Jo, das ist natürlich was der Durchschnittsdeutsche im Alltag so tut...
Wie kommt man eigentlich immer darauf dass E-Autos Verbrenner 1 zu 1 ersetzen müssen? Das kann so nicht funktionieren. Die Wende ist nur zu schaffen wenn wir unser Verhalten anpassen
Wozu braucht jemand, der auf Fahrrad und ÖPNV (und Verkehrsvermeidung insgesamt, Stichwort Home Office) setzt, ein Batterieauto? Deren einzige Existenzberechtigung ist doch eben: "Du kannst weitermachen, wie bisher, aber mit doppelten CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken". Und dann halten sie das Versprechen nicht einmal und man kann eben nicht weitermachen, wie bisher.
Was ich mich immer gefragt habe, wieso dauert der Lagevorgang von 20 zu 80% eigentlich immer 30 Min, egal wie groß der Akku ist?
Es ist ein Fortschritt, aber kein Ersatz. Leider haben gerade die kleinen Fahrzeuge auch nur kleine Ladetechnik, so dass der Ladevorgang genauso lange dauert wie am großen.
Auf welche Max-Reichweite ist die 400KM bezogen?
Wäre Cool, wenn man den kleinwagen mit 350km Reichweite in 5 Min voll laden könnte. Träum
Bei den besseren Marken ist der limitierende Faktor nicht die Ladetechnik, sondern die Batterie. (Bei schlechteren findest du weiterhin Modelle, die z.B. maximal 100 kW können und wo dann der größere Akku tatsächlich noch länger braucht, bis er voll ist.) Für NMC-Li-Io gelten ~3 C weiterhin als Limit und das auch nur bei mittleren Ladeständen. Das heißt im Best Case kannst du z.B. einen 100 kWh Akku von 25 auf 75% mit 100 kW laden, was 15 Minuten dauert. (Im Real-Case deckt das Zeitfenster für maximale Leistung oft sogar nur 20-30% der Kapazität ab und man kommt bei 50% Hub im Schnitt nichtmal auf 2C) Bei einem 50 kWh Akku wären es aber nur 50 kW, würde also wieder 15 Minuten dauern und man könnte nur halb soweit damit fahren. Letztlich werden die Zellen halt parallel geladen und je breiter der Akku, desto breiter die Lademöglichkeit.
Deswegen frage ich mich auch, was jetzt hier eigentlich die Neuheit ist? 1-kW-Charger werden seit Jahren nicht nur gezeigt, sondern längst aufgestellt.
Für LKW.
Denn die haben hinreichend große Batterien, um das auch abzunehmen. Aber bei PKW kann man schon 300 kW Modelle bequem an einer Hand abzählen. Nach einem Kreissägenmissgeschick. Und solange sich nicht etwas grundlegendes an der Chemie ändert (und viele chemische Prozesse laufen jetzt schon ein paar Milliarden Jahren immer gleich ab, ohne viel Änderungswillen zu zeigen), wird man nie binnen fünf Minuten, also mit einem Schnitt von 12 C = Peak >>30 C, vollladen können. Zumindest nicht mehr als 1-2 mal.
Aktuell geht der Trend, gerade bei den chinesischen Marken, sogar eher in Gegenrichtung: LFP verbauen, die zwar weniger hohe Stromstärken verkraften, aber pro kWh billiger sind, sodass man zum gleichen Preis schlicht mehr Akku anbietet. Der lädt dann pro Ladezeit wieder ähnlich viel Strom absolut und hat den zusätzlichen Bonus, dass er auf dem ersten Schlag, wenn man vollgeladen losfährt, länger durchhält. (Und den Nachteil, dass er noch größer und noch schwerer ist. Aber Batterieautofahrer wollen ja offentsichlich >>10 m² 2,5-Tonner, die mindestens 1,6 m in den Wind stellen.)
Ich kenne eigentlich nur Verbrenner-Fahrer, die in den Ladezeiten ein Problem sehen.
Da dürfte die Kausalität wohl eher umgekehrt sein: Wer in langen Ladezeiten ein Problem sieht, der zahlt keine extra hohen Preise, um dieses Problem zu bekommen. Nur Leute, die ohnehin wegen Koffeinabhängigkeit ständig stehen und Leute, die nie Langstrecke fahren, kaufen begeistert Batterieautos. (Und verweisen dann für Urlaub & Co in der Regel aufs Flugzeug. Lang lebe der von der Allgemeinheit auch noch subventionierte ""Klimaschutz""

)