Künstliche Intelligenz - Fluch oder Segen?

Und wenn ich mir angucke, worauf heute schon 50% der Menschen reinfallen, dann werden KI-Fakes jedenfalls mittelfristig von 80-90% für bare Münze genommen. Und den restlichen 10-20% nutzt es auch nicht viel, dass sie Fakes und echte Beiträge unterscheiden können, wenn letztere in der Flut ersterer ersaufen. Chat-KIs haben das Zeug, digitale offene Kommunikation komplett unmöglich zu machen. Dann fällt die politische Meinungsbildung auf das Niveau der 80er Jahre zurück: Man liest die Bild und bespricht sie mit 10 anderen Typen am Stammtisch. Aber deutschlandweite oder gar internationale Foren, wie wir hier gerade eins benutzen? Wo man sich mit gleich- und andersdenkenden Austauschen und andere Ansichten kennenlernen kann? Die werden dann nur mit gezielt eingesetzten KIs gefüllt sein. Nur geschlossene Chats mit geprüften Teilnehmern wäre noch denkbar, aber wie soll man die Leute kennenlernen, die man einladen möchte?
Ja eben. Dadurch das jeder Hans Wurst Zugang zu K.I.s hat und es immer leichter wird Deepfakes zu erstellen, werden wohl das Internet und die sozialen Plattformen damit zukünftig geflutet. Dagegen wird man irgendwann nicht mehr ankommen befürchte ich.:ka:

Aber was ist deine Meinung zu K.I.s: Denkst du das sie irgendwann eine Art Bewusstsein entwickeln können? Oder gehört das für dich eher in den SciFi-Bereich?:)
 
Bislang konnte mir niemand definieren, was "Bewusstsein" überhaupt sein soll ("Intelligenz" genauso wenig). Bei Tieren hieß es vor ein paar Jahrzehnten von den meisten, die man gefragt hat, noch "ausgeschlossen". Mittlerweile wird es wenigstens einigen zugestanden. Das Bisschen, was einige Leute an von außen eindeutig erkennbaren Merkmalen nennen, erfüllen einige KIs schon heute und von den Grundvoraussetzungen steht einigen Netzwerken deutlich mehr zur Verfügung. Wenn da also nicht noch irgend eine wortwörtlich mystische Geheimzutat nötig ist, können Rechennetzwerke definitiv ein Bewusstsein beherbergen und jeder, der ein großes aufbaut, sollte sich vorher darüber Gedanken gemacht haben, wie er im Falle des Falles damit umgeht.
 
Bislang konnte mir niemand definieren, was "Bewusstsein" überhaupt sein soll ("Intelligenz" genauso wenig).
Naja, wenn man sich auf keine Definitionen einigt, wird man das nie rausfinden. Besonders Philosophen stellen alles in Frage und machen Probleme wo eigentlich keine sind.

Die Kriterien die bei Wikipedia stehen, denen stimme ich größtenteils zu:

Man unterscheidet heute in der Philosophie und Naturwissenschaft verschiedene Aspekte und Entwicklungsstufen:

1.) Bewusstsein als „belebt-sein“ oder als „beseelt-sein“ in verschiedenen Religionen oder als die unbegrenzte Wirklichkeit in mystischen Strömungen.

2.) Bei Bewusstsein sein: Hier ist der wachbewusste Zustand von Lebewesen gemeint, der sich unter anderem vom Schlafzustand, der Bewusstlosigkeit und anderen Bewusstseinszuständen abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein empirisch und objektiv beschreiben und teilweise eingrenzen. Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung, auf welche Weise Gehirn und Bewusstsein zusammenhängen.

3.) Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein wurde in der Philosophie des Geistes als Qualiaproblem thematisiert.

4.) Zugriffsbewusstsein: Ein Lebewesen, das Zugriffsbewusstsein besitzt, hat Kontrolle über seine Gedanken, kann Entscheidungen treffen und koordiniert handeln.

5. )Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein. In der Philosophie des Geistes wurde es als Intentionalitätsproblem thematisiert.

6.) Bewusstsein des Selbst: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern auch wissen, dass sie ein solches Bewusstsein haben.

7. )Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt. Man trifft es beim Menschen und andeutungsweise im Verhalten einiger anderer Säugetierarten an.
Quelle: Bewusstsein

Manche Tierarten erfüllen Teile davon. Ein künstliches Bewusstsein auf "Menschenlevel" sollte sich vor allem reflektieren und autonom handeln können. Also nicht mehr auf Input angewiesen sein, das man ihr gibt, sondern sich selber die Infos besorgen. Bzw nicht mehr auf Algorithmen angewiesen sein welche wir einprogrammieren. Sondern fähig sein selbstständig zu denken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Neuronale Netze sind doch nicht programmiert, sondern haben sich eben anhand von Daten-Inputs trainiert. Genauso wie ein Lebewesen aus Daten-Inputs lernt.


Die Wikipedia-Kriterien finde ich ehrlich gesagt komplett unbrauchbar.

wikipedia schrieb:
Bewusstsein als „belebt-sein“ oder als „beseelt-sein“ in verschiedenen Religionen oder als die unbegrenzte Wirklichkeit in mystischen Strömungen.

Rein theologische Begriffsbedeutung. Nicht anwendbar, nicht prüfbar.

wikipedia schrieb:
Bei Bewusstsein sein: Hier ist der wachbewusste Zustand von Lebewesen gemeint, der sich unter anderem vom Schlafzustand, der Bewusstlosigkeit und anderen Bewusstseinszuständen abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein empirisch und objektiv beschreiben und teilweise eingrenzen. Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung, auf welche Weise Gehirn und Bewusstsein zusammenhängen.

"Bewusstsein = ist nicht bewusstlos"? Offensichtlich nicht für Diskussionen über KIs gedacht. Hab die aber noch nie schlafen sehen :ugly: .

wikipedia schrieb:
Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein wurde in der Philosophie des Geistes als Qualiaproblem thematisiert.

Komplett nutzlos: Man weiß ausschließlich von sich selbst, ob man etwas "erlebt" oder nicht. Auf andere Entitäten als einen selbst ist diese Definition also nicht anwendbar, eingentlich nicht einmal auf andere Menschen. Man muss immer erst "Annahmen" machen - aber dann kann man auch gleich frei nach Schnauze annehmen "hat ein Bewusstsein" oder "hat kein Bewusstsein".

Zugriffsbewusstsein: Ein Lebewesen, das Zugriffsbewusstsein besitzt, hat Kontrolle über seine Gedanken, kann Entscheidungen treffen und koordiniert handeln.

Hier verstehe ich nicht einmal, was gemeint sein soll: Man hat doch immer Kontrolle über das, was man "denkt". Sonst würde man es "träumen" oder "phantasieren" nennen.
Abgesehen davon gilt erneut: Satz ist nur einen selbst anwendbar, nicht auf andere/s.

Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein. In der Philosophie des Geistes wurde es als Intentionalitätsproblem thematisiert.

Dito. Komplett egozentriert. Und außerdem redundant zum vorangehenden Satz. Statt der beiden könnte man auch einfach "ich denke, also bin ich" schreiben. Aber funktioniert halt nicht mit "denkt ChatGPT?".

Bewusstsein des Selbst: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern auch wissen, dass sie ein solches Bewusstsein haben.

Noch Egozentrierter: Wie soll man von außen erkennen können, ob der Gegenüber über seine eigenen Gedanken nachdenken kann? Man könnte höchstens fragen, aber Antworten auf die Frage "was denkst du über dich selbst?" konnten schon extrem primitive Chatbots geben.

Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt. Man trifft es beim Menschen und andeutungsweise im Verhalten einiger anderer Säugetierarten an.

"[citation needed]" sage ich da mal: Woher bitte schön weiß der Autor dieser Zeilen, wie das Selbstbild eines anderes Säugetieres aus sieht? Und woher weiß er, dass das eines Krakes anders ist? Oder das einer KI, sofern vorhanden?


Allgemein fällt noch auf, dass außer der ersten Begrifflichkeit sich jede einzelne nur auf "Lebewesen" bezieht. Wenn man dieses Wort in seiner korrekten, biologischen Bedeutung nimmt, sind KIs also von vorneherein ausgeschlossen, da sie keine Lebewesen sind. Genauso gut hätte man auf dem Höhepunkt des kolonialen Rassimus jemandem fragen können, ob "Schwarze Intelligenz haben". Wäre von einigen allein auf der Grundlage abgestritten worden, dass sie Personen anderer Hautfarbe schon das Menschsein abgestritten haben.

Imho wird die Frage über "Bewusstsein ja/nein", genauso wie früher die zu "Intelligenz ja/nein", "Seele ja/nein", "freier Wille ja/nein" und noch einiges mehr, heute überwiegend zur Abgrenzung und Selbstüberhöhung genutzt:
Man nimmt ein Wort, für das niemand auch nur eine allgemein anwendbare, überprüfbare Definition hat. Man überfrachtet dieses Wort mit Bedeutung indem man z.B. alle möglichen Rechte daran knüpft (im Falle von "Bewusstsein" z.B. den Anspruch auf eine artgerechte Haltung und Schmerzfreiheit - für Säugetiere "mit Bewusstsein" gibt es Vorschriften, Insekten "ohne Bewusstsein" darf man die Beine einzeln abreißen). Und dann spricht man willkürlich oder anhand willkürlich getroffener Annahmen einigen Entitäten zu, [Wort] zu haben und anderen nicht. "Die anderen" haben dann verschissen, "Ketzer" "ohne Seele" durfte man z.B. abschlachten, einer KI "ohne Bewusstsein" darf man den Stecker ziehen. Aber "sich selbst" "mit Seele", "mit Bewusstsein", etc. definiert man zur wortwörtlichen Krone der Schöpfung, die über allem steht.

Eine rationale, objektiv prüfbare Grundlage dafür gibt es aber nicht.
 
Neuronale Netze sind doch nicht programmiert, sondern haben sich eben anhand von Daten-Inputs trainiert. Genauso wie ein Lebewesen aus Daten-Inputs lernt.
Ich meinte das auf Algorithmen bezogen. Die werden ja erstmal einprogrammiert.
Unser Gehirn ist nicht nur Hardware, sondern auch Software. Nämlich die Gedanken und Bewusstseinsinhalte. Ich würde unser Bewusstsein sogar als Betriebssystem bezeichnen, welches auf eine bestimmte "Dauerkonstellation" von Neuronen beruht.
Die Wikipedia-Kriterien finde ich ehrlich gesagt komplett unbrauchbar.
Ich nicht. Zumindest nicht alle.
Rein theologische Begriffsbedeutung. Nicht anwendbar, nicht prüfbar.
Ok das stimmt. Das hätte man auch weglassen können.
"Bewusstsein = ist nicht bewusstlos"? Offensichtlich nicht für Diskussionen über KIs gedacht. Hab die aber noch nie schlafen sehen :ugly: .
Bezieht sich halt auf medizinische Aspekte.
Komplett nutzlos: Man weiß ausschließlich von sich selbst, ob man etwas "erlebt" oder nicht. Auf andere Entitäten als einen selbst ist diese Definition also nicht anwendbar, eingentlich nicht einmal auf andere Menschen. Man muss immer erst "Annahmen" machen - aber dann kann man auch gleich frei nach Schnauze annehmen "hat ein Bewusstsein" oder "hat kein Bewusstsein".
Nö. Man tauscht sich ja auch mit anderen aus. Und sie erzählen was sie erlebt haben oder wie sie sich fühlen.
Oder man interagiert mit ihnen körperlich und erhält Feedbacks.
Hier verstehe ich nicht einmal, was gemeint sein soll: Man hat doch immer Kontrolle über das, was man "denkt". Sonst würde man es "träumen" oder "phantasieren" nennen.
Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht genau.
Abgesehen davon gilt erneut: Satz ist nur einen selbst anwendbar, nicht auf andere/s.
Es wird immer zuerst vom Subjekt ausgegangen.

Dito. Komplett egozentriert.
Ein Subjekt ist doch auch ein Ego. Bzw hat ein Ego.
Und außerdem redundant zum vorangehenden Satz. Statt der beiden könnte man auch einfach "ich denke, also bin ich" schreiben. Aber funktioniert halt nicht mit "denkt ChatGPT?".
Deswegen schrieb ich das mit dem selbstständigen Denken. Vielleicht ist eine K.I. ja irgendwann mal soweit.

Noch Egozentrierter: Wie soll man von außen erkennen können, ob der Gegenüber über seine eigenen Gedanken nachdenken kann? Man könnte höchstens fragen, aber Antworten auf die Frage "was denkst du über dich selbst?" konnten schon extrem primitive Chatbots geben.
Indem man mit dem anderen spricht z.B.? Oder schreibt? Das Verhalten beobachtet.
"[citation needed]" sage ich da mal: Woher bitte schön weiß der Autor dieser Zeilen, wie das Selbstbild eines anderes Säugetieres aus sieht? Und woher weiß er, dass das eines Krakes anders ist?
Bei Tieren wird häufig dafür ein Spiegeltest angewendet. Manche Tierarten wie Affen, Vögel und Wale können sich im Spiegel erkennen. Genauso wie Kleinkinder ab 3 Jahren.

Oder das einer KI, sofern vorhanden?
Wohl nur in dem man sie fragt wie sie sich selbst beschreibt.
Allgemein fällt noch auf, dass außer der ersten Begrifflichkeit sich jede einzelne nur auf "Lebewesen" bezieht. Wenn man dieses Wort in seiner korrekten, biologischen Bedeutung nimmt, sind KIs also von vorneherein ausgeschlossen, da sie keine Lebewesen sind. Genauso gut hätte man auf dem Höhepunkt des kolonialen Rassimus jemandem fragen können, ob "Schwarze Intelligenz haben". Wäre von einigen allein auf der Grundlage abgestritten worden, dass sie Personen anderer Hautfarbe schon das Menschsein abgestritten haben.

Imho wird die Frage über "Bewusstsein ja/nein", genauso wie früher die zu "Intelligenz ja/nein", "Seele ja/nein", "freier Wille ja/nein" und noch einiges mehr, heute überwiegend zur Abgrenzung und Selbstüberhöhung genutzt:
Man nimmt ein Wort, für das niemand auch nur eine allgemein anwendbare, überprüfbare Definition hat. Man überfrachtet dieses Wort mit Bedeutung indem man z.B. alle möglichen Rechte daran knüpft (im Falle von "Bewusstsein" z.B. den Anspruch auf eine artgerechte Haltung und Schmerzfreiheit - für Säugetiere "mit Bewusstsein" gibt es Vorschriften, Insekten "ohne Bewusstsein" darf man die Beine einzeln abreißen). Und dann spricht man willkürlich oder anhand willkürlich getroffener Annahmen einigen Entitäten zu, [Wort] zu haben und anderen nicht. "Die anderen" haben dann verschissen, "Ketzer" "ohne Seele" durfte man z.B. abschlachten, einer KI "ohne Bewusstsein" darf man den Stecker ziehen. Aber "sich selbst" "mit Seele", "mit Bewusstsein", etc. definiert man zur wortwörtlichen Krone der Schöpfung, die über allem steht.

Eine rationale, objektiv prüfbare Grundlage dafür gibt es aber nicht.
Darum geht es zum Beispiel in den Film "Der 200 Jahre Mann": ein hochintelligenter Android entwickelt ein "Ich" und besteht auf seine Anerkennung als Subjekt und damit als Lebewesen bzw als Mensch. Die Buchvorlage stammt übrigens vom SciFi-Autor Isaac Asimov. Falls dir der Name ein Begriff ist.;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich meinte das auf Algorithmen bezogen. Die werden ja erstmal einprogrammiert.
Nein, (tiefe) neuronale Netze und die anderen KI Verfahren macht eben genau aus dass die nicht manuell programmiert sind.
Der Algorithmus setzt sich durch das Lernen selbst zusammen. Der Programmierer entscheidet wie das "Gehirn" aussieht und was es vorgesetzt bekommt, aber nicht was genau es lernt.
Wohl nur in dem man sie fragt wie sie sich selbst beschreibt.
Wo wir wieder bei dem Punkt sind dass jeder Chatbot vor über 10 Jahren sich schon nach Selbsterkenntnis angehört hat.
 
Nein, (tiefe) neuronale Netze und die anderen KI Verfahren macht eben genau aus dass die nicht manuell programmiert sind.
Der Algorithmus setzt sich durch das Lernen selbst zusammen. Der Programmierer entscheidet wie das "Gehirn" aussieht und was es vorgesetzt bekommt, aber nicht was genau es lernt.
Ok. Aber dennoch laufen sie mit Software. So das Informationen verarbeitet und ausgegeben werden können.
Wo wir wieder bei dem Punkt sind dass jeder Chatbot vor über 10 Jahren sich schon nach Selbsterkenntnis angehört hat.
Naja, die Beschreibungen sollte schon ausführlicher sein. :ugly:
Bzw gewisse Kriterien erfüllen.

Aber der Turing-Test wurde wohl bestanden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich meinte das auf Algorithmen bezogen. Die werden ja erstmal einprogrammiert.
Unser Gehirn ist nicht nur Hardware, sondern auch Software. Nämlich die Gedanken und Bewusstseinsinhalte. Ich würde unser Bewusstsein sogar als Betriebssystem bezeichnen, welches auf eine bestimmte "Dauerkonstellation" von Neuronen beruht.
Aber ab wann entwickelt sich ein Bewussten?
Ein Säugling hat ja kein Bewusstsein. Der wird von Instinkten geleitet. Die Fähigkeit, Muttermilch zu saugen, besitzt ein Säugling von Geburt an. Das muss nicht erlernt werden.
Ab wann können Kinder lügen? Können Tiere bewusst lügen?
Kann eine KI überhaupt lügen?
 
Aber ab wann entwickelt sich ein Bewussten?
Wie ich schon schrieb: Kleinkinder können sich ab ca 3 Jahren im Spiegel erkennen.
Das ist natürlich nur 1. Merkmal oder Indiz vom Bewusstsein.

Die komplette Hirnentwicklung ist nach neuesten Erkenntnissen aber erst ab dem 25. Lebensjahr abgeschlossen.
Ab wann können Kinder lügen? Können Tiere bewusst lügen?
Kann eine KI überhaupt lügen?
Ist eine Lüge ein zwingender Beweis für ein Bewusstsein?
 
Ist eine Lüge ein zwingender Beweis für ein Bewusstsein?
Lügen bedeutet sich in eine andere Person hineinversetzen zu können.
Wenn ich nicht irre, kann ein 4 Jähriges Kind das. Lügen können gehört also zur Entwicklung des Seins und von einer KI erwarte ich daher, dass sie das kann.
Das ist auch das Problem von Hal 9000. Ertötet einen Astronauten, weil er nicht lügen kann.
(deswegen finde ich den Film auch so blöd, denn auch eine KI muss lügen können. Gesundes lügen natürlich. Es bringt ja nichts, wenn ich der Crew ein technisches Problem verschweige und das Raumschiff deswegen zerstört wird. Aber lügen, um dafür zu sorgen, dass die Mission abgeschlossen wird, auch wenn die Crew das nicht überleben wird.)
 
Was hat Lügen mit Empathie zu tun? Das mußt du mir mal erklären.
Ich sehe da keinen Zusammenhang. :ka:

Oder meinst du Lügen um eine andere Person nicht zu verletzten?
Es geht darum, überhaupt lügen zu können. Wenn du deiner Frau also sagst, dass das neue Kleid ihr hervorragend steht, musst du dich in sie hineinversetzen können, was diese Aussage für sie bedeuten kann.
Für deine Frau bedeutet die Aussage ein Kompliment. Ergo sagst du das, weil es sie erfreut als wenn du die Wahrheit sagst , dass du das Kleid hässlich findest und ihr dicker Hinter noch weiter heraussteht als sonst.
 
Für deine Frau bedeutet die Aussage ein Kompliment. Ergo sagst du das, weil es sie erfreut als wenn du die Wahrheit sagst , dass du das Kleid hässlich findest und ihr dicker Hinter noch weiter heraussteht als sonst.
Deswegen schrieb ich ja gerade: um seinem Gegenüber nicht zu verletzten.

Wobei, wenn der andere rausbekommen hat, dass der andere gelogen hat, er gerade deswegen sauer werden kann.
Vielen ist Ehrlichkeit wichtiger.
 
Du kannst auch sagen, nein, Herr Kommissar, der ist nicht der täter.
Das wäre immer noch eine Notlüge:

Gelogen wird auch aus Höflichkeit, aus Scham, aus Angst, Furcht, Unsicherheit oder Not („Notlüge“), um die Pläne des Gegenübers zu vereiteln oder zum Schutz der eigenen Person, anderer Personen oder Interessen (z. B. Privatsphäre, Intimsphäre, wirtschaftliche Interessen), zwanghaft/pathologisch, um Harmonie herzustellen, Zwietracht zu säen oder eine Intrige zu spinnen.
Quelle: Lüge

Aber wir schweifen ab.:)
 
Das wird jetzt nicht 100 % zu diesem Thema passen, aber wir kennen ja alle dieses Alexa von Amazon und Co. Mein FireTV-Stick hat auch bereits Alexa mit dabei, nur muss ich hierzu extra dazu eine Taste gedrückt halten. Mit meinem neuen Fernseher ist auch Alexa mit dabei und dazu noch zwei Stimmen von Google und Samsung selbst.

Das Besondere daran ist aber, ich muss mit dem Fernseher die Taste dazu nicht drücken, es reicht dazu aus, dass ich Alexa rufe und danach den Sprachbefehl. Lustig war es letztens, als ich ein Film schaute und im Film der Schauspieler sagte... "Alexa, spiel mir die Musik ... ab". Hierauf hat mein Fernseher reagiert und nach dieser Musik gesucht und den Film dazu unterbrochen. :D

Natürlich könnte ich diese Funktion deaktivieren, finde aber dennoch etwas lustig, dass es mit dabei ist. :ugly:
 
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