Stand Qimonda und auch Infineon bisher für meist preiswerte Speicherriegel, so soll nun mit Aeneon der Anschluss an den High-End-Markt erfolgen. Dies sollte durch die von Aeneon XTune getaufte Speicherserie gelingen. Inwiefern das neue 4GiB große PC3-1600 CL9 Pärchen für den Overclocker interessant ist, soll der heutige Test klären.
Kommen wir nun also zum Testkandidaten selbst. Aeneon liefert seinen Speicher in einer durchsichtigen Blisterverpackung aus. Das dies eher ungewöhnlich ist, zeigt der Vergleich mit anderen namenhaften Herstellern, wie Mushkin oder Crucial.
Die Verpackung selbst gibt sich recht schlicht und wirbt auffällig mit den Spezifikationen des Arbeitsspeichers.
Am stärksten fällt einem hierbei gewiss die Kapazität von 4GiB ins Auge.
Die Rückseite wirbt in diverstesten Sprachen mit den "Highlights" des Speichers, wie z.B. der geprüften
Dual-Channel Kompatibilität, den großen Kühlkörpern und noch vielem mehr. Zusätzlich finden sich zahlreiche Awards,
die Aeneon bereits ergattern konnte. Zu beachten ist aber auch hier: Diese gelten natürlich nicht alle für das hier
vorliegende DDR3-Kit.
Nun wollen wir die Blisterverpackung einmal öffnen. Neben dem "Werbeträger" und dem Speicher selbst erwartet uns nun
noch ein Garantie- und Installationsguide. Dieser ist auch in deutscher Sprache gedruckt und sollte selbst dem unerfahrenen
Anwender eine komplikationsfreie Installation ermöglichen.
Die Speicherriegel selbst verstecken sich fast vollständig unter den großen schwarzen Heatspreadern, die den beidseitig
mit BGA-Chips bestückten Riegeln zu einem kühlen Kopf verhelfen sollen. Wo der Speicher allerdings das nackte PCB zeigt,
findet man eine eher ungewöhnliche Farbe vor - eine Art Türkis! Endlich mal ein Speicher der aus der Reihe fällt und nicht
dem langweiligen Einheitsgrün folgt - Gut so Aeneon!
Den XTune Schriftzug hebt Aeneon auf der Vorderseite gekonnt mit einer Erhebung hervor und färbt das verzogene X
auffalend Rot. Ginge es hier um die Wahl zum schönsten DDR3-Kit, hätten diese Riegel sicherlich Chancen auf einen der
vorderen Plätze. Die Rückseite bleibt dagegen sehr unterkühlt. Lediglich ein silberner Streifen und ein Aufkleber mit den
Spezifikationen finden hier ihren Platz.
Bevor es nun an den Einbau und erste Tests geht, wollen wir uns noch den Spezifikationen des Speichers zuwenden.
Hier liefert die Vorderseite der Verpackung erste Informationen. So soll der Speicher dür den DDR3-1600 Betrieb lediglich
den Jedec-Standard von 1.50 Volt benötigen. Leider findet sich nur ein Hinweiß auf eine Cas-Latenz von 9. Die Sub-
timings bleiben auf den ersten Blick verborgen. Auch nach dem Öffnen lässt Aeneon den User etwas im Dunkeln tappen,
denn auch der Spezifikationsaufkleber auf dem Speicher selbst enthält keinerlei Informationen über die Subtimings oder
Commandrate.
Erst die ebenfalls in deutsch vorliegende Aeneon-Homepage gibt nach etwas Recherche Auschluss. Im Datenblatt finden
sich alle wichtigen Informationen, die ich nochmals kurz zusammenfassen möchte. Lediglich die Commandrate bleibt uns
Aeneon immernoch schuldig:
Aufbau:|Doublesided Module
Spannung:|1.50 Volt +- 0.1 Volt
Latenzen|CL9-9-9-28
- Paare im Dual-Channel Modus auf den neuesten Plattformen getestet
- EPP2.0 und XMP Profile für erweiterte Betriebsmodi
- 240-Pin Dual Inline Memory Module (DIMM) mit vergoldeten Kontakten
- Qualitativ hochwertige Aluminium Heat-Spreader zur Gewährleistung niedriger Betriebstemperaturen
- Unterstützt Intels XMP – Extreme Memory Profil auf Intel X38/X48 Plattformen
- Unterstützt NVIDIA EPP2.0 - Enhance Performance Profile auf NVIDIA SLI Plattformen
Hier sollte nochmals explizit die Unterstützung für Intels XMP-Feature und die SPD Erweiterung EEP2.0 für Nvidias
High-End-SLI-Chipsätze genannt werden, welche dem Anfänger eine einfache Möglichkeit bieten soll, die Speicher
automatisch mit den spezifizierten Settings laufen zu lassen. Ob die beiden Features fehlerfrei funktionieren
testen wir später auf einem X48-Mainboard und einer 790i Ultra SLi Platine.
Getestet wird auf folgendem System. Da mein QX9650 derzeit eine RMA durchmacht, muss ich auf einen E6600
als "High-FSB-CPU" zurückgreifen, da mir der Q6600 zu wenig FSB zulässt:
Intel Core 2 Duo E6600 B2 gekühlt von einem CNPS9700Cu. Dieser findet Platz auf einem Asus P5E64 WS Evolution
mit X48 Chipsatz, welches mit Bios 0504 bespielt ist. Als Speicher setze ich zusätzlich auf die Mushkin XP3-14400
CL8-8-7-20 Riegel, die als Overclocking-Referenz herhalten müssen. Als Grafikkarte setze ich eine kühle
MSI NX7900GT ein. Gespeist wird das ganze System von einem BeQuiet Straight Power 650 Netzteil.
Als Festplatte kommt eine WesternDigital WD1600AAJS zum Einsatz, auf welcher sich Windows XP inkl SP2 findet.
Das System ist aufgebaut und es gibt direkt erste Bilder, bevor ich dann vorraussichtlich morgen mit ersten aufbereiteten Ergebnissen aufwarten kann

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*suckit*
