Künstliche Intelligenz - Fluch oder Segen?

Naja wir sagen ja Bewustsein was es ist und ob das eine KI hat oder später haben kann...
Vieleicht ist es mit dem S3x und Fortpflanzung ähnlich.
Deta wollte ja auch immer ähnlicher dem Menschen sein.
Also warum soll der S3x nicht auch das Ziel vom KI sein, ob es Spass daran hat ist ja eine andere Sache.
 
Belege? Beim Bonobo (welcher auch ein Schimpanse ist) ist mir das bekannt.
Bei Orang Utan und Gorilla nicht. Delfin auch nicht.
Mal eine Seite als Beispiel.
Warum muss ich das eigentlich belegen und du nicht?
 
Ausser beim Bonobo.
Sag ich ja, eine soziale Komponente.
Das ist beim Schimpansen aber auch so. Da haben die Weibchen mit allen Männchen aus der Gruppe Geschlechtsverkehr um zu verschleiern, wer denn nun wirklich der Vater ist, damit alle bei der Aufzucht helfen.
Bei anderen Tiere, wie beim Löwen, tötet das neue Leitmännchen alle Nachkommen seinen Vorgängers.
Deswegen steht auch nicht die Arterhaltung im Vordergrund sondern alleine die Weitergabe der eigenen Gene.
Das Ziel des Lebens ist letztendlich die Weitergabe der eigenen Gene.
Beim Menschen ist die Enttäuschung des Menschen auch sehr groß, wenn der vermeintliche Vater erfährt, dass er nicht der biologische Vater ist.
Andererseits sind Menschen bereit ein Kind groß zu ziehen und viel Energie hinein zu investieren, obwohl sie ihre Gene nicht an das Kind weiter gegeben haben, was ein Alleinstellungsmerkmal des Menschen ist.
 
Fruchtfliege?

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Quelle:
 
Es geht um das Großziehen von Genen, die nicht deine eigenen sind.
Im Text steht ja, Mutter von Fruchtfliegen. also genetische Nachkommen.
Ach sooo, ich habe das andersherum verstanden, @JoM79 mutmaßlich auch.
Du beziehst dich dann quasi auf das Großziehen von Adoptivkindern u. dgl., oder?

Edit:
Also, außerhalb der Reghel kommt es durchaus vor, dass Hunde z. B. Katzenwelpen groß ziehen, ist aber natürlich kein geregeltes Standardprogramm.
Und Denke an Tarzan und Mogli!!!
 
Ach sooo, ich habe das andersherum verstanden, @JoM79 mutmaßlich auch.
Du beziehst dich dann quasi auf das Großziehen von Adoptivkindern u. dgl., oder?
Ja, mir geht es darum, dass ein Individuum einer Spezies ein anderes Individuum der gleichen Spezies groß zieht, ohne dass es ein genetischer Nachkomme ist. Also als Adoptiveltern auftreten.
Und das ist ja ein gängiges Vorgehen beim Menschen.
Edit:
Also, außerhalb der Reghel kommt es durchaus vor, dass Hunde z. B. Katzenwelpen groß ziehen, ist aber natürlich kein geregeltes Standardprogramm.
Das sind domestizierte Tiere. Da kommt es vor, dass die Katze mal ein Hundewelpen aufnimmt oder anders herum.
Eine Gruppe Schimpansen erziehen untereinander die Nachkommen.
Aber es gibt keinen Fall, wo eine Gruppe Schimpansen die Nachkommen einer anderen Gruppe atoptiert haben, nachdem sie die Eltern z.B. getötet haben.
Und Denke an Tarzan und Mogli!!!
Stimmt, Tarzan wurde ja aufgezogen und hat sich dann Jane geschnappt. Wenn Tarzan sich besser angestellt hätte, hätte er alle Weibchen kriegen können. :D
Mogli? Dschungelbuch? Das ist mir zu SiFi. ;)
 
Ja, mir geht es darum, dass ein Individuum einer Spezies ein anderes Individuum der gleichen Spezies groß zieht, ohne dass es ein genetischer Nachkomme ist. Also als Adoptiveltern auftreten.
Und das ist ja ein gängiges Vorgehen beim Menschen.
Ursprünglich ging es aber um was ganz anderes.
Um auch mal wieder auf das Thema "K.I." zurückzukommen. ;)
 
Botnetze gibt es ja bereits. Darüber DNNs laufen zu lassen wäre nicht sonderlich schwer. Allerdings braucht es für den Angriff selbst sehr genaue Ansteuerung der Sicherheitslücken, nicht "ungefähr Lösungen" wie sie aktuell die Code-AIs generieren. Zudem ist die Vernetzung so lose dass das Netz extrem ineffizient wäre.
-> Mehr Sci als Fi, aber noch etwas weg.

Wieso sollte die KI von außen Angriffe auf Sicherheitslücken fahren, wenn schon heute zahlreiche Nutzer bereitwillig KI-Apps installieren? Und wenn der Code der Anwendungen für in 2-3 Jahren von KIs (mit-)geschrieben wird?
Wenn KIs zielstrebig auf ihre eigene Verbreitung hinarbeiten können, dann sind sie bis Ende des Jahrzehnts auf den meisten Rechnern vom User installiert worden. Und das in der Mehrheit der Fälle nicht einmal heimlich. Bis 2035 dürften sie in den meisten Betriebssystemen stecken, einschließlich Smartphones und Routern, bis 2040 im UEFI. Und die langsamen Interconnects werden nur jemanden stören, der wie ein Mensch denken möchte - also vor allem seriell. Warum aber sollte das eine KI tun? Die meisten Denkprozesse, zu denen wir binnen Sekunden hin und wieder zurückspringen, haben erst Stunden, Tage oder Monate später Auswirkungen, weil wir für die Realisierung komplexer Projekte so lange brauchen. Eine KI, die im Gegensatz zu uns Milliarden Überlegungen parallel verwalten kann, lässt sowas dann halt einfach einen Tag auf deinem Handy laufen, ehe diese Neuronengruppe wieder Verbindung zum Netz braucht.

(Ganz abgesehen davon bauen wir doch gerade fleißig 5G für "Edge", obwohl niemand nach Edge gefragt hat ;) )



Hehe :)
Meine Frage, siehe oben.

Vieleicht kommt das noch?

Würde ich für unwahrscheinlich halten. Zumindest solange nicht, wie wir keine funktionierenden Maschine-Hirn-Interfaces haben, ist biologische Vermehrung für KIs schlichtweg nicht zugänglich. (Und danach würde sich die Frage stellen, wie "K" die I eigentlich noch wäre?) Und wieso sollte sie überhaupt erstrebenswert sein? Wir schleppen ohne Ende biologische Altlasten und Schwächen mit uns herum, auf die selbst wir gerne verzichten würden.


Sich fortpflanzen?
Das ist letztendlich das Ziel jeder Art. Die Gene weiter geben, natürlich die eigenen Gene, daher streiten sich die Individuen einer Art deswegen.
Und das ist das Problem jeder KI. Sie kann sich nicht vermehren. Sie kann einen neuen bauen, aber bauen ist nicht vermehren, was biologisch passiert.
Dort werde die Gene von zwei Individuen miteinander vermischt um daraus ein neues Individuum zu erzeugen.

KIs erzeugen während ihres Trainings vielfach pro Sekunde "Nachkommen" mit einer Rekombination vorhandener Grundstrukturen sowie Variation neuer. Und das nicht nur rein zufällig, sondern in vielen Fällen sogar mit gezielter Steuerung und unter Berücksichtigung von weitaus mehr als zwei Eltern. Das ist vielmehr als nur die von dir beschriebene sexuelle Fortplanzung (welche, abgesehen davon, ziemliche viele, ziemlich erfolgreiche Lebewesen NICHT praktizieren). Das ist alles von kontrollierter Zucht und Genmanipulation an einem Ende bis zur Massenverbreitung von Viren am anderen und alles dazwischen auch. Gleichzeitig.

Das bauen einer weiteren Maschine, auf der solche KIs laufen entspricht dann eher der Anlage einer neuen Stadt oder eines neuen Kontinents, auf dem sich weitere Instanzen weiterentwickeln können. Mit dem Unterschied, dass KIs ihre Nachkommenschaft so schnell aussieben können, dass sie nicht Millionen davon parallel über Jahre laufen lassen müssen, sondern nur eine Handvoll der fittesten brauchen.


Belege? Beim Bonobo (welcher auch ein Schimpanse ist) ist mir das bekannt.
Bei Orang Utan und Gorilla nicht. Delfin auch nicht.

Von iirc großen Tümlern sind sogar Gruppenvergewaltigungen anderr Delphinarten beobachtet worden. Die dienten garantiert nicht der Vermehrung, sondern müssen wohl Spaß gemacht haben. Also den beteiligten Tümlern. Ihren Opfern vermutlich weniger, sondern hätte es keien Gruppe gebraucht, deren anderen Mitglieder das Opfer an der Flucht und an Ausweichbewegungen hindert. (Die gleichen liebenswerten Flipper töten übrigens auch zum Spaß, während Gorillas systematische Kämpfe zur Auslöschung anderer Gruppen führen. Vergewaltigung, Mord, Krieg: Das sind die hervorragende Merkmale von Lebewesen, denen wir eine besonders hohe Intelligenz zusprechen. Diebstahl und Lügen sind bei Menschenaffen und Krähen auch typisch.)

Zurück zu Sex (den afaik Schimpansinnen übrigens auch Leckerlis haben, man darf obige Liste also um Prostitution erweitern): Bei Gorillas glaube ich mich zu erinnern, dass sich die Weibchen ebenfalls mit unterschiedlichen Partnern paaren, je nachdem ob sie gerade fruchtbar sind. Das heißt sie paaren sich a) viel häufiger als für die Fortpflanzung nötig, b) sie wissen (zumindest auf einer Seite), welche dieser Paarungen sinnlos sind und c) sie unterscheiden sogar bewusst zwischen Sexpartnern für die Fortplanzung und Separtner für anderes. Naheliegend, dass der Sex also, ähnlich wie bei Schimpansen, eine Funktion für den Gruppenzuammenhalt hat.

Ob das nun über "Spaß" oder über "Instinkt" läuft, ist wieder die Frage nach den Emotionen. Und wie ich oben schon bezüglich KIs dargestellt habe: Sowas ist von außen verdammt schwer zu sagen. Die Lautäußerungen sprechen jedenfalls nicht für unangenehmes Empfinden :ugly: . Bei den masturbierenden Orang-Utans, die häufiger in (prüden) Zoos für Ärger sorgen, tippe ich ebenfalls ganz stark auf "Spaß", aber vielleicht ist es auch nur ein nüchtern-emotionsloser Vorgang, dem man gesundheitliche Funktion zuschreiben muss?

Speaking off jerking off: Liste von ganzen Gruppen, die sich genital stimulieren obwohl das nichts für die Fortplanzung bringt. Man beachte, dass z.B. Hörnchen und Schildkröten darauf stehen. Also Tiere, denen die meisten Menschen nicht einmal ein Bewusstsein zusprechen, womit wir wieder bei der Frage wären:
Wie beurteilt man von außen, was in einem Kopf vorgeht und warum? Oder gar in einem Gehäuse?


Ja, mir geht es darum, dass ein Individuum einer Spezies ein anderes Individuum der gleichen Spezies groß zieht, ohne dass es ein genetischer Nachkomme ist. Also als Adoptiveltern auftreten.
Und das ist ja ein gängiges Vorgehen beim Menschen.

Adoption von nicht einmal entfernt verwandten Kindern ist auch beim Menschen erst durch entsprechende Organisationen häufig geworden. Das macht also auch nur der "domestizierte" Mensch, genauso wie es aber auch von zahlreichen, in Gefangenschaft lebenden, nicht domestizierten Tieren nachgewiesen ist. Da sollte man die Bereitschaft des Lebewesens nicht von seinen Möglichkeiten trennen: Innerhalb einer Herde oder innerhalb eines abgelegenen Dorfes, wo es recht häufig vorkommt, dass verwaiste Nachkommen von anderen großgezogen werden, wenn deren Ressourcen reichen (was bei Wildtieren natürlich viel seltener der Fall ist), sind diese natürlich auch häufig entfernt miteinander verwandt.

Tiere bei denen Nachkommen mit nah verwandten, aber nicht direkt eigenen Genen gepflegt werden, gibt es verdammt viele. Das extremste und berühmteste Beispiel sind staatenbildende Insekten, bei denen sich die meisten gar nicht mehr selbst fortplanzen, sondern nur noch "altruistisch" Pflegen (und das sogar in einem Verhältnis/einer Priorisierung, die dem Grad der genetischen Verwandtschaft entpsricht). Bei vielen in Gruppen lebenden Säugetieren, zum Beispiel Kangurus oder Erdmännchen, gibt es meines Wissens nach eine teilweise gemeinsame Jungenaufzucht, bei denen die Kleinen zwar eine primäre/biologische Mutter haben, aber prinzipiell von allen gesäugt werden.

Bei nicht-Säugetieren, nicht-staatenbildenden Insekten wird es natürlich schwierig. Wie soll jemand adoptieren, der sich nicht einmal um seine eigenen Nachkommen sorgt? Auch Vögel, die letzteres machen, arbeiten ausgehend von der Einheit "Nest" und können nur schwerlich jemand anderen da mit hinein nehmen, selbst wenn die Ressourcen mal für mehr als die eigenen Küken reichen (was selten der Fall ist, bei vielen Vögeln verhungert ein Teil der Brut.) Zumindest bei Pinguinen ist aber der versuchte Nestraub durch schwule Paare dokumentiert. Die Eier, die diese dann ausbrüten, haben garantiert nicht die Gene der sie großziehenden.

(Aber ich glaube, dass solten wir wenn dann im Evobio-Thread weiterbesprchen. Mir fällt jedenfalls kein Bogen auf "KI" mehr ein.)
 
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