfen ohne danach am Rad zu drehen und bei uns krepieren die Leute am Alkohol und Tabak (Andere Drogen wie Alkohol oder Tabak sind, nur wenn man Statistiken mag, allerdings zu vernachlässigen das sie kaum ins Gewicht fallen.) wie die Fliegen (Streckmittel wie in Zigaretten scheinen diesem Umstand allerdings durchaus Rechnung zu tragen). Also scheint da etwas im Argen zu liegen, die Frage ist nur was. Einen offensichtlichen Grund dafür zu suchen scheint ein vergebliches Unterfangen zu sein da sich unsere Kultur von der der Urvölker sehr stark zu unterscheiden scheint. Aber im Grunde genommen sollten doch ähnliche Motive, Drogen zu nehmen, eine Rolle spielen. Immerhin ist und bleibt der Mensch ein Mensch mit seinen Antrieben und Gelüsten, egal aus welchem Umfeld er auch stammen mag. Meine Theorie ist das wir verlernt haben Drogen richtig einzusetzen, wenn man beobachtet wie Menschen zum Beispiel mit Alkohol umgehen fällt einem auf das sehr oft Probleme "ertränkt" werden und manche sogar die Fähigkeit verlieren Freude zu empfinden oder sich zu sozialisieren wenn sie nicht einem Rauschzustand unterliegen. Aus Stress heraus die Motivation zu bekommen sich mithilfe einer Droge von seiner Umwelt abzukoppeln um vor Problemen davonzulaufen scheint gängige Praxis zu sein. Irgendwie steht jeder unter Stress (Stichwort: "Arbeitswahn", Wie George Orwell schon schön treffend gesagt hat: Wir haben aus der manuellen Arbeit eine Art Fetisch gemacht. Aber das ist ein anderes, ebenfalls sehr weitreichendes Thema) und zwar die ganze Zeit, dies hat schon solche Ausmaße angenommen das wir es als normal empfinden und da die Mehrheit der Bevölkerung diesem Stress zu entfliehen versucht hat sich natürlich eine Art und Weise etabliert auf die man dies erreichten kann. Der Alkohol ist seit jeher das populärste Mittel der Wahl wenn es darum geht und da viele ohne nicht mehr können wird er natürlich vehement verteidigt sollte man ihn angreifen, zum Beispiel mit der Diskussion über eine andere Droge wie Cannabis die aufzeigt was für Auswirkungen der Alkohol eigentlich hat. Dies ist natürlich eine sehr unbequeme Erkenntnis, denn sich einen Fehler einzugestehen fällt immer schwer und es ist um einiges leichter zu sagen: "Wir haben schon eine Droge und brauchen daher nicht noch eine.", als zu sagen: "Wir sind nicht in der Lage verantwortungsbewusst mit Drogen umzugehen und uns dies einzugestehen." Aus diesem Aspekt heraus ist es für mich nur logisch das so vehement gegen Cannabis vorgegangen wird, so viel zumindest zu diesem Umstand, denn ich denke nicht das dies der einzige Grund für die Verteufelung dieser Pflanze ist, da spielen sicher noch so einige ökonomische und pharmazeutische Interessen eine Rolle. Wie auch immer, dadurch das wir uns an eine Substanz "gewöhnt" haben und des Rest nicht akzeptieren/tolererieren haben wir uns, in meinen Augen jedenfalls, ein großes, schweres Ei gelegt. Anstatt dem Menschen die Möglichkeit zu geben seinem privaten Stress durch das Mittel seiner Wahl zu bewältigen (Stress durch irgendein Mittel zu bewältigen halte ich zwar nicht für Zielführend das es im Grunde genommen nur eine Symptombekämpfung ist, aber wenn unser System die Ursache ist wird man nicht viele Menschen dafür begeistern können mal grundlegend etwas anders zu machen. Z.B. das bedingungslose Grundeinkommen wird ja noch kontroverser und gehässiger diskutiert wie die Freigabe von Cannabis und das obwohl es meines Erachtens sehr viele Probleme auf einen Schlag lösen könnte...) zwingt man sie zu etwas zu greifen mit dem sie nicht zurecht kommen und dann einen problematischen Umgang damit entwickeln. Weiters werden die Menschen welche sich dann an diese "Regel" nicht halten mit harten Bandagen bekämpft und kriminalisiert was zu einem Teufelskreis führt. Menschen welche einen problematischen Umgang mit einer illegalen Droge haben, sie haben ja nie die Chance bekommen einen gewissenhaften und verantwortungsbewussten Umgang damit zu erlernen, werden außerdem noch zusätzich bestraft anstatt das man ihnen Hilfe zukommen lässt. Aber ich denke nicht das ich noch recht viel mehr zu den Auswirkungen einer Prohibitionsagenda sagen muss, wie das ausartet sieht man ja anhand unseres Systems oder wenn man das nicht wahrhaben möchte anhand der Alkoholprohibition in den USA 'gen der 1930'er. So, nun versteht mich nicht falsch, ich plädiere nämlich keineswegs für eine Legalisierung oder Entkriminalisierung, denn einfach jedem eine Substanz seiner Wahl in die Hand zu drücken und zu sagen: "Da hast, und jetzt mach was du willst.", ist zwar der "richtige" Weg aber man könnte das ganze ein wenig klüger angehen. Zuerst würde ich alles Drogen verbieten, ja richtig gehört, alles was noch legal ist, also auch Alkohol und Tabak. Denn wenn man jetzt hergeht und gewisse Drogen auf einmal legal macht gesteht man sich seine eigene Unzulänglichkeit ein und verliert sämtliche Glaubwürdigkeit da ja von offizieller Seiter aus sehr extrem gegen alles momentan nicht etablierte Vorgeht, und das ohne ersichtlichen oder zumindest logisch nachvollziehbaren Grund. Also muss man zuerst einmal eine "logische" nachvollziehbare Basis schaffen auf der man nicht zwischen Drogen und Drogen unterscheidet. Das ist in etwa so als ob vor dir jemand mit ner Zigarette im Mund und einem Bier in der Hand steht und versucht das er dir erklärt das Drogen schlecht sind, sojemanden kann man einfach nicht ernst nehmen, also muss zuerst die Tschik aus der Pappn und des Bier aus dem Griffl damit das ganze wieder etwas Hand und Fuß bekommt, ich hoffe diese Methapher ist halbwegs verständlich. Erst wenn dann nachdem sich die Wogen geglättet haben eine sinnvoll durchdachte Drogenpolitik ersannt wurde kann man sich daran machen diese Substanzen sinnvoll und zielführend in eine Gesellschaft einzugliedern ohne die selben Problematiken zu provozieren wie sie heute an den Tag treten. Zu allererst muss präventiv aufgeklärt werden, das funktioniert allerdings erst sobald die "schützende" Hand der Prohibition aufhört so bedrohlich über einer Droge zu schweben. Weiters tut man meiner Meinung gut daran sich zu bemühen diese Thematik schon in Jungen Jahren interessant zu machen um Menschen die Möglichkeit zu geben dass sie mit einer gewissen Ahnung auf diese Substanzen zugehen können und nicht blindlinks in eine Einbahnstraße stolpern wie es heute der Fall ist.
Na gut, ehrlich gesagt wüsste ich noch viele interessante Dinde zu sagen/schreiben, aber nun freuts mich irgendwie nicht mehr und meine Lust nach etwas Zucker wird langsam unterträglich... Ihr dürfet mich nun zerpflücken...
