AW: Lesertest: Fünf MSI-Bundles (MPG X570 Gaming Edge Wifi + Radeon RX 5700 XT Gaming X + Ryzen 3000)
Liebes PC Games Hardware Team,
ich bewerbe mich hiermit für den Lesertest. Zunächst einmal zu meiner Person:
Ich bin Baujahr 1986 und praktisch mit den ersten Dektop PCs aufgewachsen. Aufgrund der Tatsache, dass Gaming damals sehr viel mit Arbeit zu tun hatte (Ms Dos und Co.), habe ich sehr schnell angefangen, meine Hardware selber zusammen zu bauen, statt das Ganze meinen Eltern oder Dell und Co. zu überlassen. Medien-technisch bin ich in einem sehr interessierten Haushalt aufgewachsen. Meine Eltern haben uns alles zur Verfügung gestellt und uns beim Konsum assistiert. Schnell wurden diese allerdings, wie auch im schulischen Informatikunterricht, überflügelt. Leider scheiterte es dann am Mathematikunterricht, der mich für ein richtiges Informatik Studium disqualifizierte. Stattdessen wurde ich "nur" Deutsch und Englisch Lehrer für Gymnasien und Gesamtschulen sowie Berufskollegs. Ich startete mein Studium in einer Zeit, in der Medienexperten und Professoren zu der Schlussfolgerung kamen, dass angehende Lehrer und solche fortgeschritteneren Alters, in Bezug auf Medien einen rein hedonistischen Ansatz verfolgen und Gaming eher ein Stigmata, als ein ernst zu nehmendes Hobby war. In der Folge hielt ich es lange Zeit geheim und schmunzelte dann darüber, wenn die Kollegen einen Sebastian Fitzek Roman lasen, gleichzeitig aber über die "Killerspiele" Generation lästerten, zu der ich selbst eben auch gehörte (Wie auch zu den Fitzek Lesern). Irgendwann erschien auf Gameswelt ein Artikel über GTA 5, bei der mir dann der Kragen geplatzt ist und ich einen Leserbrief (
Grand Theft Auto V – Gastkommentar: Gewalt, Sucht, Kinder und Lehrer - Special von Gameswelt) geschrieben habe. Dieser ging so viral, dass mich mitmal die Zeitschrift Pädagogik interviewen wollte. Auch auf dem Gameswelt Portal wurde der Artikel dann noch einmal unter meiner Führung überarbeitet und er erschien auch in einigen Gaming Zeitschriften. Scheinbar gab es zu dem Zeitpunkt so gut wie keine Lehrer, die Videospiele spielten und dazu eine Meinung vertraten. Da ich damals an einer Schule tätig war, dessen Direktor Gaming nicht nur verabscheute, sondern auch als Karrieregefährdend ansah, musste ich meinen Namen allerdings geheim halten, weswegen das Pädagogik Interview letztlich nie erschienen ist, was schade ist, denn meine Haltung dazu ist so alt wie das Spielen selbst... .Gib einem Kind ein paar Bauklötzchen und überlasse es sich selbst. Dann wirst du feststellen, dass Nichts passiert. Medien sind da einfach Anders: Sie sind immersiv und teilweise selbsterklärend. Sie sind die Bauklötzchen 2.0, mit dem Nebeneffekt, dass sie die Kinder wirkungsvoll sedieren und unkreativ machen. Wer möchte, dass Kinder verantwortungsvoll mit Medien aufwachsen, und sich diese zum Vorteil und zu Eigen machen, der muss mit den Kindern spielen, statt sie dem Spiel zu überlassen. Und das gilt eben auch für die Bauklötzchen, sonst werden die schnell langweilig.
Heute spiele ich mit meinem Neffen Satisfactory, denn er möchte mal Ingenieur werden. Er geht in die 4. Klasse und kann dank Satisfactory bereits rechnen wie ein Weltmeister. Aber das alles geht nicht von selber, das geht nur im Dialog, in der Kommunikation, im Spiel. Das was früher Brettspiele für die Familie waren, sollten heute Videospiele sein, doch leider gibt es immer noch viele Eltern, die so gar Nichts damit anfangen können, ihre Kinder aber aufgrund der Sozialisation spielen lassen, unkontrolliert und alleine. Und dann gibt es solche, die selber falsch medial erzogen worden, und das einfach an die Kinder weitertragen. Naja, to cut a long story short: Ich bin sozusagen Medienpädagoge aus Leidenschaft.
An meiner Gesamtschule halte ich seit 7 Jahren eine MedienAG, in der Kinder und Jugendliche der Klassen 5-10 die Inhalte der AG selber mitbestimmen dürfen. Sie wollen Programmieren lernen? Dann arbeiten wir mit Scratch und programmieren alte Spiele nach. Oder wir arbeiten mit Codecombat und machen Java und Co. Wenn es etwas haptischer sein darf, werden Raspberry Pies angeschafft (freiwillig) und diverse Projekte umgesetzt: Das reicht von einfachen Kinder PCs, wie KANO über selbst gebaute Ambilights für den Gaming Rechner (via Arduino) oder Lüftersteuerungen für Papas Smoker. Auch solche "do it yourself" Projekte werden von uns angegangen: Vom Ugly Drum Smoker, über leuchtende Mousepads die Planung und den Bau von Gaming Rechnern, und vieles Mehr. Oft sind die Schüler da kreativer als man selber und ich lerne gerne mit Ihnen dazu und lasse mich von Ihren Ideen begeistern, bezogen auf das Programmieren sind sie nur oft zu romantisch. Außerdem betreue ich die Schülerzeitung medial und helfe dabei, beispielsweise das Cover zu Photoshoppen oder via GIMP kostenlose Tools zu verwenden.
Kurzum: Ich liebe Medien und begleite Kinder, Eltern und Kollegen in das Abenteuer der Digitalisierung, mit all den Gefahren, Fallstricken und Chancen. Entsprechend verbringe ich in meine Freizeit auch am heimischen Rechner, lerne Programmieren, informiere mich über Hardware, overclocke und unvervolte meinen PC und bastel auch gerne viel herum.
Meine aktuelle Hardware sieht wie folgt aus:
- Asus Prime B350 Plus Mainboard
- Ryzen 1600 X Overclocked auf 3.8 Ghz, bei 1.35 Volt angelegter Spannung (via Ryzen Master für Tests, Cinebench fürs Ausloten, Aida für Stresstests), anschließend übers Bios fest eingestellt (verhindert Soft-Bricks und nerviges Bios Reset mit dem Schraubendreher).
- Be quiet Pure Rock Kühler (Etwas schwach auf der Brust für ausreichendes overclocking. Und leider lässt er sich auch nur im 180 Grad Winkel montieren, so dass er entweder die Luft von oben ansaugt oder von der Grafikkarte. Aber damals war das Budget klein und ein durchdachtes Towerkühlprinzip passte für die Anforderungen, die ich damals hatte. Doch ich wollte mir ohnehin den Scythe Fuma 2 kaufen. (Das käme mir natürlich für den Lesertest ganz gelegen.)
- Sapphire RX5700 Pulse (Ohne XT, denn über das Bios Modding kann man ein XT Bios aufspielen. Die Karte läuft mit 1950 MHz moderat übertaktet und sehr stabil, bei 20 Prozent mehr Powerlimit, VRAM 1860 MHz, einer entspannten Lüfterkurve bis maximal 35 Prozent und einer satten Unvervoltage von 1036/ Umgesetzt wurde das mit dem Heaven Benchmark, da die RX Karten beim Overclocking dazu neigen, eher weniger FPS auszugeben, weil sie zu schnell zu heiß werden und entsprechend dann herunter takten. Der Undervolting Prozess ließ sich damit sehr gut überwachen. Doch erst beim echten Gaming haben sich Schwächen aufgetan, die dann final bei den oben genannten Werten gelandet sind.)
- Corsair CMK16GX4M2B3200C16 Vengeance LPX 2 x 8 GB: Zum RAM ist zu sagen, dass diese nur Single Rank sind, was bei Ryzen Prozessoren zu einem FPS Verlust führt. Doch die Single Rank Module lassen sich einfacher übertakten und laufen bei mir stabil mit 3000 MHz. Die Spannung wurde mit 1.1 Volt angesetzt. Das erschien mir vor 2 Jahren sinnvoller. Jetzt würde ich davon aber eher abraten, da die CPU in Verbindung mit der Grafikkarte schon in 1080p zu Bottlenecking führt, aktuell noch verschmerzbar.
- Be quiet! Pure Power 10 cm ATX 700W PC Netzteil BN279 mit Kabelmanagement
- Samsung SSD 750 EVO 250 GB
- Samsung SSD 840 Pro Series 500 GB
- Samsung SSD 860 EVO 500 GB
- Samsung SSD 860 EVO M.2 500 GB
- WD External HDD 1021 1 Terrabyte
- Sharkoon TG 5 Gehäuse: Die Schwäche im Prozessorkühlkonzept lässt sich hier leicht negieren, indem man sich die Tatsache zu Nutze macht, dass warme Luft nach oben steigt. Entsprechend sitzen 3 Radiatoren in der Front, 3 an der Decke (die natürlich pullen) und einer hinten. Dadurch wird die warme Luft der Graka zwar in den Bequiet Pure Rock gezogen, aber sofort oben wieder hinaus geleitet. Das Gehäuse mag nicht zu den besten auf dem Markt gehören, passt von der Preis- Leistung her aber in jedes Schüler Budget.
- Gespielt wird noch in 1080p, da der Prozessor zu schwach für 4k Gaming ist. Als Monitor wird ein Viewsonic VS16265 verwendet, via Freesync. Ein 4 K Fernseher ist allerdings im Haushalt und kann für den Lesertest hinzugezogen werden.
Ich bin der Meinung, dass ein guter Gaming Rechner nicht teuer sein muss. Meine zahlreichen SSDs sprechen da zwar eine andere Sprache, wurden aber über einen Zeitraum von 6 Jahren gesammelt und immer wieder nachgerüstet. Der Prozessorkühler passte damals ins Budget und ich war außerdem neugierig, ob so ein Budget Kühler ausreichend sein könnte, wenn man entsprechend am Tower Kühlkonzept arbeitet. Für "normales" Gaming reicht das auch aus, doch nun 2 Jahre später führt schon ein moderates Overclocking zu Prozessortemperaturen von 80 Grad Celsius beim Folding at Home. (Übrigens das beste Stresstbenchmark, das man nutzen kann! Bei AIDA ist mir der Rechner kein mal abgeschmiert, auch nach Stunden Laufzeit nicht. Folding at Home hat 2 Minuten gebraucht, um die Fehler beim Overclocking aufzuzeigen. Auch sind die erreichten "Daily Points" ein wesentlich besseres Benchmark, als Cinebench, das teilweise bei identischen Vorgaben, Hintergrundprozessen und Werten, andere Ergebnisse ausspuckt. Aber so ist das eben mit Benchmarks.
Mein Test würde folgende Dinge beinhalten:
- Unboxing der Komponenten
- Montage der Komponenten, inklusive Anbringund des Scythe Fuma 2 (Oder liegt dem Prozessor ein Stock Kühler bei? Die Kühlermontage kann auf der AM4 Plattform schon mal abenteuerlich sein..., wäre also einen Lesertest absolut wert, ansonsten mit dem Stock Kühler.)
- Ein Bios Review, bezogen aufs Overclocken, aber auch Komfortfunktionen für Laien, die auf simples Auto-overclocking setzen wollen (inklusive Cinebench, Aida und aufgrund von Corona, Folding at home Tests). (Das B350 Plus von Asus kann man da für Laien nur Loben, Profis müssen aber einige Funktionen unnötig suchen.)
- Ein Vergleich zwischen der Ryzen 5 1600X Generation, passend zur 3000er Reihe (Falls gewünscht, ob sich ein Upgrade lohnt, gerade bezogen auf die Grafikkarte und Bottlenecking, via Cinebench und Co.)
- Spieletests, von GTA V über Total War Warhammer, Doom Eternal, Borderlands 3, Dirt 2.0, Rocket League, Hunt Showdown, PUBG, Bannerlord..., Ich bin hier allerdings offen für alles, da ich einen sehr breiten Spielegeschmack besitze.
- Ggf., aber wegen Corona noch offen, würde ich meinen Neffen am Test beteiligen. Kinder geben oftmals herrlich neue und ehrliche Perspektiven auf Bereiche, die wir Erwachsene oftmals ausblenden oder schlicht vergessen.
Abschließendes:
Ich würde mich über den Test sehr freuen, da mein Neffe aktuell auf einem schlimmen Laptop daddelt und gerade so Satisfactory spielen kann. Das Budget für ihn ist aber sehr klein und entsprechend wollte ich einige meiner PC Komponenten an ihn spenden, bzw. gemeinsam mit ihm planen und bauen. Die Hardware würde also am Ende nicht bei Ebay oder Amazon landen, sondern käme einem Kind zu Gute, das dadurch viel Taschengeld spart und endlich ruckelfrei ein Mathematikspiel daddeln könnte, bei dem die Gegner so stark umher ruckeln, dass er nicht kämpfen kann.
Sorry für den langen Text, das liegt wohl an der Berufung
